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pausenclown

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Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...

von pausenclown am 20.04.2026 08:29

Hallo Burgen.

Meine Überzeugung ist: Es gibt die jüdische Bibel, mit christlichen Kommentaren und Auslegung.
Es ist nicht meine Absicht die jetzt irgendwie zu nahe zu kommen oder dich zu verletzen. 
Aber genau deine Gedanken zu dem Thema Joch Eins sein usw haben mit dem Ursprung und der Verwendung nichts zu tun.
Du fragst ja nicht einmal wie es zur Zeit Jesu verwendet wurde.

Trotzdem ein kleiner Einblick zum üblichen Gebrauch der Metapher Joch.
.Gott sagt: Im ersten Monat sollt ihr das Passafest feiern! Das
kann man vergleichen mit einem König, der seinen Sohn aus der Gefangenschaft befreit und dann sagt: Feiert ab jetzt jedes Jahr ein Fest, um den Tag zu feiern, an dem mein Sohn von der Finsternis ins Licht, vom eisernen Joch zum Leben, von der Sklaverei in die Freiheit, und von Gefangenschaft zur Er-lösung fand!... So fand Israel von einem Joch aus Eisen zum Joch der Tora.

Es geht nicht um Eins , sondern um Gegensätze. Es geht um die Lehre wie man nicht zurück in die Sklaverei fällt, nach jüdischer Überlieferung und Theologie.
Ich Stelle mal die Frage, die oft wie ein rosa Elefant im Raum ist, wann kann ein Jude, ( messianisch eingeschlossen) von Christen lernen? Das ist keine rhetorische Frage.
Was kann ich von dir lernen, Burgen?

Shalom Pausenclown 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 20.04.2026 08:30.

pausenclown

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Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...

von pausenclown am 20.04.2026 07:32

Hallo.

Chrysostomos ist kein Einzelfall, es ist der damalige Zeitgeist und Glaube.
Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Kirchengeschichte.
Wenn ich darüber schreibe, geht es mir nicht um Anklage, noch sind wir die ewigen Opfer.
Mein Standpunkt ist, für die Versöhnung braucht es die Geschichte und das Verständnis, was passiert ist.

Ich finde den Titel: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre schon kompliziert.
Es gibt weder das Judentum noch die christliche Lehre.
Ein Jude zur Zeit Jesu, lebte und glaubte nicht wie Mose und wir heute nicht wie ein Jude zur Zeit Jesu.
Genauso verhält es sich mit Christen, soweit mir bekannt ist, ruft niemand zur Zeit von der Kanzel, dass Synagogen brennen sollen, wie es Luther gefordert hat.

Und jetzt zu einer der Unterschiede.
Nehme ich als Beispiel das Joch, ich kann es von hebräisch ins deutsche übersetzen, dann auf griechisch und zum Schluss ins Japanische.
Ein noch Joch bleibt ein Joch.
Sprache ist ein Aspekt der Kultur und was eben fehlt ist der Kontext, wie wurde das Wort Joch gebraucht?
Das Joch ist theologisch Aufgeladen und hat eine feste Bedeutung, es ist ein feststehender Begriff und drückt ein Verhältnis zwischen Freiheit und Sklaverei aus. 
Es gibt unzählige solche Begriffe, die man ohne das Hinterwiesen falsch deutet.
Gleichzeitig ist das wieder ein Minenfeld für beide Seiten.

Shalom Pausenclown

Antworten Zuletzt bearbeitet am 20.04.2026 07:33.

pausenclown

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Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...

von pausenclown am 18.04.2026 09:57

Aber in Deutschland gibt es ein paar Konferenzen mit messianischen Juden und Christen, diese kommen meistens aus der Israel freundlichen Ecke.

Und jeder ist dazu herzlich eingeladen.
Shabbat Shalom 

P.S. Nusskeks, natürlich und Gott sei Dank ist Versöhnung möglich.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 18.04.2026 09:59.

pausenclown

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Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...

von pausenclown am 18.04.2026 08:57

Hallo Argo.


Ein kleiner Realitätscheck, ein 2000 jähriger Dialog?

Johannes Chrysostomos (ca. 349–407)
Adversus Judaeos :„Die Synagoge ist nicht nur ein Bordell und ein Theater, sie ist auch eine Räuberhöhle und eine Unterkunft für wilde Tiere... eine Behausung von Dämonen.“
Über die Juden: „Gott hat sie verlassen... Warum soll man sie nicht hassen? Sie haben das Heil von sich gestoßen... sie sind das gemeinsame Feindbild der ganzen Welt.“

Wie hätten wir darauf reagieren sollen?

LG 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 18.04.2026 08:58.

pausenclown

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Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...

von pausenclown am 17.04.2026 08:28

Hallo.

Meine blöde Frage, wie wäre unsere Welt, unser Umfeld, unsere Gemeinden, würde man diese Punkte nicht nur beachten, sondern auch Leben???

Anerkennung Gottes: „Ich bin der Ewige, dein Gott.“.

Verbot des Götzendienstes: Keine fremden Götter oder Bilder verehren.

Verbot des Gotteslästerung: Den Namen Gottes nicht missbrauchen.

Heiligung des Schabbat: Ein wöchentlicher Ruhetag für alle.

Ehre von Vater und Mutter: Respekt gegenüber den Eltern.

Mordverbot: „Du sollst nicht morden.

Ehebruchsverbot: Treue in der Ehe.

Diebstahlsverbot: Schutz des Eigentums.

Lügenverbot: Kein falsches Zeugnis gegen den Nächsten.

Begehrensverbot: Nicht nach dem Besitz oder Partner des anderen verlangen.

Schutz von Witwen und Waisen: Es ist streng verboten, diese schutzlosen Gruppen zu bedrängen oder auszunutzen.

Fremdenrecht: Man soll den Fremden lieben und nicht unterdrücken, „denn ihr seid selbst Fremde im Land Ägypten gewesen“ 
Armenpflege:
Nachlese: Ein Teil der Ernte (Ecken des Feldes, herabgefallene Trauben) muss für Arme und Fremde liegengelassen werden.

Zehnt: Ein Teil des Ertrags ist für Bedürftige und die Leviten (die kein Land besaßen) bestimmt.

Zinsverbot: Es ist verboten, von einem bedürftigen Volksgenossen Zinsen zu verlangen.

Ehrlichkeit im Handel: Betrug durch gefälschte Gewichte oder Maße ist untersagt.

Schuldenerlass (Schmitta): Alle sieben Jahre sollen Schulden erlassen werden, um eine dauerhafte Verarmung zu verhindern.

Rechtssicherheit: Richter dürfen nicht parteiisch sein und keine Bestechung annehmen 

Lohnzahlung: Der Lohn eines Tagelöhners darf nicht zurückgehalten werden und muss noch am selben Tag ausgezahlt werden 

Nächstenliebe: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ 

Verbot von Rache und Groll: Man soll keine Rache üben oder nachtragend.

Verbot der Nachrede: Es ist untersagt, Gerüchte zu verbreiten oder den Nächsten öffentlich bloßzustellen 

Hilfeleistung: Wenn man das Tier seines Feindes unter einer Last zusammenbrechen sieht, ist man verpflichtet zu Helfen.

Das sind Auszüge aus den 613 Geboten und mir fällt kein Grund ein, weshalb es uns trennen sollte, oder?
Shalom 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.04.2026 08:30.

pausenclown

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Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...

von pausenclown am 17.04.2026 07:15

Hallo Burgen.

Danke für deine Antwort.
Eins sein in Christus ist die "Theorie".
Die Realität sieht nicht danach aus.

Wie ich geschrieben habe, für jüdische Gelehrte, die auch das Neue Testament studiert haben, ist Jesus nicht der Messias und zweitausend Jahre Christentum haben es nicht besser gemacht.
Für uns messianischen Juden ist er es.
Trotzdem haben wir mit Christen wenig gemeinsame Berührungspunkte.
Und bestimmt nicht weil wir was besseres sind oder oder.

Auf ein offenes Wort:
Ich kenne einige messianische Juden, die mit dem Begriff Judenchristen Probleme haben. 
Ich kenne viele die sagen, lasst mich in Ruhe mit vielen Vorurteilen uns gegenüber und nein ich möchte nicht vom Gesetz befreit werden usw.
Ich bewundere Juden ob messianisch oder nicht, die christlich-judischen Dialog tätig sind,
Diese Geduld habe ich nicht.

Aus meiner Sicht ist Einheit nur dann möglich, wenn man die Identität des anderen akzeptiert.
Messianische Juden die nach der Torah leben, weil es unser Messias getan hat und wir akzeptieren und befürworten, dass Heiden, die zum Glauben kommen es nicht müssen.

Shalom Pausenclown 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.04.2026 07:16.

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Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...

von pausenclown am 16.04.2026 16:26

Hallo.

Um ehrlich zu sein, ich verstehe den Thread überhaupt, nicht einmal das Ziel.

Shalom 

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pausenclown

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Re: Clownis Welt

von pausenclown am 16.04.2026 16:23

Hallo und herzlich willkommen in Clownis Welt.

Bevor ich über jüdische Streitkultur schreibe und zum Konflikt zwischen “Pharisäer” und Jesus komme, Schreibe ich etwas über das Verhältnis zwischen Sadduzäer und Pharisäer und Essener.

Dazu greife ich die Frage auf, welche Ziele die Pharisäer eigentlich verfolgten.
Wie schon öfters geschrieben, suchten und versuchten die Pharisäer, die Bibel in den Alltag zu integrieren.
Es ging um die praktische Auslegung der Gebote und was es im Alltag bedeutet, z.b was ist erlaubt und was ist verboten. 

Jetzt gibt es wieder verschiedene Lesarten: 
Sie wollten dem Volk Knechten und Lasten auferlegen….
Eine weitere Lesart stammt aus den Qumranrollen und den Essenern: 
Pharisäern, als „Sucher nach glatten Dingen.
Vielleicht ist das für einige Leser ein seltsamer Vorwurf, es bedient nicht die übliche Sicht auf Pharisäer.
Die Essener kritisierten, dass die Pharisäer „glatte“ oder „schmeichelhafte“ Interpretationen lieferten, die das Gesetz aufweichten oder Lücken suchten, um es für die breite Bevölkerung praktikabler zu machen.
Die Essener gingen soweit das sie Pharisäer mit einem Wortspiel veralberten.
Während die Pharisäer ihre Auslegungen als Halachot (Rechtsvorschriften) bezeichneten, nannten die Essener sie verächtlich Chalakot (glatte/schlüpfrige Dinge).
Aus Sicht der Essener waren diese Auslegungen eine Form von religiöser Korruption und Irreführung. Sie empfanden die pharisäische Lehre als zu kompromissbereit gegenüber dem Zeitgeist (Hellenisierung) und der politischen Führung.
Hä, wie bitte??
Mal ehrlich, ist das nicht ein Unterschied zu vielen Predigten, in denen Pharisäer vorkommen?

Das Verhältnis der Sadduzäer zu den Pharisäern:
Zur Zeit Jesu war das Verhältnis zwischen den Sadduzäern und den Pharisäern von tiefem Misstrauen und religiös-politischen Spannungen geprägt. Die Sadduzäer, die sich primär aus der wohlhabenden Priesteraristokratie und Oberschicht zusammensetzten, betrachteten die Pharisäer oft mit einer Mischung aus Geringschätzung und politischer Notwendigkeit. 
Dazu lehnten sie die mündliche Torah ab und glaubten nicht an die Auferstehung der Toten und nicht an Engeln und Dämonen.
Diese Sichtweise der Sadduzäer quittierten die Pharisäer auf diese Weise: 
In der Mishna Traktat Sanhedrin wird explizit festgehalten, dass diejenigen, die sagen, die Auferstehung der Toten stehe nicht in der Torah, haben keinen Anteil an der kommenden Welt.

Ein kleiner Gruß an die Sadduzäer.

Shalom Pausenclown 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 16.04.2026 16:25.

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Re: Clownis Welt

von pausenclown am 16.04.2026 09:14

Hallo und herzlich willkommen in Clownis Welt.

Ok, nicht die Juden, aber vielleicht die Pharisäer?
Wie ich schon im letzten Posting geschrieben habe, gab es 7 Arten von Pharisäer.
Aber auch theologisch war es keine homogene Gemeinschaft. 
Es gab keine Dogmen, eine verbindliche Satzung, die für alle Pharisäer gültig war.
Vielleicht stellt man es sich so vor, dass aus Jerusalem Weisung kam.
Ein Blick in die damalige Zeit, genauer gesagt, etwas vor Jesus.

Es gab zwei Richtungen bzw. zwei große Schulen.
Das Haus Hillel und das Haus Schammai.
Zur Zeit Jesu gab es in der Tat intensive Diskussionen unter den Schriftgelehrten über die Hierarchie und Auslegung der Gebote.
Ein Streitpunkt war der Streit um die leichten und schweren Geboten.
Es ging um die Frage: Was ist wichtiger Moral- oder Ritualgesetz?
Und diese Frage bzw der Konflikt ist die Trennlinie zwischen den beiden Häusern.

Hillels Standpunkt:
Was dir selbst verhasst ist, das füge auch keinem anderen zu – das ist die ganze Thora, der Rest ist nur Erläuterung“. Für Hillel standen die Moral- oder Sozialgesetze im Vordergrund.

Schammai:
Die Ritualgesetze und ihrer Auslegung und Befolgung.
Seine Position war zur Zeit Jesu unter den Pharisäern stark verbreitet.

In diesen ganzen Fragen und Konflikten, Jesus oft hineingezogen und nach seiner Position gefragt, eher Hillele oder Schammai, eher Ritual oder Moral/Sozialgesetz?
Zb um die Frage nach dem Scheidebrief Matthäus 19.
Eine sehr heiß diskutierte Frage zur Zeit Jesu und unter den zwei Häusern.

Was uns Juden eigentlich sehr gut beschreibt, ist diese Floskel: Eine Frage und sieben Antworten. 
Jesus wurde gefragt, warum sich seine Jünger vor dem Essen nicht die Hände waschen. 
Auch darüber gab es keine einheitliche Antwort, es gab einen Konsens:
Erstes Wasser Recht, letztes Wasser Pflicht.
Auf deutsch: Vor dem Essen kann man sich die Hände waschen und nach dem Essen ist es Pflicht.

Shalom Pausenclown 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 16.04.2026 09:16.

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Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...

von pausenclown am 16.04.2026 07:52

Hallo Burgen.

Ein Zitat von Shalom Ben-Chorin:
Der Glaube Jesu eint uns, der Glaube an Jesus trennt uns.“
Es gibt mittlerweile zahlreiche jüdische Gelehrte, die sich mit dem Neuen Testament auseinandersetzen.
Das Jesus Jude ist und war, stellen sie überhaupt nicht in Abrede.
Vermutlich wäre es für viele Christen kaum zu ertragen, wenn sie lesen und hören würden, in welche religiöse Gruppierung/Partei sie Jesus verordneten.

Und meine persönliche Meinung und Erfahrung ist.
Sicherlich kann man sich fragen, wo ist eigentlich das Problem?
Aus christlicher Perspektive: Ihr lehnt Jesus als den Messias ab und seine Gottheit.

Die jüdische Perspektive geht leider über ein theologisches Problem und die einfache Frage nach dem Messias hinaus.
Diese Frage können nach über 2000 Jahren Christentum und das Leid für unser Volk nicht einfach trennen.

Shalom Pausenclown 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 16.04.2026 07:53.
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