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Burgen

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Re: Ostern - "eigentlich" ein Fest der Heiden, Götzenanbetung - Osteria ...

von Burgen am 19.03.2024 08:32



Hallo Neo, 

deine Erklärungen sind nüchtern und die Wahrheit. Aber - Dennoch, vermutlich ist die übergeordnete kirchliche Ordnungsmacht niemals bereit, von ihren bisher entschiedenen Gesetzen abzurücken. 
Und es ist vermutlich so auch der einzige Weg um eine Einigkeit - auch unter der Vielfalt der Christen - zu bemühen. Sieht man mal über die ganzen Machtkämpfe der Vergangenheit hinweg, stellt wirklich, unabhängig von kalendarischen Unregelmäßigkeiten - bzw Unterschieden, in den Vordergrund - ist vielleicht sogar der eine oder andere Mensch bereit, sich versuchsweise mit Jesus, der Kreuzigung, Auferstehung und Lebensentwurf zu beschäftigen. 

Die Säkulare Welt ist derart vielfältig und undurchschaubar, dass dieses HOCH-Fest sogar viel wichtiger ist als das von Menschen konstruierte Weihnachtsgeburtstagsfest für Jesus. 
Die Menschen neigen dazu, lauter Feste einzurichten, sie abzuschaffen und wieder hervorzuholen. Das sehen wir auch heutigentags bei dem Reformationsfest in einigen deutschen Bundesländern. 

Da fällt mir gerade jetzt die russisch orthodoxe Kirche ein, vielleicht können wir auch dorthin einen Blick werfen. Denn ein Bewegung als sichtbares Kreuz auf den Körper zu zeichnen entspricht ja nun nicht Jesus als Pazifisten. 
Weisheit Gottes könnte man in den Evangelien lernen in den Gesprächen der Pharisäer, Schriftgelehrten und Jesus, der das Wort Gottes in Person ist - er ist der Ursprung und schenkt Weisheit. Nur er. 




Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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Neo

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Re: Ostern - "eigentlich" ein Fest der Heiden, Götzenanbetung - Osteria ...

von Neo am 19.03.2024 08:18

Manuel Seibel macht es auf Ostern einigermaßen plausibel!  
 
Es geht um heidnische Bräuche, die 'christianisiert' wurden.  
 
Die Eier, auch wenn sie vom Huhn stammen, sind durchaus für eine Symbolik ritueller Handlungen geeignet. Auch wenn sich Christen des Ursprungs nicht mehr bewußt sind, entstammen die Wurzeln des Osterfestes der Götzendienerei. Jeder kann sich darüber kundig machen, denn der Hinweis sollte reichen den Ernst der Lage zu begreifen Das klassische Beispiel des Goldenen Kalbes (welches Seibel auch anführt) zeigt deutlich, dass es für Gott nicht in Ordnung ist einen heidnischen Kult auf ihn anzuwenden und lediglich umzuwidmen. Glücklicherweise haben dies schon viele Christen begriffen und erkennen die Brisanz eines verschleierten Kultes, der mit der Bibel nichts zu tun hat.

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Burgen

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Re: Tageslese (23) Seid nüchtern und wachsam! ... 1.Petrus 5, Der Hirte und die Herde

von Burgen am 19.03.2024 08:14



Dienstag 


Zuflucht ist bei dem Gott, der von alters her ist.   5.Mose 33,27  

Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! 
In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen.   Johannes 14,1-2  


GebetsLied: BG: 881,3 

Ohn dich wir hätten keinen, der uns hier trägt und hält. 
Wir aber sind die Deinen vom Anbeginn der Welt. 
Du bist der große Treue im Leben und im Tod. 
Wir bergen uns aufs Neue in dir, du unser Gott. 

(Arno Pötzsch)  


TagesL: Hiob   19,21-27  
fortlL:  Markus 14,12-16 
Psalm 130 

1 Aus der Tiefe rufe ich, HERR, zu dir. 
2 Herr, höre meine Stimme! Lass deine Ohren aufmerksam sein 
   auf die Stimme meines Flehens! 
3 Wenn du Sünden anrechnest, HERR, wer kann bestehen?  
4 Aber bei dir ist die Vergebung, damit man dich fürchte. 
5 Ich harre auf den HERRN, meine Seele harrt, 
   und ich hoffe auf sein Wort. 
6 Meine Seele harrt auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen. 

7 Israel, hoffe auf den HERRN! Denn bei dem HERRN ist die Gnade 
   und viel Erlösung ist bei ihm. 
8 Ja, er wird Israel erlösen von allen seinen Sünden. 





Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.03.2024 08:15.

Burgen

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Re: Ostern - "eigentlich" ein Fest der Heiden, Götzenanbetung - Osteria ...

von Burgen am 19.03.2024 07:54



Pausenclown: Der Text der von dir eingestellten Ostern liest sich irgendwie 'erheiternd'. 

@ alle, 

trotzdem ist es ja so, dass, besonders im Buch der Könige, ebenso im 1. Korintherbrief ganz besonders das Essen von Opferfleisch geandet wird bis hin zur Zerstörung der benutzten Altäre. Immer wieder verfielen das Volk Gottes den Göttern der Nachbarvölker. Vermutlich werden auch wir heutigen Christen immer wieder dorthingezogen. 
ZB die asiatischen Götter, die Ashrams und was es alles so gibt üben und übten eine große Anziehung auf die westlich geprägten Menschen aus. 
Gerade auch die griechische Mytologie hat einen großen Schatz von Helden, Götter und Göttinnen. 
Ähnliche Beweggründe hatten die Menschen zu Noahs Zeiten und Gott ließ die große Flut kommen, um einen Neubeginn zu ermöglichen. Leider hielt das nicht lange an. 
Auch bis in unsere Zeit, trotz Bibel, neigen Menschen dazu, dies Thema in ihrer Konsequenz zu verwässern oder zu verherrlichen.  
Gottes Geist - Christus Jesus - und Heiliger Geist sind ein anderer Geist. 
Und Christen sind ebenfalls anders - weil Jesus in uns lebt. Allerdings sind wir jeden neuen Tag dazu aufgefordert, unser Herz und die Augen und Hände nach 'oben' vertrauensvoll und erwartungsvoll zu richten, ... 
Jesus liegt nicht mehr im Futtertrog als ein Baby, das jeder liebt. 





Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

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Cleopatra
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Beiträge: 5436

Re: Ostern - "eigentlich" ein Fest der Heiden, Götzenanbetung - Osteria ...

von Cleopatra am 19.03.2024 07:42

Guten Morgen, 

ach Plueshmors, deine Aufzählung ist klasse, sie hatte sich überschnitten mit meinem Beitrag, ich habe es erst im Nachhinein gelesen.
Ich musste so herzlich lachen, wetten, dass es dir einen großen Spaß gemacht hat, das so aufzuschreiben? 


Neo: Die Problematik ist doch die, dass man meint, mit einem heidnischen Fest und seinen Ritualen Gott ehren zu wollen. Die Anbetung sollte rein und heilig sein und nicht korrumpiert durch heidnisches Brauchtum. DAS ist der entscheidende Punkt!

An Karfreitag treffen wir uns um 15:00 Uhr, um gemeinsam Abendmahl zu feiern.
Wir gedenken ganz besonders den Leiden Jesu im Hinblick darauf, dass Jesus es getan hat, um uns von der Schuld der Sünde zu befreien.

Am Sonntag haben wir Ostersonntag. Wir feiern die Auferstehung. Wir jubeln darüber, dass der Tod nicht gesiegt hat dass Jesus den Tod überwunden hat.
Wir feiern, dass Jesus der Sieger ist!
Dazu werden wir beten, Loblieder singen und gemeinsam Bibelstellen lesen, vielleicht wird noch jemand ein Zeugnis sagen, was ihn/sie besonders berührt.

Das sind so die Pläne, die ich kenne.

In der Suppenküche haben wir gestern begonnen, gezielt über den Grund der Kreuzigung und Auferstehung zu sprechen in der Andacht. Hier werden wir in den nächsten Tagen natürlich vermehrt dieses Thema in der Andacht haben.

Nun frage ich dich: Wo oder was genau ist jetzt in deinen Augen "heidnische Rituale, heidnisches Brauchtum, ein festhalten an Liebgewonnenen, obwohl es unbiblisch ist, Götzendienerei, agressives Festhalten von Falschem, Blümchenchristentum" und so weiter, die ganzen Urteile, die du da fällst?

Du machst immer nur allgemeine und harte Urteile, mit denen du andere sehr schlecht darstellst. Ohne aber mal präzise zu werden. Ohne Beispiele. So geht das nicht. 


Neo: als Christin solltest du längst darüber Bescheid wissen, wann und wo heidnisches Gedankengut in die Christenheit eingedrungen ist.

Dies ist ein Forum, in dem auch Menschen lesen und evtl schreiben, die deine Gedanken nicht kennen. Um hier mituzschreiben, muss man nicht eine gewisse Grenze an Vorwissen oder so erreicht haben. Und wenn man hier schreibt, dann darf man gerne auch erklären, was man mit pauschalen Urteilen meint. 
Du merkst ja, dass ich nichts mit deinen pauschalen Urteilen anfangen kann, wieso wirst du dann nicht genauer und erklärst, was genau du meinst?
Ist es etwas von dem, was ich oben beschrieben habe? Ist es das Datum, welches dich stört? 
Werde doch bitte mal präzise, bis jetzt sehe ich immer nur allgemeines Geschimpfe und Urteile, die deine Geschwister echt hart angehen und angreifen können. 


Neo: Ostern, wie auch Weihnachten sind von Menschen ausgedachte Feste und haben keine biblische Relevanz. Auf der sicheren Seite ist man immer dann, wenn biblische Vorgaben beachtet werden und keine von Menschen erdachten Zusätze und Ausschmückungen die glückselige Empfindungen im Menschen ansprechen, um diese dann an heidnische Rituale zu binden.

Also geht es dir darum, dass regelmäßig zu einem festen Zeitpunkt besonders daran gedacht wird und das nicht in er Bibel so befohlen wurde, wie die jüdischen Feste? Und das findest du so schlimm?
Da du dich ja ausgibst wie der perfekte Christ, eine Gegenfrage: Wo steht in der Bibel die Aufforderung, täglich Bibellese zu machen? Wo steht die Aufforderung, ein internet zu benutzen? Wo steht die Forderung, vor dem Essen und vor dem Schlafengehen zu beten? Wo steht die Aufforderung, Medikamente zur Linderung von Symptomen oder Krankheiten zu nehmen? Ganz zu schweigen von Strom und solchen Zeugs, der eben zu biblischen Zeiten noch nicht bekannt war.
Nutzt du diese DInge auch nicht, oder stehst du so über all dem, dass du entscheiden darfst, was du also doch machst und was nicht, und das, was nicht ist ganz ganz schlimm und böse und deine Geschwister sind ganz schlimm?


chestnut: also so krass sehe ich das nun auch wieder nicht. Ostern ist das Fest der Auferstehung: Es kommt doch draufan, was man daraus macht.

Absolut, so sehe ich das auch.
Irgendwie so schade- hier ist das Thema, wieso Ostern geschieht, so elementar wichtig, wertvoll und großartig. Und es gibt immernoch Menschen, die da so negativ sind.
Ich glaube, dass bisher keiner der hier Geschriebenen etwas von Osterhasen und Eiersuchen geschrieben hat. 

Liebe Grüße; Cleo


Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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pausenclown

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Beiträge: 462

Re: Ostern - "eigentlich" ein Fest der Heiden, Götzenanbetung - Osteria ...

von pausenclown am 19.03.2024 06:25

Hallo.


Zurück zum Thema, ist Ostern heidnisch usw.
Schon immer gab es den Vorwurf, Ostern kommt von der heidnischen Göttin Ostara.

Dazu gibt es eigentlich nur eine Quelle.
Der Artikel fasst es gut zusammen.
https://www.swr.de/swr2/leben-und-gesellschaft/ostern-ostara-goettin-fruehling-germanen-mythologie-romantik-100.html#:~:text=Ostern%20ist%20das%20Fest%20der,daher%20auch%20der%20Name%20Ostern

.
Übrigens, Ostereier sind nicht heidnisch, sondern vom Huhn.
Shalom Pausenclown 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.03.2024 06:26.

chestnut
Administrator

63, Weiblich

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Chatleitung

Beiträge: 704

Re: Ostern - "eigentlich" ein Fest der Heiden, Götzenanbetung - Osteria ...

von chestnut am 18.03.2024 22:57

also so krass sehe ich das nun auch wieder nicht.
Ostern ist das Fest der Auferstehung: Es kommt doch draufan, was man daraus macht.

Liebe Grüsse
Chestnut

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Neo

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Beiträge: 28

Re: Ostern - "eigentlich" ein Fest der Heiden, Götzenanbetung - Osteria ...

von Neo am 18.03.2024 20:59

Cleopatra,
 
als Christin solltest du längst darüber Bescheid wissen, wann und wo heidnisches Gedankengut in die Christenheit eingedrungen ist.  
Es ist weder 'zerfleischen' noch 'hart urteilen' wenn andere Standpunkte auftreten, selbst wenn diese einem Blümchenchristentum widersprechen.
Ostern, wie auch Weihnachten sind von Menschen ausgedachte Feste und haben keine biblische Relevanz. Auf der sicheren Seite ist man immer dann, wenn biblische Vorgaben beachtet werden und keine von Menschen erdachten Zusätze und Ausschmückungen die glückselige Empfindungen im Menschen ansprechen, um diese dann an heidnische Rituale zu binden.

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Neo

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  Neuling

Beiträge: 28

Re: Ostern - "eigentlich" ein Fest der Heiden, Götzenanbetung - Osteria ...

von Neo am 18.03.2024 20:48

Die Problematik ist doch die, dass man meint, mit einem heidnischen Fest und seinen Ritualen Gott ehren zu wollen.  
Die Anbetung sollte rein und heilig sein und nicht korrumpiert durch heidnisches Brauchtum. DAS ist der entscheidende Punkt!
 
Auch wenn die Wochentage also einer heidnischen Nomenklatur entsprechen, dienen sie nicht dazu Gott ehren zu wollen.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 18.03.2024 21:03.

Burgen

-, Weiblich

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Beiträge: 2623

Re: Ostern - "eigentlich" ein Fest der Heiden, Götzenanbetung - Osteria ...

von Burgen am 18.03.2024 20:13



Zitat: 
Erwägt man, daß das 4. Evangelium doch auch für Heidenchristen geschrieben worden ist, die wohl wußten, was es um das jüdische Passahlamm war, aber schwerlich eine nähere Kenntnis von der Passahchagiga hatten; erwägt man ferner, daß kein zwingender Grund vorliegt, πάσχα anders als in seinem gewöhnlichen Sinn zu fassen, so kann die Entscheidung nicht zweifelhaft sein: φαγεῖν τὸ πάσχα bedeutet das Essen des Passahlammes, das am 14. Nisan zu geschehen hatte. Mithin ist eben dieser Tag nach der Meinung des vierten Evangelisten der Todestag Jesu gewesen.

 

Hermann L. Strack und Paul Billerbeck, Kommentar zum Neuen Testament aus Talmud und Midrasch (München: C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung Oskar Beck, 1922–1926), 839–840.  


3. Joh 19, 36: ὀστοῦν οὐ συντριβήσεται αὐτοῦ. — Es ist bereits oben (D, 1) bei der Besprechung der Zeitbestimmung ,παρασκευὴ τοῦ πάσχα' Joh 19, 14 darauf hingewiesen worden, wie der Apostel in Jesu den Antitypus des Passahopfers gesehen hat. Auf das bestimmteste tritt dieses typologische Moment in den Worten hervor: Es geschah aber dieses, auf daß die Schrift erfüllt würde: „Kein Gebein an ihm soll zerbrochen werden" Joh 19, 36. Die Vorschrift galt dem am 14. Nisan zu schlachtenden Passahlamm Ex 12, 46; Nu 9, 12; daß sie sich wider Erwarten auch an Jesu erfüllt, ist dem Apostel ein Beweis, daß der Gekreuzigte das wahre Passahlamm sei. Ob Johannes Jesum als das erfüllungsgeschichtliche Gegenbild des alttestamentlichen Passahopfers angesehen haben würde, wenn seine Kreuzigung nicht am 14., sondern erst am 15. Nisan erfolgt wäre? Diejenigen, die das 4. Evangelium den 15. Nisan für Jesu Todestag halten lassen, beantworten diese Frage mit Ja. Man sagt, auch Paulus nenne Jesum das Passahlamm, das für uns geschlachtet worden 1 Kor 5, 7, u. doch sei Paulus der synoptischen Tradition gefolgt, die Jesum am 15. Nisan sterben lasse. Warum hätte also nicht auch Johannes von dieser Idee Gebrauch machen können, auch wenn Jesus nicht am 14., sondern am 15. Nisan gestorben wäre? Die Erfüllung, so sagt man, liegt ja nicht im Tag u. in den Stunden, sondern in der Sache. 

— Die letzte Bemerkung trifft ohne Zweifel für unsre gegenwärtige Anschauungsweise zu, aber sie paßt auf die Zeit Jesu gar nicht. Dem typischen Deutungsverfahren des damaligen Judentums kam nicht mehr u. nicht weniger als alles gerade auf das Übereinstimmen der Äußerlichkeiten, auch von Tag u. Stunde an. Keinen Juden u. auch wohl keinen Judenchristen würde Johannes von der Wahrheit, daß Jesus das rechte Passahlamm sei, überzeugt haben, wenn er ihm nicht hätte sagen können, daß Jesus am 14. Nisan gestorben sei. Das Passahlamm u. der 14. Nisan gehörten für das jüdische Denken so unauflöslich zusammen, daß ein am 15. Nisan geschlachtetes Passahlamm ein Widerspruch in sich selbst gewesen wäre  

also, um mit Paulus zu reden, in der Nacht, da Jesus verraten ward, u. doch ist ihm diese Nacht die vom 13. auf den 14. Nisan gewesen. Warum hätte Paulus dieser Nacht nicht dasselbe Datum geben können, das ihr Johannes gegeben hat! Und daß er es tatsächlich getan u. damit den 14. Nisan als Todestag Jesu angesehen hat, folgt für uns notwendig daraus, daß auch er Jesum „unser Passahlamm" nennt 1 Kor 5, 7. (Auch die Erinnerung an das Fortschaffen des Sauerteigs 1 Kor 5, 7, das in der Nacht zum 14. Nisan begann u. durch Verbrennen des Gesäuerten am 14. Nisan vormittags 11 Uhr sein Ende fand Pes 1, 1–4, zeigt, daß dem Apostel Paulus bei seinen Worten 1 Kor 5, 7 der 14. Nisan vor der Seele gestanden hat.) Für uns gehört die Vorstellung des Johannes, daß Jesus als das wahre Passahlamm getötet worden ist, zu den überzeugendsten Gründen, daß nach des Apostels Annahme Jesus am 14. Nisan gekreuzigt worden ist.

Hermann L. Strack und Paul Billerbeck, Kommentar zum Neuen Testament aus Talmud und Midrasch (München: C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung Oskar Beck, 1922–1926), 841.  Zitat Ende   


Hallöchen, 

ich finde dies alles hochinteressant. Macht es nochmal deutlich, dass wir als Christen noch ganz viel zu lernen haben, denn wir gehören zusammen. 
Gebe aber zu, dass es nicht einfach ist in die biblische Kultur von damals einzutauchen. 

Letztlich muss jeder lernen und entscheiden, was Gott Vater ihm beibringen will. 
Schauen wir im Glauben auf Jesus, auch mit vielen Fragen, wird er helfen. 


::: 

Und ja, Plueschmors, das wäre mit den Wochentagbenennungen echt ein großer Streich    

Aber auch sehr interessant dies von dir zu lesen. In jeder Mytologie ist wohl ein Tüpfelchen Wahrheit zu finden. 


Gruß 
Burgen 



 







Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

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