Clownis Welt

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pausenclown

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Re: Clownis Welt

von pausenclown am 11.10.2026 11:34

Hallo Nusskeks.

Ich gehe davon aus du meinst den Etrog.

In unserer Tradition wird/wurde intensiv diskutiert, was für eine Frucht Adam und Eva im Garten Eden eigentlich gegessen haben, die Torah verschweigt es.
Z.B. argumentiert Rabbi Abba in einem Midrash: 
Es war der Etrog. Denn es steht geschrieben: und die Frau sah, dass der Baum gut zur Speise war.
Welcher Baum ist es, dessen Holz genausi schmeckt wie seine Frucht? Das ist der Etrog.
Weiter merkt er an: Der Text sagt nicht nur, dass die Frucht gut war, sondern dass der Baum selbst gut zu essen war. Der Etrog-Baum besitzt eine seltene botanische Eigenschaft: Das Holz, die Rinde und die Blätter des Baumes verströmen denselben intensiven Duft und schmecken ähnlich wie die Frucht selbst. Der Baum schmeckt wie seine Frucht.

Jetzt kann man so gut wie jedes Wort aus 3 Mose 23.40 unter die Lupe nehmen, dann werden wir dieses Jahr mit dem Schreiben nicht mehr fertig.
Weshalb ich überhaupt über die jüdische Tradition in einem christlichen Forum schreibe, aus zwei Gründen.
Zuerst: Es ist eine andere Perspektive und ich erhebe nicht den Anspruch,dass sie stimmt. Ein weiterer Blickwinkel.
Zweitens: Aus meiner Erfahrung ist die jüdische Tradition und ihre Welt unbekannt.
In der jüdischen Theologie gibt es zb ein sehr wichtiges Wort: Warum.
Warum dies und warum das ….

Shalom Pausenclown 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.10.2026 11:35.

nusskeks

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Re: Clownis Welt

von nusskeks am 11.10.2026 10:21

Es gab einige Bezüge, die ich bei 3.Mose 23,40 hatte. Das mit dem Baum der Erkenntnis gehörte dazu.

Danke fürs Teilen dessen, was in Deinem Unterricht vorkam.

Hoditai, Mensch des Weges 
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pausenclown

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Re: Clownis Welt

von pausenclown am 11.10.2026 07:15

Hallo.

Kürzlich habe ich was zum Laubhüttenfest geschrieben.
Dieses Jahr habe ich noch was dazu gelernt, bzw im Unterricht gelernt

3.Mose 23. 40 ff 
Ihr sollt am ersten Tage Früchte nehmen von schönen Bäumen, Palmwedel und Zweige von Laubbäumen und Bachweiden und sieben Tage fröhlich sein vor dem HERRN, eurem Gott,
und sollt das Fest dem HERRN halten jährlich sieben Tage lang. Das soll eine ewige Ordnung sein bei euren Nachkommen, dass sie im siebenten Monat so feiern.
Sieben Tage sollt ihr in Laubhütten wohnen. Wer einheimisch ist in Israel, soll in Laubhütten wohnen,
dass eure Nachkommen wissen, wie ich die Israeliten habe in Hütten wohnen lassen, als ich sie aus Ägyptenland führte. Ich bin der HERR, euer Gott.

Mir ist nie eine Verbindung zu einer anderen biblischen Geschichte aufgefallen.
Habt ihr eine Idee welche?
Der verlockende oder schöne Baum der Erkenntnis. Die Geschichte kennt bestimmt jeder.
Das Unerlaubte nehmen und essen der Frucht, mit den bekannten Folgen, Flucht vor Gott.
Und die Folgen: Eva muss fortan Mühsal und Schmerzen bei Schwangerschaft und Geburt ertragen und steht unter der Herrschaft des Mannes.
Adam) muss mühsam von einem verfluchten Acker arbeiten und kehrt am Ende zu Staub (Erde) zurück.
Das Laubhüttenfest dagegen mit seinem Gebot: 
Ihr sollt am ersten Tage Früchte nehmen von schönen Bäumen, Palmwedel und Zweige von Laubbäumen und Bachweiden und sieben Tage fröhlich sein vor dem HERRN, eurem Gott.

Habt ihr es bemerkt ? Zu den Konsequenzen gehört die Mühsal, aber zum Laubhüttenfest sollen es sieben fröhliche Tage sein!
Dazu kommt etwas Hebräisch:
1.Mose 3,8:
„Und der Mensch und seine Frau versteckten sich vor dem Angesicht Gottes mitten unter den Bäumen des Gartens.“
Das hebräische Wort Mi'pnei bedeutet wörtlich „vom Gesicht weg“. Die Sünde bewirkt sofortige Entfremdung. Der Mensch erträgt die Nähe nicht mehr.
Das Laubhüttenfest gehört zu den drei Pilgerfesten 5 Mose 16.16.
Dreimal im Jahr soll alles, was männlich ist bei dir, vor dem HERRN, deinem Gott, erscheinen an der Stätte, die der HERR erwählen wird…
Auf hebräisch steht:
Lir'ot et Pnei Hashem bedeutet wörtlich: „Um das Angesicht Gottes zu sehen“.

In Eden: Der Mensch sündigt mit der Frucht des schönen Baumes und flieht weg vom Angesicht Gottes, um sich hinter den Bäumen zu verstecken.
An Sukkot: Der Mensch nimmt die Frucht des schönen Baumes, verlässt sein schützendes Haus und zieht hin zum Angesicht Gottes. Die Sukkah (die Hütte) ist kein Versteck vor Gott, sondern ein intimer Raum mit Gott.

Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb es Gottes Wunsch ist, dass alle Nationen das Laubhüttenfest feiern…. Vielleicht.

Shalom Pausenclown.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.10.2026 07:17.

pausenclown

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Re: Clownis Welt

von pausenclown am 08.10.2026 09:13

Hallo.

Nebenan wird das Thema Heilung und Glaube diskutiert.
Ich schreibe hier etwas darüber, natürlich mit aus einer anderen Perspektive und da ich nicht nerven möchte, kann man ab hier lesen oder aufhören zu lesen.
Ich glaube, du glaubst, wir glauben, was bedeutet eigentlich glauben?

In der jüdischen Tradition bedeutet der Glaube Emuna. Das Neuen Testament verwendet das Wort Pistis für Glaube.
Aus meiner Erfahrung und Beobachtung wird das Wort Glaube in christlichen Kreisen mit einem Fürwahrhalten definiert. Richtig Glauben, dass richtige Glauben und oft ein Anhäufen von Wissen. Glaube, eine intellektuelle Leistung.
Der Zweifel ist der Gegensatz zum Glauben und befindet sich im Wettstreit.
Du wurdest nicht geheilt, weil dir Glaube fehlt, oder du zweifelst zu sehr, kein Wunder wirst du nicht geheilt….

Das hebräische Wort Emuna, ist mehr ein Konzept.
2.Mose 17.12
Aber Mose wurden die Hände schwer; darum nahmen sie einen Stein und legten ihn hin, dass er sich daraufsetzte. Aaron aber und Hur stützten ihm die Hände, auf jeder Seite einer. So blieben seine Hände erhoben, bis die Sonne unterging
Die meisten Bibeln übersetzen mit: „...so blieben seine Hände fest, bis die Sonne unterging.“ Eine präzisere Übersetzung lautet jedoch: „...und seine Hände waren Glaube (Emuna) bis zum Untergang der Sonne.“

Es geht nicht darum, sich im Kopf krampfhaft anzustrengen, eine biblische Formel ganz fest für wahr zu halten, damit das Wunder oder die Heilung passiert. 
Emuna bedeutet stattdessen, sich trotz der sichtbaren Umstände und Ängste fest in Gott zu verankern,wie die gestützten Arme von Mose und die Treue zu ihm zu halten – unabhängig davon, wie die Situation im Moment aussieht.
Vielleicht kann man es so ausdrücken: Aus dem Kopf hin zu taten.

Emuna und Zweifel.
Zweifel im Kopf und Emuna in den Füßen, eine Zusammenfassung rabbinischer Theologie.
Da Emuna eine Handlung ist, zeigt sie sich nicht darin, was du gerade fühlst oder denkst, sondern darin, was du tust.
 
Markus 9, 24
Ein Vater, dessen Kind schwer krank ist bzw. besessen, geht zu Jesus. Seine Gedanken sind voller Angst und Zweifel. Er schreit: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“
Wir wissen nicht was und welche Zweifel er im Kopf hatte konkret, aber Emuna hat ihn in Bewegung gebracht, er brachte das Kind zu Jesus, trotz Zweifel oder Unglaube im Kopf.

Emuna braucht Gemeinschaft und Unterstützung.
So wie Moses seine Arme gestützt wurden, brauchen wir diese Unterstützung aus der Gemeinschaft.

Emuna braucht Training.
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen… kennt jeder.
Erst Lehrling, dann Geselle (Handwerker) dann die Meisterprüfung. Das Hebräische Wort Handwerker und Emuna haben dieselbe Wurzel. Der Handwerker Uman.
Emuna ist wie der Seelenmuskel der trainiert wird.

Emuna ist die Kraft, in der Wartezeit nicht umzukippen. 
Natürlich kann ich dafür beten, Emuna zu empfangen.

Zum Schluss ein Zitat von Rabbi Nachmann.
"Die ganze Welt ist eine sehr schmale Brücke, und das Wichtigste ist, sich überhaupt nicht zu fürchten.“ Das bedeutet praktisch: Die Füße gehen voran, auch wenn der Kopf zittert.

Shalom Pausenclown 


Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.10.2026 09:15.

pausenclown

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Re: Clownis Welt

von pausenclown am 07.10.2026 06:51

Hallo.

Ich weiß noch genau wo ich am 9.11.1989 war, als die Mauer fiel.
Ebenfalls wo ich am 11.9. 2001 war und am 7.10. 2023. 
Ich war mit meiner Frau Rennradfahren und ich bekomme auf meinem Radcomputer Push Meldungen ohne Ende.
Ich erinnere mich genau, irgendwann hielten wir an und ich schaute auf mein Smartphone.
Terror-Anschlag auf Israel und erste Bilder.
Die Meldungen und Bilder passten nicht in meinen Kopf, Bilder von Paragleiter, Raketen…
Geht doch gar nicht, wie, die greifen Israel an, hä, wo ist die Armee und Irondom?
Der Rest ist Geschichte…..
Den restlichen Tag verbrachte ich in einem Zustand von, ich verstehe das nicht und wie geht's meinen Freunden und Bekannten….

Shalom Pausenclown 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 07.10.2026 06:52.

pausenclown

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Re: Clownis Welt

von pausenclown am 06.10.2026 13:55

Dankeschön Burgen 

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Re: Clownis Welt

von Burgen am 06.10.2026 12:36

ich auch.
Es ist mutig.


Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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pausenclown

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Re: Clownis Welt

von pausenclown am 06.10.2026 10:59

Dankeschön Nusskeks 

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nusskeks

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Re: Clownis Welt

von nusskeks am 06.10.2026 10:46

pausenclown: Vielleicht fühlt sich jemand berufen, dafür zu beten.

Ja, ich.

Hoditai, Mensch des Weges 
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Re: Clownis Welt

von pausenclown am 06.10.2026 10:15

Hallo.

Im Sommer habe ich unerwartet eine Mail von mir bis dahin unbekannte Frau, mit der Bitte um Hilfe.
Meine Mail-Adresse hat sie über eine gemeinsame Freundin aus Israel bekommen.

Sie möchte mit ihrem Mann und Sohn nach Deutschland kommen und das KZ brauchen, in dem ihr Vater am Ende befreit wurde.
In dieser Gedenkstätte war ich einmal Mitarbeiter und so bin ich dabei, diese Reise und Führung zu organisieren.
Was mich betroffen hat, war die Bitte um jede Information über ihren Vater zu suchen.
Sie hat mit ihrem Vater nie darüber gesprochen und ist mittlerweile verstorben.
Sie möchte gerne sehen, was er gesehen hat… hat sie geschrieben.
Mittlerweile bin ich auf diesem Gebiet ziemlich geübt, Nachforschungen anzustellen, ich weiß welche Archive ich anschreiben und besuchen kann, um Informationen zu finden.

Es macht mir immer seltsame Gefühle, diese zu lesen.
Oft steht als Haftgrund nur ein Wort: Jude.
Aber ich kann ihren Wunsch nach Antworten über ihren Vater zu finden gut verstehen.
Vielleicht fühlt sich jemand berufen, dafür zu beten. Das Treffen und die Führung ist am 27.10. statt.


Shalom Pausenclown 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 06.10.2026 10:16.
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