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Re: Glaube (n) weitersagen? ZB ein Wohlgeruch sein ... wie geht das?
von nusskeks am 14.04.2025 13:11Ja, Deutschland scheint derzeit nicht Ort größerer Erweckungen zu sein. Vielleicht wird es das wieder. In meinem Umfeld erlebe ich noch, dass sich Menschen dem Messias zuwenden, aber nicht mehr in größeren Gruppen. Woran das liegt?
Schwierig zu sagen. Da es der Vater im Himmel ist, der Menschen zu seinen Sohn zieht, tut er dies offensichtlich in Deutschland zurzeit nicht in größerer Anzahl. Das stimmt mich schon etwas länger traurig. Die Hand des Höchsten ist seit einiger Zeit woanders aktiv. Schaue ich in die Schrift, so hat Gottes Handeln oft etwas mit dem Zustand in einem Land zu tun. Sein weitgehendes Schweigen ist dann meist Gericht und Chance zugleich.
Nun möchte ich mich hier nicht in langatmiger Klage ergehen. Daher nur ganz kurz: Ich bin in der evangelischen Kirche aktiv und dort erntet man inzwischen recht deutlich, was man schon so lange gesät hat. Zwar ist unsere Ortsgemeinde sehr lebendig und man sieht Gottes Wirken sehr beständig. Der Gesamt-EKD hingegen kann man fröhliches Wohlergehen seit einigen Jahren nicht mehr bescheinigen. Aus Gründen.
Zu anderen Versammlungen kann ich nichts sagen. Hier oben im Norden Deutschlands gab es schon lange nichts mehr, was man als Erweckung bezeichnen würde. Wir haben allerdings auch recht viel Okkultismus und Esoterik am Start. Nach dem Gleichnis vom Sämann könnte man es als steinigen Boden bezeichnen. Wir mühen uns hier um die zarten Pflänzchen und Keimlinge. Aber ohne Gottes Gnade wäre alles vergebens.
lg
nk
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Pessach 2025
von nusskeks am 12.04.2025 18:53Hallo pausenclown,
Du schreibst "für uns Juden in erster Linie". Ist Jeshua also nicht Dein Messias und Pessach nicht der Neue Bund? Das liest sich so, als ob Du Dich in erster Linie als Jude, also abseits des Messias zugehörig siehst.
Danke. Dir auch.
lg
nk
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Eine Frage zu Markus 10,18
von nusskeks am 10.04.2025 11:27Leider nicht. Ich kopiere das einfach aus meiner Bibelsoftware. Alle Vokalzeichen und sonstigen Besonderheiten werden dabei praktischerweise übernommen.
lg
nk
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Eine Frage zu Markus 10,18
von nusskeks am 09.04.2025 13:02Das hebräische Gegenstück lautet טוֹב (tov). Aramäisch würde man wohl eher ein טָב (ṭav) erwarten. Der Begriff טּוֹב hat einen ähnlich breiten Bedeutungsrahmen wie ἀγαθός im Neuen Testament.
Funfact: In der Midrasch wir tov mit der Tora gleichgesetzt, so hoch wird die Bedeutung für "gut" bei den Juden angesetzt. Außerdem las ich irgendwo im Talmud, dass manche Rabbiner "gute (Belohnung)" aus Sprüche 13,21 auf das zukünftige Leben bei Gott deuten.
Das erste Mal ist mir dieser Begriff in einem hebräischen Lied zu Psalm 133 vorgekommen (Hineh ma tov), welches eigentlich recht bekannt ist.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Eine Frage zu Markus 10,18
von nusskeks am 08.04.2025 10:19Ich sehe noch immer keinen Grund zu lachen. Meine Antwort schließt den jüdischen Hintergrund mit ein. Die Antwort ändert sich nicht, wenn man ein paar mehr ausdrückliche Bezüge auf den jüdischen Hintergrund vernwendet.
Gespannt bin ich jedoch auf deine Antwort auf Cleos Frage. Mal schauen, ob sie tatsächlich in eine andere Richtung geht.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Eine Frage zu Markus 10,18
von nusskeks am 08.04.2025 09:28Jesus der Grieche? Wegen ἀγαθός? Dein Humor ist gewöhnungsbedürftig.
Hätte es dem Ewigen gefallen das NT auf Hebräisch oder Aramaäisch überliefern zu lassen, wäre mir das genau so recht und es würde Lukas zu keinem Hebräer machen. Entsprechend macht das Koine Griechisch Jesus und die Apostel nicht zu Griechen. Relevant ist die Sprache trotzdem, denn der Ewige benutzt sie sehr planvoll, wie alles was er macht.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Eine Frage zu Markus 10,18
von nusskeks am 08.04.2025 07:37Keine Ahnung von welcher Übersetzung du redest, aber die wichtigen Übersetzungen verwenden alle ἀγαθός. Wo wurde etwas vertauscht?
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Eine Frage zu Markus 10,18
von nusskeks am 07.04.2025 15:18Hallo Cleo,
hier meine Antwort, lg nk
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Markus 10,18 lautet nach der Luther-Übersetzung (2017):
„Jesus aber sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein."
Kontext der Aussage
Diese Aussage Jesu steht im Zusammenhang mit der Begegnung Jesu mit einem reichen jungen Mann, der zu ihm läuft, vor ihm niederkniet und fragt: „Guter Meister, was soll ich tun, damit ich das ewige Leben ererbe?" (Markus 10,17). Jesu Erwiderung ist auf den ersten Blick überraschend und herausfordernd.
Schrittweise Analyse
1. Warum diese rhetorische Frage?
Jesus reagiert zunächst nicht direkt auf die Frage des jungen Mannes, sondern hinterfragt dessen Verwendung des Wortes „gut". Die Formulierung des jungen Mannes („guter Meister") offenbart möglicherweise eine oberflächliche, formale Ehrung Jesu. Jesus lenkt die Aufmerksamkeit gezielt auf die Tiefe und Ernsthaftigkeit dieser Aussage: Indem er nachfragt, legt er die eigentliche theologische Bedeutung des Begriffs „gut" offen.
2. Die Bedeutung des Wortes „gut" (ἀγαθός)
Das griechische Wort, das Markus verwendet, lautet ἀγαθός (agathós) und meint eine vollkommene, moralische und geistliche Reinheit. In absolutem Sinne ist nur Gott vollkommen „gut", d.h. moralisch rein, gerecht, heilig, ohne Fehler und ohne Makel. Jesus weist mit dieser Aussage darauf hin, dass der Begriff „gut" im letzten Sinne nur für Gott angemessen ist.
Diese Hervorhebung dient dazu, die Ernsthaftigkeit des Begriffes deutlich zu machen und die Tiefe des Verständnisses von „gut" zu klären. Der junge Mann sollte verstehen, was er eigentlich gesagt hat, indem er Jesus „gut" nennt.
3. Sagt Jesus hier, er selbst sei nicht Gott?
Ein oberflächliches Lesen könnte vermuten lassen, dass Jesus sich hier von Gott abgrenzt („Nur Gott ist gut, nicht ich"). Dies ist jedoch nicht der Fall. Jesus stellt vielmehr eine tiefgründige Frage, die den jungen Mann zwingt, über Jesu wahre Identität nachzudenken:
Wenn Jesus tatsächlich im vollkommenen Sinne „gut" ist, muss er dann nicht Gott sein?
Indirekt fordert Jesus den Fragenden auf, tiefer zu blicken: Wenn du mich tatsächlich „gut" nennst, erkennst du dann auch, wer ich wirklich bin?
Jesus bestreitet seine Gottheit also keineswegs, sondern er fordert heraus, dass der junge Mann genau erkennt, wen er da eigentlich anspricht.
4. Die Absicht Jesu mit dieser Aussage
Die Aussage Jesu verfolgt mehrere Absichten gleichzeitig:
Korrektur oberflächlicher Vorstellungen: Jesus möchte verhindern, dass „gut" leichtfertig verwendet wird. Er schärft das Bewusstsein für Gottes einzigartigen und vollkommenen Charakter.
Offenbarung seiner wahren Identität: Jesus regt zum Nachdenken an, indem er indirekt auf seine eigene Göttlichkeit hinweist. Seine Frage ist eine Herausforderung, ihn in seiner ganzen Fülle als göttlich zu erkennen.
Herausforderung zur Nachfolge: Wenn Jesus göttlich ist und als solcher vollkommen gut, folgt daraus die absolute Verbindlichkeit dessen, was er anschließend dem jungen Mann sagen wird (nämlich: alles zu verlassen und ihm nachzufolgen).
5. Theologische und geistliche Implikationen
Markus 10,18 hat eine starke theologische Tiefe, denn Jesus hebt hervor, dass echte moralische Güte nicht einfach durch menschliche Anstrengungen erreichbar ist. Niemand kann aus eigener Kraft das ewige Leben verdienen oder Gott gefallen. Die vollkommene Güte Gottes macht deutlich, dass Erlösung nicht aus menschlichen Werken kommen kann, sondern allein aus Gottes Gnade.
Jesus möchte, dass der junge Mann erkennt, dass seine Vorstellung, er könne „gut genug" sein, um sich das ewige Leben zu verdienen, grundsätzlich falsch ist. Jesus bereitet ihn somit darauf vor, seine eigene Unfähigkeit anzuerkennen, durch Gesetzeserfüllung Erlösung zu erlangen.
Zusammenfassung der Analyse
In Markus 10,18 liegt eine indirekte Offenbarung der Göttlichkeit Jesu verborgen, verbunden mit der Aufforderung, genau darüber nachzudenken, wen der Fragende hier als „gut" bezeichnet hat. Jesus bestreitet nicht seine eigene Gottheit, sondern fordert den Fragenden und auch den heutigen Leser dazu auf, über seine wahre Identität nachzudenken.
Diese Aussage ist zudem eine klare Erinnerung daran, dass absolute Güte, Heiligkeit und Vollkommenheit ausschließlich Gott zukommen und somit echte Erlösung nur durch Gott selbst (also letztlich in Jesus Christus) möglich ist.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Matt 4 Jesus Versuchung - ein neuer Blick auf Jesus Tat
von nusskeks am 28.03.2025 14:13Man kann natürlich versuchen neue Blicke auf Gottes Wort zu wagen. Was genau "neu" ist, wird oftmals sehr vom Leser abhängen. Im Laufe der Jahre wurde mir sehr wichtig, die Aussagen Gottes in der Bibel überhaupt erstmal zu verstehen. Man hat oft den Eindruck biblische Abschnitte vollständig erfasst und verstanden zu haben. Aus Erfahrung kann ich jedoch sagen, dass dem nicht so ist. Immer wenn ich den genannten Eindruck hatte fehlte es mir schlicht an Reife im Glauben, an Konzentration oder es taten sich schlichte Wissenlücken auf.
In 2Kor 1, 13+14 schreibt Paulus etwas, was für die gesamte Bibel gilt "13 Denn wir schreiben euch nichts anderes, als was ihr lest und auch versteht. Ich hoffe aber, ihr werdet es noch völlig verstehen, 14 wie ihr uns zum Teil auch schon verstanden habt, nämlich, dass wir euer Ruhm sind, wie auch ihr unser Ruhm seid am Tage unseres Herrn Jesus."
Nicht nur die Korinther hatten den Drang, in den Schriften Dinge zu finden, die gar nicht vorhanden sind oder überhaupt ausgesagt werden sollen. Die Klarstellung des Apostels ist da sehr wohltuend. Gott meint also genau das, was er auch hat niederschreiben lassen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Es ist an uns, des Herrn Wort zu erforschen und darin zu leben und zwar genau so, wie es geschrieben wurde. Das ist eine größere Herausforderung als man das manchmal erkennen kann. Genau dem jage ich nach.
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel
Re: Matt 4 Jesus Versuchung - ein neuer Blick auf Jesus Tat
von nusskeks am 28.03.2025 13:27In Matthäus 4,1-11 finden wir deutliche Bezüge zum Alten Testament, sowohl auf einer inhaltlichen als auch auf einer wörtlichen Ebene. Die Versuchung Jesu in der Wüste nimmt mehrfach Bezug auf Israels Wüstenwanderung (2. Mose bis 5. Mose), besonders durch die zitierten Texte aus dem Buch Deuteronomium. Hier die Bezüge im Einzelnen:
1. Die Situation (Matthäus 4,1-2):
„Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er vom Teufel versucht würde. Und als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn zuletzt."
Vierzig Tage und Nächte:
Dieser Zeitraum erinnert an mehrere alttestamentliche Ereignisse, besonders:
Mose verbrachte 40 Tage und Nächte auf dem Berg Sinai, als er das Gesetz erhielt (2. Mose 24,18; 34,28).
Die 40 Jahre Wüstenwanderung Israels (4. Mose 14,33–34; 5. Mose 8,2–3), welche eine Zeit der Prüfung und Vorbereitung war.
Elia reiste 40 Tage zum Berg Horeb, nachdem Gott ihm Nahrung gegeben hatte (1. Könige 19,8).
2. Die erste Versuchung (Matthäus 4,3-4):
„Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, dass diese Steine Brot werden. Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben (5. Mose 8,3): »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes geht.«"
Jesu Zitat stammt direkt aus 5. Mose 8,3.
Der Kontext dort: Gott hatte Israel in der Wüste gedemütigt und hungrig werden lassen, um sie zu lehren, nicht nur vom Brot zu leben, sondern von Gottes Wort. Jesus widersteht der Versuchung, indem er die Lektion bestätigt, die Israel lernen musste, aber oft nicht gelernt hatte.
3. Die zweite Versuchung (Matthäus 4,5-7):
„Wenn du Gottes Sohn bist, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben (Psalm 91,11-12): »Er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben...« Jesus sprach zu ihm: Wiederum steht auch geschrieben (5. Mose 6,16): »Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.«"
Der Teufel zitiert Psalm 91,11-12, um Jesus zu verführen, Gottes Treue zu „testen".
Jesus antwortet erneut mit einem Zitat aus dem Buch Deuteronomium (5. Mose 6,16). Der Vers bezieht sich ursprünglich auf die Situation in Massa (2. Mose 17,1–7), wo das Volk Israel Gott auf die Probe stellte, indem es an Gottes Versorgung zweifelte. Jesus weigert sich, Gott auf ähnliche Weise zu testen.
4. Die dritte Versuchung (Matthäus 4,8-10):
„Dies alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest. Da sprach Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn es steht geschrieben (5. Mose 6,13): »Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.«"
Jesu Antwort entstammt erneut dem Buch Deuteronomium (5. Mose 6,13).
Dieser Vers fordert absolute Hingabe und Anbetung allein gegenüber Gott. Auch hier überwindet Jesus, indem er Israels wiederholte Fehler (Anbetung fremder Götter, z.B. goldenes Kalb, 2. Mose 32) nicht wiederholt, sondern sich allein an Gott hält.
5. Allgemeine thematische Bezüge:
Die gesamte Versuchungsgeschichte in Matthäus 4 greift Israels Erfahrungen in der Wüste auf:
Israel wurde in der Wüste geprüft und versagte mehrfach durch Unglauben, Ungehorsam und Götzendienst.
Jesus erlebt eine vergleichbare Prüfungssituation in der Wüste, besteht jedoch jede Prüfung vollkommen. Er erfüllt somit das, was Israel nicht vermochte, und steht als der wahre, gehorsame „Sohn" Gottes (vgl. Hosea 11,1; Matthäus 2,15).
Fazit:
Matthäus 4,1-11 steht ganz bewusst im Dialog mit dem Alten Testament, besonders mit Israels Erfahrungen in der Wüste und den konkreten Aussagen des Deuteronomiums. Jesus offenbart sich als der wahre Israelit, der die Prüfung besteht und Gottes Wort treu bleibt – und damit als vollkommener Sohn Gottes und Messias bestätigt wird.
lg
nk
Hoditai, Mensch des Weges
One of Israel


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