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Hyperion

51, Männlich

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Beiträge: 228

Re: postevangelikale Glaubensrichtung, was ist darunter zu verstehen ?

von Hyperion am 17.03.2019 15:59

Hallo Burgen,

empathisch verhält sich der Mensch, der sich einfühlen kann und will. Denn nur auf diese Weise nimmt man den Gegenüber wirklich ernst und akzeptiert zunächst einmal seine Situation, ohne sie sofort zu bewerten. Es gibt ganz einfach einen gewaltigen Unterschied zwischen einer ganzen Bewegung wie der "Emerging Church" und einem einzelnen Menschen, der aus absolut individuellen und sehr verständlichen Gründen heraus postevangelikal wurde. Wie gesagt, das wird wohl niemand freiwillig, sondern durch schmerzhafte Prozesse hindurch wird man es eben.

Hannalottis Links problematisieren nun aber eine Bewegung, die sich nicht zuletzt vielleicht auch gerade deshalb entwickelt haben mag, weil Menschen diese schmerzhaften Prozesse durchlaufen mussten? Dabei wird dann aber überhaupt nicht mehr nach dem Menschen gefragt und nach den Gründen und den Ursachen seines Wandels, sondern pauschal eine Bewegung abgewertet und diffamiert. Und genau das ist eben kein empathisches Verhalten, weil es die schmerzhaften Prozesse, die der einzelne Gläubige durchlaufen musste, völlig ignoriert.

Stattdessen wird dann sofort eine Bewertung vorgenommen und so wie du jetzt z.B., gleich von einem "anderen Evangelium" gesprochen. Im Grunde sagt man damit, dass Postevangelikale und Anhänger der Emerging-Church-Bewegung Abgeirrte sind und man sich nicht weiter mit diesen beschäftigen sollte oder brauchte. Und genau deshalb beschäftigst du dich dann ja auch wohl auch nicht mehr mit diesem Thema und hast dich innerlich davon distanziert. Selbstverständlich steht es dir frei so zu denken, aber bitte gestehe mir dann auch zu dies als empathiearm wahrzunehmen.

LG
Hyperion

Immer ist die wichtigste Stunde die gegenwärtige; immer ist der wichtigste Mensch der, der dir gerade gegenübersteht; immer ist die wichtigste Tat die Liebe.

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: postevangelikale Glaubensrichtung, was ist darunter zu verstehen ?

von Burgen am 17.03.2019 15:11


Hallo Hyperion, 

was verstehst du hier in diesem Thread unter "Empathie"? 

Ich für meinen Teil habe mich innerlich schon ziemlich weit davon entfernt mich mit dem Thema weiterhin zu beschäftigen. 

Ja, Bithya hatte da Thema aus eigener Betroffenheit angestoßen und selbst die Links hier eingestellt. Mit denen ich mich dann ja auch beschäftgt hier habe. 

Doch wie es eben so ist, geht es jetzt nicht mehr um Bithya, sondern um ein anderes Evangelium, welches der neue Link von Hannalotti weiterführt. 

Und meine eigene Auffassung, nämlich zurück in die Schrift, die Aussagen ua auch kulturell "studieren" und sich dabei von Gott Weisheit für das Leben mit IHM und seinem Wort, AT und NT, schenken lassen, ist ja nun mal immer meine Auffassung. Nicht nur hier in diesem Thread. 

Wie könnten wir anders uns ausdrücken von dem, was für uns eben nicht so ein Problem ist? Wie kann man, ohne sich zu sehen, Empathie ausdrücken? Vielleicht eine Mitleidspartie gestalten? Du hast vielleicht mitbekommen, dass Bithya nicht die Einzige ist? 
Die meisten Menschen wenden sich aus der Not heraus zu Gott, Jesus und bitten um Hilfe. 
Der Weg des Glaubens kann dann schon mal über 60 - 80 Jahre gehen. Manchmal wesentlich kürzer. 
Auch auf diesem Weg gibt es Chancen und verpasste Chancen. Und geistlich zu wachsen ist meist, fast immer, mit inneren Schmerzen verbunden. Die Schmerzen können sich auch nach außen oftmals zeigen. Aber auch mit Entscheidungen. 

Vielleicht ist das ja alles bei dir nicht so gewesen? 
Was bei einem durcheinander ist, ist für einen anderen kein Durcheinander oder sogar ein Suchen nach Wahrheit, was erst später in strukturierte Bahnen mündet. Das ist bei jedem anders. Niemand hier ist perfekt. Oder erhebt darauf einen Anspruch. 

Die Bitte um Weisheit und Unterscheidungsvermögen gilt hier und eben auch für das Vertrauen in Jesus. Für jeden. Es ist sogar existenziell, wie ich finde. 

Gruß Burgen 


Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.03.2019 15:17.

Hyperion

51, Männlich

  Motiviert

Beiträge: 228

Re: postevangelikale Glaubensrichtung, was ist darunter zu verstehen ?

von Hyperion am 17.03.2019 12:59

Guten Tag,

nachdem ich die letzten Beiträge hier gelesen habe, kann ich mich nicht des Eindrucks erwehren, dass hier leider so allerhand durcheinander zu gehen droht. Ich versuch das deshalb mal für mich zu ordnen und muss in diesem Zusammenhang auf einen Beitrag von Hannalotti zu sprechen kommen. Da wird nämlich plötzlich der Begriff der "Emerging-Church" ins Spiel gebracht und mir ist überhaupt nicht klar, in welchem konkreten Zusammenhang der Postevangelikalismus mit der "Emerging-Church-Bewegung" stehen soll? Die dann verlinkte Leseprobe des Buchs von R. Ebertshäuser "Aufbruch in ein neues Christsein - Emerging Church", die ich persönlich nur als ideologisches Pamphlet betrachten kann, das nur dem Ziel dient den auserkorenen Feind (also die Emerging-Church-Bewegung) zu diffamieren, bringt dann leider auch keinerlei Klarheit hinsichtlich dieser Frage.

Bithya85 hatte ja geschrieben, dass sie niemanden kennt der freiweillig postevangelikal wird, da man zunächst sehr viel verliert und das beschreibt doch sehr deutlich, dass Postevangelikale aus einer Not heraus postevangelikal wurden. Die sind also offensichtlich nicht eines schönen Tages aufgewacht und haben sich gedacht "och, ich glaube ich werde dann ab heute mal Postevangelikaler", sondern da müssen sich schlimme und schmerzhafte Prozesse vollzogen haben, die dann irgendwann den Gläubigen postevangelikal werden ließen.

Es mag ja durchaus sein, dass sich mancher Postevangelikale, eben weil er seinen Glauben nicht verloren hat, dann solchen Bewegungen wie der "Emerging-Church" anschließen mag, oder sich zumindest dafür interessiert, aber gerade das zeigt dann doch, dass solche Bewegungen absolut notwendig, wichtig und wertvoll sind. Denn was sollte denn ansonsten die Alternative sein? Der Glaubensabfall? Also bitte....

Ich wünschte mir deshalb einen etwas differenzierteren, sensibleren und empathischeren Umgang mit diesem Thema. Auch solche Bewegungen wie die "Emerging-Church" entstehen nicht aus ketzerischen Gedanken heraus, wie Herr Ebertshäuser wohl suggerieren möchte, sondern sie sind Ausdruck einer Not- und Krisensituation, auf die die Gläubigen Antworten finden möchten und müssen. 

LG
Hyperion

Immer ist die wichtigste Stunde die gegenwärtige; immer ist der wichtigste Mensch der, der dir gerade gegenübersteht; immer ist die wichtigste Tat die Liebe.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.03.2019 13:33.

Gott_allein

55, Männlich

  Neuling

Beiträge: 19

Re: praktische Liebe

von Gott_allein am 17.03.2019 12:36

"Meine Kinder, unsere Liebe darf sich nicht in Worten und schönen Reden erschöpfen; sie muss sich durch unser Tun als echt und wahr erweisen." Was meint ihr, wie sieht diese wahre praktische Liebe aus? Habt ihr Beispiele hierzu?

Es geht hier um die Grunhaltung, den Grundtenor unseres Handelns. Wenn unser Tun keine Liebe widerspiegeln, läuft etwas falsch.

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Tageslosung (3) suche Frieden - und - jage ihm nach __ Psalm 34,15

von Burgen am 17.03.2019 09:56


aus Johannes 3,14-21 (NGÜ) 

Jesus und Nikodemus - Die Notwendigkeit, von neuem geboren zu werden __ Joh 3,1-27 

14 Und wie Mose damals in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss auch der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der glaubt, in ihm das ewige Leben hat. 

16 Denn Gott hat der Welt seine Liebe dadurch gezeigt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht. 

17 Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, um sie zu verurteilen, sondern um sie durch ihn zu retten. 

18 Wer an ihn glaubt, wird nicht verurteilt. Wer aber nicht glaubt, ist damit schon verurteilt; denn der, an dessen Namen er nicht geglaubt hat, ist Gottes eigener Sohn. 

19 So vollzieht sich das Gericht an den Menschen. Das Licht ist in die Welt gekommen, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, weil ihr Tun böse war. 

20 Denn jeder, der Böses tut, hasst das Licht; er tritt nicht ins Licht, damit sein Tun nicht aufgedeckt wird. 

21 Wer sich jedoch bei dem, was er tut, nach der Wahrheit richtet, der tritt ins Licht, und es wird offenbar, dass sein Tun in Gott gegründet ist. " 


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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Tageslosung (3) suche Frieden - und - jage ihm nach __ Psalm 34,15

von Burgen am 17.03.2019 09:30


Gebetstag für bedrängte und verfolgte Christen 

2.Sonntag der Passionszeit - Reminiszere 

(Gedenke, HERR, an deine Barmherzigkeit! __ Psalm 25,6) 
::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Wochenspruch 

Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. __ Römer 5,8 

Johannes 3,14-21 
Römer 5,1-5 (6-11) 
Predigt Johannes 3,14-21      Psalm 10 
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: 
Losung und Lehrtext 

Der Vater macht den Kindern deine Treue kund. __ Jesaja 38,19 

Jesus spricht: 
Lasset die Kinder und wehret ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solchen gehört das Himmelreich. __ Matthäus 19,14 

Gebet 
Als Säugling, Herr, bringen wir sie zu dir. 
Früh schon erzählen wir ihnen vom Glauben, 
und doch suchen unsere Kinder das Himmelreich oft nicht in unseren Kirchen. 
Lass sie dich finden, segne sie. Du bist treu. 
(Gebet der Redaktion) 




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Hannalotti

-, Weiblich

  Engagiert

Beiträge: 397

Re: postevangelikale Glaubensrichtung, was ist darunter zu verstehen ?

von Hannalotti am 17.03.2019 08:44

Hallo Cleo,

ja, das Prüfen durch die Bibel ist sehr wichtig. Aber auch die Unterscheidung der Geister.
Die Frage in diesem Thread lautet, was unter der Postev. Glaubensrichtung zu verstehen ist.

Ich habe deshalb oben den Pro-Artikel verlinkt, um ein bisschen zu sehen, in welche Richtung das Ganze geht.


Wenn aus dieser Strömung dann behauptet wird:
Er sei der Auffassung, dass der Glaube daran, dass nur ausgewählte Christen in den Himmel kommen und Menschen, die sich vor Gott versperrt haben, nach dem Tod bestraft werden, falsch sei.


aus:
Denn Jesus sagt ganz deutlich, dass nur diejenigen, die ihm nachfolgen in sein Reich kommen werden.
LG
Hannalotti


Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.03.2019 08:49.

chestnut
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Beiträge: 715

Re: Hauskreis-Miteinander aktuell

von chestnut am 17.03.2019 08:41

Darum lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir! Mein vergängliches Leben auf dieser Erde lebe ich nun im Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich dahingegeben hat.
Galater 2.20

Dieser Vers ist immer wieder eine Herausforderung:
Lebe ich oder lebt Christus in mir? Und wie können wir das unterscheiden? Was sind die Unterscheidungsmerkmale?
Wie "fühlt sich" der Unterschied an?

Ein Teil der Antwort ist im 2. Teil gegeben: Leben im Glauben an Jesus Christus.
Aber die Praxis davon?

Im Hauskreis heute Abend wollen wir über diesen Vers nachdenken.


Sonntag, 17.3.20.19: Hauskreis-Miteinander, 20.30 Uhr


Herzlich willkommen
Cosima und Chestnut


 

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Cleopatra
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Re: postevangelikale Glaubensrichtung, was ist darunter zu verstehen ?

von Cleopatra am 17.03.2019 08:22

Jedoch nach den 55 Seiten wird mir immer klarer, nachhaltig klarer, wie wichtig es ist, altbacken den Inhalt der dicken Buchdeckel der Bibel selber in Eigenverantwortung, Gebet und Ausrichtung auf Jesus zu „studieren“.

 
Liebe Burgen, das finde ich soooo wichtig, denn der Mensch ist auch leider sehr manipulierbar.
 
Ein Beispiel- ich spielte mal an meinem Handy rum und sah mir Artikel an.
 Da erschien ein Artikel "mit nur diesem einzigen Trick können Sie abnehmen."
 
Klar, dass Frau da draufklickt, oder? ;-D
Eine dünne Frau redete und redete, wieso es ihr hilft, wieso ich glücklich sein werde, wenn ich nuuuuur diesen einen Trick verwende (den sie mir gleich auch verraten wird) und so weiter. Nach zehn Minuten dann Gerede und Zugestimme kam dann endlich der Hinweis auf ihr Projekt, welches eigentlich 400 Euro kostet, aber da ich es bin, ja diesmal nur 80 Euro. Natürlich nur für kurze Zeit, weil ich es bin.
Ist man dann dazu geneigt, auf den Button zu klicken "ja ich nehme dieses Angebot an", kommt ein "moment, ich habe noch ein ganz besonderes Angebot für dich, denn dies und das gibt es noch dazu, ausnahmsweise für dich nur für die Hälfte, aber nur für kurze Zeit....."
 
Kennt ihr das? Seid froh- ich habe kein Abo abgeschlossen, aber ich fand es mal wirklich sehr interessant, dies aus psychologischer Weise azuhören.
 
Der Mensch ist manipulierbar, man muss (egal, um welches Thema es sich handelt und ich meine nicht diese 55 Seiten, denn ich habe sie nicht gelesen) nur einzelne Dinge immer wieder wiederholen.
 
Wir müssen immer aufmerksam sein und am Besten immer ganz offen sein für Gottes Wort und uns von diesem Wort leiten lassen.
 
Gott möchte ja auch, dass wir sein Wort verstehen. Daher können wir ihn auch immer fragen, wenn wir etwas nicht verstehen.
 
Oder wir können Gott vor dem Lesen bitten, dass er uns erklärt, was heute dran ist. Er antwortet ganz bestimmt.
 
Lg Cleo
 
PS:
@Cleo: Könntest Du evtl. den Technikern Bescheid geben, dass sie mal gucken, ob sie das Problem mit den Absätzen für firefox wieder hinbekommen. Wäre lieb. Danke!

Ja, ich war schon länger mit den Technikern im Gespräch, aber da sich noch nicht viel getan hat, werde ich die nochmal anschreiben.

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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Cleopatra
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Re: Sind (auch) die Juden der Antichrist?

von Cleopatra am 17.03.2019 08:14

Die Juden sind Gottes auserwähltes Volk, dies ist immernoch so.
 
Wir können es ja auch in der Offenbarung sehen, dass trotz allem am Ende die Juden wieder mit auferstehen, dann die anderen Christen.
 
Der Antichrist ist meines Verständnisses nach eine Person, die später auf dem sinnbildlichen weißen Pferd auf die Erde kommt, um zu vernichten.
 
Liebe pray, natürlich stimmt auch der von dir zitierte Vers, denn jeder, der Jesus nicht als den Erlöser sieht, ist nicht sein. Dies gilt für die Juden, aber eben auch für die Nicht-Juden.
 
Lg Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
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