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Thomas0365

61, Männlich

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Beiträge: 77

Re: Die Auserwählten und die Auserwählung

von Thomas0365 am 18.11.2022 09:55

Auch von mir noch einen guten Morgen als Wunsch,

-  heute morgen dann wohl erst zuletzt von euch dreien um 7:50 aus dem Bett gestiegen und nach dem Frühstück und einer stillen Zeit mit Bibellese (1. Korinther 15 zufällig aufgeschlagen, die wie die Faust aufs Auge zum Thema von Cleo passt) nun am Schreibtisch sitzend...


Leah  - kann ich nur danken für ihre präzise kurze Zusammenfassung zu diesem doch teils sehr kontrovers diskutieren Thema, u.a. zwischen Calvinismus und Pietismus.
Diese "Problematik" ergibt sich nämlich erst dann und dort, wo ich von einer diesen beiden theologischen Strömungen geprägt worden bin. Von daher ist es vollkommen richtig, wenn Lea feststellt, das wir in der Bibel nirgendwo  davon lesen, dass sich die Auserwählung auf die Errettung bezieht. 
Die Errettung steht am Anfang einer Lebensphase von uns, worin wir unser darin enthaltendes Erwähltsein nun festmachen sollen, wenn es heißt in 2. Petrus 1,
3 Alles, was zum Leben und zur Frömmigkeit dient, hat uns seine göttliche Kraft geschenkt durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Kraft.
4 Durch sie sind uns die kostbaren und allergrößten Verheißungen geschenkt,

und auf dieses "Geschenkt sein" , nach unserer Errettung - also wo wir uns haben retten lassen...folgt dann:

10 Darum, Brüder, befleißigt euch umso mehr, eure Berufung und Erwählung festzumachen! Denn wenn ihr diese ⟨Dinge⟩ tut, werdet ihr niemals straucheln.

Pneuma  - du schreibst, das du diese Problematik in dem Zusammenhang, in dem sie uns Lea dann vor Augen gestellt hat, nicht verstehst, hast aber "streng" nach der calvinistischen Anschauung diesbezüglich zuvor zu argumentieren versucht... - allerdings immer noch ohne auf meine Argumente zu deinen Schlussfolgerungen eingegangen zu sein...aber was solls....

Cleo   - du stellst in meinen Augen nun ein Bild vor Augen, was die Wichtigkeit unserer willentlichen Zustimmung zur Einladung Gottes nun unterstreicht - wie Lea und ich ja auch aus der Bibel geschlussfolgert haben - was dann aber ein doch ein wenig hinkt, wen wir von dem Evangelium - der Botschaft von der Vergebung der Sünden (und es heißt das Gottes Lamm der WELT Sünde trägt...also nicht nur die Sünden der Bedürftigen... alle sind hier bedürftig betreff einer Sündenvergebung). Nur wer sich hier selbst (irrtümlicher weise) für gesund hält, der zählt dann zu denen, wo Jesus sagte, die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken.
Wir müssten - oder könnten - dann auch auf die Berufenen eingehen, von denen es heißt, Viele sind Berufen aber Wenige sind auserwählt - in Bezug auf das grundsätzliche Eingeladen sein aller Menschen.

Du schreibst dann:
"Aber ob diese der Einladung folgen, ist deren Verantwortung, hängt von ihrem Willen und Hunger ab."

Ja - aber es hängt nicht allein von ihrem Willen und von ihrem Hunger ab. Auch davon, ob Gott ihnen ein geöffnetes Ohr schenkt. Das sie überhaupt Gottes Reden vernehmen. Das es zu ihnen durchdringt und um sie davon überzeugen zu können, das sie Sündenvergebung benötigen.

So sagt Jesus nun in Matthäus 13,
13 Darum rede ich in Gleichnissen zu ihnen, weil sie sehend nicht sehen und hörend nicht hören noch verstehen;
14 und es wird an ihnen die Weissagung Jesajas erfüllt, die lautet: »Mit Gehör werdet ihr hören und doch nicht verstehen, und sehend werdet ihr sehen und doch nicht wahrnehmen;
15 denn das Herz dieses Volkes ist dick geworden, und mit den Ohren haben sie schwer gehört, und ihre Augen haben sie geschlossen, damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich sie heile.«
16 Glückselig aber eure Augen, dass sie sehen, und eure Ohren, dass sie hören;
17 denn wahrlich, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben begehrt zu sehen, was ihr anschaut, und haben es nicht gesehen; und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.

Vers 15 liefert dann in dem ersten Satzteil eine Begründung, warum dies so ist...

Du schreibst dann weiter Cleo:
"Die Welt ist erschaffen worden, da war alles gut.
Aber da die Sünde nunmal auf diese Erde kam, haben wir den Platz im Himmel leider nicht mehr."

Eden ist und war nicht der Himmel. Vom ersten Menschen/alten Adam und vom neuen Menschen/neuen Adam lesen wir in 1. Korinther 15:

44 Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib. Gibt es einen natürlichen Leib, so gibt es auch einen geistlichen Leib.
45 Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, »wurde zu einem lebendigen Wesen«, und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht.
46 Aber nicht der geistliche Leib ist der erste, sondern der natürliche; danach der geistliche.

47 Der erste Mensch ist von der Erde und irdisch; der zweite Mensch ist vom Himmel.
48 Wie der irdische ist, so sind auch die irdischen; und wie der himmlische ist, so sind auch die himmlischen.
49 Und wie wir getragen haben das Bild des irdischen, so werden wir auch tragen das Bild des himmlischen.


Du schreibst weiter, Cleo:

"Gottes Liebe ist so groß zu uns, er möchte sehr, dass jeder die Einladung annimmt.
Und ich denke auch, dass Gott jeden individuell zieht und die Möglichkeit gibt, ihn kennenzulernen."

Das denke ich dann auch, unbedingt. Gott hat viele Möglichkeiten zu Menschen zu sprechen. Das sehen wir in den Reden des Elihu im Buch Hiob und auch anhand der Ausführungen von Paulus in Römer 1 - wo sich der Menschen nicht dankbar Gott zuwendet...obwohl er das von Gott erkennbare hat wissen können...

Liebe Grüße und noch einen schönen Tag allerseits,
Thomas

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Pneuma
Gelöschter Benutzer

Re: Die Auserwählten und die Auserwählung

von Pneuma am 18.11.2022 09:29

Liebe Cleo, danke für Deinen Beitrag in dem Du unter andrem schreibst:
Die Welt ist erschaffen worden, da war alles gut. Aber da die Sünde nunmal auf diese Erde kam, haben wir den Platz im Himmel leider nicht mehr. Aber Gott hat sich das so gedacht, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben. Wir Menschen sind "Auserwählt", nicht das Schaf, nicht der Grashüpfer- nein, der Mensch, um die Gemeinschaft mit Gott zu haben. Da nun leider diese Möglichkeit nicht mehr bestand, hat Gott den Lösungsweg (die Sündenvergebung durch Jesu Tod am Kreuz) gemacht.

Nochmals- zum Anfang  zum Ursprung:

Da heißt es:

DAS ERSTE BUCH MOSE (GENESIS) (1.Mose 1,27-28)

27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. 28 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht.
-
Da gab es noch keine behinderten, kranke und sündige Menschen. Das muss solange gut gegangen sein, bis Adam und Eva im Paradies vom verbotenem Baum der Erkenntnis sich bedienten, und eine verbotene Frucht zu sich nahmen. Da war es vorbei mit herrschen und dem Göttlichen zustand, sie wurden angreifbar wie wir es bis heute noch meistens sind von Geburt an und so sterben.ü


Cleo. Aber die Verantwortung, was wir mit seiner Einladung machen, die liegt nach wie vor bei uns.

Nehmen wir die Einladung an um heil zu werde durch Jesus Christus unserem Heiland.

Liebe Grüße, Pneuma

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Andreas

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Re: Tägliches Danken vertreibt das Wanken

von Andreas am 18.11.2022 09:09

25 Und wenn ihr beten wollt und ihr habt einem anderen etwas vorzuwerfen, dann vergebt ihm, damit auch euer Vater im Himmel euch eure Verfehlungen vergibt.

Alle Hindernisse, so zu leben wie Jesus es beschreibt, sollen wir hinter uns lassen.
Wo wir nicht in Frieden mit uns und unseren Mitmenschen leben, können wir nicht wirken.

Danke Herr, für Deine Vergeben und dass auch wir vergeben dürfen.

Für Gott gibt es keine hoffnungslosen Fälle. Wo wir am Ende sind, weiß Seine Liebe immer noch einen Weg.

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Andreas

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Re: Tägliches Danken vertreibt das Wanken

von Andreas am 18.11.2022 09:05

 
Was ich aber in deinen Aussagen nicht fand, Andreas, ist die Gewissheit, das wir das worum wir Gott bitten, dann auch unbedingt empfangen werden - dort wo wir es in seinem Willen erbeten haben.

Hallo Thomas,
ist es Dir noch nie passiert, dass Du um etwas gebeten hast und es scheinbar nicht bekamst?
Dafür gibt es verschiedene Gründe, die auch schon in der Bibel angesprochen sind.
Aber das wäre dann ein eigener Thread: Vertrauen ins Gebet - Werden alle Bitten efüllt? oder so.

Mit einzelnen Gedanken kann man nicht alles abdecken. Das können immer nur kleine Flecken auf einem großen Bild sein, auf dem es noch vieles andere zu entdecken gibt.
lG Andreas

Für Gott gibt es keine hoffnungslosen Fälle. Wo wir am Ende sind, weiß Seine Liebe immer noch einen Weg.

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Cleopatra
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Re: Die Auserwählten und die Auserwählung

von Cleopatra am 18.11.2022 08:27

Guten Morgen, 

vielleicht hilft ein kleines Beispiel aus dem Leben:

Ich fahre heute Mittag in die Suppenküche.
Diese Suppenküche ist dafür gemacht, um Menschen satt zu werden.
Wir wünschen uns so sehr, dass alle Bedürftigen kommen, um zu essen.
Eingeladen sind sie.
Die Suppenküche ist nämlich nur für Bedürftige- die Bedürftigen sind demnach die "Auserwählten".
Aber ob diese der Einladung folgen, ist deren Verantwortung, hängt von ihrem Willen und Hunger ab.

Das ist jetzt natürlich ein sehr grobes Beispiel.

Die Welt ist erschaffen worden, da war alles gut.
Aber da die Sünde nunmal auf diese Erde kam, haben wir den Platz im Himmel leider nicht mehr.
Aber Gott hat sich das so gedacht, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben.
Wir Menschen sind "Auserwählt", nicht das Schaf, nicht der Grashüpfer- nein, der Mensch, um die Gemeinschaft mit Gott zu haben.
Da nun leider diese Möglichkeit nicht mehr bestand, hat Gott den Lösungsweg (die Sündenvergebung durch Jesu Tod am Kreuz) gemacht.

Gottes Liebe ist so groß zu uns, er möchte sehr, dass jeder die Einladung annimmt.
Und ich denke auch, dass Gott jeden individuell zieht und die Möglichkeit gibt, ihn kennenzulernen.

Aber die Verantwortung, was wir mit seiner Einladung machen, die liegt nach wie vor bei uns.

Liebe Grüße, Cleo


Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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Cleopatra
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40, Weiblich

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Re: Jahreslosung 2022

von Cleopatra am 18.11.2022 08:14

Hallo Pluschmoers, 

was du da ansprichst, ist auch sehr wichtig. Genau- wir sind ja auch unterschiedlich, wollen sellbst auch so geliebt und akzeptiert werden, wie wir sind. Dieser Gedanke hilft mir oft, wenn ich meine, eine Art von jemanden anstrengend zu finden.
Ich denke auch- die wirkliche Veränderung des Herzens kann nur Gott herbeiführen.
Aber wir müssen unsere Herzen dafür öffnen, bereit sein. Das hat etwas mit einem Willen, einer innerlichen Demut zu tun, auch Nächstenlieber (einer sehe den Anderen höher als sich selbst) und die Liebe zu Gott, weil wir zu ihm hinwachsen wollen.

Es gibt zu diesem Thema ein schönes Lied, da beginnt die erste Strophe mit einem "Jesus, zu dir kann ich so kommen wie ich bin" und eine weitere Strophe beginnt mit "Jesus, bei dir muss ich nicht bleiben wie ich bin".

LG Cleo


Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
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Pneuma
Gelöschter Benutzer

Re: Die Auserwählten und die Auserwählung

von Pneuma am 18.11.2022 07:41

Leah:
ich verstehe jetzt die Problematik nicht, denn sie ergibt sich für mich nicht.


Ich auch nicht.
1.Timotheus 2
Lutherbibel 2017Das Gemeindegebet
1 So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, 2 für die Könige und für alle Obrigkeit, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit. 3 Dies ist gut und wohlgefällig vor Gott, unserm Heiland,
.
 4 welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
.
 5 Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, 6 der sich selbst gegeben hat als Lösegeld für alle, als Zeugnis zur rechten Zeit. 7 Dazu bin ich eingesetzt als Prediger und Apostel – ich sage die Wahrheit und lüge nicht –, als Lehrer der Heiden im Glauben und in der Wahrheit.
Lg.Pneuma

Antworten Zuletzt bearbeitet am 18.11.2022 07:42.

Leah
Gelöschter Benutzer

Re: Die Auserwählten und die Auserwählung

von Leah am 18.11.2022 06:17

Ihr Lieben,
ich verstehe jetzt die Problematik nicht, denn sie ergibt sich für mich nicht.
Ich lese nirgends, dass sich die Auserwählung auf die Errettung bezieht. Vielmehr lese ich, dass wir in Christus oder nach dem Ratschluss Gottes erwählt sind. Daran sehe ich, dass die Errettung Voraussetzung ist. Es geht also um die Frage, wozu sind die Erretteten erwählt? Wenn dieser Hinweis an einigen Stellen fehlt, dann darf ich die ungenaueren Textstellen durch die genaueren Textstellen interpretieren. Ferner spricht die Schrift von vielen verschiedenen Dingen für die wir in Christus erwählt sind. 
Herrlichkeiten über Herrlichkeiten.
Leah

Antworten Zuletzt bearbeitet am 18.11.2022 06:20.

Thomas0365

61, Männlich

  Neuling

Beiträge: 77

Re: Die Auserwählten und die Auserwählung

von Thomas0365 am 17.11.2022 22:56

Hallo Pneuma,


zu deinen Ausführungen möchte ich folgendes sagen:

1. wenn es 1. Timotheus 2,4 heißt, das Gott alle Menschen erretten will (ein Vers der oft von den Allversöhnern oder Allaussöhnern missbraucht wird) dann lesen wir hier im griechischen für das Wort "will" einen sehnlichen Willen und nicht - wie an anderer Stelle - Gottes zwingenden Willen. Die griechische Sprache kennt hier zwei Wörter für "Wille". Bzw. differenziert hier noch einmal. Und bei einem sehnlichen Willen bekommt dieser Vers schon eine ganz andere Intention.

2 Du hast 2. Thes 2,13 zitiert .
2.Thessalonicher 2
13Wir aber sollen Gott danken allezeit um euch, von dem HERRN geliebte Brüder, daß euch Gott erwählt hat von Anfang zur Seligkeit, in der Heiligung des Geistes und im Glauben der Wahrheit, 14darein er euch berufen hat durch unser Evangelium zum herrlichen Eigentum unsers HERRN Jesu Christi....

Sprich wir sind als Gläubige dazu erwählt Selig zu werden, durch die Heiligung - was dann wieder ein Prozess ist wozu wir aufgerufen sind, diese dann zu vollziehen. Hier steht aber nichts von einer Erwählung vor Grundlegung der Welt.


3. Müssen Bibelstellen immer im Gesamtzusammenhang der Schrift gesehen werden, sonst pflügst du dir aus einzelnen Stellen dann in einer halbherzigen Deutung deine eigene Theologie zusammen. Am Beispiel von 2. Timotheus 1 lesen wir dann:

8 So schäme dich nun nicht des Zeugnisses unseres Herrn noch meiner, seines Gefangenen, sondern leide mit für das Evangelium nach der Kraft Gottes!
9 Der hat uns gerettet und berufen mit heiligem Ruf, nicht nach unseren Werken, sondern nach ⟨seinem⟩ eigenen Vorsatz und der Gnade, die uns in Christus Jesus vor ewigen Zeiten gegeben,
10 jetzt aber offenbart worden ist durch die Erscheinung unseres Retters Christus Jesus, der den Tod zunichtegemacht, aber Leben und Unvergänglichkeit ans Licht gebracht hat durch das Evangelium,

Wenn in Vers 9 von einer Gnade gesprochen wird, die uns in Christus Jesus vor ewigen Zeiten gegeben wurde, dann spielt das auf die Person Jesus Christus an, die vor schon vor Grundlegung der Welt als Erlöser dann von Gott geplant war. Gott hat also erst ein vorläufiges endliches  Universum - unser jetziges - erschaffen im Blick auf das dann Kommende ewige Universum im Hinblick auf Jesus Christus der das Ziel aller jetztigen Schöpfung ist. Und der auch im Anfang schon das Ziel von Gott war. 
Gnade - die uns jetzt zuteil wird - und in Jesus schon von Gott vor allen Zeiten geplant war. Ich lese da aber nichts von einer Vorherbestimmung bestimmter Menschen zum Heil....

4.  Römer 8 Vers 29 und 30 muss auch im Lichte des vorangegangenen Verses gelesen und beurteilt werden:

28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach ⟨seinem⟩ Vorsatz berufen sind.
29 Denn die er vorher erkannt hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bild seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene ist unter vielen Brüdern.

Es wird hier in der Gegenwartsform gesprochen, von denen, die Gott JETZT lieben. Und diese Menschen, die Gott lieben, die hat er vorher erkannt hat - sprich die  nach ihrer Bekehrung und Wiedergeburt von Gott erkannt worden sind --- Erkennen bedeutet EINS werden...eines Sinnes sein...
die sind dann dazu bestimmt Jesus dann auch gleichförmig zu sein - in Jesu Bild umgestaltet zu werden ... damit Jesus dann der erste von vielen - seinen - Brüdern dann ist.
Hier steht aber nichts von einer Vorherbestimmung vor Erschaffung der Welt.

Zur letzten von dir zitierten Stelle - jetzt mal aus der Hoffnung für alle....
2. Petrus 3
7 Auch der jetzige Himmel und die jetzige Erde werden nur so lange bestehen, bis Gott das entscheidende Wort spricht: Wenn er es anordnet, wird das Feuer sie am Tag des Gerichts vernichten, und er wird sein Urteil über alle Gottlosen sprechen.
8 Doch eins dürft ihr dabei nicht vergessen, liebe Freunde: Was für uns ein Tag ist, das ist für Gott wie tausend Jahre; und was für uns tausend Jahre sind, das ist für ihn wie ein Tag.
9 Wenn manche also meinen, Gott würde die Erfüllung seiner Zusage hinauszögern, dann stimmt das einfach nicht. Gott kann sein Versprechen jederzeit einlösen. Aber er hat Geduld mit euch und will nicht, dass auch nur einer von euch verloren geht. Jeder soll Gelegenheit haben, zu Gott umzukehren.


Vers 9 -- Geduld mit EUCH ... den Gläubigen.... die in ihren Fehltritten und Irrwegen bisweilen dann auch zur Umkehr von Gott geleitet werden mögen... hier die Gelegenheit bekommen sollen... umzukehren...



Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.11.2022 22:56.

Merciful

55, Männlich

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Beiträge: 2526

Re: Projekt Bibel 2022

von Merciful am 17.11.2022 20:06

Wir lesen heute, am 17. November 2022, im Buch Hiob 28,23 - 28,28.
 
Gott hat den Weg zu ihr erschaut, und er kennt ihre Fundstätte;
denn er blickt bis zu den Enden der Erde und sieht,
was unter dem ganzen Himmel ist.
 
Als er dem Winde seine Wucht bestimmte und die Wasser mit dem Maß abwog, als
er dem Regen sein Gesetz vorschrieb und dem Wetterstrahl die Bahn anwies:
da sah er sie und betätigte sie, setzte sie ein und erforschte sie auch.
 
Zu dem Menschen aber sprach er: ›Wisse wohl: die Furcht vor dem Allherrn –
das ist Weisheit, und das Böse meiden – das ist Verstand!‹
 
(Hiob 28,23-28; Menge Bibel 1939)
 
Wir lesen im Brief des Jakobus 03,13 - 03,16.
 
Wer ist weise und einsichtsvoll unter euch?
Der beweise durch seinen guten Wandel seine Werke in sanftmütiger Weisheit!
 
Wenn ihr aber bittere Eifersucht und Zanksucht in eurem Herzen hegt,
so rühmt euch nicht lügnerisch im Widerspruch mit der Wahrheit.
 
Das ist nicht die Weisheit, die von oben her kommt,
sondern ist eine irdische, sinnliche, teuflische.
 
Denn wo Eifersucht und Zanksucht herrschen, da
gibt's Unfrieden und alle Arten bösen Tuns.
 
(Brief des Jakobus 3,13-16; Menge Bibel 1939)
 
Merciful

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