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Re: Gesetz versu Gnade
von Cleopatra am 04.10.2016 07:59Zum Verständnis aller: Also ist dein Thema in Wirklichkeit "Gesetzlichkeit versus Gnade"?
Dann würde ich so manche Beiträge von dir besser verstehen.
Gesetz an sich und Gesetzlichkeit sind zwei unterschiedliche Bedeutungen.
Und genau das finde ich auch. Ich will gerne mich an Gottes Maßstäbe halten, einfach, um ihn eine Freude zu machen und weil ich weiß, dass es für ihn wichtig ist. Und auch, weil ich weiß, was die Übertretung für Jesus gekostet hat.
Das hat nichts mit Unterdrückung oder Strafandrohung zu tun.
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Re: Gesetz versu Gnade
von Lila am 04.10.2016 07:23Liebe Merciful!
Da stimme ich voll zu!
Ja so ist es!
Gesetzlich sind nur diejenigen, wo Jesus noch nicht das Gesetz in den Herzen geschrieben hat. Der will mit seinem eigenen Ego, sei es zB Liberalismus, oder falsch verstandenen sog. Fundamentalismus anderen beherrschen.
Nur diejenigen Heidenchristen können ein reines Gewissen haben, die das Gesetz in den Herzen haben, und auch gehorchen. Und es ist nicht irgendeine Gesetz. Sondern Gottes Gebote, die Jesus Ihnen im Herzen geschrieben hat.
Nicht wir entscheiden über Gottes Gebote, sondern Jesus! Der Mensch steht nicht über Gottes Wort.
Wenn man wirklich erkennen würde, was für ein Segen sind für uns Gottes Gebote, dann würden wir es Dankbar annehmen.
Ja, ja wir entscheiden welche Gesetz man befolgt oder nicht, dann frage ich mich warum ermahnt Paulus die Gemeinden so oft? Oder ist er auch gesetzlich? Der Galaterbrief ist nicht der einzige Brief von Paulus. Und da waren Sünden zu finden, die sogar nicht bei den ungläubige vorkommen.
So ihr meine Gebote haltet, so bleibet ihr in meiner Liebe, gleichwie ich meines Vaters Gebote halte und bleibe in seiner Liebe.
Joh 15,10
Du bist mein Schirm und mein Schild; ich harre auf dein Wort.
Psalm 119,114
Re: Gesetz versu Gnade
von Pal am 04.10.2016 06:58Auch denke ich, dass in der heutigen Zeit eher liberale Tendenzen ein Problem sind als die Gesetzlichkeit.
Etwa wenn der Gedanke der Freiheit so interpretiert wird, als ob deswegen die Gebote Gottes nicht mehr gelten würden.
Bin ich nicht frei, so zu leben, wie ich es gerne möchte? Bin ich nicht frei, mein Leben so zu gestalten, wie ich es für gut halte? Bin ich nicht frei, mich auch ans Gesetz zu halten, meinentwegen "koscher" zu kochen etc.?
Er war nämlich dermaßen selbstlos in der Liebe Christi verankert, das seine Perspektive sich gar nicht so sehr um sich drehte, sondern um den geliebten Mitmenschen. Um folglich nicht nur allein auf sein eigenes Gewissen zu achten, sondern auch und gerade darauf, das ich nicht das Gewissen von anderen verletzte.
Und da sehe ich in unserern heutigen Liberalität das große Manko.
Auch unter Christen. Da schert man sich, um es grob auszudrücken, einen Dreck um das Gewissen von anderen, sondern jeder wird auf seine Fasson selig.
Ich denke mir noch nie war das so in den Gemeinden gegenwärtig, wie heute. Denn genau das ist der Sauerteig einer rücksichtslosen Welt, die nur sich selbst ausleben will und keinerlei Achtung vor möglichen "Schwachen" in der Gemeinde hat.
Hier ließ einmal selbst, was früher im Fokus stand:
Röm 14:21 Es ist gut, wenn du kein Fleisch issest und keinen Wein trinkst, noch sonst etwas tust , woran dein Bruder Anstoß oder Ärgernis nehmen oder schwach werden könnte. Röm 14:22 Du hast Glauben? Habe ihn für dich selbst vor Gott! Selig, wer sich selbst nicht beschuldigt in dem, was er billigt; Röm 14:23 wer aber zweifelt und doch ißt, der ist verurteilt, weil es nicht aus Glauben geschieht. Alles aber, was nicht aus Glauben geschieht, ist Sünde.
Da sage ich doch lieber: "Nein, von den Engstirnigen, Kleingeistigen, will ich mich doch nicht einschränken lassen. Die sollen mir meine Freiheiten keinesfalls stören!"
Auch wenn ich sie für Gesetzes-Gerechte-Pharisäer halte, so soll ich deren Gewissen höher achten, als meine Freiheit.
Tue ich das?
Können ich wirklich begreifen, mit welcher selbslosen Liebe Paulus alle seine Freiheiten, um anderer willen begrenzte - ja in Ketten legen ließ?
1Ko 8:9 Sehet aber zu, daß diese eure Freiheit nicht gerate zum Anstoß der Schwachen! 1Ko 8:10 Denn so dich, der du die Erkenntnis hast, jemand sähe zu Tische sitzen im Götzenhause, wird nicht sein Gewissen, obwohl er schwach ist, ermutigt, das Götzenopfer zu essen? 1Ko 8:11 Und also wird über deiner Erkenntnis der schwache Bruder umkommen, um des willen doch Christus gestorben ist. 1Ko 8:12 Wenn ihr aber also sündigt an den Brüdern, und schlagt ihr schwaches Gewissen, so sündigt ihr an Christo. 1
Ko 8:13 Darum, so die Speise meinen Bruder ärgert, wollt ich nimmermehr Fleisch essen, auf daß ich meinen Bruder nicht ärgere.
Das war Urgemeinde-Leben.
Re: Pflanzen ohne Frucht
von Bithya85 am 04.10.2016 06:11was hat das mit der Frage zu tun?
Gemig-Blog Schaut gerne mal vorbei 
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Pflanzen ohne Frucht
von Burgen am 03.10.2016 23:47Luk 5 Heilung eines Aussätzigen
Als der Mann Jesus sah, fiel er auf sein Angesicht
Und bat ihn:
Herr, wenn du willst, kannst du mich reinigen.
Und er streckte die Hand aus, rührte ihn an und sagte:
Ich will; sei gereinigt!
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Pflanzen ohne Frucht
von Burgen am 03.10.2016 23:41Heilung von zwei Besessenen ,,, Mt 8,29
Sie schrien: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus, du Sohn Gottes?
Bist du hergekommen , um uns vor der Zeit zu quälen?
...
Da baten ihn die Dämonen:
Wenn du uns austreibst, dann erlaube uns, in die Schweineherde zu fahren.
Und er sagte: Dann geht!
...........................................
Mt 25
Wenn aber der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommen wird und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er sich auf seinen Thron setzen, und vor ihm werden alle Völker versammelt werden. Und er wird sie voneinander trennen, wie ein Hirte die Schafe von den Böcken trennt, und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken.
Re: Gesetz versu Gnade
von Merciful am 03.10.2016 22:25Das Leben aus der Gnade in den Geboten Gottes ist freilich keine Gesetzlichkeit.
Aber ich fand deine Formulierung ein wenig unglücklich, missverständlich.
Insbesondere deine Aussage, es komme auf die (zeitliche) Reihenfolge an, schien mir die eigentliche Problematik nicht ganz zu erfassen.
Aber ich möchte dies nun nicht weiter vertiefen.
Ich wüsste momentan aus meinem Umfeld auch keinen Menschen zu nennen, dessen Einstellung oder Verhalten ich als gesetzlich empfinden würde.
Die Geschwister, die ich kenne, leben, soweit ich sehe und beurteilen kann, aus der Gnade.
Auch denke ich, dass in der heutigen Zeit eher liberale Tendenzen ein Problem sind als die Gesetzlichkeit.
Etwa wenn der Gedanke der Freiheit so interpretiert wird, als ob deswegen die Gebote Gottes nicht mehr gelten würden.
Aber ob diese Einschätzung der Realität gerecht wird, bin ich mir nun auch nicht sicher.
Merciful
Re: Sätze vervollständigen, zweiter Versuch ;-)
von Keleison am 03.10.2016 21:30Wenn ich endlich die andere Socke finde, dann... fehlen mir nur noch 17 weitere Socken.
Wenn ich jeden Tag 2 Stunden mehr Zeit hätte, würde ich...
"Nach dem Tee ist für die Seele Sommer."
von Keleison am 03.10.2016 21:20Der Titel ist ein Spruch aus Russland, so hat es mir zumindest google erzählt.
Da es dieser Tage wieder etwas kühler (und nasser) wird, dachte ich mir, ich eröffne einen Thread über Tee, da ich selber gerade wieder auf den Hund ähm... Tee gekommen bin.
Ich persönlich trinke sehr gerne schwarzen Tee in allen Richtungen (mit einem Schuss Milch). Gerne einen Earl Grey (a la Picard).
Haben wir hier noch mehr fleißige Teetrinker(innen)?
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Gesetz versu Gnade
von geli am 03.10.2016 20:38Ja, da hast Du recht - aber ich seh darin, dass ich mich für mein Leben entscheide, mich an bestimmte Gebote oder Regeln zu halten, keine Gesetzlichkeit.
Bin ich nicht frei, so zu leben, wie ich es gerne möchte? Bin ich nicht frei, mein Leben so zu gestalten, wie ich es für gut halte? Bin ich nicht frei, mich auch ans Gesetz zu halten, meinentwegen "koscher" zu kochen etc.?
Das Problem der "Gesetzlichkeit" entsteht meiner Meinung nach erst dann, wenn ich versuche, meine Lebensführung auch anderen "aufs Auge zu drücken"
- d. h. wenn ich anfange, andere zu verurteilen, weil sie nicht ebenso wie ich lebe und sich nicht ebenso an die gleichen Grundsätze halten wie ich es für mich für gut befunden habe.
Hier beginnt nämlich dann die Lieblosigkeit, das Verurteilen, das Richten, die Überheblichkeit, dass ich meine, ich wäre nun "besser" als die anderen, die nicht so leben wie ich. Und hier lauert dann auch die Sünde... und hier fängt dann die "Gesetzlichkeit" an.
Ja, Pal - diese Gefahr besteht natürlich, dass man meint, man könnte sich bei Gott etwas "verdienen".
Aber wie ich schon vorher geschrieben habe: Das Motiv ist entscheidend.
Wenn ich begriffen habe, dass ich durch Gnade gerettet und wiedergeboren bin, dann weiß ich auch, dass ich mir nichts verdienen kann und es auch nicht muss. Aber dann begreife ich auch, dass Gottes Gebote gut sind und bin gerne bereit, danach zu leben!
Nicht deshalb, weil ich mir etwas verdienen will, oder weil ich meine, nun etwas "Besseres" zu sein, sondern einfach nur deshalb, weil ich erkannt habe, wie gut Gottes Gebote sind

Ich finde es manchmal schlimm, wenn man jemandem, der sich "für" die Gebote und das Gesetz ausspricht, gleich "Gesetzlichkeit" unterstellt.
Gottes Ordnungen sind einfach gut - warum also sollte man sich nicht daran halten?
Lg, geli


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