Die metaphysische Dimension der menschlichen Existenz: Die Unsterblichkeit der Seele

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Argo

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Re: Die metaphysische Dimension der menschlichen Existenz: Die Unsterblichkeit der Seele

von Argo am 22.07.2026 16:08


Ich habe ehrlich nie gedacht, dass ich eine solche Reaktion auf die einfachste Frage der Menschheit hervorrufen würde: Was kommt nach meinem Tod, gibt es ein anderes Leben?

Ich wollte mit diesem Thread lediglich bestätigen, dass für mich aufgrund dokumentierter Ereignisse die Seele nach dem Tod weiterlebt.

Ich beschreibe hier etwas, das auf der christlichen Lehre beruht, die im geistigen Sinne auf den Prinzipien von Ursache, Wirkung und persönlicher Verantwortung aufgebaut ist.

Der Mensch steht nicht isoliert in einer toten Materie, sondern ist eingebunden in das ständige Wirken und Fließen einer unsichtbaren Realität.

Die Bibel beschreibt das Weiterleben der Seele nach dem Tod in verschiedenen Passagen, die einen Zwischenzustand der Seele vor der endgültigen Auferstehung und dem Gericht zeigen.

Einige Abschnitte deuten darauf hin, dass die Seele nach dem Tod bewusst weiterexistiert. Dazu gehören das Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus (Lukas 16,19–31) sowie Jesu Worte an den Verbrecher am Kreuz: Heute wirst du mit mir im Paradies sein (Lukas 23,43).

Der Tod bedeutet die sofortige Trennung von Leib und Seele, was auch in der Offenbarung (Kapitel 6, Vers 9–11) bestätigt wird:

9. Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die geschlachtet worden waren um des Wortes Gottes willen und um des Zeugnisses willen, das sie hatten.
10. Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Wie lange, du heiliger und wahrhaftiger Herrscher, richtest und rächst du nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen?
11. Und es wurde ihnen einem jeden ein weißes Gewand gegeben; und es wurde ihnen gesagt, dass sie noch eine kleine Zeit ruhen sollten, bis auch ihre Mitknechte und ihre Brüder vollendet wären, die wie sie noch getötet werden sollten.

Weitere Belegstellen:

Matthäus 10,28: Jesus sagt hier direkt, dass Menschen zwar den Körper, nicht aber die Seele töten können: Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können.

Philipper 1,23: Der Apostel Paulus erklärt, dass das Sterben für ihn ein Gewinn ist, weil seine Seele dann direkt bei Christus ist: ...ich habe Lust, aus der Welt zu scheiden und bei Christus zu sein...

Prediger 12,7: Das Alte Testament beschreibt die Trennung von Körper und Geist beim Tod: ..denn der Staub muss wieder zur Erde kommen, wie er gewesen ist, und der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat.

Hier beschreibe ich genau den Kern meines Erlebens: Für mich ist das von selbst eingeschaltete Radio eine handfeste Tatsache. Es ist der reale, physische Beweis dafür, dass die Seele meines Vaters zum Zeitpunkt des Geschehens noch existierte und mit mir in Kontakt getreten ist.

Damit verknüpfe ich folgende für mich reale Tatsachen:

1. Den geschriebenen Text der Heiligen Schrift, der das Weiterleben der Seele beschreibt.

2. Meine eigene Erfahrung im Alltag, die genau diese Beschreibung für mich im Hier und Jetzt bestätigt.

3. Auch Jesus hatte nach seinem Tod sichtbare Zeichen gegeben.

In der christlichen Tradition hat das persönliche Zeugnis einen enorm hohen Stellenwert.
Menschen erzählen, wie Gott konkret in ihr Leben eingegriffen hat.

Für Menschen, die diesen Glauben bereits teilen, untermauere ich damit die Glaubwürdigkeit der Schrift.

Für Skeptiker bleibt es eine subjektive Interpretation.

Mit freundlichen Grüßen

Argo

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Cleopatra
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Re: Die metaphysische Dimension der menschlichen Existenz: Die Unsterblichkeit der Seele

von Cleopatra am 23.07.2026 07:26

Guten Morgen, 

Argo: Ich habe ehrlich nie gedacht, dass ich eine solche Reaktion auf die einfachste Frage der Menschheit hervorrufen würde: Was kommt nach meinem Tod, gibt es ein anderes Leben? Ich wollte mit diesem Thread lediglich bestätigen, dass für mich aufgrund dokumentierter Ereignisse die Seele nach dem Tod weiterlebt.

Die Reaktionen sind ja auf bestimmte Aussagen, die getätigt werden, nicht unbedingt auf die Frage, die du gestellt hast.

Und wenn Dinge eben entgegen der Bibel geschrieben werden oder eben etwas nicht so in der Bibel steht, dann sind Reaktionen natürlich klar in einem Forum, in dem die Bibel der MAßstab ist

Offenbarung 6 beschreibt die Märthyrer, die mit Gott sprechen- nicht mit Angehörigen. Da kann man doch nicht ableiten, dass sie Kontakt mit Angehörigen haben und Gegenstände zB verrutschen, um ihre Anwesenheit zu zeigen..?

Matthäus 10,28 besagt: Fürchtet euch doch nicht vor den Menschen, die "höchstens" den Körper töten können, aber niemals an eure Seele rankommen. Einzig und allein fürchtet Gott.

Die anderen Bibelverse sagen aus, dass der Geist eben nach dem irdischen Tod weiter exestiert- ja, das hat auch niemand verneint.
Das gehört ja zur Kernbotschaft der Bibel, weshalb eben so enorm wichtig ist, hier auf Erden die Entscheidung zur Sündenvergebung getroffen zu haben, damit eben die Seele in Zukunft bei Gott und nicht in der ewigen Verdammnis sein wird.

Deine Erlebnisse will ich gar nicht beurteilen, ich denke, dass du dir sicher bist, dass du es so erlebt hast. Das kann ich bestätigen. Ja, auch Saul ist mal zu einer Beschwörerin gegangen, um Kontakt mit einem Toten aufzunehmen.

Aber: Wenn man etwas erlebt und auch soooo positive Gefühle hervorruft, dann müssen wir trotzdem anhand der Bibel prüfen.
Und was ist jetzt wichtiger? Ein persönlich positives Gefühl und eine Gewissheit für etwas, was in der Bibel steht, was Gott ja eh die ganze Zeit schon durch sein Wort mitteilt, oder der Gehorsam und die bewusste Entscheidung, Gott als Herrn anzuerkennen?

Die Frage ist sehr herausfordernt und sie muss nicht öffentlich beantwortet werden.
Und sie gilt in jedem Bereich des Lebens.

Wenn ich zB als Frau total gerne sehr offenherzig gekleidet herumlaufe, mit Minirock, Bikinioberteil und so weiter und dann mal lese, dass Gott erwartet, dass wir Frauen verantwortungsbewusst leben sollen, niemanden reizen sollen (auch nicht die Augen), dass wir in der Gemeinde zB keusch sein sollen- worum geht es dann?
Für mich persönlich passt nicht zusammen, wenn ich sage "danke für das Leben retten, danke für die Erlösung der Sündenvergebung, danke, dass du dich hast für mich persönlich foltern und töten lassen, nur, damit ich jetzt zu Gott freien Zugang habe.... aber nein, dieses Kleid ist mir jetzt wichtig, es gibt mir ja Bestätigung, ich ziehe das jetzt an diesem Sonntag in der Gemeinde trotzdem an."
Nur so als Beispiel.

Gerade zum Thema Kontaktaufnahme mit Toten, sowie Zauberei und so weiter wird im gleichen Zusammenhang beschrieben im Negativen, als Greuel, als Verbot.
Und dann helfen nicht irgendwelche Begebenheiten aus der Bibel als Gegenargument, in der beschrieben wird, dass Seelen noch weiter exestieren, das wissen wir ja auch.

Und eine bewusste Kontaktaufnahme von Toten an Angehörige wurde in dem Beispiel des armen Lazerus nicht erlaubt. Und dabei ging es ja sogar um das Warnen vor dem großen Verderben, etwas "viel Wichtigeres, als eine einfache Ermutigung".


Argo: Für Menschen, die diesen Glauben bereits teilen, untermauere ich damit die Glaubwürdigkeit der Schrift. Für Skeptiker bleibt es eine subjektive Interpretation.

Diese allgemeinen Zusammenfassungen liebe ich ja. Nach dem Motto "Alle, die meine Meinung haben, sind positiv, alle, die meine Meinung hinterfragen sind voll doof oder haben andere negative Eigenschaften."
Sowas lese ich oft in Diskussionen, finde ich eigentlich schade.

Die Glaubwürdigkeit der Schrift steht außer Frage, deshalb orientieren wir uns daran.
Wichtig ist, dass wir eben alles anhand der Bibel prüfen und uns nicht von Gefühlen oder Erlebnissen als Maßstab nach richtig oder falsch, bzw gut oder schlecht richten. Dazu hatte ich ja Beispiele von Esoterikern und Scharmanen genannt.

Liebe Grüße, Cleo


Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
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nusskeks

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Re: Die metaphysische Dimension der menschlichen Existenz: Die Unsterblichkeit der Seele

von nusskeks am 23.07.2026 08:15

Ich finde, Cleo hat schon einige wichtige Dinge angesprochen. Sowohl in ihrem letzten Beitrag, als auch in denen davor. 

@Cleo: Danke für Deine Richtigstellungen.

Cleo: Und wenn Dinge eben entgegen der Bibel geschrieben werden oder eben etwas nicht so in der Bibel steht, dann sind Reaktionen natürlich klar in einem Forum, in dem die Bibel der MAßstab ist

Es dauert immer eine Weile, bis man die "roten Fäden" in der Bibel gesehen hat. Sie legt sich meist selbst aus. Dann ist es oft auch schwer zu akzeptieren, dass die Worte der Bibel so gemeint sind, wie sie dort stehen (2Kor1,13) und nicht so, wie es der eigenen Vorstellung entspricht. Ein manchmal anstrengender Prozess der vom Leser verlangt zu fragen, "was steht dort?".

Ich denke, dass es oft nicht einmal ein bewusster Porzess ist in der Bibel das zu lesen, was man dort gerne vorfinden möchte. Es schließen sich dann Fragen zur Umwelt, zur Kultur, zum Hintergrund und zum Anlaß an, in die Gott bei der Abfassung des jeweiligen Bibelwortes hineingesprochen hat. Diese Sorgfalt wird spätestens dann nötig, wenn man auf das, was man meint erkannt zu haben, eine Lehre aufbauen möchte.

Hoditai, Mensch des Weges 
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Burgen

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Re: Die metaphysische Dimension der menschlichen Existenz: Die Unsterblichkeit der Seele

von Burgen am 23.07.2026 08:44


Ja, nusskeks. Das ist auch eine gute Zusammenfassung. 

Jeder Mensch ist speziell. Hat einen meist völlig anderen #Hintergrund und damit meist auch unterschiedliche Interessen. ganz besonders durchaus schulisch hervorragend gebildete Menschen. Wenn sie dann auch noch in Philosophie usw. zuhause sind, ist das Chaos perfekt. 

Da kann dann Trauer wirklich einen inneren Zerbruch herbeiführen. VIelleicht sogar der Seele den Boden unter den Füßen verlieren lassen. Und gerade solche tiefen Erlebnisse können, müssen nicht, aber können ein Einflusstor des Teufels werden, der ja gar nicht will, dass Gott Jesus allein die Anbetung gehört - selbst in Trauer, denn Christus ist der Retter und Erlöser - sogar in dem Umstand der Trauer, die bestenfalls nur eine Phase sein könnte. 

Ein Grund, Stühlerücken und was damit zusammengehört kann ja wirklich stattfinden. Doch solche Erlebnisse - nur mal ausprobieren wollen und dann fasziniert sein - führt keinesfalls ins Leben. Das Gegenteil ist der Fall. 
Das ist mit ein Grund, dass Eltern unbedingt darauf achten sollten, was ihre Kinder #konsumieren obwohl dies meist heimlich geschieht. das gehört in den Spiritismus, und das Tor zu diesen Geschehnissen, sollte unbedingt strikt verschlossen werden. 

Habe auch mal solche Bücher gelesen. DA kann es einem echt schlecht werden, zu sehen, wie die allgemeinen Völkerschichten davon durchdrungen sind. Da beruhigt es mich, zu wissen, dass selbst Gott in der Bibel nachzulesen, einen Riegel vorgeschoben hat, indem er die Kinder nicht für ihre Eltern haftbar macht. Nicht die ganze Generationenfolge rückwärts. 

Aber im letzten Jahr habe durch Predigten und ähnlich mitgekriegt, dass ganz viele Menschen in unserem Land ernsthaft sozusagen freigebetet werden und der Teufel, die Dämonen diese Menschen sichtbar verlassen haben. Das war an ihrem ganzen Körper und auf dem Gesicht und Sprache sehr deutlich zu sehen. - das tut natürlich nicht jeder Pastor oder so. Dieser muss, sollte er für so einen Dienst vom Herrn berufen sein, muss unbedingt völlig in Jesus ruhend sein. 

Psalmen - Wahrheiten können unsere jeweiligen Seelen zur Ruhe bringen und in seinen, Gottes Frieden führen - wir müssen ihm glauben, Vertrauen und ihn arbeiten lassen ... an unserer Seele durch seinen Geist. 

Ein schweres Thema, welches den Alltag eines Christen sozusagen sprengen kann, aber nicht sollte. 



Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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Argo

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Re: Die metaphysische Dimension der menschlichen Existenz: Die Unsterblichkeit der Seele

von Argo am 23.07.2026 18:01

Hallo liebe Cleopatra.

Als älterer Gläubiger mit reicher Lebenserfahrung und erlebten Gotteszeichen sehe ich als Aufgabe zu sagen, dass Gottes Zeichen zeigen, dass er uns führt.


Die Heilige Schrift zum Lebensinhalt zu machen, ist ein hoher Anspruch – und ohne Demut schleichen sich schnell Fehler ein, wie dieses:

Du schreibst: Offenbarung 6 beschreibt die Märthyrer, die mit Gott sprechen....

Du schreibst, dass Offenbarung 6 die Märtyrer beschreibt, die mit Gott sprechen.

Die Märtyrer sprechen jedoch nicht MIT Gott.

Niemand hat Gott gesehen und niemand hat MIT Gott gesprochen. Die Märtyrer sitzen vor dem Altar – einem Ort des Gebets – und bejubeln IHN. Sie sitzen nicht mit Gott zusammen.

Somit hast du der Offenbarung etwas Falsches hinzugefügt und den Eindruck erweckt, dass Gott bereits die Tore zu seinem Reich geöffnet hat und mit den Menschen spricht.

Gott und sein Werk – einschließlich der Heiligen Schrift – können vom Menschen niemals beurteilt werden. Deswegen gibt es auch seine Warnungen in der Offenbarung.

In der Bibel ist das Wort Gottes niedergeschrieben; das darfst du nicht nach eigenem Belieben interpretieren. Du verteidigst etwas, das du selbst nicht tun darfst.

Vor dir haben von Gott auserwählte Menschen dies interpretiert und alles niedergeschrieben. Das solltest du wissen und vertreten.

Deine Webseite wird erst wertvoll, wenn jeder seine Meinung offen sagen darf, alle höflich miteinander umgehen und man nicht das Gefühl hat, wie beim Militär von Vorgesetzten bestraft zu werden. Die Admins bleiben meistens im Hintergrund.

Und wenn du behauptest, dass du gerecht und allwissend bist, warum hast du dann nicht auf die Behauptung von „Nusskeks" reagiert?

Nusskeks hat geschrieben:

Die Bibel lehrt  nicht, dass die menschliche Seele bereits vor der Geburt existierte, von Natur aus ewig sei oder sich nach dem Tod auf eine ‚Reise zum Licht' begebe.

Wenn du diesen groben Fehler von Nusskeks akzeptierst, dann erwarte keinen Frieden in deinem Leben.

Liebe Grüße

Argo 

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nusskeks

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Re: Die metaphysische Dimension der menschlichen Existenz: Die Unsterblichkeit der Seele

von nusskeks am 24.07.2026 07:02

Offenbarung 6, also. Na, schauen wir mal.

Die Märtyrer sprechen eindeutig zu Gott. Der griechische Text lautet:

„καὶ ἔκραξαν φωνῇ μεγάλῃ λέγοντες· ἕως πότε, ὁ δεσπότης ὁ ἅγιος καὶ ἀληθινός, οὐ κρίνεις καὶ ἐκδικεῖς τὸ αἷμα ἡμῶν ..."

Wörtlich:
„Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Wie lange, du heiliger und wahrhaftiger Herrscher, richtest und rächst du nicht unser Blut ...?"

Woran wird deutlich, dass sie sich an Gott wenden?


Erstens steht hier eine direkte Anrede: „du heiliger und wahrhaftiger Herrscher". Das griechische „ὁ δεσπότης" steht formal im Nominativ, wird hier aber als Anrede verwendet. Das ist im Griechischen möglich und durch das anschließende „du richtest und rächst" eindeutig.

Zweitens wird der Angesprochene als „heilig" und „wahrhaftig" bezeichnet. Das sind in der Offenbarung Kennzeichnungen Gottes beziehungsweise Christi, nicht eines beliebigen himmlischen Wesens.

Drittens erwarten die Märtyrer von ihm, dass er die Bewohner der Erde richtet und ihr vergossenes Blut rächt. Gericht und gerechte Vergeltung sind in diesem Zusammenhang Gottes Handeln.

Viertens befindet sich die Szene im himmlischen Thronsaal. Seit Offenbarung 4 stehen Gott auf dem Thron und das Lamm im Mittelpunkt. Das Lamm öffnet die Siegel; beim fünften Siegel erscheinen die getöteten Zeugen unter dem Altar und richten ihren Klageruf an den göttlichen Herrscher.

Funfact: Es steht dort auch nicht, dass die Märtyrer „vor dem Altar sitzen" und Gott „bejubeln". Johannes sieht ihre Seelen unter dem Altar. Sie jubeln nicht, sondern klagen: „Wie lange?" Das entspricht den Klagegebeten der Psalmen, in denen Menschen Gott direkt anrufen.

Vers 11 sagt anschließend, dass ihnen weiße Gewänder gegeben werden und dass ihnen gesagt wird, sie sollten noch eine kurze Zeit ruhen. Wer genau die Antwort ausspricht, wird grammatisch nicht ausdrücklich genannt. Das ändert aber nichts daran, an wen ihr Ruf gerichtet ist.

Präzise formuliert: Die Märtyrer wenden sich in einem Gebets- und Klageruf direkt an den heiligen und wahrhaftigen göttlichen Herrscher. Die Behauptung, sie sprächen nicht zu Gott, widerspricht Satzbau, Wortlaut und Kontext von Offenbarung 6.

Hoditai, Mensch des Weges 
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Antworten Zuletzt bearbeitet am 24.07.2026 07:03.

Burgen

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Re: Die metaphysische Dimension der menschlichen Existenz: Die Unsterblichkeit der Seele

von Burgen am 24.07.2026 07:03


Offenbarung 6, 9-11: ELB 

Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die geschlachtet worden waren um des Wortes Gottes und um des Zeugnisses Willen, das sie hatten. 
Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: 
Bis wann, heiliger und wahrhaftiger Herrscher, richtest und rächst du nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen? 
Und es wurde ihnen einem jeden ein weißes Gewand gegeben; und es wurde ihnen gesagt, dass sie noch eine kurze Zeit abwarten sollten, bis auch ihre Mitknechte und Brüder vollendet seien, die ebenso wie sie getötet werden sollten. 

Bei Luther 84 im Kettenregister, die an diesem Abschnitt am Rand als Bibelstelle geführt werden, stehen folgende Worte: 
zum fünften Siegel: Märtyrer 
Leiden für Jesus 
Martyrium, Kap 20,4 
Märtyrer (ende) 
Unsterblich (1) 
Wahre Zeugen 
Dann zu Vers 10: 
Heiligkeit (2)
Langes Leiden 
Strafe (4) 

Liest man diese Stellen im Register nach, bekommt man eine weiterführende Erklärung mit anderen Bibelstellen um nachzusehen, wie diese Worte gemeint sind. 
Das ist hilfreich und gut, um nicht sozusagen abzudriften in falsche eigene Überzeugungen, sondern es bedeutet, die Bibel legt sich selber aus. 
Das dürfte von Gott her gesehen als Autor der Schrift 📜 auch ein Schutz sein für seine Kinder des ganzen Reiches in Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft. 

Kap 7 erzählt uns über die jeweiligen hinzugefügten Überschriften zu den : 
Die Versiegelten und 
Die große Schar aus allen Völkern 
zB V14: - 17
Diese sind's, die gekommen sind aus der großen Trübsal und haben ihre Kleider gewaschen und haben ihre Kleider hell gemacht im Blut des Lammes.... 

Zu diesen Versen Kap 7 gibt es reichliche weitere Verse im Kettenregister und schützt vor Spekulationen des Verstandes. 




Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

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Cleopatra
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Re: Die metaphysische Dimension der menschlichen Existenz: Die Unsterblichkeit der Seele

von Cleopatra am 24.07.2026 07:39

Guten Morgen, 

danke, dass ihr da schon nachgeschaut habt.

Genau das ist eben so wichtig- dass wir nicht nach eigenen Vorlieben oder Interpretationen eine Lehre basteln, sondern dass wir in Gottes Wort schauen und uns davon die Meinung bilden lassen.

Interessanterweise ging es ja in meiner Argumentation von Offenbarung 6 darum, dass die Personen zu Gott Kontakt aufnehmen, nicht zu Angehörigen. Dass dann sowas draus wird, hätte ich nicht vermutet. Aber gut, wichtig ist ja, dass wir uns alle von der Bibel berichtigen und formen lassen.

Die Argumentation, dass wir eben nicht den Kontakt zu Verstorbenen halten sollen, ist ja auch geblieben und bleibt stehen. Das ist nunmal so, auch, wenn dann plötzlich das Thema wechselt in "welche Aufgaben hat ein Admin" und "wie ist eine Website erfolgreich". Das ist ja hier nicht Thema und wird auch von mir nicht weiter argumentiert. 


Argo: Und wenn du behauptest, dass du gerecht und allwissend bist,....

Diese Niveauebene werde ich nicht betreten Argo.

Wenn du in einer Aussage eines Schreibers einen Fehler siehst, dann kannst du ihn gerne mit einem Gegenargument widerlegen und diskutieren.


Nochmal als Zusammenfassung des Themas:

Ich denke, dass wir uns alle einig sind und die Bibelstellen kennen, dass wir nach dem Tod auf der Erde nur körperlich absterben, die Seele aber weiterlebt.
Gerade in Offenbarung, nach den Gerichten, wird deutlich, was mit den Seelen geschieht.
Was hier noch nicht geschrieben wurde: Wir haben hier auf Erden die Gebundenheit in der Zeit. Ich denke, dass wir das nicht mehr haben werden.

Wir lesen, dass am Ende jede Person vor dem großen Stuhl stehen wird.
Es wird geschaut, ob man im Buch des Lebens steht und davon ist die Zukunft der Existenz abhängig.

Durch das Beospiel vom armen Lazerus und dem Reichen sehen wir, dass auf jeden Fall der Reiche den Lazerus sehen kann. Er ist sich seiner Verantwortung bewusst und möchte seine Angehörigen warnen.
Aber dies ist ihm nicht mehr möglich, weil wir eben auf Erden die Möglichkeit und Chancen haben.
Und wenn dann jemand aus dem Totenreich warnen würde, dann würden die Menschen es trotzdem nicht glauben. (Lukas 16, 31: Darauf sagte Abraham zu ihm: ›Wenn sie nicht auf Mose und die Propheten hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.)
Wir sehen ja heute schon, wie viele Wunder geschehen und Menschen immernoch nicht glauben.
Was ich in dem Beispiel übrigens nicht lese ist, ob Lazerus die Qualen des Reichen sehen kann. Das wird nicht erwähnt, ich vermute, dass dem nämlich nicht so sein wird, weil man dann ja traurig sein würde und Trauer wird es nicht mehr geben.

Heute haben wir die Verantwortung. 
Und die müssen wir sehr ernst nehmen.

Liebe Grüße, Cleo

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Burgen

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Re: Die metaphysische Dimension der menschlichen Existenz: Die Unsterblichkeit der Seele

von Burgen am 24.07.2026 07:43


Hallo Argo, 

Gott und Mensch leben mit Jesus, durch Jesus und besonders Heiligem Geist in einer Beziehung. 
Das Gebet, wie Danksagung, Bitte, Weinen, Klagen, Loben in Worten ausgesprochen, im Gesang formuliert, ausformuliert = alles ist auch ein Gespräch mit Gott. 
Selbst dann, wenn jemand Gott anschreit, ist ein Ausdruck vielleicht in Wutanfall, Hilflosigkeit und Unverständnis, weil man nicht versteht, wieso Gott solches, wie zB Schmerzen zulässt. 
Dennoch wissen wir aus derselben Schrift, dass uns Menschen alles zum Besten dient. Und das ist nicht einfach ein sogenannter frommer Spruch, schon tausendmal gehört, sondern eine Wirklichkeit, die man erstmal begreifen und dann zulassen sollte. 

Gott Vater ist sozugen von Kopf bis Fuß LIEBE, und Jesus ist es ebenfalls. Wäre er es nicht, würde die Menschheit gar nicht mehr existieren. ABer - er ist auch die Gerechtigkeit, erkennt das endlich ein Mensch, kann er das Blut Christi dankbar und Anbetend in Anspruch nehmen, glauben, dass es täglich die Kraft bis heute hat, zu schützen und unsere Gerechtigkeit in IHM ist. 
Dem Verstand ist dies meist viel zu hoch - dennoch ist es wahr, dem der glaubt. 

Die Märtyrer, oben von dir benannt, sind vermutlich in unseren Worten und Empfindungen #ungeduldig und wollen endlich vor Gottes Thron stehen im neuen Körper eingekleidet und ihren wunderbaren Lohn empfangen. Und so wurden und werden sie mit dem weißen Gewand bekleidet und müssen doch noch warten ... 



Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

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Burgen

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Re: Die metaphysische Dimension der menschlichen Existenz: Die Unsterblichkeit der Seele

von Burgen am 24.07.2026 13:32


Aber wer sin denn gemeint, wenn wir sagen: zB sind Märtyrer Vorbilder für uns heute? 

Jürgen Moltmann hat etliche Seiten geschrieben, in denen er sich mit dem Wort beschäftigt und die Märtyrer unterscheidet. 
Nicht jeder, der ein Martyrium erleidet ist im Sinne seiner Verarbeitung der Geschichte ein Märtyrer. 

Aus der heutigen Zeit zB ein Erzbischoff zu Hitlers Machenschaften, der hingerichtet wurde und viel gefoltert wurde, weil er durch sein kleines Fenster -den Juden draußen im Hof Mut machte an Gott festzuhalten - sie sollten nämlich Gott abschwören. 
Dann noch einen, meine Kardinal aus Latein Amerika und Bonhoeffer. 
Er wies auf die Apostelgeschichte und sprach über das Martyrium der Kirche. Menschen, die um ihres Glaubens Willen umgebracht wurden. DIe alte Kirche wusste immer um ihre Heiligen, heute ist es nicht mehr so, es sind einfach zu viele und viele sind sozusagen namenlos und verscharrt. 

Mir war nie diese Scheidung bewusst und es traf mich tief. WIr hören ja öfter mal in den schlechten Nachrichten, dass ein Missionar, Pastor oder Familie aus der Gemeinde abgeschlachtet wurde. Doch dies ist dann meist weg, in einem anderen Land, welches vielleicht nur mal für eine Urlaubsreise einen Wert für uns hat. 
Dabei beziehen wir genau von dort her Schokolade, Bananen, und Obst und Gemüse. Welch eine Ironie. 

Und trotz der Liebe, die Gott für seine Menschen hat, schert er nicht alle über einen Kamm. Es gibt gravierende Unterschiede für ihn, und da kommt der Glaube auf den Tisch. Doch wer gerettet ist zu Lebzeiten braucht keine Angst haben ... 



Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
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