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Pneuma
Gelöschter Benutzer
Re: Betrachtungen als Christ an Wochentagen
von Pneuma am 04.09.2022 09:22Betrachtung am 4. September - Vom innerlichen und geistigen Menschen
Kehrst du, o Mensch, nicht in dein Innres ein,
Wirst ewig du ein armer Fremdling sein;
Und wär dein Reichtum wie des Meeres Sand,
Du kehrtest dennoch heim mit leerer Hand.
1. Der innerliche Mensch gestattet den Sinnen nur, was er ihnen nicht entziehen darf. Bei allen Bedürfnissen, denen die menschliche Natur ihn unausweichlich unterwirft, drängt er die Gier zurück, hält sich in Schranken und heiligt den Gebrauch der Dinge. Immer wachsam über sich, tritt er niemals gänzlich aus sich selbst heraus, beherrscht seine Sinne und züchtigt sie gleich rebellischen Sklaven, die nur dann sicher gehorchen, wenn sie Strafe fürchten. Tust du das nicht, so wirst du niemals dahin gelangen, ein innerlicher Mensch zu werden. Wie unwürdig aber ist es eines Jüngers Jesu, von der Neigung, von der Eitelkeit, von der Leidenschaft, von der Sucht nach Vergnügen sich fortreißen zu lassen.
2. Nicht wer die Wege Gottes und die Regeln des geistlichen Lebens kennt, sondern wer sie ausübt, ist ein geistiger Mensch. Er erhebt gleichgültige Handlungen durch Reinheit der Absicht und eifrige Liebe zu einem sehr hohen Wert, und gewinnt sogar den verächtlichsten reiche Schätze für die Ewigkeit ab. Bei heiligen Werken aber lässt er äußerlich nur erscheinen, was die Pflicht und das gute Beispiel fordern. Das Wesentliche aber, nämlich seinen Eifer, seine Liebe, seinen Gehorsam, hält er im Innern verborgen. Er kennt keinen Zeitverlust, immer entspricht er der Gnade Gottes getreu, und sogar seine Fehler gereichen ihm zum Nutzen. Ist dies dein Leben? Und warum ist es das nicht?
3. Ach, mein Gott, ich darf es nicht wagen, den Blick in deiner heiligen Gegenwart zu erheben, denn ich muss bekennen, dass die größte Verkehrtheit in meinem Herzen herrscht. Sogar meine Andachtsübungen sind eitel und ohne Leben. In allen Dingen lau, träge, zerstreut und untreu, bin ich nur Augenblicke eifrig, da meine Feigheit den Ernst einer beständigen Wachsamkeit fürchtet. Darum auch bin ich nach so langer Zeit noch immer schwach, noch immer mit den genannten Fehlern behaftet, und fern von allem innerlichen Leben. O komm mit mir deiner allmächtigen Gnade zu Hilfe, und erbarme dich meiner. Psalm 80,4: "Gott, richte uns wieder auf! Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen."
Zitiert mit freundlicher Genehmigung, von Mathias Herget
https://www.marianisches.de/
(Thema wechselt Täglich und ist nicht gespeichert in der WebSeite.)
Liebe Grüße, Pneuma
Re: Hauskreis-Miteinander aktuell
von chestnut am 04.09.2022 08:59
Herliche Einladung
Chestnut und Team
blessings44
Gelöschter Benutzer
Re: Fröhliche Worte, die wohl tun !
von blessings44 am 04.09.2022 07:59Psalm 18.2 und er sprach: Ich liebe dich, HERR, meine Stärke!
Leah
Gelöschter Benutzer
Re: Wahrheit im Evangelium nach Johannes
von Leah am 03.09.2022 21:55Stimmt, der biblische Begriff Wahrheit ist mehr als der Wahrheitsgehalt und die Richtigkeut von Aussagen.
Und ja. Das Wort Gottes ist de Wahrheit und weil in Gott nur Wahrheit und Wahrhaftigkeit und Treue zu einem jeden seiner Worte gefunden wird, ist Gott die Wahrheit und er ist auch das Wort.
Und sein Wort ist es, das uns in alle Wahrheit und damit in die Gemeinschaft mit Gott zieht.
Und weil Gottes Wort glaubwürdig ist und Gott seinem Wort treu, können wir ihm mit der Zeit immer besser vertrauen und an seinem Vaterherzen auch in schwierigen Umständen zur Ruhe kommen.
Jesus betet zum Vater: Heilige sie in der Wahrheit, Dein Wort ist Wahrheit.
Und warum?
Damit Sie eins sind, wie auch wir eins sind. ( Joh.17)
Das ist schon gewaltig.
Leah
Re: Wahrheit im Evangelium nach Johannes
von Merciful am 03.09.2022 21:43Re: Gedanken zum: Das Gleichnis vom anvertrauten Geld
von Weateyd am 03.09.2022 20:26@Cleo
Ich denke jetzt auch nicht, dass Gott von einem kranken Menschen etwas "fordert". Ein kranker Mensch ist u.U. gar nicht in der Lage, etwas zu tun.
In dem Gleichnis war es ja gezielt so, der Herr hat seinen Dienern ja direkt einen Auftrag gegeben, damit etwas zu tun. Das sind andere Voraussetzungen.
In dem Gleichnis war es auch mit Geld. Wer sonst kein Geld hat, aber dienen möchte, der kann sicherlich alternativen finden, die Gott auch genehm sind. (Und da gibt es auch noch die Geschichte mit der Person, die ihrem spärlichen Einkommen spendete und damit mehr spendete als viele andere, die nur von ihrem Überfluss etwas abgaben.)
Wichtig ist, dass man in irgendeiner Form aktiv ist. Und es ist nicht so sehr wichtig, wer wie viel Leistung gebracht hat, sondern, dass Leistung erbracht wird. Wer mehr schafft, ist natürlich schön, aber keine Vorgabe. Bestraft wird derjenige, der etwas hat und den Auftrag, und nichts tut.
@Merciful
Ich glaube, bei dem Gleichnis mit dem Sämann, geht es um ein anderes Thema als bei dem Gleichnis mit dem anvertrauten Geld. Bei dem Sämann geht es mehr um die Aufnahme und Behalten des Glaubens. Würde sagen, ein Jüngling werden. Während bei dem Gleichnis mit dem anvertrauten Geld, die Diener bereits Jünglinge im Dienst sind.
Ich denke, durch Gnade können wir zu Gott kommen. Aber es heißt auch nicht, dass wir untätig sein dürfen. Irgendeine Art von Frucht müssen wir bringen, sonst sind wir nichts wert.
Re: Projekt Bibel 2022
von Merciful am 03.09.2022 17:37blessings44
Gelöschter Benutzer
Leah
Gelöschter Benutzer
Re: Wahrheit im Evangelium nach Johannes
von Leah am 03.09.2022 15:32Hallo Merciful,
Vieleicht vorneweg, ich will Dir gar nicht widersprechen.
Da ist auch kein Widerspruch.
Wenn ich so an meine Anfänge beim Bibllesen denke, dann hab ich erst einmal fast gar nichts verstanden.
Nach und nach verstand ich besser und erfuhr, dass das Wort wahr ist. Ich möchte fast sagen dass der heilige Geist anfing, mir die Schrift zu erschließen und zugleich sehr oft die Beweisführung antrat, dass sie wahr ist.
Die Schrift nennt das " durch Glauben erkennen wir".
Heute gibt es Dinge, da weiß ich ganz sicher, dass es wahr ist. Es ist kein " ich glaube es, weil ich es nicht wissen kann" - Glaube, sondern ein " ich glaube es, weil ich sicher bin, dass es wahr ist" - Glaube.
Und es gibt eine Menge Dinge, da weiß ich, dass ich nichts weiß und auch gar nicht fähig bin, das zu begreifen, z.B. die Dreieinheit Gottes. Auch dass ist sicheres Wissen der Wahrheit, dass dies zwar sicher wahr, aber für mich unbegreiflich ist. Hier glaube ich übernatürlich überzeugt etwas, was ich nicht verstehe.
Und es gibt Dinge, die ich noch nicht verstehe oder, wie der Herr sagt, noch nicht tragen kann. Da weiß ich, dass das sicher später so sein wird. Zum Beispiel ist es für mich immer noch schwierig zu verstehen, was die alttestamentlichen Schriften, uns zum Vorbild geschrieben, mir an geistlichen Wahrheiten alles vermitteln sollen.
Ich weiß, wo ich sicher sein darf in dem, was ich erkennen durfte und wo nicht. Ohne das geht Demut gar nicht, denn Demut ist der Mut zu dienen und den niedrigsten Platz einzunehmen. Das setzt aber voraus, das Wort richtig zu verstehen, damit ich mich dem Wort Gottes auch unterordnen kann.
Leah

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