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Cleopatra
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Beiträge: 5463

Re: Ist sich als Christ "ausschließlich" an die Bibel zu halten?

von Cleopatra am 08.11.2020 07:49

Guten Morgen,
 
JeanS: Ich erinnere mich an einen Fall, wobei ein tiefgläubiger Christ seinen Sohn tötete, weil er ihm ungehorsam, womöglich in der Pubertät war. Reue kannte der Mörder seines Sohnes nicht im Gegenteil. Er brachte doch glatt als Verteidigung hervor, es sei Gottes Wille gewesen. stünde in der Bibel, und es sei somit richtig gewesen den unfolgsamen Sohn zu töten. 5 Mose 21.21.
 
Lieber JeanS, hast du eine Quelle für diese Aussage?
 
Es ist furchtbar, wenn die Bibel so falsch verstanden wird, denn (hier geht es ja um das Thema, ob wir Christen uns ausschließlich an die Bibel halten, andere Bücher wurden im Laufe des Gespräches ja auch genannt) wenn jemand heute so reagiert ,hat er etwas wichtiges und das ganze neue Testament nicht verstanden.
 
Auch finde ich persönlich es schade, wenn Menschen Gott als einen bösen Gott sehen, der nur mordet und so weiter.
Mir persönlich zeigt es dann, dass die Person etwas Wichtiges nicht verstanden hat.
 
Ich schaue dann aber auch erst, ob mein Gegenüber Interesse daran hat, es tiefer zu verstehen, oder ob es dem Gegenüber um ein "So, jetzt zeig ichs dir mal!" geht.
 
Ich will aber mal bei dir davon ausgehen, dass du auch daran interessiert bist, dein Wissen und Verständnis zu erweitern, deshalb gebe ich mir mal die Mühe:
 
- Das Thema "Jesus hat ja nur Revolution gespielt und den Juden gezeigt, dass die Gesetze falsch waren und nur Neues gezeigt" wurde ja nun schon gut hier widerlegt, nämlich, dass Jesus die Gesetze teilweise nur näher erklärt hat und gezeigt hat, wie gut er sie kennt. Er hat die Gesetze seines Vaters akzeptiert.
 
- Das Thema "Gott ließ schließlich ganz viele Menschen grundlos sterben" wurde hier noch nicht durchleuchtet, oder?
 
Da ist Gott- der Schöpfer- der Inhaber.
Auch der Schöpfer und Inhaber von uns Menschen- ob es uns nun heute in der "wir leben frei und dürfen alles tun und lassen, was wir wollen"- Zeit.
 
Gott macht Spielregeln und nennt sofort die Strafen.
Mensch hällt Spielregeln nicht ein und Gott ist konsequent- hier kommen die ersten "bösen" Stimmen, wie gemein und lieblos dies denn nun sei.
 
Nun gibt Gott permanent anderen Menschen noch eine Chance, obwohl seitdem ja kein Mensch mehr schuldlos ist.
Mal rettet er einzelne Menschen vor der Sinnflut, mal vor dem großen Feuer, mal vor einer Hungersnot.
 
Muss er das tun? Ist dies Gottes Aufgabe?
Nein, im Gegenteil, eigentlich war immer die Aufgabe des Menschen, sich an Gottes Maßstäbe zu halten, nicht umgekehrt.
 
Wenn man sich das alles mal so anschaut, wie oft der Mensch schuldig wird, wie oft Gott diesen Menschen aber auch ständig neue Chancen zur Umkehr gibt, zum Beispiel dem Volk Israel (die auch nichts dafür konnten, dass sich Gott eben dieses Volk als sein Volk ausgesucht hat, aber es ist nunmal so) und immerwieder aus Bedrängnissen, Naturkatastrophen und Gefangenschaft rettet, dann verstehe ich den Vergleich, dass die Bibel ein einziges Liebesbuch an uns ist.
 
Die Bibel gibt uns sogar zu diesem Thema auch ein Vergleich, nämlich der Töpfer:
Der Töpfer hat einen Klumpen Ton.
Er selbst entscheidet, was mit diesem Ton passiert- nicht der Ton selbst.
Der Töpfer formt den Ton so, dass es ihm als Besitzer gefällt.
Hier schreit keiner "Oh, wie gemein! Das tut doch dem Ton gerade weh!" oder "Boa, wieso hat der sich denn für den roten Ton und nicht für den weißen Ton entschieden?"
Es ist einfach so.
Der Töpfer als Besitzer darf damit machen, was er will.
 
Wenn dieser Töpfer nun den Ton fragen würde, was er möchte, dem Ton permanent helfen würde und und und, dann würde es nichts daran ändern dass der Töpfer der Besitzer und der Töpfer ist und der Ton nunmal der Ton, nur, wenn der Ton anfängt, sich etwas drauf einzubilden
 
Und so sehe ich das auch ein bisschen bei diesem Thema.
 
Es kommen immer wieder Menschen, die meinen, schlauer und genialer als Gott zu sein und erstmal zu erklären, wo Gott einen Fehler gemacht hätte.
Dabei vergessen wir Menschen manchmal, wie beschränkt wir sind (man besehe- der Mensch glaubt, Leben durch Klonen erschaffen zu können, ist aber völlig überfordert mit einem kleinen nicht ohne Hilfe sehenden Virus- nur mal ein kleiner Vergleich).
 
Heute wird Gott die Schuld für alles mögliche gegeben- diese Schuld tragen aber die Menschen, die sich dazu entschließen, Krieg zu führen, betrunken in Auto zu gehen und jemanden dann zu überfahren und so weiter.
Gottes Aufgabe ist es heute immernoch nicht, uns ein Lotta-Leben zu bescheren, im Gegenteil- es hat sich nichts daran geändert, dass es unsere Aufgabe ist, Gottes Maßstäbe zu halten (heute haben wir es besser als vor Jesu Tod) und ihn zu ehren (wofür wir eigentlich erschaffen wurden).
 
Die vielen Kriege im alten Testament, die Kriegsführung und so weiter  lasse ich hier nicht aus:
Wenn ich ein Liebesbuch lese, dann kommt in dem Liebesbrief mal vor, dass sich zwei Leute streiten und der eine den anderen beleidigt (zum Beispiel geht es da gerade um die holde Maid   )
Dann sage ich am Ende des Buches doch auch nicht "Boa, wie kann man denn da sagen, es sei ein Liebesbuch? Ich zitiere dir jetzt mal zwei Sätze daraus, die nicht voller Liebe sind".
Nein, vielleicht nicht, aber man erkennt an der Handlung und Einstellung der Person, die gerade aus Liebe die holde Maid verteidigt.
 
Nur so als Beispiel.
 
Zu den Kriegen im alten Testament habe ich einige Erkenntnisse während es Bibellesens gewonnen:
Die, die Israel angriffen und die, die von Gott aus befohlen getötet wurden, waren Nachkommen oder selbst Verantwortliche von Sünden.
Sie waren Verfluchte oder haben selbst angefangen, gegen Gott zu kämpfen.
Zum Beispiel die Amalekiter, die Israel als erstes angriffen in der Wüste: Sie sind Nachfahren von Esau.
Zum Beispiel Sidon, Hetiter, Hewiter, Amotiter, Philister- sie waren Nachkommen von Ham, dem dritten Sohn Noas, der verflucht wurde.
 
Gott ist konsequent. Bei ihm gibt es kein "Wischiwaschi".
 
Gott hat Regeln aufgestellt. Das ist nunmal so, das ist sein gutes Recht.
Neulich hat eine Freundin sich einen Welpen geholt.
Dieser Hund hat ein neues schönes Leben vor sich- gerettet aus dem Tierschutz.
Im Hause der Freundin gibt es Regeln.
Das wird nicht hinterfragt- es ist so.
Und es ist nicht einfach nur unfair und gemein, sondern es ist wichtig und hilfreich zur Orientierung und so weiter.
 
So sehe ich das bei Gott auch.
 
Gott hat immer gesagt, wie wir Menschen uns verhalten sollen und hat auch die Konsequenzen genannt.
Wir dürfen also entscheiden.
 
Gott hat im Garten Eden sofort gesagt, was passiert, wenn sie ungehorsam sind.
Und auch bei den 10 Geboten zB hat Gott ganz klar ausgedrückt, wie wichtig es ist, dass sie eingehalten werden:
 
2. Mose 20:
"1 Und Gott redete alle diese Worte und sprach:
2 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus, herausgeführt habe.
3 Du sollst keine andern Götter haben neben mir. -
4 Du sollst dir kein Götterbild machen, auch keinerlei Abbild dessen, was oben im Himmel oder was unten auf der Erde oder was im Wasser unter der Erde ist. 5 Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern, an der dritten und vierten Generation von denen, die mich hassen,
6 der aber Gnade erweist an Tausenden von Generationen von denen, die mich lieben und meine Gebote halten. ...."
 
es folgen weitere Gebote, die aber auch viel Zuspruch enthalten.
Das ist Fakt und das ist Gottes Recht als Besitzer.
 
Heute haben wir Probleme mit den Worten "Gehorsam", "Rache", "Strafe" und so weiter, weil wir in einer Welt leben, in der alles toleriert werden muss und alle sich total lieb haben sollen.
Aber wir müssen die Bibel schon richtig verstehen.
 
Gott ist auch konsequent.
Er hat uns immer gewarnt und das tut er ja heute sogar auch noch, siehe Offenbarung.
Dann dürfen wir uns nicht beschweren, finde ich.
 
Im Gegenteil, und da kommt wieder der Liebesbrief zur Sprache: Gott ist so gerecht und konsequent, hat aber trotzdem sooo viel Mitleid, er hat immerwieder Sünder begnadigt (ich denke gerade an die Hure Rahab, die verschont wurde) und tut dies heute auch noch so.
 
Er hat sogar noch den Weg aus der Bestrafung selbst gebaut und ist selbst den schweren Weg gegangen- und hier kommt Jesus Christus, der Sohn Gottes ins Spiel.
Er kam, um uns zu erlösen vor der verdienten, aber auch schweren Strafe.
Und auch hier hat Gott nochmal einen oben draufgelegt- er hat sich sogar noch 3 Jahre die Zeit genommen, um uns viele Dinge der Schriften und Gesetze näher zu erklären, um uns Gottes Liebe nochmal zu zeigen und vielen Menschen ganz praktisch zu helfen.
 
Das sind so meine kurzen Gedanken, ich hoffe, dass sie ein bisschen helfen.
 
Ich finde es spannend und toll, sich über diese Dinge auszutauschen und voneinander zu lernen.
 
Schade fänd ich es, wenn in solchen Gesprächen Unfreundlichkeit oder so aufkäme, denn das wäre ja unnötig.
 
Liebe Grüße, Cleo
 
edit: Rechtschreibung

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.11.2020 13:10.

LittleC

81, Männlich

  Neuling

Beiträge: 44

Re: Gottes neue Welt

von LittleC am 08.11.2020 01:52

Hallo Steffen, hallo auch an alle Mitdiskutierenden!

 

Lieber Steffen, Du hast in Deiner Nachricht gleich mehrere Fragen aufgeworfen:
a) Wann wird das Reich Gottes aufgerichtet?
b) Was wird das Reich Gottes bewirken?
c) Wie musst Du Dich / wie muss man sich verhalten, um diese Herrschaft zu erleben?

Ich sehe diese Dinge nicht ganz so "buchstabengetreu", wie sie häufig streng aus der Bibel heraus gelesen und interpretiert werden. Für mich sieht vieles in der Zeit, in der wir jetzt leben, ganz anders aus:

In einem anderen Thread ging es um die Zeit bzw. um die "Ewigkeit Gottes".
Ich bin davon überzeugt, dass das "Reich Gottes" nicht erst aufgerichtet wird, sondern dass wir uns immer schon mitten drin befinden. Für Gott gibt es nämlich keinen Anfang und kein Ende von Existenz und Zeit. Gott, und damit auch alles, was durch IHN und aus IHM entstanden ist, entsteht und wieder vergeht, ist ewig und damit zeitlos. Es unterliegt nur einem stetigen, unendlichen Wandel.

Ich denke, wenn das Leben aus unserem Körper weicht, dann wird unser Geist, unsere Seele unmittelbar in den Geist Gottes übergehen und dort den von IHM für jedes Wesen bestimmten Ort finden.
Und weil Gott in der für IHN unendlichen "Zeit" immer allgegenwärtig ist, wird der "Übergang" der Seelen in den Geist Gottes von IHM aus auch nicht mehr zeitlich differenziert sein; darin sehe ich das "Ereignis" der Wiederkunft des Herrn, besser: der Rückkehr in das "Reich Gottes".

Jeder Mensch und jedes lebende Wesen wird mit dem Tod die Herrschaft Gottes "erleben".
Welches Verhalten zu Lebzeiten im Sinne Gottes, unseres Schöpfers ist, das hat Jesus in seiner Lehre ziemlich eindeutig zum Ausdruck gebracht. Nur, die Menschheit hat es bis heute nicht begriffen.

Und die von Dir zitierten Vorzeichen des Weltendes sind nach meiner Überzeugung nichts anderes, als niedergeschriebene Überlegungen zu den künftigen "Abläufen in der Welt", mit denen die Menschen bis zu ihrem Lebensende konfrontiert sein werden. So sehe ich das...

Die Auslegungen zur phantasievollen Offenbarung im Beitrag von Christian (BibleDictionary = BibelWörterbuch) erscheinen mir persönlich etwas zu straff und unrealistisch (reine Theologie).
Fakten und Erkenntnisse in unserer Zeit werden dabei völlig ignoriert.
Aber darüber könnte man einen eigenen Themenstrang nach dem anderen eröffnen.

LG von LC

Antworten

JeanS

70, Männlich

  Neuling

Beiträge: 97

Re: Ist sich als Christ "ausschließlich" an die Bibel zu halten?

von JeanS am 08.11.2020 01:19

@ bibleDictionary: Du schriebst:

Der Versuch, den Sender gegen den Boten auszuspielen, kann nicht gelingen.

Du scheinst offenbar zu glauben, dass der Vater/Gott der Pharisäer, die sich ja als Jünger Mose bezeichneten mit Gott, dem himmlischen Vater unseres Herrn Jesus identisch gewesen sei.

Mt 11,27 Alles ist mir übergeben von meinem Vater, und niemand kennt den Sohn als nur der Vater; und niemand kennt den Vater als nur der Sohn und wem es der Sohn offenbaren will.

Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann sind für die alle Aufforderungen zu Verbrennungen oder Steinigungen von Menschen für dies und das okay, weil es jemand sagte, der behauptete Gott Israels zu sein? Das Töten von Brüdern, Freunden als Treuebeweis soll göttlich sein? Okay weil angeblich göttlicher Befehl? Es fielen 3000 Mann dieser bestialischen Forderung zum Opfer. 

Gott lehrte durch den Mund seines Sohnes Jesus, dass man dessen Jünger an der gelebten Liebe untereinander erkennt. 

Warum wohl heissen gemäss Jesus alle Friedfertigen und  welche Frieden stiften, Kinder Gottes?  Der Vater/Gott der Pharisäer forderte das Téten und tötete selber, ja sogar mit aus ihm ausgehendem Feuer  das gleich zwei Mal. Und das nur, weil 2 falsches Feuer brachten und 250 sich gegen Mose auflehnten.
Für Dich ist das okay, weil Du ja glaubst es sei Gott gewesen der dies tat. 

Wenn fundamentalistische Islamisten vom Heiligen Krieg reden, sagt du wohl auch, das gibt es nicht. Aber wenn in der Bibel die Israeliten zu Kriegsgemetzel aufgefordert werden, dann schriebst Du doch tatsächlich das sei so quasi richtig in Ordnung und  nicht dasselbe, wie wenn Menschen von sich aus so handeln würden.

Ich erinnere mich an einen Fall, wobei ein tiefgläubiger Christ seinen Sohn tötete, weil er ihm ungehorsam, womöglich in der Pubertät war. Reue kannte der Mörder seines Sohnes nicht im Gegenteil. Er brachte doch glatt als Verteidigung hervor, es sei Gottes Wille gewesen. stünde in der Bibel, und es sei somit richtig gewesen den unfolgsamen Sohn zu töten. 5 Mose 21.21. 

Du weisst, ja, dass alle Lehren Jesus nicht nur von ihm persönlich sind, sondern von dem der ihn gesandt hat dies zu lehren und die Menschen aufforderte, auf Jesus zu hören.

Joh 7,16 Jesus antwortete ihnen und sprach: Meine Lehre ist nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat.

Ich bin zeitlebens der Ansicht, dass wer wissen will was Gott von den Menschen will, man sich an Jesus Christus Vorgaben hierfür hält. Der Bote lehrte NUR was der Sender ihm auftrug zu lehren.

Und da Jesus ausdrücklich Verzicht bezüglich Vergelten von Bösem mit Bösem lehrte und Mose aber von seinem HERRN weitergabm man solle jemanden so verletzen wie dieser verletzte also Augo um Auge. dann kann ja unmöglich der Gesetzgeber von Aug eum Auge der Sender von Jesus sein.

Welche Version zählt denn bei Dir? AT-Gesetzlichkeiten die zu Lieblosigkeiten auforderten waren und sind für Jesus Nachfolger vollkommen ungültig. Die Gebote zählen natürlich, daran hielt sich Jesus ja auch im Gegensatz zu.....jemandem der sie wohl zitierte aber selber nicht daran hielt.

Es waren nicht nur die Gnostiker die Gegensätzlichkeiten bezüglich Gottverständnissen bei Mose und durch Jesus vermittelt feststellten.  Für ALLE Christen sollte doch Jesus als alleingültiger Masstab für wahre Göttlichkeit im AT und NT gelten. 

Wie man die Gesetze und Propheten des Senders von Jesus, also dem allein wahren Gott, den er mit Vater im Himmel ansprach und nicht mit Jahwe erfüllt weisst Du ja schon nehme ich an. Man soll seine Mitmenschen so behandeln wie man es sich von ihnen wünscht. 

Und dass die Liebe zu Gott also dem wahrhaftigen den sie gemäss Johannes erst wirklich durch Jesus kennenlernten 1. Johannes 5,20 und zum Nächsten das 1. und 2. Hauptgebot ist und die Gülitigkeit der  bisher verkündeten Gesetze und die Propheten von diesen abhängig ist, wirst Du als Bibledictionary wohl auch schon gelesen haben. Gelesen ja, aber ob verstanden?

Du vertrittst hier jedenfalls NICHT das durch Jesus Christus offenbarte Gottverständnis wenn Du es richtig findest,  für dies und das Menschen selber zu töten und Tötungen zu fordern.

Du schriebst, wenn jener "Gott" sowas anordne oder tue dann sei dies in Ordnung. Warum hat denn Jesus jemand statt zu töten, auferweckt? Warum hat denn Jesus statt Behinderte zu diskriminieren sie geheilt, sogar am Sabbat? Warum hat Jesus denn Wasser in Wein verwandelt und nicht in stinikes Blut in dem Fische en gros starben?

Die Frage von Jonas finde ich mehr als berechtigt. Ich nehme an, dass es für ihn auch keinen andern Gottesglauben gibt, als den durch Jesus Christus vermittelten. Für Dich offenbar leider Gottes nicht. Kann sich ja noch ändern, Gott ist barmherzig, also bezogen auf den Vater im Himmel.

Gruss JeanS

Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.11.2020 01:28.

Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Muss man dem Anderen vergeben, auch wenn es ihn nicht reut?

von Burgen am 08.11.2020 00:39



Es ist schade, dass du, liebe Dörte, dich abgemeldet hast. Du hast so viel Frogemut und Frische hier hineingebracht. 

Vielleicht meldest du dich ja nach einer Pause irgendwann wieder.


Zum Thema fand ich gerade in Lukas "Lehren über Vergebung und Glauben" als Überschrift einen Absatz:  
Lukas 17,1-4 Neues Leben Bibel

1 Eines Tages sagte Jesus zu seinen Jüngern: " Es wird immer Versuchungen geben, diezum Bösen verführen, doch schlimm wird es erst dem Menschen ergehen, der andere zur Sünde verleitet.
2 Es wäre besser, mit einem großen Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen zu werden, als die Strafe dafürerleiden zu müssen, dass man einem dieser Kleinen Schaden zugefügt hat.
3 Ich warne euch ! wenn dein Bruder sündigt, dann ermahne ihn, und wenn er Reue zeigt und von seinem Weg umkehrt, vergib ihm.
4 Undwenn er dir sieben Mal am Tag unrecht tut und jedes Mal umkehrt und um Vergebung bittet, vergib ihm."

Interessant finde ich, in welchem Zusammenhang diese Worte Jesu gesagt werden.
Zuvor lesen wir in der Schrift dies Geschehendes armen Lazarusauf Abrahams Schoß und dem reichen Mann im Totenreich.
Ein recht interessantes Gespräch, wie ich finde.

Und im Anschluss auf die obigen Worte Jesus über Vergebung, dass die Jünger Jesus um mehr Glauben bitten.

Das zeigt uns auch einerseits, wie die Menschen in Jesus Umfeld ein Empfinden darüber haben, dass sie eben nicht so reinen Herzens sind, wie sie vielleicht dachten. Sie merken, dass ihnen der Glaube fehlt. Und andererseits, dass es darauf ankommt, den rechten Glauben auch anzuwenden.
Das rechte Tun im Vertrauen darauf, dass Jesus die Kraft dafür schenkt.

Dies richtige Tun bedeutet jedoch nicht, eine gute Leistung zu vollbringen, die dann von Abba, Vater belohnt wird, so als ob jemand Punkte sammeln würde.
Andererseits stärkt sich unser Glaube, indem wir eben tun, was zählt, nämlich Liebe üben, auch oder sogar, wenn der andere dies scheinbar nicht "verdient oder wert ist".

Das ist nämlich gar nicht so einfach, denn es geht keinesfalls darum, sich alles gefallen zu lassen. Vielmehr ist es so, wenn ich, als der Vergeben wollende, im Reinen bin, kommt sicherlich der Zeitpunkt, den anderen mit seinem verletzenden Fehlverhalten in Liebe zu konfrontieren.

Das ist vielleicht einfacher, wenn die betroffenen Menschen eine gute Bindung zueinander haben. Es geht ja nicht darum Recht haben zu wollen. Ist eine Beziehung jedoch eben nur eine Beziehung, ohne eine verbindliche Bindung voll Vertrauen in Gegenseitigkeit, mag eine Konfrontation nur noch mehr verletzen.

Das jedoch dürfte keine spontane Sache sein, sondern im Einklang mit Jesus Führung.


 

Antworten

Merciful

55, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2480

Re: Gottes neue Welt

von Merciful am 07.11.2020 22:57

pray schrieb:

Ein Reich hat ja immer einen König bzw. Herrscher.
Wenn ich das für mich bete, denke ich eher so, dass Gott in meinem Herzen Seine Herrschaft aufrichtet.

BibleDictionary schrieb:

Ferner herrscht Gott in einer besonderen Weise im Leben derer, die an Jesus Christus glauben.

Klingt doch ganz ähnlich.

Merciful

Antworten

pray

63, Weiblich

  tragende Säule

Beiträge: 1015

Re: Gottes neue Welt

von pray am 07.11.2020 21:10

Hallo zusammen,

 

kann man es vielleicht auch so sehen?:

Ein Reich hat ja immer einen König bzw. Herrscher. Wenn ich das für mich bete, denke ich eher so, dass Gott in meinem Herzen Seine Herrschaft aufrichtet. Aber natürlich auch auf der Erde und im Himmel Sein Wille geschieht. Ich habe da noch nicht so das Friedensreich oder die Ewigkeit im Sinn.

Jesus sagte, dass das Reich Gottes nahe herbeigekommen ist und mitten unter euch ist. Andere übersetzen "inwändig in euch" (Lukas17,21) .

Lt Römer 14,17 ist das Reich Gottes Friede und Freude im Heiigen Geist, ja, so ist das, wenn Jesus durch seinen Geist in unsern Herzen wohnt.

 

Lieber Steffen, schön, dass du dich hier angemeldet hast und herzlich willkommen,

du fragst, wie du dich verhalten musst. Dazu könnte man nun gaaaaanz weit ausholen, daher würde ich dich gern fragen, was Jesus für dich bedeutet.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 07.11.2020 21:14.

Merciful

55, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2480

Re: Gottes neue Welt

von Merciful am 07.11.2020 17:53

Vielen Dank, Christian,
 
für deinen hervorragend ausgearbeiteten Beitrag.
 
Habe nun die angegebenen Bibelstellen nicht alle nachgelesen.
 
Aber soweit ich sehe, hast du Aussagen der Schrift gründlich und exakt zusammengefasst.
 
Merciful

Antworten

Sternenreit...
Gelöschter Benutzer

Re: Muss man dem Anderen vergeben, auch wenn es ihn nicht reut?

von Sternenreiterin am 07.11.2020 15:17

....

Antworten Zuletzt bearbeitet am 10.11.2020 08:05.

Sternenreit...
Gelöschter Benutzer

Re: Ist sich als Christ "ausschließlich" an die Bibel zu halten?

von Sternenreiterin am 07.11.2020 15:13

danke an Jonas für seine ausführlichen Erläuterungen!

Daher möchte ich nur ergänzen, was mir ebenfalls wichtig wurde bei dem "Völkermord":
Es wurden Menschen gerichtet, die dem Moloch dienten - Brandopfer von Kindern und Babys waren an der Tagesordnung.

Massenhaft Kinder und Babys dem Vok Israel zuordnen, die selber Kinder und Kindeskinder hatten?
Grausamer, sie mit dem Schwert schnell zu töten als sie dem Opferkult auszusetzen, bei dem sie elendig schreiend in furchtbaren Todesqualen
getötet wurden? Oder miterleben "durften" und mussten, also aushalten mussten, wie es an ihren Geschwistern geschah?

Mir gruselt es bei dem Gedanken, was dieses Volk getan hat ehe Gott "die Nase voll hatte" und es beendet hat - das grausame Tun.
Ein Volk hat die Israeliten reingelegt und ist deshalb verschont worden, und was war das Ergebnis?
Sie haben die Israelis Gott abtrünnig gemacht, ihren Heiden - und Götzenkult eingeführt, usw. .....

Mit diesen Menschen wird immer wieder Mitleid gezeigt ob des kompletten Völkermordes an ihnen aufgrund ihrer grausamen Sünden ohne Umkehr (siehe oben) und gesagt, das kann Gott nicht gewollt haben.
Ja meinen denn diese Menschen, dass er den grausamen Brandopferkult an kleinen Kindern und Babys gewollt hat oder noch länger hätte erdulden sollen?

Rhetorische Frage, denn ich kann mir nicht vorstellen dass jemand sie mit "ja" beantworten würde .....

Dass nun Gnadenzeit herrscht und die "Weizenhalme" und die "Spreu" zusammen aufwachsen bis zum Gericht, das ist ja auch wiederum vielen nicht Recht die über die menschengemachte Ungerechtigkeit in der Welt klagen die Gott zulässt .....

Liebe Grüße
Sternenreiterin

Antworten Zuletzt bearbeitet am 07.11.2020 15:14.

BibleDictio...

37, Männlich

  Neuling

Beiträge: 53

Re: Gottes neue Welt

von BibleDictionary am 07.11.2020 14:27

Hallo, Steffen!

 

Tja, wann richtet Gott seine Herrschaft auf?

Die Frage lässt sich nicht so leicht beantworten, weil zunächst erst einmal geklärt werden muss, um welche Herrschaft es konkret geht – denn Gott herrscht in verschiedener Hinsicht.

Zum einen ist Gott der Schöpfer und Erhalter der Welt, die er erschaffen hat, und herrscht über die Schöpfung: Sie folgt beständig den Gesetzmäßigkeiten, die er ihr auferlegt hat.

Gott herrscht sogar über das Böse – in dem Sinne, dass sich jeder Widerstand gegen Gott nur innerhalb der von Gott gewährten Grenzen abspielen kann. Niemals hat das Böse einen Wirkungsraum, der so weitreichend wäre, dass Gottes Beschlüsse durchkreuzt werden könnten. Martin Luther hat den Satan zu Recht als Gottes »Kettenhund« bezeichnet: Ja, der Hund kann beißen, aber er ist an einer starken Kette, die nur so weit reicht, wie der Herr des Hauses es zulässt.

Ferner herrscht Gott in einer besonderen Weise im Leben derer, die an Jesus Christus glauben: Alle, die an ihn glauben, sind »Gottes Kinder« (Joh 1,12), was nichts anderes bedeutet als dass in ihnen der Heilige Geist lebt (Röm 8,14.16-17). Sie sind »von neuem geboren« (Joh 3,3.7) oder »wiedergeboren« (1Petr 1,3.23). Sie sind nicht mehr geistlich tot und in Feindschaft gegen Gott, sondern Gott hat sie mit sich durch das Opfer seines Sohnes am Kreuz auf Golgatha versöhnt (Eph 2,1.4-6). Darum können sie nun »Abba, lieber Vater«, zu Gott sagen (Röm 8,15; Gal 4,6) und werden bei der Wiederkunft Jesu, da sie ja im Geist bereits lebendig gemacht sind, auch leiblich auferstehen bzw. verwandelt werden, um auch leiblich ins ewige Leben einzugehen (Röm 8,11; 1. Kor 15,51-52; 1. Thess 4,15-17).

Dann ist von einer tausendjährigen Herrschaft Jesu Christi mit seinen Heiligen die Rede (Offb 20,1-6). Dieses Millennium platziert die Offenbarung (insofern man sie chronologisch versteht) zwischen die Wiederkunft Jesu Christi (19,11-21) und das Endgericht (20,7-15).

Dem schließt sich die ewige Herrschaft Gottes, der neue Himmel und die neue Erde, an (Jes 65,17.21-23.25; Offb 21,1-7).

Unsere Bitte: »Dein Reich komme!« (Mt 6,10), betrifft in letzter Konsequenz die ewige Herrschaft Gottes, welche die Welt erneuern und für immer verwandeln wird. Wichtig ist, zu verstehen, dass diese Herrschaft Gottes bereits begonnen hat, und zwar mit der Auferstehung und Erhöhung Jesu Christi, was auch zum Hinauswurf des Satans aus der Himmelswelt geführt hat (Joh 12,31; Offb 12,5.7-11). Dieses Reich ist noch nicht vollendet, aber die Herrschaft Jesu Christi ist bereits angebrochen.

Liebe Grüße

Christian

Antworten
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