Wenn du willst, so kannst du!

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Sterntaler

38, Weiblich

  Neuling

Beiträge: 34

Re: Wenn du willst, so kannst du!

von Sterntaler am 12.10.2026 12:12

Mich beschäftigt das Thema noch...

Nusskeks hatte Röm 8 eingebracht - so als Blick auf die ganze Schöpfung (Röm 8,18ff.)
Vielleicht hilft deshalb die Einordnung in den größeren Zusammenhang weiter:

Jesus predigte ja das Reich Gottes. 
Seine Heilungen und Wunder werden in der Theologie i.d.R. als Zeichen verstanden, 
dass die zukünftige Gottesherrschaft bereits auf dieser Erde angebrochen ist. 
Also: Das Reich Gottes ist angebrochen, aber die Schöpfung – nach Röm 8 – liegt noch in Geburtswehen. 

C. S. Lewis hatte in Der König von Narnia so ein passendes Bild: Die Welt Narnia unterliegt der Herrschaft der bösen Hexe.
Narnia versinkt in einem schier endlosen Winter. 
Aber Aslan erscheint und bricht die Macht der Hexe.
Tauwetter setzt ein und in Narnia wird es Frühling. 

Ich finde das eigentlich ein recht passendes Bild für das Reich Gottes, das bereits angebrochen ist. 
Dann wären Heilungen wie Schneeglöckchen, die durch die dicke Schneedecke brechen. 
Zeichen des kommenden Frühlings. Zeichen dessen, was uns erwartet. 

Schneegloeckchen.png
Bild: sunflair / Pixabay

Ich habe solche Schneeglöckchen gesehen. 
Und gleichzeitig habe ich tiefgläubige Kranke sterben sehen. 
Manchmal fühlt es sich an, wie wenn man die ersten starken, warmen Sonnenstrahlen des Frühlings spürt, 
und dann fühlt man wieder den eiskalten Wind, 
weil der Winter eben noch nicht ganz vorbei ist.

Deshalb vermute ich, dass es dieses schon jetzt und noch nicht des Reiches Gottes ist (already but not yet).

Das erklärt nicht, warum manche geheilt werden. Aber vielleicht hilft das Bild ein bisschen einzuordnen. Die Bibel ist voll von tröstenden Worten, die ja irgendwie hinfällig wären, würden wir die Kälte der gefallenen Welt gar nie mehr spüren:

Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. (Mt 5, 4)


Mhmmmm.

......Trotzdem würde ein Joel Osteen jetzt vermutlich sagen:
DON´T CONCENTRATE ON THE SNOW. YOUR SPRING IS COMING! 

★: Aber schau dich um, alles ist noch voller Schnee!
Joel Osteen: THERE ARE SEEDS UNDER THAT SNOW YOU DON'T EVEN KNOW ABOUT!
★: Es sind minus 4 Grad!
Joel Osteen: DON'T LET YOUR CIRCUMSTANCES DEFINE YOUR SEASON!
★: Ich hab Erfrierungen!
Joel Osteen: YOU MAY FEEL FROZEN, BUT GOD IS ABOUT TO DEFROST YOUR DESTINY!

=) meine das liebevoll, denn irgendwie ist es ja so: Der Schnee ist real, aber der kommende Frühling ja tatsächlich auch.

Paulus: Wir seufzen und hoffen.
★: Mir ist kalt.
Joel: YOUR SPRING IS COMING!

GOD DIDN´T BRING YOU THIS FAR TO LEAVE YOU IN THE WINTER! 


Was ich aber auch für wichtig halte:

Kein vernünftiger Mensch würde sagen, dass man einen Armbruch selbst ausheilen muss. Du musst nur genug glauben! Natürlich geht man ins Krankenhaus und bekommt einen Gips. Warum sollte es dann bei anderen Krankheiten oder Wunden per se anders sein? Warum sollte es da per se ohne medizinische Hilfe gehen müssen?

Ja, ich glaube, dass Gott Wunder tun kann und es auch heute immer wieder tut. Gott hat uns aber, finde ich, auch die Medizin geschenkt - bzw. einen Verstand, der sich über die Jahrhunderte so weit medizinisch vorwärts irren konnte, dass wir Krankheiten tw. behandeln können. Hätte Gott uns ein Gehirn gegeben wie ein Goldfisch, wären wir nie soweit gekommen. Das ist doch auch ein Geschenk von ihm. Warum sollen seine Hilfe und medizinische Möglichkeiten nicht Hand in Hand gehen? Unverfügbarkeit Gottes kann ja auch bedeuten, dass ich Gott nicht vorschreibe, wie seine Heilung aussehen muss. Vielleicht möchte er durch Ärzte wirken.

So. Das war, was ich dazu noch sagen wollte, falls jemand bis hierin gelesen hat *Kaffee und Keks rüberreich



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Sterntaler

38, Weiblich

  Neuling

Beiträge: 34

Re: Wenn du willst, so kannst du!

von Sterntaler am 09.10.2026 18:05

Offtopic: Bei längeren Texten wird es sehr unübersichtlich, wenn man für jeden Satz einen Absatz macht.

*autsch

Lieber Merciful,

ja, gesellschaftliche Prägungen können bestimmt eine Rolle spielen, da könnte man jetzt tief einsteigen. Ich würde noch ergänzen, dass auch die eigene Lebenserfahrung oder die unseres Umfeldes unsere Erwartungen prägt.

Vielleicht ging das dem Mann mit dem Kind auch so. Er hatte ja sogar gerade etwas Enttäuschendes erlebt: Die Jünger konnten nicht helfen. Ich glaube, hilf meinem Unglauben. Aber er bringt sein Kind trotzdem zu Jesus. Ich habe keine Kinder, aber so viel weiß ich, das eigene Kind jemandem anzuvertrauen ist viel. So klein finde ich seinen Glauben deshalb gar nicht. Vielleicht darf kindlicher Glaube auch so aussehen – ich habe Zweifel, aber ich vertraue mich diesem Jesus trotzdem an.



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Burgen

-, Weiblich

  Urgestein

Beiträge: 3147

Re: Wenn du willst, so kannst du!

von Burgen am 08.10.2026 20:38



>>>Wo bleibt da jener einfache und kindliche Glaube, der von Gott, dem Schöpfer, Heil und Leben erwartet?

Daher meine Frage, ob nicht eine Art kollektiver Unglaube (der Moderne, der Neuzeit) das Denken und Leben heute kennzeichnet. Und die heutigen Denkvoraussetzungen unsere Erwartungshaltung in ähnlicher Weise blockieren wie es damals in Nazareth geschah. 
Merciful<<<

Bin mir nicht sicher, ob die Menschen von damals so ganz anders waren als heute. 
Die Weichen des Unglaubens, Ungehorsams und alles, was damit zusammen hängt, begannen ja schon im Garten Eden. Der Unterschied vielleicht zu damals sind letztlich die ausgeklügelten Bemühungen einem Gott zuzuhören, der nicht zu sehen ist. 

In einer Predigt war zu hören, dass aus Gnade das Angebot Gottes Jesus als Retter und Mittler anzunehmen nicht bedeutet, auf dem oft diskutierten schmalen Weg zu sein. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir dazu neigen, anderen nachzueifern, wie eben die Schafe kopflos und ängstlich werden, wenn sie die Stimme ihres Hirten nicht hören können. 

Abraham lebte ja lange vor der Sinai-Gesetzesgeschichte. Man könnte sagen, am Sinai durch das goldene Kalb und die zwei Steintafeln wurde deutlich, wie verdorben die Menschen allgemein doch sind. Und dass wir alle heutzutage leben, die Chance haben die Gnade Gottes auszuleben und eben nicht starr das Gesetz ausleben müssen. 
Und das ist durch das Leben Jesu besiegelt - inzwischen gibt es die auszulebenden Herzenstafeln in den Menschenherzen. Und jeder Mensch kann sich entscheiden, für oder gegen oder nur ein bisschen Jesus nachzufolgen. 
Dennoch, wer sein Leben Jesus gegeben hat, wird trotz des breiten Weges in den Himmel kommen. Es sei denn, er sagt sich von ihm ab und denkt nur noch Weihnachten an ihn. Wer weiß. 

Jesus hat ja schon Satan besiegt. Jedoch ist der schlau und die Menschen sind eben so, dass sie sich gerne auf das ausrichten, was sie sehen können und ausprobieren sowie gedanklich nachvollziehen. Nur die Schlinge zieht sich immer fester, weil der Fokus sich nicht auf Jesus und die Bibel bezieht, sondern auf das irdische evtl gute Leben. 

Die Gleichnisse dienen auch dazu, dieses für einzelne aufzudecken, denke gerade. 
Je mehr und tiefer Jesus in einem Menschenherzen leben darf, desto eher sind wohl die Scheidungen zwischen Welt und geistlichem Leben durch Jesus sichtbar. Die Liebe zu ihm wird dann fast schon dringlicher, wobei diese Liebe nicht nur ein Wort bleibt. 
Eigentlich hilft er uns jeden Tag ihn besser zu erkennen vom Herzen aus das Umfeld durch ihn wahrzunehmen. 

Man sieht ja schon, wie vor dem Gesetz die Menschen gerufen wurden Gottes Stimme zu hören und zu glauben, dass Gott spricht. Die Schrifttafeln des  Gesetzes Gesetzes zeigen schlicht auf, dass Menschen sie nicht halten können ... und das ist weltweit der Fall. Daher tritt Jesus aus Gnade selbst in den Riss und schenkt neues Leben. 
Entweder als heilendes sichtbares tun oder eben durch Heilung des vermutlich sehr harten Herzens eines Menschen innerlich bevor es aussen sichtbar wird. Das sieht man manchmal bei längeren Gefängnisaufenthalten einiger Menschen ganz gut. Oder eben bei Menschen, die von Religion zu einem Leben Gottes Jesus kommen. 

Hoffe, dass meine derzeitigen Gedanken nicht das Thema im Thread zerschneiden. Wir sind ja alle auf dem Weg ... die Bibel hilft uns auf der Linie zu bleiben, sie ist sichtbar und die Gnade Gottes durch sie erfahrbar, so oder so. 




Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.10.2026 04:52.

pausenclown

-, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 604

Re: Wenn du willst, so kannst du!

von pausenclown am 08.10.2026 17:20

Hallo.

Meine Beobachtungen und Gedanken dazu.

Ich glaube an Gottes Souveränität. Ich wüsste nicht, wie Gottes Handeln beeinflussen könnte.
Soll ich 10 Vater unser beten oder xy 1000 Euro spenden und Gott und dafür heilst du mich?

Lukas 9 
Da sprach Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Ist’s erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun oder Böses zu tun, Leben zu retten oder zu verderben? .
Der Mann mit der verdorrten Hand ist der Hintergrund.
Jesus fragt ja nicht, ob es erlaubt ist zu heilen, sondern zu retten.
Diese Einschränkung damals und heute ist ein großer Unterschied.
Viele Erkrankungen waren damals eben tödlich und heute behandelbar. Man denke zB an eine Blinddarmentzündung. 

Viele der Wunder Jesu geschahen im Rahmen der Verkündigung und Sündenvergebung. Das setzt sich in der Apostelgeschichte fort.
Naja, nur nicht bei Paulus, der würde blind.
Und daraus eine Frage, wer ist heute noch als Gemeinde aktiv an den Hecken und Zäunen?

Meine letzte Beobachtung, Lazarus wird von den Toten auferweckt, welchen Anteil hatte jetzt sein Glauben daran?


Shalom Pausenclown.


Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.10.2026 17:21.

nusskeks

56, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 802

Re: Wenn du willst, so kannst du!

von nusskeks am 08.10.2026 12:33

Offtopic: Bei längeren Texten wird es sehr unübersichtlich, wenn man für jeden Satz einen Absatz macht. 

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

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Merciful

55, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2551

Re: Wenn du willst, so kannst du!

von Merciful am 08.10.2026 10:58

Und es begab sich, als Jesus diese Gleichnisse vollendet hatte, ging er davon und kam in seine Vaterstadt
und lehrte sie in ihrer Synagoge, sodass sie sich entsetzten und sprachen:
Woher hat dieser solche Weisheit und solche Machttaten?
 
Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria? Und seine Brüder Jakobus und Josef und Simon und Judas?
Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher hat er denn dies alles? Und sie ärgerten sich an ihm.
 
Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgends weniger als in seinem Vaterland und in seinem Hause.
Und er tat dort nicht viele Machttaten um ihres Unglaubens willen.
 
(Evangelium nach Matthäus 13,53-58; Lutherbibel 2017 [(C) Deutsche Bibelgesellschaft])
 
          Wegen ihres Unglaubens tat er dort in Nazareth nicht viele Machttaten.
 
In heutiger Zeit würde ich einem Menschen, der nicht geheilt wird, nicht zu verstehen geben, er habe keinen Glauben.
 
Eine solche Unterstellung wäre problematisch:
 
1. Es lässt sich nicht sicher beweisen, dass Glaube oder Unglaube über den Verlauf einer Krankheit entscheiden.
 
2. Der Glaube lässt sich nicht messen, ein vermeintlicher Unglaube kann nicht sicher festgestellt werden.
 
3. Der unterstellte Unglaube würde im Sinne einer persönlichen Schuld interpretiert werden.
 
Der Mensch hätte dann durch seinen Unglauben eine ansonsten mögliche Heilung verhindert.
 
Aber umgekehrt erwartet doch der Glaube Heil und Rettung gerade nicht von sich selbst.
 
Der Heilung suchende Mensch unterstellt sich dem Christus: Wenn du willst, so kannst du mich reinigen.
 
Wenn also der Mensch sich nicht selbst zu heilen vermag, wie sollte er dann seine Heilung verhindern können?
 
          Etwas anderes ist es meines Erachtens, wenn der Unglaube nicht so sehr als persönliche Schuld angesehen wird.
 
Den Menschen in Nazareth fiel es schwer, auf den zu vertrauen, der über Jahre hinweg als Zimmermann bekannt war.
 
Die Menschen waren irgendwie gefangen in ihren Gedanken.
 
Wie sollte jener Zimmermann nun der Messias sein?
 
Wir heutigen Menschen sind seit vielleicht 300 oder 400 Jahren durch Aufklärung, Rationalismus, Materialismus geprägt.
 
Wir halten es heute mit der Urknalltheorie, der Evolutionsbiologie, der Psychoanalyse, mit künstlicher Intelligenz.
 
Wir können vieles erklären, begründen, können Ursachen und Wirkungen benennen.
 
Wohlgemerkt, ich bin nicht gegen wissenschaftlichen Fortschritt oder technologische Innovation.
 
Der Mensch sollte seine Möglichkeiten, etwa auf dem Gebiet der Medizin, innerhalb ethischer Grenzen nutzen.
 
Aber ist es nicht so, dass der Mensch der Neuzeit Gott aus seinem Weltbild mehr und mehr hinausgedrängt hat?
 
Heutige Gesellschaften haben sich weitgehend von Glaube, Bibel und Kirche distanziert und emanzipiert.
 
Dies mag freilich von Land zu Land, von Nation zu Nation unterschiedlich stark ausgeprägt sein.
 
Aber tendenziell wachsen heutige Menschen in diese Prägung hinein.
 
Wo bleibt da jener einfache und kindliche Glaube, der von Gott, dem Schöpfer, Heil und Leben erwartet?
 
Daher meine Frage, ob nicht eine Art kollektiver Unglaube (der Moderne, der Neuzeit) das Denken und Leben heute kennzeichnet.
 
Und die heutigen Denkvoraussetzungen unsere Erwartungshaltung in ähnlicher Weise blockieren wie es damals in Nazareth geschah.
 
Merciful

Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.10.2026 19:01.

nusskeks

56, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 802

Re: Wenn du willst, so kannst du!

von nusskeks am 07.10.2026 14:37

Merciful: Könnte es nicht sein, dass unser Unglaube ("Hilf meinem Unglauben!") Gottes Wirken in heutiger Zeit blockiert?

Hm. Gute Frage. Man könnte, so man in die Schriften schaut, fast darauf kommen. Es scheint einen Zusammenhang zu geben, aber keine Kausalität. Denn längst nicht alle Menschen die in der Schrift durch Gott geheilt wurden, hatten einen erkennbaren Glauben. Auch im genannten Beispiel "Hilf meinem Unglauben" stehen die Zweifel ausdrücklich im Raum. Was ich zum Beispiel in der Heimatstadt Jesu sehe, ist nicht nur Unglaube, es ist Ablehnung. Vielleicht kommen wir damit weiter?

Direkt zu der Frage würde ich zunächst sagen: Ja, Unglaube kann ein Hindernis für Gottes Wirken sein, wenn damit die Weigerung gemeint ist, Christus zu vertrauen, ihn anzurufen oder sich seinem Wirken zu öffnen. Nazareth zeigt das deutlich. Aber nein, unser Glaube ist nicht eine notwendige Voraussetzung, ohne die Gott nicht heilen könnte.

Eine Kausalität von Gottes Möglichkeit zur Heilung zu einer geheilten oder nicht geheilten Krankheit können wir hingegen nicht eindeutig nachvollziehen. Gott und sein Geist wirken wo sie wollen. Auch der eindeutige Zusammenhang zwischen dem "Tun und dem Ergehen" lässt sich in der Schrift nicht erkennen. Das wird an diversen Stellen auch klar abgelehnt. 

Allein die Größe des Glaubens ist also kein Gradmesser für die Häufigkeit göttlicher Heilung. Das Beispiel aus Mark 9,22-24 ist da sehr anschaulich. Manchmal ist auch die Krankheit selbst der Wille Gottes und klares Zeichen seiner Liebe. 

Mir kommt eine andere Frage in den Sinn: Rechnen wir tatsächlich mit Gottes Handeln und bitten wir ihn darum – ohne aus unserem Glauben eine Bedingung zu machen, an die Gott gebunden wäre?

Hm, hier sollte ich erstmal enden.

Hoditai, Mensch des Weges 
One of Israel

Antworten Zuletzt bearbeitet am 07.10.2026 14:53.

Sterntaler

38, Weiblich

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Re: Wenn du willst, so kannst du!

von Sterntaler am 07.10.2026 14:31

Ich will dich ja nicht verärgern. Aber die Bibel ist ein lebendiges Wort und nicht ein lebloses Bücherregal.

Aber Merciful hat nicht behauptet, die Bibel sei leblos.

Das ist ja ein Kern des ganzen Themas: 
Und meistens, oder oft begründet er die Heilung damit, indem er sagt: dein Glaube hat dich geheilt, gehe hin - sündige nicht mehr oder anderes. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass wir nicht 'richtig' glauben.

Ich denke, das bedeutet es im Umkehrschluss nicht zwangsläufig:
Wasser lässt Pflanzen wachsen. Daraus folgt nicht: Weil die Pflanze nicht wächst, fehlt ihr Wasser - ihr könnte auch Sonne oder etwas anderes fehlen.

Oder: Ein Kind bittet seine Mutter im Vertrauen um etwas Gutes. Die Mutter sagt trotzdem Nein, weil sie einen Grund dafür hat, den das Kind vielleicht gar nicht kennt. 

Gerade Paulus ist ja interessant: Großer Glaube + dreimalige Bitte + die Belastung blieb (Stachel, was auch immer es war) 
Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung.

Die Formel Du hast zu wenig Glauben, deshalb bist du noch krank finde ich im Neuen Testament so nicht. 

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Burgen

-, Weiblich

  Urgestein

Beiträge: 3147

Re: Wenn du willst, so kannst du!

von Burgen am 07.10.2026 09:32


Ja, Merciful. Verstehe deinen Einwand. 

Jedoch, so denke ich, die Gewissheit darüber, mit Jesus "geistlich" in Jesus im Himmel zu sitzen, schenkt dem Glauben auf Heilung eine tiefere Wahrheit. Denn wir verfügen nicht über die Heilung. Heilung ist einerseits, mMn eine geistliche Angelegenheit, geboren aus der Gewissheit des Glaubens. 

Es wird von früheren Glaubensvätern erzählt, dass der Mann einen anderen Menschen berührte und er sofort gesund war. 
Die herbeigeholten Briten konnten dies nicht glauben. Der Helfer jedoch legte seine infizierte Hand oder einen Abstrich, unter das Mikroskop, den Schaum der Infektion, und da war alles tot.
Die Gesundheit geschah durch Glauben. 

Ein englischer Pastor, glaube er lebt nicht mehr, war selbst schwerkrank mit Krebs, dennoch ging er während des Betens durch Krankenhäuser mit seinen Begleitern. Die darin liegenden Patienten wurden bis auf wenige, gesund und konnten das Krankenhaus verlassen - manche wurden selbst zu Evangelisten. Der englische Prediger jedoch bekam Hausverbot und musste das Land verlassen... 

Ich will dich ja nicht verärgern. 
Aber die Bibel ist ein lebendiges Wort und nicht ein lebloses Bücherregal. 
Das muss ich selbst noch viel mehr lernen - täglich Jesus sozusagen anzapfen, 
und durchgängig mit ihm verbunden sein. 
Da ist es eine große Hilfe, sich vorzustellen,
dass er einerseits geistlich permanent im Herzen ist und
andererseits als (wiedergeborener und) glaubender Christ
mit ihm zur rechten Seite des Vaters ruht, sitzt. 

Heilung dürfte demnach eine wichtige Tatsache sein, 
selbst wenn er zuerst an unserem Herzenszustand 
interessiert ist. Und dieses auf jeden Fall heilen wird. 

Burgen 







Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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Merciful

55, Männlich

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Re: Wenn du willst, so kannst du!

von Merciful am 07.10.2026 08:59

Burgen schrieb: ... es geht um die Gewissheit des Glaubens, dass wir im Himmel mit Christus Jesus sitzen ...

Hier in diesem Thread geht es mir aber um das Thema Heilung.
 
Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Geht hin und sagt Johannes wieder, was ihr hört und seht:
Blinde sehen und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote stehen auf
und Armen wird das Evangelium gepredigt; und selig ist, wer sich nicht an mir ärgert.
 
(Evangelium nach Matthäus 11,4-6; Lutherbibel 2017 [(C) Deutsche Bibelgesellschaft])
 
Merciful

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