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Re: Gott hilft durch Übung?
von pausenclown am 26.08.2026 08:17Hallo Burgen.
Der Kontext: Suchterkrankung unter Christen und die erschreckenden Zahlen und die Frage war, was nun (aufgrund der großen Not)?
Die Frage war eher rhetorisch und ich konnte mir deine Antwort schon erahnen.
Shalom Pausenclown.
Re: Gott hilft durch Übung?
von pausenclown am 26.08.2026 06:51Hallo Weateyd
Was nützen einem guten Fragen und man nicht wirklich eine Antwort.
Trotzdem versuche ich, meine Bruchstücke zu schreiben.
Ich könnte jetzt einen 2 Std Monolog über das jüdische Verständnis von Gerechtigkeit und Gerechtigkeit ausüben und ich schreibe eine Kurzform.
Dies ist eine Einführung auf meine unfertige Antwort.
Ist es gerecht, dass mein nächster Krank ist, ist es gerecht, dass zum Beispiel XY per Wunder geheilt wird und mein Nächster nicht?
Ich bin nicht berufen, meinen Nächsten zu belehren, wie man richtig betet, mit ganzem Herzen Bibel liest, du musst nur wollen usw.
Nach unserem Verständnis, bin ich berufen in diese Lücke, die entsteht, einzutreten und meinem Nächsten zu dienen.
Nicht belehrend, sondern diesen Annehmen, verständnisvoll für seine Situation zu sein und vor allem seine Enttäuschung gegenüber Gott aushalten und mittragen.
Es gibt zB für eine Suchtproblematik Ärzte, aber was ist mit Suchtkranken, die auf ein Wunder Gottes vergebens gehofft haben.
Darf Gott enttäuschen?
Sicherlich kennst du die Geschichte über Johannes den Täufer im Gefängnis.
Johannes hatte eine Konkrete messianische Erwartung an Jesus:
Jesaja 61.1
Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit und den Gebundenen, dass ihnen geöffnet werde.
Das Ende ist ja bekannt.
Meine Antwort ist, in diese Lücke zwischen Erwartung und Enttäuschung meinem Nächsten zu dienen.
Shalom Pausenclown
Re: Gott hilft durch Übung?
von pausenclown am 25.08.2026 13:22Hallo Burgen.
Es bleibt die Frage, was nun, die Not ist groß.
Daher, was nun?
Shalom Pausenclown.
P.S. Es heißt ja, etwa alle 7 Jahre verändert sich der Mensch, die Biologie innerhalb dieser Zeitspanne. Und ich befinde mich selbst im Übergang von einer siebener zur nächsten siebenjähriger Veränderung.
Sorry, aber das ist ein Mythos und stimmt nicht.
Re: Gott hilft durch Übung?
von pausenclown am 25.08.2026 07:18Hallo Burgen.
Ich musste erst darüber nachdenken, ob ich überhaupt was dazu schreiben soll…
Du verwendest Worte wie: Richtig beten, wollen und echte Umkehr…
Was ist jetzt der Umkehrschluss?
Christen die nicht sofort frei werden, beten sie falsch, falsche Umkehr, oder lesen sie zu wenig Bibel?
Aus meiner Erfahrung hören das betroffene genau so und zur Sucht kommt noch die Verdammnis.
Ich habe mir etwas Zeit genommen, um mal ein paar Zahlen rauszusuchen.
Es geht erstmal mal um die “Profis”
Internationale Erhebungen (wie die oft zitierte Barna-Group-Studie unter Geistlichen) sowie Berichte deutscher Suchtkliniken zeigen, dass rund 15 bis 20 Prozent aller Pastoren und Priester angeben, in ihrem Leben bereits massiv mit einer Sucht gekämpft zu haben.
Heftig?
Und jetzt zu den Schafen.
Burgen hast du schon mal von der Optiatkrise (Verschreibungspflichtige Medikamente) der USA gehört?
Zitat:
Eine umfassende Studie des christlichen Forschungsinstituts Lifeway Research unter protestantischen und evangelikalen Pastoren in den USA liefert deutliche Zahlen:
52 Prozent der Pastoren geben an, dass Personen direkt in ihrer eigenen Kirchengemeinde von Opioidsucht betroffen sind.
66 Prozent der Pastoren sagen, dass mindestens ein Familienmitglied eines Gemeindemitglieds unter Opioidmissbrauch leidet.
Nur 23 Prozent der Geistlichen im ganzen Land geben an, in ihrem persönlichen oder gemeindlichen Umfeld keine Berührungspunkte mit der Krise zu haben.
Insgesamt sind seit dem Zeitraum ab Beginn der Krise 1999-2026 fast eine Millionen Menschen in den USA daran verstorben.
Tja, dann gibt es noch weitere Süchte….
Die erhofften Wunder bleiben aus…
Und was nun Burgen?
Shalom Pausenclown
Re: Begriffe aus der Bibel im tägl. Sprachgebrauch
von pausenclown am 22.08.2026 10:34Hallo.
Vermutlich handelt es sich um jiddische Begriffe, die ihren Ursprung in Hebräisch haben und in die deutsche Sprache Eingang gefunden haben.
ZB:
jiddischen hazlacha u bracha, was schlicht „Erfolg und Segen" bedeutet und daraus wurde Hals und Beinbruch.
Aus dem jüdischen Neujahrsfest Rosh Ha Shana wurde ein guter Rutsch.
Tachels Reden , Schlammelsen von Massel ( Glück), Kaff von Kapher (Dorf), Usw usw.
Shabbat Shalom
Re: Begriffe aus der Bibel im tägl. Sprachgebrauch
von pausenclown am 18.08.2026 11:04Hallo Katechon.
Irgendwie fällt es mir, als Jude dir darauf eine Antwort zu geben.
Aus meiner Erfahrung heraus gibt es eben viele christliche Zerrbilder über die Pharisäer.
Die meisten entstanden aus Unwissenheit über den Glauben und ihre Praxis zur Zeit Jesu.
Darüber hinaus verstehe ich nicht den Sinn, Menschen generell als Pharisäer zu bezeichnen.
Natürlich verstehe ich die Melodie dahinter, XY ist ein Heuchler.
Das Ding ist, ich bin Heuchler, ich bin ein Sünder, mir mangelt es am Ruhm Gottes und wer ist es nicht?
Hast du gewusst, was die damaligen Pharisäer über sich dachten und lehrten?
Der „Schulter-Pharisäer trägt seine guten Taten auf den Schultern herum, um sie zu zeigen. Der „Hinhalte-Pharisäer" sagt: Warte noch kurz, ich muss erst noch schnell ein Gebot erfüllen. Der „Rechen- Pharisäer" sündigt erst und erfüllt dann ein Gebot, um es wieder auszugleichen. Der„Sparsamkeits-Pharisäer" sagt: Ich habe doch so wenig, womit soll ich denn noch ein Gebot erfüllen.
Der „Ausgleichs-Pharisäer" sagt: Nenne mir doch erst eine Sünde, die ich begangen habe. Dann tue ich auch eine gute Tat, um sie auszugleichen. Aber dann gibt es auch den Pharisäer, der aus Ehrfurcht vor Gott handelt, so wie Hiob. Und schließlich den Pharisäer, der aus Liebe zu Gott handelt, wie Abraham. Dieser ist Gott der Liebste.
LG
Re: Begriffe aus der Bibel im tägl. Sprachgebrauch
von pausenclown am 18.08.2026 10:19Hallo Katechon.
Sorry das ich nachfrage, um was geht es jetzt eigentlich, geht um Pharisäer, oder dass du jemanden als Pharisäer bezeichnet hast, oder weshalb der Begriff etwas problematisch ist?
LG
Re: Träume - gelebte Wirklichkeit
von pausenclown am 13.08.2026 08:39Hallo Cleo.
Weiß jetzt gar nicht, ob das zum Thema passt.
Die damalige Verlobung von Maria und Josef war ein rechtskräftiger, zivilrechtlicher Vertragsschluss, der rechtlich bereits als vollwertiger Beginn der Ehe galt.
Bedeutet: Eheleute in getrennten Haushalten ohne Geschlechtsverkehr.
Denke ich an Josef, kommen mir diese Gedanken: Der arme Mann, jetzt träumt er:
Als sie aber hinweggezogen waren, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Josef im Traum und sprach: Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter mit dir und flieh nach Ägypten und bleib dort, bis ich dir’s sage; denn Herodes hat vor, das Kindlein zu suchen, um es umzubringen.
Da stand er auf und nahm das Kindlein und seine Mutter mit sich bei Nacht und entwich nach Ägypten.
Vielleicht sind das auf deutsch einfach paar Sätze, natürlich ruft es Gedanken hervor wie: Josef in Ägypten kommt mir bekannt vor.
Und jetzt zum Dilemma und dem Plural von Dilemma.
5 Mose 17.16
Nur dass er nicht viele Rosse halte und führe das Volk nicht wieder nach Ägypten, um die Zahl seiner Rosse zu mehren, weil der HERR euch gesagt hat, dass ihr hinfort nicht wieder diesen Weg gehen sollt.
Ein Rückkehrverbot und dazu in das Land wo wir Sklaven waren? An jedem Pessah Gedenken wir daran, habe ich das wirklich geträumt und ist dieser Traum wirklich von Gott?
Schon zur Zeit Jesu gab es in der jüdischen Tradition die Idee:
Ägypten hat eine tiefgehende symbolische Bedeutung, die weit über das historische Land hinausgeht. Das hebräische Wort für Ägypten ist Mitzrayim.
Der Name leitet sich von Tzar (Enge/Bedrängnis) ab.
Ägypten war der Inbegriff von Unmoral und Magie….
Wie viele innere Dialoge und Konflikte muss Josef in sich geführt haben?
Josef, der gerechte Mann, entschied sich für gehorsam.
Shalom Pausenclown
Re: Prophezeiung der Endzeit?
von pausenclown am 04.08.2026 06:32Hallo Niagri.
Für dich ist das spannend, interessant usw.
Für mich als Jude ist das der Horror und mein erster Gedanke ist: Menschen werden sterben.
Vermutlich wird es mich nicht treffen, aber meine Familie, Freunde und Bekannte?
LG
Re: Prophezeiung der Endzeit?
von pausenclown am 03.08.2026 18:05Hallo Niagri.
Um auf das Thema zurückzukommen, habe ich eine Verständnisfrage.
Wenn du Israel erwähnst, meinst du genau was?
Juden, Christen, Juden und Christen?
Meinst du das allegorisch oder als Tatsache was in der Bibel steht?
LG


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