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Sara

44, Weiblich

  Neuling

Beiträge: 5

Re: Gedanken zum: Das Gleichnis vom anvertrauten Geld

von Sara am 29.08.2022 22:14

Liebe Cleo, liebe Leah,

ja, mit der Schwäche ist es so eine Sache. Manchmal frage ich mich:

Warum bin ich nur so schwach (geworden)? Warum habe ich (scheinbar?) so viel weniger Kräfte als meine Mitmenschen oder als ich es früher hatte?

Doch dann merke ich: Es ist kein Unfall, schon gar kein Zufall und auch kein Missgeschick, sondern ein Lenken, ein sanftes Steuern auf das Wesentliche zu. Wenn mir die Kraft für vieles im Außen fehlt, rücke ich automatisch mehr nach innen. Und in diesem Innen begegne ich Gott, spüre ich seinen Geist, komme ich in Kontakt mit Jesus. Und fast täglich erfahre ich, dass ich dann, wenn ich denke: „Woher soll ich denn nun noch die Kraft für x, y oder z nehmen?" ein regelrechter Energie-Schub kommt – wenn x,y,z denn das ist, wo Gott meine Kraft hingelenkt wissen möchte. Dann klappt es. Dann kann ich plötzlich wieder Berge versetzen – bis die Zeichen wieder auf Rückzug und Ruhe stehen.

 

Gestern kam eine alte Predigt eines von mir sehr geschätzten, leider früh verstorbenen Pfarrers zu mir. Er hat, inspiriert von Sir 3,17f.20.28f und Lk 14,1.7-14 über – na was wohl – das Thema „Schwäche" gesprochen. In den beiden genannten Bibelstellen geht es um Demut, Bescheidenheit und Erniedrigung – nicht gerade einfache Themen. Seine Interpretation, die sich letztlich auf das Thema „Schwäche" zuspitzt, hat mich sehr berührt und mir einen guten Zugang verschafft zu dem scheinbaren Widerspruch zwischen dem Mut, sich mit seinen noch so bescheidenen Gaben zu entfalten (Mt 25,14-30) und dem sich selbst „erniedrigen" (Sir 3,17f.20.28f und Lk 14,1.7-14).

Da wir hier jetzt gerade bei eben diesem Thema gelandet sind, möchte ich gerne Auszüge mit euch teilen. Ich bin mir sicher, es wäre in seinem Sinne gewesen:

Demut ist ein Gefühl für und ein Bekenntnis zur eigenen Schwäche
„Ich bin schwach".
[...]
Menschen unternehmen enorme Kraftanstrengungen, um diese Schwäche zu überspielen / zu
verstecken.
[...]
Und doch ist diese Schwäche da.
Demut heißt nicht, sich kleiner machen als man ist.
Demut, Erdverbundenheit bedeutet
: sagt ja zu dieser Schwäche, die unvermeidlich da ist.
Stell dich hinein, flieh nicht davor.
„Sich den letzten Platz aussuchen"
- das ist nicht Knigge und
kein Tipp für Möchtegern-Emporkömmlinge-
sondern eine existenzielle Aussage
: Diese Schwäche ist in der einen oder anderen Form in jedem Menschen.
Sie gehört zur Realität meines Lebens.
Und zur Wahrheit meiner Existenz.
Eine unangenehme Wahrheit,
aber eine wichtige.
: Denn der letzte Platz,
da wo ich schwach bin und mir nicht mehr helfen kann,
mich nur noch unwohl fühle in meiner Haut,
dort begegnet mir der Gastgeber, Christus.
[...]
Er sieht mich Schwächling an meinem unteren Platz.
Und er sieht mich eben nicht verächtlich an, sondern liebevoll.
Wenn ich Gott erlaube, mich an meinem schwächsten Punkt zu berühren,
kommt Bewegung ins geistliche Leben, Heilung und Wahrhaftigkeit;
und mancher Knoten kann sich lösen.
Und Knoten, die halt bleiben, kann ich annehmen und mich damit versöhnen lassen.
Christus erschrickt nicht davor.
Demut heißt dann: Schwäche zulassen und akzeptieren.
[...]

A. Zerrer (Predigtausschnitte aus dem Jahr 2013)


Viele Grüße und eine geruhsame Nacht für euch!
Sara

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Merciful

55, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2527

Re: Projekt Bibel 2022

von Merciful am 29.08.2022 20:15

Wir lesen heute, am 29. August 2022, im Buch Hiob 17,02 - 17,04.
 
Wahrlich, der Spott treibt sein Spiel mit mir,
und mein Auge muß auf ihren Beleidigungen weilen!
O setze doch das Pfand ein, verbürge dich doch für mich bei dir selbst!
Wer sollte sonst als Bürge mir den Handschlag leisten?
 
Denn ihr Herz hast du der Einsicht verschlossen;
darum kannst du sie auch nicht triumphieren lassen.
 
(Hiob 17,2-4; Menge Bibel 1939)
 
Merciful

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blessings44
Gelöschter Benutzer

Re: Fröhliche Worte, die wohl tun !

von blessings44 am 29.08.2022 11:08

einen schoko süßen fröhlichen Tag



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Pneuma
Gelöschter Benutzer

Re: Betrachtungen als Christ an Wochentagen

von Pneuma am 29.08.2022 08:53

Betrachtung am 29. August – Vom Hüten des Mundes

 

Ordne, Herr, mein Herz und meine Worte,
Und behüte meines Mundes Pforte:
Dass nie ein Wort von meinen Lippen schalle,
Das deinem reinsten Ohr, mein Gott, missfalle.

1. Wie friedlich würden wir durch dieses Leben gehen, wenn wir gleich einem geistigen Taubstummen manches überhörten, und zu manchen Dingen ganz schwiegen. Als Jesus den Taubstummen geheilt hatte, spricht die Schrift: „Und er redete recht." Dass der Herr diese Gnade auch uns verleihen würde. Denn, Jakobus 3,6, „auch die Zunge ist ein Feuer, eine Welt der Ungerechtigkeit." Gewiss kommen die meisten Schwierigkeiten, die das Leben uns verbittern, vom Übel der Zunge. Bedenken wir, um recht reden zu lernen, oft diesen Ausspruch unseres Herrn, dass wir von jedem unnützen Wort Rechenschaft geben werden, und geben wir uns größte Mühe, nichts zu reden, das nicht Gottes Ehre oder das Heil, die Erbauung und das Wohl des Nächsten fördert.

2. Recht redet, wer, wenn die Vernunft oder die Notwendigkeit es erfordert, mäßig, bescheiden und mit Sanftmut spricht. Hast du so gesprochen und in zweifelhaften Fällen deine Meinung aufrichtig gesagt, so sei gleichmütig dabei, ob man dir zustimmt oder deine Ansicht nicht teilt, zumal wenn keine Gefahr dabei besteht. Und lass dich in keinen Streit ein, sondern gestatte jedem, frei zu denken was er will, und kümmere dich nicht darum, was die Menschen von dir halten mögen, sondern bemühe dich im Frieden zu bewahren. Liegt aber die Pflicht bei dir, zu ermahnen oder einen Verweis zu geben, so besänftige früher dein Gemüt durch innerliches Gebet, erwäge deine Worte vor Gott, und bedenke Zeit, Ort und Umstände, damit aus deinen Worten die Frucht des Friedens und der Besserung hervorgehe.

3. Leicht ist ein Wort gesprochen, aber nicht leicht sind die Folgen des Wortes zu tilgen. Es zündet oft wie ein Funke ein Feuer an, das nicht mehr zu löschen ist. Darum auch entkommt kein Wort unserem Mund, das nicht bald unserer Rechtfertigung oder zu unserer Verdammnis für den Gerichtstag aufgezeichnet wird. Denn unsere Worte sind der Abdruck unseres Herzens und kommen auch aus seiner Fülle. Deshalb bittet der Prophet dringend den Herrn in Psalm 141,3: „Herr, stell eine Wache vor meinen Mund, eine Wehr vor das Tor meiner Lippen."

Zitiert mit freundlicher Genehmigung, von Mathias Herget
https://www.marianisches.de/
(Thema wechselt Täglich und ist nicht gespeichert in der WebSeite.)

Liebe Grüße, Pneuma

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Leah
Gelöschter Benutzer

Re: Gedanken zum: Das Gleichnis vom anvertrauten Geld

von Leah am 29.08.2022 07:51

Hallo Sara, hallo Cleo,
was ich so tröstlich finde, ist, dass sich Gottes Kraft in den Schwachen als mächtig erweist. 
Leah

Antworten Zuletzt bearbeitet am 29.08.2022 08:58.

Cleopatra
Administrator

40, Weiblich

  Urgestein

Forenleitung

Beiträge: 5517

Re: Gedanken zum: Das Gleichnis vom anvertrauten Geld

von Cleopatra am 29.08.2022 07:21

Guten Morgen, 

ich finde es total tröstend, dass Gott uns auch etwas zumutet. Jedem gibt er etwas.
Ja, und genauso ermutigend und tröstend ist es auch, dass er uns nicht überfordert.
Gestern Abend hatte ich ein sehr nettes Gespräch, ich habe eine Person kennengelernt, die in Kürze ein Studium (für Gott) beginnt.

Wir hatten uns auch darüber unterhalten, dass Gott gerade in den Schwachen stark ist, um sich zu verherrlichen (1. Korinther, ich glaube das zweite Kapitel).
Deshalb können wir auch ganz entspannt, aber eben auch innerlich offen und bereit sein.

Gott ist schon wirklich ein unglaublich liebevoller Vater

Liebe Grüße, Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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blessings44
Gelöschter Benutzer

Re: Fröhliche Worte, die wohl tun !

von blessings44 am 28.08.2022 20:07

einen süßen Beginn in die neue Woche
voll von Freude und eine schöne Zeit

LIFE

= Leben

Antworten Zuletzt bearbeitet am 28.08.2022 20:11.

Sara

44, Weiblich

  Neuling

Beiträge: 5

Re: Gedanken zum: Das Gleichnis vom anvertrauten Geld

von Sara am 28.08.2022 14:33

Liebe Cleo,

danke, für das Einfügen der gesamten Bibelstelle und danke für das Teilen deiner Gedanken dazu, die ich sehr inspirierend finde. Mir kommt noch ein Zitat von Arnold Janssen dazu in den Sinn: 

Wenn wir alles tun, was in unseren Kräften steht, dann tut Gott das übrige.

Ist es nicht ein Segen, dass niemand sich überfordern muss und Gott die Kräfte verteilt, die wir für die Aufgaben, die er UNS zugedacht hat benötigen? Und mehr noch: Wenn uns die Kräfte ausgehen, wir aber auf der richtigen Spur sind, werden sie einfach immer wieder erneuert.

Herzliche Grüße
Sara

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elisabeth

78, Weiblich

  Neuling

Beiträge: 89

Re: Gute - Laune- Thread

von elisabeth am 28.08.2022 11:25

Heute habe ich gute Laune,bin Dankbar in allen Dingen.

Mir geht es gut.

Seid Wachsam in allen Dingen.

Beten,Danke, Liebe,Hoffnung.

Bibel lesen 
Glaube Liebe Hoffnung 


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blessings44
Gelöschter Benutzer

Re: Fröhliche Worte, die wohl tun !

von blessings44 am 28.08.2022 11:06

Sprüche 3.17 Teil 1
.. ihre Wege*

sind freundliche Wege




*die Wege der Weisheit


Antworten Zuletzt bearbeitet am 28.08.2022 11:07.
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