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Re: Gedanken zum: Das Gleichnis vom anvertrauten Geld
von Merciful am 03.09.2022 11:57Pneuma
Gelöschter Benutzer
Re: Betrachtungen als Christ an Wochentagen
von Pneuma am 03.09.2022 08:21Betrachtung am 3. September - Gott lässt unsere Fehler zu
Kein Sterblicher ist, ach, von Fehlern frei,
So lang er nicht vollendet seine Bahn;
Doch wenden, rein zu werden, Fleiß sie an,
Stehst, Herr, du huldreich deinen Dienern bei.
1. Vollkommen zu werden ist die Aufgabe des christlichen Lebens. Wie sehr wir aber immer nach der Vollkommenheit ringen, sind dennoch in diesem Leben selbst die größten Heiligen nicht gänzlich frei von allen Fehlern, wie einer der größten von ihnen bezeugt, wenn er in Jakobus 3,2a spricht: "Denn wir alle verfehlen uns in vielen Dingen." Gott aber lässt es zu, dass wir mit Fehlern behaftet bleiben, damit wir seine liebevolle Güte erkennen, die uns mit so großer Geduld erträgt, wo wir oft uns selbst kaum ertragen können. Wir verzagen beim Anblick unserer Fehler, Gott aber hört darum nicht auf, uns zu lieben. Wie zart, wie liebevoll ist diese Güte!
2. Die zweite Ursache, warum Gott es zulässt, dass wir in diesem Leben nie gänzlich frei von Fehlern werden, ist, damit auch wir selbst die Fehler unserer Nächsten mit Geduld ertragen. Denn Gott ist ein Gott des Friedens und der Liebe, und will, dass seine Kinder durch die Bande einer vollkommenen Liebe vereint sein sollen, die sich nicht ohne Geduld ausüben lässt, weil alle Menschen ihre Fehler haben. Viel, ja sehr viel haben oft andere von uns zu leiden. Wie ungerecht also wären wir, wenn wir von niemand etwas ertragen wollten. Darum mahnt uns der Apostel und spricht in Galater 6,2: "Einer trage des anderen Last; so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen."
3. Die dritte Ursache schließlich ist, damit wir immer von Gottes Hilfe abhängig bleiben, und unsere Zuflucht zu seiner göttlichen Güte nehmen. Auch sind unsere Fehler gleich einem heilsamen Schleier, der unsere wenigen Tugenden vor uns verbirgt, uns vor Eitelkeit zu bewahren. Also wurde der große Weltapostel von beschämenden Versuchungen geplagt, damit er demütig verbliebe. Indessen verlangt Gott dennoch, dass wir allen Fleiß anwenden, unsere Untugenden abzulegen und täglich vollkommener zu werden, aber auch nicht verzagen, wenn wir zuweilen noch in Fehler verfallen. Denn sind anders wir guten Willens, so werden solche uns nicht schaden, sondern zur Übung unserer Demut und unseres Vertrauens auf Gottes väterliche Güte gereichen. Sprichwörter 24,16a: "Denn siebenmal fällt der Gerechte und steht wieder auf."
Zitiert mit freundlicher Genehmigung, von Mathias Herget
https://www.marianisches.de/
(Thema wechselt Täglich und ist nicht gespeichert in der WebSeite.)
Liebe Grüße, Pneuma
blessings44
Gelöschter Benutzer
Re: Gedanken zum: Das Gleichnis vom anvertrauten Geld
von Sara am 03.09.2022 07:55Lieber Merciful,
danke für deinen Beitrag, er hat mich tatsächlich noch einmal auf eine ganz andere Spur gebracht. Mein Denken ist (noch) immer sehr vom "richtig machen" geprägt. Zu der Einsicht, dass ich um von Gott geliebt zu werden eigentlich nicht erst etwas "richtig machen" und mir Liebe und Gnade dadurch verdienen muss, ist es für mich ein weiter Weg. Und doch, oder gerade deswegen, hat der Gedanke so etwas unfassbar befreiendes und wohltuendes
In meiner Morgenandacht stand heute so ein wunderbarer, das Thema aufgreifender Segen:
"Gott, unser Vater, segne uns.
Beschenke uns mit deinen Gaben,
die wir uns nicht verdienen können.
Erfülle uns mit deiner Liebe,
damit wir ihr Übermaß erfassen.
Wecke in uns die Freude,
die über uns hinauswächst.
Amen"
(Quelle: Te deum. Das Stundengebet im Alltag. September, hrsg. von Benediktinerabtei Maria Laach & Verlag Katholisches Bibelwerk, Maria Laach/Stuttgart 2022, S. 30)
Leah
Gelöschter Benutzer
Re: Wahrheit im Evangelium nach Johannes
von Leah am 02.09.2022 22:37Hallo Merciful,
Stimmt, das hört sich nicht nach genau erkennen an.
Andererseits heißt es:
1 Joh 2,20: Ihr habt die Salbung von dem Heiligen und wisst alles.
Ich würde sagen, es kommt darauf an, um was es sich handelt.
Es gibt Dinge, die sehen wir ungenau und dabei bleibt es auch. Aber es gibt auch Dinge, die " WISSEN" wir ganz genau, WEIL UNS DER HEILIGE GEIST IN ALLE WAHRHEIT LEITET.
Daher wissen wir auch, was wir noch ungenu sehen und was wir genau erkennen und wissen durften.
Leah
Re: Wahrheit im Evangelium nach Johannes
von chestnut am 02.09.2022 22:32Es waren meist geschliffene Metallplatten, in denen man sich gewissermassen sehen konnte. Also alles andere als genau.
Deshalb lautet der Bibelvers von 1. Kor. 13.12 in der Hoffnung für alle auch wie folgt:
Jetzt erkenne ich nur Bruchstücke, doch einmal werde ich alles klar erkennen, so deutlich, wie Gott mich jetzt schon kennt.
Liebe Grüsse
Chestnut
Re: Wahrheit im Evangelium nach Johannes
von Merciful am 02.09.2022 21:20Leah
Gelöschter Benutzer
Re: Wahrheit im Evangelium nach Johannes
von Leah am 02.09.2022 18:56Hallo Merciful,
interessante Frage. Ich würde spontan sagen:
Wir erkennen Stückweise, aber die einzelnen Stücke durchaus exakt und genau, weil uns der heilige Geist Schritt für Schritt in die ganze Wahrheit leitet.
Die ganze Wahrheit bezieht sich, meine ich, in erster Linie auf Gotteserkenntnis, denn alles ist zu ihm hin erschaffen, also auch die Schöpfung weist auf ihn hin und nicht nur die Schrft.
Über den Rest, den Du geschrieben hast, muss ich erst nachdenken.
Leah
Wahrheit im Evangelium nach Johannes
von Merciful am 02.09.2022 18:29blessings44
Gelöschter Benutzer


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