Siehe, deine Mutter!
[ Nach unten | Zum letzten Beitrag | Thema abonnieren | Neueste Beiträge zuerst ]
Siehe, deine Mutter!
von Merciful am 15.09.2026 12:09Re: Siehe, deine Mutter!
von Burgen am 15.09.2026 23:36
Diese Betrachtung wirkt tief.
ZB dachte daran, dass die Mutter Jesu etwa vielleicht 48 oder 50 Jahre alt gewesen sein könnte zu der Zeit damals.
Jesus, so wird gesagt, war 33 Jahre alt, seine Halbgeschwister vielleicht knapp 28 Jahre und jünger.
von Johannes wird meist angenommen, dass er etwa 17 Jahre alt gewesen war zum Zeitpunkt der Kreuzigung Jesu. Vielleicht auch jünger.
Altersmäßig würde er in die Familie Maria, Mutter Jesu, gepasst haben. Joseph, der Stiefvater, der Jesus erzogen hat und in die Schrift und Synagogengepflogenheiten eingeführt hat, wird manchmal für 20 Jahre älter als Maria gehalten. Vermutlich lebte Joseph zu dem obigen Zeitpunkt nicht mehr. Somit würde der Hausvatervorstand gefehlt haben.
Und ja, Johannes liebte Jesus - Jesus liebte Johannes, als Bruder und als seines Vater Gottes Sohn. Sich an Jesu Brust gelehnt zu haben, dürfte vielleicht einen Blick auf sein junges, oder sogar jüngeres Alter bedeuten. WIe ein Kind sich im Arm seines Bruders zuneigt, aus Liebe.
Er passte in meinen Augen gut in die Familie Marias - Jesus hinein. Zumal er Jesus und seinen Worten während der vergangenen drei Jahre glaubte, wenn auch noch nicht alles verstanden hatte. Das geschah erst nachdem er an dem leeren Auferstehungsort Jesu stand.
Vermutlich hatte Johannes keine eigene Mutter mehr, nur den Vater und den Bruder Jakobus. Und so passte eraltersmäßig und emotional in seine neue Familie. DIe Halbgeschwister waren noch nicht im Glauben an Jesus als den Messias. Maria hatte zudem als Frau kein eigenes Einkommen. Und die beiden kannten sich ja durch die vergangenen drei Jahre sehr gut. Sie teilten miteinander die Liebe zu Jesus und trugen gemeinsam eine auch geistige oder geistliche Verpflichtung.
Immerhin wurde Johannes ja sehr alt und wie er sein Brot für sich und seine Adoptivmutter verdiente sagt die Bibel ja nicht.
Dies kam mir heute Nachmittag auf dem Spaziergang in den Sinn.
Maria ca 15 Jahre alt als sie Jesus geboren hatte ... oder 16 - 17.
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)
Re: Siehe, deine Mutter!
von Merciful am 16.09.2026 12:06Re: Siehe, deine Mutter!
von Burgen am 17.09.2026 02:59
Hallo Merciful,
Deine Gedanken vom ersten Eintrag hier führen direkt zu den Aposteln, die darüber entscheiden, wie die Versorgung der Witwen und Waisen gestaltet werden soll. Sie selbst jedoch nicht in den diakonischen Dienst verwickelt werden, sondern sich um die Weitergabe des Wortes kümmern sollen.
Da können wir gut sehen, wie die beginnende Gemeindehierarchie anhand der unterschiedlichen Ämter sich bildet.
Meine Gedanken bewegten sich noch in die Richtung der Liebe von Johannes.
Er war sich sicher, dass Jesus ihn liebt. Und das ist eigentlich auch bis heute die Frage, die sich wohl ganz viele Menschen stellen.
Dann lautet die Frage vielleicht: Wie kann ich sicher sein, dass Jesus mich liebt?
Denn es heißt ja auch, dass Gott die Person nicht ansieht, dennoch neigen Menschen dazu, sich der Liebe des anderen sicher sein zu wollen.
Unsicherheit darüber würde eine Last sein, die zu schwer zu tragen ist.
Und doch gestaltet sich diese Liebe Jesu für den einen Menschen anders als für den anderen.
Da ist ganz sicher ein Unterschied zu der Liebe, die die Menschen zu - und füreinander haben.
Und so ist vielleicht, dass auch in dem Fall der Liebe, dass der Glaube in das geschriebene Wort Gottes die Antwort geben kann, die auch durch schwere Situationen in Gewissheit seiner Liebe zu dem Jünger - Nachfolger wird führen können.
Johannes und ebenso seine Mutter waren sich dieser, seiner Liebe gewiss - durch den Schmerz der Trauer und vielleicht auch noch nicht wissen, wo das alles hinführen wird.
Manchmal gibt es ja auch heute Pastoren, Prediger, denen man die Gewissheit Jesu seiner Liebe zu ihnen abzuspüren ist. Ist man mit diesen Menschen zusammen, fühlt man sich selbst viel leichter. Und geht fast beschwingt und zuversichtlich wieder nach Hause. Man erhält neue Kraft, neue Zuversicht, ja neue Hoffnung. Ein Licht ist aufgegangen. Manchmal ist man einfach nur getroster.
Und Johannes hat diese Liebe Jesu sein ganzes weitere Leben immer als Gewissheit in seinem Herzen gehabt. Und er hatte ja nicht nur Sonnentage.
Auch Stephanus, der gesteinigt worden ist, lebte diese Liebe aus und Jesus war da als es geschah.
Paulus nahm von den Gemeinden kein Geld, ausser von einer.
Er arbeitete als Zeltmacher für seinen Unterhalt, obwohl ihm Geldunterstützung zugestanden hätte.
Dennoch war er in Rom 2 Jahre in einer Wohnung untergebracht worden.
Also ein Gesetz sollte man daraus wohl nicht ableiten. Und das macht Glauben manchmal auch schwierig, darin Jesus und seine Kraftgegenwart zu sehen und folgedessen zu erleben.
In einer Sendung war mal zu sehen, dass die damaligen Theologen um 1800 etwa mit ihren Familien Selbstversorger waren, das ist ja heutezutage wieder etwas in Mode gekommen. Das war damals der Unterschied zu den Gelehrten anderer Fakultäten.
Nachtrag:
Hoffentlich bist du nicht verärgert ?
Gruß
Burgen
Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2.Kor 5,17 (Schl 1995)
In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)


Antworten