Der Fernsehevangelikalismus näher betrachtet und beurteilt.

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Weateyd

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Re: Der Fernsehevangelikalismus näher betrachtet und beurteilt.

von Weateyd am 26.08.2026 17:01


Ich habe dein Referat nicht auf die Richtigkeit der umfangreich genannten Fakten überprüft. Daher kann ich dazu nichts sagen. Wenn du über diese Fakten reden möchtest, müsste ich sie noch prüfen.

Allerdings hast du, deine Meinung und Hypothesen eingebracht, die mich interessiert und die du auch noch ausführen kannst.

Katechon: Ich stehe dieser Form des ›Glaubensbekenntnis‹ äußerst kritisch gegenüber, hale sie für Beutelschneiderei und Scharlatanerei. Der Prediger erhebt sich in den Stand eines Götzen, der die alleinig seeligmachende Wahrhaftigkeit des Glaubens verkörpert und verbreitet.

Warum siehst du das kritisch bzw. was siehst du konkret negativ? Warum denkst du, dass sich der Prediger in den Stand eines Götzen setzt? Denkst du so über alle Fernsehprediger oder nur über bestimmte? Fernsehprediger alle Pauschal als Scharlatanerei zu bezeichnen ist nicht fair.

Um auch die positive Seite zu beleuchten: Wir haben mit dem TV ein wunderbares Medium die frohe Botschaft zu verkünden. Jeder Prediger/Kirche hat im TV seinen Bereich. Ich kann vor dem TV ein Bibelstudium machen wenn ich möchte, Lobpreis oder in das Gebet gehen. Es soll schon Leute gegeben haben, die durch eine Fernsehpredigt zum Glauben gekommen sind. Auch ich sehe regelmäßig solche Sendungen und schöpfe Kraft daraus (oder auch demut, je nachdem ;) ). Zumal haben wir mit dem TV auch die Möglichkeit wirklich heilige Prediger Reden zu hören (v.a. auch den Papst um den bekanntesten zu nennen). Es gibt soviele Möglichkeiten mit diesem Medium, ich sehe es als Bereicherung.


Um den Punkt "Spendenaufrufe" aufzugreifen: Auch das ist erstmal m.E. nichts verwerfliches. Jede Ortsgemeinde tut das. Jede Kirche muss sich finanzieren. Und offenbar reicht es vielerorts leider nicht, sodass immer mehr Kirchen nicht mehr gewartet werden können usw.




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pausenclown

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Re: Der Fernsehevangelikalismus näher betrachtet und beurteilt.

von pausenclown am 26.08.2026 16:56

Hallo Katechon.

Nein, ich habe mit der Forenleitung nichts zu tun, es war nur ein Hinweis, mehr nicht.


Viel Spaß beim aufklären...


LG 

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Katechon

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Re: Der Fernsehevangelikalismus näher betrachtet und beurteilt.

von Katechon am 26.08.2026 16:44

Pausenclown schreibt: Keine Ahnung was solche Postings außer Streit bringen und dazu ist es hier nicht gerne gesehen über dritte Personen, wie zb. über Joyce Mayer zu schreiben und Urteilen.

Streit findet derjenige, der ihn sucht, denn:. »Hochmut führt nur zu Streit, Weisheit aber ist bei denen, die sich beraten lassen.«-- Sprüche 13:10

Demnach sehe meine Posts bitte als Beratung und Aufklärung.

Es ist müßig darüber zu diskutieren ob eine thematische und fokussierte Diskussion über evangelikale Erweckungstheologie in den Telemedien zu Streit führen kann, es sei denn diejenigen, die den kritischen Dialog fürchten, bevorzugten es sich gegenseitig anzuschweigen. Über Personen zu schweigen und nicht zu urteilen, hieße Luther, Calvin, Zwingli, Hutter, Hus, Melanchton, Menno Simons … und sogar Jesus Christus … aus den Diskussionsthemen zu verbannen … denn alle haben gepredigt und nur in diktatorischen Umgebungen darf nicht offen über sie diskutiert werden. Befürwortest Du Diktaturen?

Wissen und Bildung schaden nicht, also schadet die Diskussion und der Austausch in gebildeter Manier und Sprache dem Diskurs nicht. Es wäre auch ein äußerst schlechter Stil für Dritte das Wort zu führen. Mir wurden bei der Anmeldung im Forum gute und anregende Gespräche sowohl gewünscht als auch zugesichert. Also warum sprichst Du nun gegnsätzliches im Namen der Forumsleitung? Bist Du dazu befugt? Falls ja beuge ich mich natürlich.

in diesem Sinne!


»Wandere ich auch im finstern Tal, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich..« -- Psalm 23:4 [Zürcher]

Antworten Zuletzt bearbeitet am 26.08.2026 16:49.

Katechon

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Re: Der Fernsehevangelikalismus näher betrachtet und beurteilt.

von Katechon am 26.08.2026 16:12

Aus Gründen der Fairnes und der Objektivität möche ich folgende Auflistung vornehmen, damit nicht der Eindruck entsteht, ich hätte eine persönliche Fehde mit Joyce Meyer auszutragen. Allerdings habe ich den Eindruck gewonnen, dass Ms Meyer hier im Forum gelegentlich das Wort geredet und ihem Wirken akklamiert wird.

Hier sind einige der bekanntesten Fernsehprediger, die über die Jahrzehnte hinweg große Reichweiten hatten:

Billy Graham war einer der einflussreichsten evangelischen Prediger des 20. Jahrhunderts und predigte vor Millionen von Menschen in Stadien und später im Fernsehen. Seine Crusades wurden weltweit übertragen.

Oral Roberts baute eines der größten Fernsehministerien auf und war bekannt für seine Heilungskampagnen und die charismatische Predigtweise, die viele Menschen anzog.

Jerry Falwell gründete die Moral Majority und nutzte das Fernsehen intensiv, um seine konservativen christlichen Botschaften zu verbreiten und religiöse Politik zu beeinflussen.

Pat Robertson betrieb das Christian Broadcasting Network und die bekannte Sendung ›The 700 Club‹, die jahrzehntelang täglich ausgestrahlt wurde und großen Einfluss hatte.

Robert Schuller präsentierte die Sendung ›Hour of Power‹ aus der Crystal Cathedral in Kalifornien und war für seine positive und ermutigende Predigtstil bekannt.

Joel Osteen leitet die Lakewood Church in Houston und seine Sendungen werden global verbreitet. Er ist bekannt für seine optimistische Botschaft und große Medienpräsenz.

Reinhard Bonnke war ein deutscher Evangelist, der besonders in Afrika aktiv war und große Evangelisations-Kampagnen mit Fernsehübertragungen durchführte.

Diese Prediger haben auf unterschiedliche Weise das religiöse Fernsehen geprägt und teilweise auch gesellschaftlichen und politischen Einfluss ausgeübt.

»Wandere ich auch im finstern Tal, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich..« -- Psalm 23:4 [Zürcher]

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pausenclown

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Re: Der Fernsehevangelikalismus näher betrachtet und beurteilt.

von pausenclown am 26.08.2026 16:00

Hallo Katechon.

Keine Ahnung was solche Postings außer Streit bringen und dazu ist es hier nicht gerne gesehen über dritte Personen, wie zb. über Joyce Mayer zu schreiben und Urteilen.

LG

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Katechon

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Re: Der Fernsehevangelikalismus näher betrachtet und beurteilt.

von Katechon am 26.08.2026 15:53

edit Cleo, 27.08.26, 7:17 Uhr: 
Verstoß der AGB 6.- Die verbotenen Inhalte:
.....
Diskussionen über Personen (ob nun verstorben oder nicht) sind grundsätzlich nicht erlaubt, ausgenommen sind natürlich die biblischen Personen. Der Blick sollte auf die Themen gerichtet sein. Die Gefahr von Verleumdung, Rufmord und sonstigen Risiken, die zur Anklage führen könnten, ist so zu groß, als dass sie von den Betreibern dieser Community getragen werden könnte.





Begriffserklärung: Heterodox

Heterodox bedeutet ›vom Glaubensstandard abweichend‹ oder ›nicht rechtgläubig‹.

Das Wort kommt aus dem Griechischen: hetero (anders) + doxa (Meinung/Lehre). Es bezeichnet Überzeugungen oder Lehren, die von der etablierten, offiziellen oder traditionellen Lehre einer Religion oder Bewegung abweichen.

Im religiösen Kontext:

Orthodox = die akzeptierte, anerkannte Standardlehre einer Kirche oder Glaubensrichtung
Heterodox = alternative oder abweichende Lehren, die nicht dem Standard entsprechen

edit Cleo, 27.08.26, 7:17 Uhr:
Verstoß der AGB 6.- Die verbotenen Inhalte:
.....
Diskussionen über Personen (ob nun verstorben oder nicht) sind grundsätzlich nicht erlaubt, ausgenommen sind natürlich die biblischen Personen. Der Blick sollte auf die Themen gerichtet sein. Die Gefahr von Verleumdung, Rufmord und sonstigen Risiken, die zur Anklage führen könnten, ist so zu groß, als dass sie von den Betreibern dieser Community getragen werden könnte.

Weitere Kontexte

Das Wort wird nicht nur religiös verwendet. Man kann auch von heterodoxer Wirtschaftstheorie sprechen (alternative Wirtschaftstheorien) oder heterodoxer Medizin (nicht-konventionelle Heilmethoden).

Das Gegenteil: Orthodox = konform mit der etablierten Norm und Lehre.

»Wandere ich auch im finstern Tal, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich..« -- Psalm 23:4 [Zürcher]

Antworten Zuletzt bearbeitet am 27.08.2026 07:19.

Katechon

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Der Fernsehevangelikalismus näher betrachtet und beurteilt.

von Katechon am 26.08.2026 12:35

Unter Fernsehevangelikalismus versteht man eine Form evangelikaler Religiosität, die stark über das Fernsehen – heute auch über Streaming und soziale Medien – verbreitet wird. Prediger und religiöse Organisationen nutzen Medien, um Gottesdienste, Bibelauslegung, Heilungsversprechen oder persönliche Glaubenszeugnisse einem großen Publikum zu vermitteln.

Charismatische und medienwirksame Prediger, emotionale Inszenierungen und spektakuläre Heilungs- oder Bekehrungsgeschichten verknüpfen Spendenaufrufe zur Finanzierung der Sendungen oder religiöser Projekte … und wohl auch zur persönlichen Verwendung der Prediger … aber integrieren auch eine starke Orientierung an persönlichem Glauben, Erfolg und individueller Beziehung zu Gott. 

Der Fernsehevangelikalismus betreibt teilweise politische Einflussnahme, besonders in den USA. Der Begriff ist meist beschreibend, kann aber auch kritisch gemeint sein – etwa wenn die Kommerzialisierung des Glaubens, die Macht einzelner Prediger oder die Vermischung von Religion, Unterhaltung und Politik im Vordergrund steht. In den USA wird dafür häufig der englische Begriff ›televangelism‹ verwendet.

Die mit Abstand größte Tradition des Fernsehevangelismus entwickelte sich in den USA, insbesondere durch christliche Fernsehsender und landesweite Sendungen. Viele Prediger wurden außerdem durch sogenannte ›Megakirchen‹und internationale Missionsarbeit bekannt.

Ich stehe dieser Form des ›Glaubensbekenntnis‹ äußerst kritisch gegenüber, hale sie für Beutelschneiderei und Scharlatanerei. Der Prediger erhebt sich in den Stand eines Götzen, der die alleinig seeligmachende Wahrhaftigkeit des Glaubens verkörpert und verbreitet. 

Das Johannesevangelium warnt uns davor, siehe 1. Johannes 5:21 »Kinder, hütet euch vor den Götzen.«

Für eine un-polemische Diskussion bin ich offem, wer hat eine Meinung hierzu? 

»Wandere ich auch im finstern Tal, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich..« -- Psalm 23:4 [Zürcher]

Antworten Zuletzt bearbeitet am 26.08.2026 15:28.
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