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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Tageslese (16) Ich will dem HERRN Singen mein Leben lang und meinen Gott loben, solange ich bin

von Burgen am 12.02.2022 10:41



Lass meinen Mund deines Ruhmes und deines Preises voll sein täglich.   Psalm 71,8 

Wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund.   Matthäus 12,34 


Kl: Johannes 6,16-21  
Bl: Epheser   2,1-10  


Ich singe dir mit Herz und Mund, Herr, meines Herzens Lust; 
ich sing und mach auf Erden kund, was mir von dir bewusst.  (Paul Gerhardt) 


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Pneuma
Gelöschter Benutzer

Re: Raum der Stille und des Gebets

von Pneuma am 12.02.2022 10:38

TÄGLICHES GEBET.

 

(J. Habermann, +1590)

Ach lieber Gott und Herr, ich lebe, aber ich weiß nicht, wie lange? Ich muss sterben und weiß nicht, wann? Du, mein himmlischer Vater, aber weißt es allein. Wohlan! Soll dieser Tag (diese Nacht) der letzte Tag (die letzte Nacht) meines Lebens sein, Herr, dein Wille geschehe, der ist allein der beste, nach demselben bin ich bereit, in wahrem Glauben an Christum, meinen Erlöser, zu leben und zu sterben. Allein, lieber Gott, gewähre mir nur diese Bitte, dass ich nicht möge plötzlich in meinen Sünden sterben und verderben. Gib mir rechtschaffene Erkenntnis, Reue und Leid über meine begangene Sünde und stelle sie mir noch in diesem Leben unter Augen, damit sie mir nicht am jüngsten Tage unter Augen gestellet und ich dadurch vor Engel und Menschen zu Schanden werden möge; sondern verleihe mir so viel Zeit und Raum zur Buße, dass ich meine Übertretung von Herzen erkennen, bekennen und derselben Vergebung und Trost aus deinem seligmachenden Wort erlangen möge. Ach, barmherziger Vater! Verlass mich nicht und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir. Mein Herz und dessen auf Jesum gerichtete Zuversicht ist dir, o Herzenskündiger, wohl bekannt; in derselben erhalte mich zum ewigen Leben. Lass mich sterben, wann du willst, nur verleihe mir ein vernünftiges, sanftes und seliges Ende. Amen.

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Leah
Gelöschter Benutzer

Re: Das Leben nach dem Tod

von Leah am 12.02.2022 10:30

Hallo LinaMa,
Es fällt mir auf, dass du alles, was Du nicht annehmen willst, ein Gleichnis oder Bild nennen möchtest. Da aber, wo etwas ein Gleichnis oder Bild ist, da willst Du es wörtlich nehmen.
Wenn die Schrift von ewiger Qual oder Verderben spricht ist es ein Gleichnis und gemeint ist Vernichten?
Was ist der Unterschied zwischen einem verdorbenen Pferd, einem gequälten Pferd und einem vernichteten Pferd? Der ist doch ganz klar, oder nicht?
Der Wurm in der Hölle ist aber nach Deiner Meinung ernst zu nehmen und kein Bild für die Seele. Gut, dann erkläre mir bitte, warum Würmer in der Hölle ewig gequält werden. Sind sie schuldig oder schuldfähig? Was macht ein Wurm in der Hölle?
Sorry.
Ich denke, man kann die Schrift solange interpretieren, bis sie zur eigenen Meinung passt, oder aber man liest sie unter Gebet mit offenem Herzen für die Wahrheit.

Die Bibel ist übrigens widerspruchsfrei, wenn man die Grundregeln für die Auslegung beachtet...nur mal so erwähnt.

Leah

Antworten Zuletzt bearbeitet am 12.02.2022 10:35.

Burgen
Gelöschter Benutzer

verkopftes Kristentum ? NächstenLIEBE ?

von Burgen am 12.02.2022 10:28



Manuels Thread heute hat mir so richtig gut gefallen - ;) wenn man das mal so sagen und schreiben darf. 

Abgeleitet davon möchte sagen, zum Thema Hütte gibt es den Film aus DVD. Um die Weihnachtszeit gab es ihn als ganzen Film im TV und manche Szene war mir schon bekannt. 
Aber das Buch - das ist noch eine ganz andere "Nummer", wie es manchmal so heißt. 
Das zu lesen lohnt bestimmt. 

Und ja, vermutlich ist es so, je mehr das christliche Leben aus einem Land, einer Gesellschaft verschwindet, desto 'verkopfter' wird das Christentum. 
Es wird diskutiert und diskutiert - infrage gestellt, oder auch nicht. 
20 Min Predigten am Sonntag, anschließend lebt man sein bis dahin gelebtes Leben weiter. Und dann nächsten Sonntag dasselbe. 

Gestern habe eine Predigt aus Berlin angehört; Berliner-Predigten, die sich auf der Grundlage der 10 Gebote im Christenleben gründete. Ich muß sagen, diese Stunde des Zuhörens war derart mit Fakten und neuem,gelebten Inhalt angefüllt, dass, wenn es hochkommt nur ein einziger Gedanke mitgenommen und umgesetzt werden könnte. Man könnte sagen, ein Vater hält einem eine Predigt, wo einem Kind das Hören und Sehen vergeht. Gemeint als liebevolles Sprichwort.  

Alle, sämtliche Lebensbereiche wurden zur sprache gebracht, in einem langen Leben vor Gott und mit ihm 'durchbuchstabiert' und unter das Wort gestellt: 
*Dein Wille, HErr, geschehe!* 

Interessant fand ich auch, entgegen der biologisch untermauerten Meinung, der Darm sei (und ist er ja auch) das Zentrum des Immunsystems, sagte er, das Immunsystem sei oben im Kopf angesiedelt - nämlich in unserem Denken. 
Und ja, das stimmt ja auch, denn Gott fordert den Menschen auf über eintausend Bibelschrieftseiten dazu auf, das Denken zu ändern und SEIN Denken zu erlernen. 
Als wiedergeborener Christ leben wir ja mit Gottes Geist zusammen. Und dieser Geist wird nach und nach immer mehr Führung im Leben übernehmen, wenn wir gelernt haben, ihn zu hören und ihm erlauben, uns im Sinne Gottes zu verändern. 
Und zu der Veränderung gehört  mMn die Liebe zu sich selbst, die dann auch die Kraft durch Gottes Geist erhält, den nächsten zu lieben. Und so bleibt Liebe, (agape) nicht nur ein Wort, sondern wird 'tatkräftig'. 

Man stelle sich auf das Wort und erfahre es täglich neu: Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. Erkennt ihr es denn nicht? 


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LinaMa

54, Weiblich

  Neuling

Beiträge: 30

Re: Das Leben nach dem Tod

von LinaMa am 12.02.2022 10:15

Hallo Leah, 🙂
Es dauert manchmal etwas, bis ich es zeitlich schaffe zu antworten. Das ist auch ein sehr umfangreiches Thema und lässt hier wenig Spielraum, um alle Bibeltexte zu beleuchten. Das kann man tatsächlich nur selber erforschen.. Du schreibst, dass du die Texte so auslegst, dass die "genaueren" die "ungenaueren" präzisieren..
Nun muss man aber etwas entscheidend berücksichtigen: Jesus selbst lehrte in Gleichnissen!
Somit erfüllte er nicht nur Psalm 78:2 sondern zog auch mit seinen Veranschaulichung die Parallele zu den hebräischen Schriften.

So gut wie alle Bibelschreiber und Propheten benutzten Gleichnisse oder sinnbildliche Darstellungen.
Wenn wir eine Übersicht über das mosaische Gesetz haben - die damaligen Sitten, Bräuche und Sprache berücksichtigen, dann verstehen wir, was Jesus meinte.
Ein Beispiel: Obstbäume wurde damals in Palästina besteuert. Unfruchtbare Bäume wurden deshalb umgehauen. Mit diesem Hintergrund verstehen wir, warum Jesus in Matthäus 21:18-22 den unfruchtbaren Feigenbaum verworren ließ. Er gebrauchte diese Begebenheit als Vergleich.
Weitere Beispiele sind: Matthäus 5:13,14, Johannes 10:11-15 oder Johannes 6:54, 60-66..
es liegt auf der Hand, dass seine Nachfolger nicht als buchstäbliches Salz oder Licht oder Schafe zu verstehen sind - genauso wenig, wie Jesus ein Schafhirte ist, dessen Blut sie trinken und sein Fleisch essen müssen, um ewig leben zu können
1.Korinther 2:11-13 zeigt uns sinngemäß, dass wir Einzelheiten in einem Gleichnis nicht persönlich oder philosophisch deuten dürfen. "Geistige Dinge werden mit geistigen Worten" in Verbindung gebracht.
Jesus erleichterte dem Zuhörer mit Veranschaulichung das Begreifen von geistigen Dingen.
So ist es auch, wenn Jesus über die Bedeutung des Gerichts, ewige Qual/Feuer/Verderben gesprochen hat. (Das Hinnomtal "geena" war den Zuhörern durchaus ein Begriff. An dem Ort wurde Unrat und Leichen abgeladen und das Feuer, dass mit Schwefel versehen wurde, brannte dort Tag und Nacht. Und was übrig blieb, holten sich Maden und Würmer.. Ein Ort ohne Wiederkehr - ein ewiges Feuer. Doch was darin landete, war tot! 
Die Bibeltexte, die du noch anführst, sagen auch nicht aus, dass mit "verderben, verdammen, verurteilen, ewiger Strafe"  ein buchstäbliches Höllenfeuer gemeint ist..
Der Wurm in Markus 9:44 wird auch nicht mit Seele (nephesh oder griech. psuchē) wiedergegeben, sondern mit dem, was es ist: ein Wurm (skōlēx).

Behalten wir auch im Sinn, dass die Strafe für Ungehorsam der Tod ist. Die Belohnung für Gehorsam ist ewiges Leben.
Adam und Eva gingen dort hin, wo sie vorher waren. Sie sind gestorben. Ihre Seelen (der Mensch selbst) ist tot. Die Toten sind ohne Bewusstsein, (1.Mose 2:7; Psalm 146:4; Hesekiel 18:4; Prediger 9,5,10). Nirgends wird gesagt, dass sie eine unsterbliche Seele haben und in der Hölle brennen. Denn wäre das die eigentliche Strafe, hätte Gott ihnen nicht die Wahrheit gesagt..🤷‍♀️
Ein interessanter Gedanke ist aber auch, dass die "Schlange" -(die ja in Offenbarung 12:9 als der Teufel identifiziert wird) - der Eva ja die Lüge erzählt hat, dass sie überhaupt nicht sterben wird.. vielleicht ist das der Grund, dass soviele heutzutage glauben, dass sie eine unsterbliche Seele haben..🧐
Ursprünglich sollten sie ja auch nicht sterben.. Wie du auch Prediger anführst, haben wir die "Unendlichkeit und den Wunsch ewig zu leben in unser Herz gelegt bekommen". Niemand möchte sterben! Niemand möchte von lieben Menschen getrennt werden durch den Tod. Der Tod - die Nichtexistenz, ist unser Feind! Eine Konsequenz und Strafe der Sünde, (1.Korinther 15:26). 
Dieser Tod wird gem. Offenbarung sinnbildlich in den "brennenden Feuersee" geworfen. 
Das "Der Tod" nicht buchstäblich ewig dort gequält werden kann, liegt auf der Hand. Er hat kein Bewusstsein, so dass er mit "Zähneknirschen und Gestöhne" "ewige Qualen/Pein" erleiden kann..

Es gibt noch soviele andere Bedenken..
Die Auferstehung.. wo findet sie statt?
Jesus kommt zurück,  sagt die Bibel..
Er richtet die bewohnte Erde, Apostelgeschichte 17:30,31; Johannes 5:29
Was ist mit den Menschen, die gestorben sind, wenn wir zb. Römer 6:7 berücksichtigen: " Wer gestorben ist, ist von seiner Sünde freigesprochen" (eine gern zitierte Schriftstelle, wenn jemand bekräftigen möchte, dass es kein Gericht Gottes mehr gibt und tun und lassen kann, was er will..😏)
Warum werden die Ungerechten wieder auferweckt, um bestraft zu werden? Viele Ungereimtheiten tun sich auf, wenn wir die Aussagen der Bibel immer wortwörtlich nehmen.. lg 😊




Antworten

Manuel1987
Gelöschter Benutzer

Re: Manuel‘s Thread

von Manuel1987 am 12.02.2022 05:37

Editiert am 15.Februar 2022

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.02.2022 23:56.

Leah
Gelöschter Benutzer

Re: Eigene christliche Gedichte u. Gebete

von Leah am 11.02.2022 23:35

Hallo Mystiker, 
Ich hab ein bißchen Hemmungen zu schreiben, denn der Thread sollte ja Deinen Gedichten und Gebeten gehören. Das kann man aber im Nachhinein auch wieder so herstellen. 

Was mir sehr gut gefällt ist,dass Du Gott liebst und ihm vertraust. Das kommt auch gut " rüber".

Und da wollte ich, ähnlich wie Pray das schon schrieb, einen einzigen Punkt ansprechen. Ich hab Dich weiter oben auch schon gefragt: Warum betest Du Heilige an? Oder eigentlich bittest Du um Fürbitte. Dazu hat Pray ja schon einiges gesagt.

Wie siehst Du diese Aussagen der Bibel? Jesus Christus ist der einzige Fürsprecher und Mittler, so steht es in 1 Tim 2,5. Er dient uns als Hoherpriester auch im Himmel (Hebräer.5,5). Einzige Voraussetzung dafür, dass wir zu ihm kommen dürfen, ist, dass wir ihm all unsere Schuld bekennen (1Joh.1,9), denn er hat sie ja für uns gesühnt ( Gal.1.4). Dann dürfen wir auch direkt zum Vater beten. Ob ein Gebet erhört wird, hängt nicht davon ab, wer betet oder wie gut das Gebet ist, sondern allein davon, ob es mit dem Willen Gottes übereinstimmt. (Joh 16, 23.24)

Ich bin auch neugierig, wie Du darüber denkst.

Ansonsten, danke für die schönen Gedichte. Ich wünsche Dir immer mehr Freude an unserem Gott
Leah

Antworten Zuletzt bearbeitet am 12.02.2022 00:41.

Leah
Gelöschter Benutzer

Re: Das Himmelreich, wie ein Sauerteig, wie ein Senfkorn, ...

von Leah am 11.02.2022 23:08

Hallo Pray, 
Naja, das ist die eine Seite der Medaille, stimmt.
Aber ich hab gerade einen anderen Gedankengang.

Ich hatte Matth.13 auch gefühlte 100 mal gelesen und es ist mir nie aufgefallen, dass ich den Begriff Himmelreich oder Reich der Himmel noch gar nicht richtig verstanden habe. Ich wunderte mich nun zum ersten mal darüber, wie es wirklich zu definieren ist. Lukas hat das sehr gut erklärt. Ich versuche jetzt zu verstehen, wie ich dann den Begriff Versammlung einordnen soll. 
Vorher hatte ich den Begriff  Reich der Himmel und Versammlung im Sinne von Ekklesia, also die Herrausgerufenen, immer gleichgesetzt. Nur das Unkraut und der Sauerteig sind ja Bilder für unechte " Christen". Also kann man es nicht gleichsetzen.
Daher meine Fragen...
Leah

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pray

63, Weiblich

  tragende Säule

Beiträge: 1015

Re: Fragen zum Buch Esra

von pray am 11.02.2022 22:19

Liebe Burgen,
boah, du hast ja viel geschrieben zur Geschichte. Super, danke für die Auffrischung,  ich hatte nämlich schon so viel vergessen davon.
Sabode fragte: Warum ist es aber in Esra so wichtig das nur die Juden den Tempel wieder aufbauen?


Die Antwort, warum nur die Juden, steht in Esra 4,3. Sie sagten: "Es ziemt sich nicht, dass ihr und wir miteinander das Haus unsere Gottes bauen, sondern wir allein wollen bauen dem Herrn, dem Gott Israels."
Soweit ich das notiert hatte (aber nun nicht mehr zusammenkriege) haben die Samariter gefragt, ob sie mitbauen könnten, da sie angeblich auch den Gott Israels suchten (Esra 4,2). Aber die Samariter dienten ja zudem noch Götzen (siehe 2. Könige 17,38-42)

Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.02.2022 22:20.

pray

63, Weiblich

  tragende Säule

Beiträge: 1015

Re: Das Himmelreich, wie ein Sauerteig, wie ein Senfkorn, ...

von pray am 11.02.2022 22:05

Hallo zusammen,

 

was Lucas geschrieben hat über das Reich der Himmel, wusste ich noch nicht, bzw. habe ich mir bisher noch nie Gedanken darüber gemacht. Deshalb freue ich mich jetzt, einen neuen Gedankenanstoß bekommen zu haben *dankeschön!*, auch wenn ich das noch nicht so ganz verstanden habe.

Leahs Frage war eingangs, warum das Reich der Himmel mit diesen anfürsich "etwas negativ besetzten Ausdrücken" wie Unkraut verglichen werden kann.
Ich finde diese Begriffe zeigen jedenfalls ein schnelles WACHSTUM an. Darum geht es doch, oder?

 

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