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Micro
Gelöschter Benutzer

Re: Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun - wie denkt ihr über den Satz

von Micro am 24.04.2019 15:51

'.... denn sie wissen nicht was sie tun', bedeutet sicherlich eine Einschränkung der Verantwortlichkeit. So wie kleine Kinder unabsichtlich Schaden anrichten können, weil sie ihre Handlungsweisen nicht überblicken können.
Ich finde es allerdings sehr schwierig die Frage zu beantworten, inwieweit Verantwortung zugesprochen werden kann und inwieweit nicht. Insofern gilt, wie es auch in Römer 12 zum Ausdruck kommt, sich nicht selber zu rächen. Dann nämlich bestünde Gefahr sich selber eine Schuld aufzuladen.
Ich lese gerade das Buch ''Hippokrates in der Hölle - Die Verbrechen der KZ-Ärzte". Man kann es nicht anders beschreiben, als das Menschen zu Bestien wurden, völlig entmenschlicht und böse. Wie ist sowas möglich? Würde uns angesichts solch menschlicher Entgleisungen tatsächlich die Worte über die Lippen kommen 'Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun'?
Ganz ehrlich, unter diesem Eindruck hoffe ich auf die Gerechtigkeit und den Zorn Gottes, denn jeder weiß und hat es in seinem Gewissen verankert, dass man Menschen nicht quälen, foltern und töten darf, es also keine Milderungsgründe gibt.

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Micro
Gelöschter Benutzer

Re: Brot des Lebens

von Micro am 24.04.2019 15:34

Pausenclown,
du mißverstehst das. Es ist natürlich zu bemerken, dass du dich über die Fragen und Anmerkungen von Merciful aufgeregt hast.
Dabei kann man das ganz neutral betrachten und analysieren, indem man die Frage stellt, was von der Tradition des Sederabends hat für Christen Relevanz und was nicht. Es ist ein Vergleich und eine Einschätzung. Das bedeutet keine Kritik, keine Herabsetzung oder Ablehnung deiner Schilderung.
Zusammenfassend kann man also folgendes feststellen: Muß das Sederbrot Löcher und Striemen haben? Antwort: Für messianische Juden möglicherweise schon. Für Christen spielt dies keine Rolle. Dies bedeutet gleichzeitig, das das Zeremoniell in historischer Neu-Zeit eine Neuinterpretation erfuhr, da es zu Jesu Zeit unbekannt war und somit eine Abwandlung tradierter Vorstellungen bedeuten muß. Eine logische Schlußfolgerung.
Da braucht sich niemand angegriffen zu fühlen oder gekränkt sein, wenn man solche Fakten festhält und erwähnt.

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Sonnenkind

78, Weiblich

  Motiviert

Beiträge: 240

Re: Gemeinsamkeit im Alltag

von Sonnenkind am 24.04.2019 13:56

Meine Lieblingstulpen sind Rembrandttulpen. Sie heißen nach einem Stilleben des Malers Rembrandt van Rhiijn:
 
  
Und jetzt ein paar aus meinem Garten:
 
Jede Blüte sieht anders aus, jede hat ein Muster für sich:
 
Jede Blüte ist anders.Auch ein paar Tulpen sind Wunder der Schöpfung.
 
Gruß
Sonnenkind

. . . Ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde (1. Mos. 1,29)

Antworten Zuletzt bearbeitet am 24.04.2019 13:59.

JeanS

70, Männlich

  Neuling

Beiträge: 97

Re: Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun - wie denkt ihr über den Satz

von JeanS am 24.04.2019 13:12

Micro schrieb:Wie wird Gott auf diese Bitte der Vergebung reagieren? Schützt Unwissenheit vor Strafe?

Im vorliegenden Fall wissen wir, dass die Hohepriester der Ansicht waren, dieser Jesus würde das Volk mit seinen Lehren und Zeichen verderben.Sie hatten natürlich auch Angst, dass wenn immer mehr jüdisches Volk sich seinen Lehren anschliessen würden und nicht mehr glauben würden, was sie erzählten, die Römer kommen würden und ihnen Tempel und Volk wegnehmen würden (was auch immer darunter zu verstehen ist)

Dass sie sich vollkommen irrten und leider Gottes nicht erkannten, dass dieser Jesus zu ihrem Wohl gesandt wurde, zur Erlösungs aus bishlang allfälliger unwissentlicher Sündenknechtschaft konnten sie nicht wissen.

Doch mittels Gleichnis von den bösen Weingärtnern, die ja genauso handelten mit dem Sohn des Besitzers wie zuvor mit den vor ihm gesandten Knechten wissen wir ja, dass denen das Reich Gottes weggenommen würde und solchen übergeben, welche entsprechende Früchte bringen würden.
Matthäus 21, 40 Wenn nun der Herr des Weinbergs kommen wird, was wird er mit diesen Weingärtnern tun? 41 Sie sprachen zu ihm: Er wird den Bösen ein böses Ende bereiten und seinen Weinberg andern Weingärtnern verpachten, die ihm die Früchte zur rechten Zeit geben.42 Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen in der Schrift : »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das geschehen, und er ist ein Wunder vor unsern Augen«? 43 Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volk gegeben werden, das seine Früchte bringt.

Gruss Hans

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Merciful

55, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2489

Re: Brot des Lebens

von Merciful am 24.04.2019 12:56

Also pausenclown, mein Eindruck ist, wenn man kritische Fragen stellt, fühlst du dich angegriffen.

So ist es aber nicht. Darum geht es gar nicht.

Es geht doch schlicht darum, gemeinsam einen Sachverhalt zu klären und zu verstehen.

Der Vergleich mit Weihnachten passt nicht so ganz.

1. An Weihnachten feiern Christen keine griechische Göttin, sondern die Geburt Jesu.

2. Es gibt keine Vorschrift, Weihnachten feiern zu müssen.

Ein Christ, der Weihnachten (mit Baum und Kerzen usw.) nicht feiern möchte, muss das auch nicht.

Dies ist doch ein Unterschied.

Du hast selbst formuliert, bei der Sederfeier gebe es die Vorschrift, dass das Brot so und so sein müsse.

Damit ist für gläubige Juden durchaus eine Verpflichtung ausgesprochen.

Folglich lässt sich dies mit dem Weihnachtsfest nicht wirklich vergleichen.

In Hinblick auf Weihnachten gibt es keine solchen Vorschriften.

Jene Frage aber, die ich stellte, stellt sich noch immer.

Wenn für die Christenheit weltweit gilt, dass die Bibel allein Quelle und Norm für deren Glauben und Leben darstellt -

sind dann messianische (an Jesus gläubige) Juden von dieser Regel ausgenommen?

Diese Frage ist aus evangelischer Sicht folgerichtig.

Katholiken und Orthodoxe würden diese Frage vielleicht so nicht stellen.

Ich persönlich bin der Meinung, dass man über eine solche Frage nachdenken kann.

Deswegen muss man sich nicht angegriffen fühlen.

Es ist doch auch für messianische Juden von Interesse, was der Wille Gottes in Christus Jesus für sie ist.

Vielleicht ist es ja so, dass messianische Juden neben dem Abendmahl auch Passah und Seder weiterhin feiern 'sollen'.

Jedenfalls, wenn man gleich zu Beginn die Sederfeier mit der Dreieinigkeit Gottes in Verbindung bringt -

dann ist es doch klar, dass man sogleich danach fragen muss, was Jesus für seine Gemeinde gewollt hat.

Daher hatte ich jene Texte zitiert, die von der Einsetzung des Abendmahls und der Einführung des Neuen Bundes sprechen.

Merciful

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun - wie denkt ihr über den Satz

von Burgen am 24.04.2019 10:55


Danke an euch alle. Sehr wertvolle Gedanken in euren Beiträgen, die "Stoff" zum Weiterdenken geben. 

Micro: 

Wie wird Gott auf diese Bitte der Vergebung reagieren? Schützt Unwissenheit vor Strafe?

Ich denke nicht, dass Unwissenheit vor Strafe schützt. Jedenfalls nicht in unserer derzeitigen Rechtsprechung. 
Die meisten Gesetzesvorschriften und oder Erneuerungen muss sich ein normaler Landesbürger aus den Medien oder Mundpropaganda holen. Ist er dann falsch informiert oder so, kann das eine Strafe nach sich ziehen. 
Und das selbst ist nicht so einfach in der Anwendung, wie wir in der überaus kompliziert geworden globalen Welt wissen. ... 

Und als Christ sitzen wir zwischen vielen Stühlen, es sei denn, das Wort Gottes ist überaus lebendig in uns und wir wirklich aus der Kraft Gottes leben aufgrund eines erneuerten, Gott gefälligen Denkens. 

Von Missionaren, jedenfalls in früheren Zeiten, wissen wir aus Erzählungen, dass Gott sogar Engel mit feurigen Schwertern schickte, um das Haus des Missionars vor menschlichen gewaltsamen Übergriffen zu schützen. 
Die Männer, die die Familie umbringen wollten, konnten die Übermacht sehen und wurden buchstäblich zu Boden geworfen. Und manch einer wurde später hinter ein lebendiger Christ. Auch Häuptlinge waren darunter. 

Wir wissen also nicht, was alles geschehen kann, wenn wir Segen anstatt Fluch über eine Stadt aussprechen. 

Strafe - was wird also gemeint, wenn wir von Sprache sprechen? 
In manch einem Bundesstaat gibt es die Todesstrafe. In unserem Land werden Menschen mehrere Jahrzehnte weggesperrt. 

In der Schrift wird anfangs Steinigung praktiziert. Oder Ausschluss aus der Gemeinde. 
Ich meine, als Mensch haben wir alle das Empfinden für Gerechtigkeit in unserem Gewissen mitbekommen. 

Und das Gewissen bedarf durch den Geist Gottes in uns einer Schulung. 
Und da haben wir das Wort Gottes. Wir haben  - sein Wort - , er hilft uns und lehrt, und verändert unsere Herzen. 
Anstatt Unbeugsamkeit, Trennung - Zielverfehlung, Zieländerung seiner Liebe zu uns und in uns,
bekommen wir das Geschenk der Barmherzigkeit dem anderen und uns selbst gegenüber. 

Beispiel: 
Im Smartphone gibt es Karten als Navigationshilfen. Das zeigt uns Strecken an für Auto, Fahrrad, Fußgänger und auch Bus und Bahn. 
Manchmal bei einer Wanderstrecke zB wird angesagt, 200 m re, dann geradeaus, an der ecke links usw. 
Und plötzlich sehe ich, dass ich als Fußgänger raschen Schrittes evt 19 Std brauchen würde um ans Ziel zu gelangen. 

Weil ich aber nun mde geworden bin und vielleicht den Pfeil nicht richtig gelesen habe, habe ich mich verirrt, muss zurück. Komme an ein Gasthaus, stelle fest, dass es nicht mehr betrieben wird. Vorgesorgt, Ranzen gepackt hatte ich nicht. Hatte mich also total verschätzt, übernormmen. Bin völlig naiv in solche Bedrullie geraten. 
Was alles kann es da zu lernen geben. Denn es geht ja in dem Fall nicht nur darum, den WEg mit seinen Ecken und Kanten nachzulaufen. Auch das gedankliche und gefühlsmäßige Erleben, körperliche Überanstrengung usw. Alles spielt mit hinein. 

Ist das nun Strafe? Werde ich gestraft, weil meine Wandervorbereitung nicht angemessen war? usw. 

Ich meine, es kommt wie immer, auch hier darauf an, wie gefestigt Jesus in mir selbst Raum gewonnen hat. 
Denn durch den Heiligen Geist lebt er in mir und in seinem Wort und durch das Finden von ihm darin, ... Ja, das ist zu lernen, um angemessen das eigene Leben (wieder) in den Griff zu kriegen. Strafe nach menschlichem Ermessen hin oder her. 
Alles dient zu unserem Besten. Dem der glaubt, dass Gott ihn liebt. 

Ein Gebet könnte sein, zu beten um ein weiches Herz. 

LG
Burgen 




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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Tageslesung (4) Der HERR richtet auf, die niedergeschagen sind __ Psalm 146,8

von Burgen am 24.04.2019 10:17



Auf dich, HERR, sehen meine Augen; 
              ich traue auf dich, 
                            gib mich nicht in den Tod dahin. __ Psalm 141,8 

Jesus zeigte ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die jünger froh, dass sie den Herrn sahen. __ Johannes 20,20 


Johannes 20,11-18 
Römer 12,9-13 


Jesus lebt ! 
Ich bin gewiss, nichts soll mich von Jesus scheiden, keine Macht der Finsternis, keine Herrlichkeit, kein Leiden. 
Seine Treue wanket nicht; dies ist meine Zuversicht. (Christian Fürchtegott Gellert) 


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pausenclown
Gelöschter Benutzer

Re: Brot des Lebens

von pausenclown am 24.04.2019 09:52

Hallo Mirco,

Du schreibst über wie Christen, oder Brot zum Abendmahl und es klingt ja so als hätte darüber geschrieben .

Vielleicht liest du mehr raus als das was ich meine ?
Ich schrieb über ein Teil vom Sederabend, oder? 
Wieder wird die Bibel zitiert. Stelle ich das Buch in Abrede ? Wenn ja wo?
Aber nurmalso, vermutlich würde der eine oder andere Jude jetzt fragen , ihr feiert Weihnachten und habt ein fest einer griechischen Göttin das ihr feiert ... würde er nun in der Bibel suchen und forschen und was finden?
Mir persönlich ist das ziemlich egal.... ob Weihnachten usw jeder wie er mag.

Nur erklärt ein Jude ein Teil vom Sederabend,  Drama unbiblisch, schon fast beleidigend .
Der Kipfel , Luther und seine Lehre.... aua.

Aber ich habe kapiert und schreibe nicht mehr zu solchen Themen.
Shalom

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Micro
Gelöschter Benutzer

Re: Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun - wie denkt ihr über den Satz

von Micro am 24.04.2019 09:37

Wie wird Gott auf diese Bitte der Vergebung reagieren? Schützt Unwissenheit vor Strafe?

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Andreas

75, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 895

Re: Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun - wie denkt ihr über den Satz

von Andreas am 24.04.2019 09:34

Denn sie wissen nicht was sie tun
bedeutet nicht, dass sie nicht bewusst und vorsätzlich gehandelt haben.

Es bedeutet, dass wir die Auswirkungen und die Folgen der Sünde nicht erkennen können.
Es ist wie, wenn wir einen Stein ins Wasser werfen und nur die erste kleine Welle sehen, aber nicht mehr.

All die immer größer werdenden Wellen, die sich über den ganzen Teich verteilen, erkennen wir nicht.
So bekommen wir keine Ahnung von dem was wir wirklich in Gang gesetzt haben.

Aber wenn ich statt eines Steins der Sünde einen Stein der Liebe werfe, hat das die gleichen, unvorstellbaren, Auswirkungen.
Das soll uns Begeisterung schenken, Liebe zu leben, auch wenn sie uns unscheinbar klein vorkommt.

Für Gott gibt es keine hoffnungslosen Fälle. Wo wir am Ende sind, weiß Seine Liebe immer noch einen Weg.

Antworten
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