Wenn du willst, so kannst du!
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Re: Wenn du willst, so kannst du!
von pausenclown am 08.10.2026 17:20Hallo.
Re: Wenn du willst, so kannst du!
von Burgen am 08.10.2026 20:38
>>>Wo bleibt da jener einfache und kindliche Glaube, der von Gott, dem Schöpfer, Heil und Leben erwartet?
Daher meine Frage, ob nicht eine Art kollektiver Unglaube (der Moderne, der Neuzeit) das Denken und Leben heute kennzeichnet. Und die heutigen Denkvoraussetzungen unsere Erwartungshaltung in ähnlicher Weise blockieren wie es damals in Nazareth geschah.
Merciful<<<
Bin mir nicht sicher, ob die Menschen von damals so ganz anders waren als heute.
Die Weichen des Unglaubens, Ungehorsams und alles, was damit zusammen hängt, begannen ja schon im Garten Eden. Der Unterschied vielleicht zu damals sind letztlich die ausgeklügelten Bemühungen einem Gott zuzuhören, der nicht zu sehen ist.
In einer Predigt war zu hören, dass aus Gnade das Angebot Gottes Jesus als Retter und Mittler anzunehmen nicht bedeutet, auf dem oft diskutierten schmalen Weg zu sein. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir dazu neigen, anderen nachzueifern, wie eben die Schafe kopflos und ängstlich werden, wenn sie die Stimme ihres Hirten nicht hören können.
Abraham lebte ja lange vor der Sinai-Gesetzesgeschichte. Man könnte sagen, am Sinai durch das goldene Kalb und die zwei Steintafeln wurde deutlich, wie verdorben die Menschen allgemein doch sind. Und dass wir alle heutzutage leben, die Chance haben die Gnade Gottes auszuleben und eben nicht starr das Gesetz ausleben müssen.
Und das ist durch das Leben Jesu besiegelt - inzwischen gibt es die auszulebenden Herzenstafeln in den Menschenherzen. Und jeder Mensch kann sich entscheiden, für oder gegen oder nur ein bisschen Jesus nachzufolgen.
Dennoch, wer sein Leben Jesus gegeben hat, wird trotz des breiten Weges in den Himmel kommen. Es sei denn, er sagt sich von ihm ab und denkt nur noch Weihnachten an ihn. Wer weiß.
Jesus hat ja schon Satan besiegt. Jedoch ist der schlau und die Menschen sind eben so, dass sie sich gerne auf das ausrichten, was sie sehen können und ausprobieren sowie gedanklich nachvollziehen. Nur die Schlinge zieht sich immer fester, weil der Fokus sich nicht auf Jesus und die Bibel bezieht, sondern auf das irdische evtl gute Leben.
Die Gleichnisse dienen auch dazu, dieses für einzelne aufzudecken, denke gerade.
Je mehr und tiefer Jesus in einem Menschenherzen leben darf, desto eher sind wohl die Scheidungen zwischen Welt und geistlichem Leben durch Jesus sichtbar. Die Liebe zu ihm wird dann fast schon dringlicher, wobei diese Liebe nicht nur ein Wort bleibt.
Eigentlich hilft er uns jeden Tag ihn besser zu erkennen vom Herzen aus das Umfeld durch ihn wahrzunehmen.
Man sieht ja schon, wie vor dem Gesetz die Menschen gerufen wurden Gottes Stimme zu hören und zu glauben, dass Gott spricht. Die Schrifttafeln des Gesetzes Gesetzes zeigen schlicht auf, dass Menschen sie nicht halten können ... und das ist weltweit der Fall. Daher tritt Jesus aus Gnade selbst in den Riss und schenkt neues Leben.
Entweder als heilendes sichtbares tun oder eben durch Heilung des vermutlich sehr harten Herzens eines Menschen innerlich bevor es aussen sichtbar wird. Das sieht man manchmal bei längeren Gefängnisaufenthalten einiger Menschen ganz gut. Oder eben bei Menschen, die von Religion zu einem Leben Gottes Jesus kommen.
Hoffe, dass meine derzeitigen Gedanken nicht das Thema im Thread zerschneiden. Wir sind ja alle auf dem Weg ... die Bibel hilft uns auf der Linie zu bleiben, sie ist sichtbar und die Gnade Gottes durch sie erfahrbar, so oder so.
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)
Re: Wenn du willst, so kannst du!
von Sterntaler am 09.10.2026 18:05*autsch

Lieber Merciful,
ja, gesellschaftliche Prägungen können bestimmt eine Rolle spielen, da könnte man jetzt tief einsteigen. Ich würde noch ergänzen, dass auch die eigene Lebenserfahrung oder die unseres Umfeldes unsere Erwartungen prägt.
Vielleicht ging das dem Mann mit dem Kind auch so. Er hatte ja sogar gerade etwas Enttäuschendes erlebt: Die Jünger konnten nicht helfen. Ich glaube, hilf meinem Unglauben. Aber er bringt sein Kind trotzdem zu Jesus. Ich habe keine Kinder, aber so viel weiß ich, das eigene Kind jemandem anzuvertrauen ist viel. So klein finde ich seinen Glauben deshalb gar nicht. Vielleicht darf kindlicher Glaube auch so aussehen – ich habe Zweifel, aber ich vertraue mich diesem Jesus trotzdem an.


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