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Merciful

55, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2522

Re: Raum der Stille und des Gebets

von Merciful am 02.02.2017 18:18

Wohl denen,
die sich an seine Zeugnisse halten,
die ihn von ganzem Herzen suchen,

die auf seinen Wegen wandeln
und kein Unrecht tun.


(Psalm 119, 2-3; Lutherbibel 2017)

Merciful

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evmaios

55, Männlich

  Neuling

Beiträge: 15

Re: Kowalski - stellt sich vor :-)

von evmaios am 02.02.2017 14:53

Hallo Kowalski,

Vielen Dank für Deine Antwort!

In der Tat mußte etwas Einschneidendes passieren, bis ich endlich begriffen habe, daß Gott sich an mich wendet und meine Aufmerksamkeit wollte! Ich habe in einem andren Thread im Forum "Wie ich zum christlichen Glauben gefunden habe" schon geschrieben. Zuerst mußte ich in eine Lebenskrise kommen, die mich letztendlich zur Erkenntnis geführt habe, daß ich als eigener Herr über mein Leben denkbar ungeeignet bin, und folglich kapitulieren mußte und wirklich schmecken mußte, was es heißt, ein Sünder zu sein. Eine mir damals sehr nahestehende Person ist sehr gläubig und hat mich durch ihre Lebensweise sehr beeindruckt, auch schon vor meiner eigenen Bekehrung, quasi wie ein "wortloses Missionieren". In einem Urlaub in Siena in Italien hat Gott mich dann "erwischt" in einer Seitenkapelle im Dom, das war im Sommer 2014. Ich weiß nur noch, daß ich in diesem Augenblick auf eine Gruppe Gläubige geschaut habe, die vor dem Seitenaltar in tiefem Gebet verharrt waren, und ich habe plötzlich gemerkt, daß Er mit mir spricht, und habe im erstmals, ebenfalls im stillen Gebet, geantwortet. Kurz darauf habe ich mich intensiv mit dem Matthäus-Evangelium befaßt, und wiederum kurze Zeit später gegenüber dem Herrn meinen Glauben bekannt. Da ich ziemlich allein war in Glaubensfragen hier auf dieser Welt, ist einige Zeit vergangen, in der ich erst einmal gelernt habe zu beten, die Bibel zu lesen, eine Geisteshatung der Buße einzunehmen, und auch die Wichtigkeit zu begreifen, eine passende Gemeinde für mich zu finden. Als ich den Herrn gebeten habe, mir den Weg zu zeigen, hat er mir den Weg in die katholische Kirche gezeigt. Das war im März letzten Jahres.

Ich habe in der Tat den Wunsch, mich so schnell es geht taufen zu lassen, deshalb bin ich für Deine Antwort sehr dankbar. Bisher habe ich Gott vor allem betend und lesend gesucht, aber auch das Zusammensein mit anderen Brüdern und Schwestern und in voller Gemeinschaft in der Kirche ist wichtig, man kann nicht alleine Christ sein. Wieso also kann ich nicht etwa jezt schon mich taufen lassen? - Nun, auch hier wäre ich Dir dankbar, wenn Du mir Deine Meinung mitteilen könntest zu meinen Gedanken zu dieser Frage, die ich hier jetzt wiedergeben will. Ich habe mich noch nicht an einen Priester gewandt mit dieser Frage.

Die große Frage ist diese: Kann man sich denn taufen lassen, wenn man - noch - im Zustand schwerer Sünde lebt? Kurzversion im Telegrammstil: Ich lebe unverheiratet zusammen, die oben beschriebene Lebenskrise hat mit dieser Beziehung zu tun, Heirat mit ihr ist für mich jetzt ausgeschlossen, schnelle Trennung ist aus bestimmten Gründen nicht möglich, das braucht definitiv Zeit, ich muß hier Verantwortung wahrnehmen für Entscheidungen, die ich in meinem vergangenen Leben gefällt habe, ein "nur weg, ab durch die Mitte" wäre hier wiederum eine Sünde. Mehr will ich hier nicht schreiben. Außerdem bin ich noch nicht so weit, meinen Glauben öffentlich (in meinem doch sehr atheistisch geprägten Umfeld) zum Glauben zu bekennen - ist aber nicht sowohl der Glaube mit dem Herzen als auch das Bekenntnis mit dem Mund Voraussetzung für die Taufe als Erwachsener?

Es stellt sich für mich also die Frage: Kann man sich in einem Zustand schwerer Sünde, den man nicht von heute auf morgen beenden kann, überhaupt taufen lassen? Erwachsenentaufen finden ja üblicherweise in der Osternacht statt, zusammen mit Firmung und Erstkommunion. Natürlich wäscht der Herr durch das Sakrament der Taufe die Sünde von mir ab, wie es später auch durch das Beichtsakrament geschehen wird, und vielleicht kann ich unmittelbar nach der Taufe, wie es in der Osternacht ja vorgesehen ist, sogar bedenkenlos zur Erstkommunion gehen (ist das eigentlich so?). Aber im Zustand schwerer Sünde kann man eben - zu Recht - nicht zur Kommunion gehen, bevor man nicht vorher das Bußsakrament empfangen hat. Sollte ich nicht zuerst die notwendigen Veränderungen in meinem Leben vornehmen, damit ich den Zustand der schweren Sünde hinter mir lassen kann, und mich dann taufen lassen? Denn selbst wenn schwere Sünden vergeben werden, so muß doch der Entschluß glaubhaft sein, daß man von nun an von der Sünde läßt? Was nun, wenn diese Bedingung allein aufgrund meiner jetzigen Lebensform noch nicht erfüllt werden kann? Bevor ich über diese, hoffentlich berechtigte Frage mit einem Priester spreche, würde ich mich gerne mit Katholiken darüber beraten. Denn im Iternet habe ich über diese Problemstellung bisher nichts gefunden.

Dein Rat, eine persönliche Beziehung zu Jesus zu haben, ist aber goldrichtig. In der Tat bitte ich ihn auch hier um Führung, jeden Tag im Gebet. Seine Aufforderung an mich ist, nicht mehr allein im stillen Kämmerlein zu grübeln, sondern unter Christen zu sein und Gemeinschaft zu suchen.

Ich würde mich freuen, falls Du Zeit und Lust hast, noch einmal zu antworten.

Gruß, evmaios

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Welche Gesetze/Gebote für Christen noch zählen

von Burgen am 02.02.2017 13:17

Zum besseren Verständnis sei hier die von Beröer genannte Bibelstelle zitiert:

1. Korinther 6, 9-10 (NLB)

09 wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden?
Lasst euch nicht verführen!
Weder Unzüchtige noch Götzendiener, Ehebrecher, Lüstlinge oder Knaben u. (Mädchen) Schänder,

10 weder Diebe noch Habsüchtige, Trinker, Lästerer oder Räuber (Einbrecher) werden das Reich Gottes ererben.
*******
11 Und das sind einige von euch gewesen;
aber ihr seid abgewaschen,
Ihr seid geheiligt,
Ihr seid gerechtfertigt worden durch den Namen des Herrn Jesus
und durch den Geist unseres Gottes.



Gruß
Burgen

Antworten Zuletzt bearbeitet am 02.02.2017 13:22.

Beroeer

68, Männlich

  Motiviert

Beiträge: 270

Re: Welche Gesetze/Gebote für Christen noch zählen

von Beroeer am 02.02.2017 12:08

Es gibt einige hundert neutestamentliche Gebote,
Jetzt muss ich zwischendurch mal wieder einen Beitrag leisten

der vielleicht sogar eure Zustimmung hat

Da gibt es noch eine interessante Differenzierung
zwischen Gebot und Gebot:
Da gibt es Gebote, welche mit ganz schweren Sanktionen
bei nichteinhaltung belegt sind (z.B. 1.Korinther 6:9,10)
und andere, bei denen das nicht so der Fall ist.:

Da heißt es lasst uns ....wachsen, nachstreben, ausstrecken,
der und der Gesinnung sein, mit Freude und Danksagung tun,
........ die Zeit auskaufen, usw....

Erstere prüfen den Gehorsam - sie sind für alle gleich anwendbar.
Letztere sind eher Leitprinzipien und berücksichtigen auch die individuelle
Situation und Person. Diese prüfen die Herzenstreue,
die ja auch im Laufe der Zeit inniger werden sollte.

LG Beroeer

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Oase (37) Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir und will dich erretten ... Jeremia 1,8

von Burgen am 02.02.2017 09:57

Guten Morgen liebe Oasies

Es werden Wasser in der Wüste hervorbrechen und Ströme im dürren Land. / Jesaja 35,6

Jesus bietet uns an:
Wen dürstet, der komme;
wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst. / Offenbarung 22,17
Jesus hat das Wasser des Lebens schon bezahlt mit seinem Blut für dich/uns.

Nahum 1, 2-6
Lukas 8, 16-22 

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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Welche Gesetze/Gebote für Christen noch zählen

von Henoch am 02.02.2017 07:54

Zitat von Sister o. J.:

Die 10 Gebote werden einmal als Gesetze und ein anderes Mal als Gebote in der Bibel erwähnt.

 

Paulus schrieb ja, dass die Liebe dazu verhilft, die Gesetze zu befolgen. Dabei handelt es sich klar um die Gebote, du sollst nicht.

 

Hallo Sister,

ich hab das grad entdeckt. Das ist leider überholt durch die neutestamentlichen Gebote.

So heißt es nicht mehr nur, was wir alles nicht sollen (andere Götter haben, den Namen Gottes missbrauchen, sich ein Bildnis machen, nicht falsches Zeugnis geben, nicht begehren, Vater und Mutter ehren, nicht töten... etc, sondern wir sollen nicht nur unterlassen was falsch ist, sondern tun, was Gott will.

Es heißt also stattdessen Gott über alles lieben, ebenso den Nächsten, die Wahrheit reden (also nicht nur nicht falsches Zeugnis wider dem Nächsten geben), statt "begehren"  alles den Armen geben...Die Dinge müssen aus dem Herzen kommen, sonst zählen sie nicht, die Gedanken sind der Tat gleich (wer zürnt ist schon ein Totschläger, wer begehrt, hat die Ehe schon gebrochen...etc)die), wir sollen nicht nur "nicht...tja, das ist also der neue Anspruch.

Es gibt einige hundert neutestamentliche Gebote, da heißt es nicht mehr "Du sollst...", denn das würde nicht zählen, weil es aus einer knechtischen Gesinnung wäre und daher ungültig. Da heißt es lasst uns dies uns das tun, wachsen, nachstreben, ausstrecken, der und der Gesinnung sein, mit Freude und Danksagung tun, den Nächsten höher achten als sich selbst, in Gott bleiben, auf Gott schauen, den Lauf vollenden, die Zeit auslaufen, usw....

Also, auf eine neue Herzenshaltung kommt es an: 1Kor 4,5 Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch ans Licht bringen wird, was im Finstern verborgen ist, und das Trachten der Herzen offenbar machen wird. ...

Henoch

Antworten Zuletzt bearbeitet am 02.02.2017 07:55.

Cleopatra
Administrator

40, Weiblich

  Urgestein

Forenleitung

Beiträge: 5517

Re: Welche Gesetze/Gebote für Christen noch zählen

von Cleopatra am 02.02.2017 07:51

Vielen Dank liebe Henoch.

Lg Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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Merciful

55, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2522

Re: Raum der Stille und des Gebets

von Merciful am 01.02.2017 21:01

Wohl denen, die ohne Tadel leben, die im Gesetz des HERRN wandeln!

(Psalm 119, 1; Lutherbibel 2017)

Merciful

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MarcusO
Gelöschter Benutzer

Re: Warum ich Gott liebe

von MarcusO am 01.02.2017 20:10

Hallo Palindrome95, ja du hast das sehr schön rübergebracht (finde ich). Wo ich kurz nachhacken wollte, ist der "Strafende Gott wenn ich böse bin". Ich glaube nicht direkt an die klassische Strafe :"Du böser Junge (oder Mädl) jetzt gibts erst mal aufn Hintern"  
Gott züchtigt seine Kinder wie ein liebender Vater sein Kind erzieht! Ich denke aber auch, wenn es uns als schlecht geht dann hat das nicht immer unbedingt mit Strafe zu tun, sondern das wir uns selber mit Sünde von Gottes Segensstrom entfernen. Ich denke das Gott dann nicht immer "draufhaut" sondern eher das Gegenteil, das er sich ruhig verhätl. Und diese Ruhe macht uns zu schaffen. Wir müssen in Gottes Nähe bleiben, also in seinem Segensstrom.
LG 

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geli
Gelöschter Benutzer

Re: Matthäus 27,52-53

von geli am 01.02.2017 18:52

Ich denke, hier war es so, wie bei Lazarus, der, nachdem ihn Jesus aus dem Grab hervorruf, dann wohl später auch wieder eines natürlichen Todes starb.

Ja, das denke ich auch.
Wegen Lazarus sagte Jesus: "Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Verherrlichung Gottes, damit der Sohn Gottes dadurch verherrlich werde."
Nebenbei gesagt, spricht Jesus damit aus, dass er selbst Gott ist, indem er Gottes Verherrlichung mit seiner eigenen Verherrlichung gleichsetzt!

Durch die Auferweckung des Lazarus zeigte Jesus, dass er die Auferstehung und das Leben ist - als Zeichen, dass er wirklich der verheißene Messias war.

Die Auferstehung der entschlafenen Heiligen bestätigte Gott, dass Jesus kein Phantast war, der Lügen erzählte, sondern dass er wirklich das war, was er von sich behauptete: Nämlich der Sohn Gottes.

Gleich danach zeigte das Geschehen auch seine Wirkung:

"Als aber der Hauptmann und die mit ihm Jesus bewachten das Erdbeben sahen und was da geschah, erschraken sie sehr und sprachen: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!" (Matth. 27,54)

Der Hauptmann erkannte durch die ganzen Geschehnisse, auch durch die Auferstehung der Heiligen, als Erster, wen er da gekreuzigt hatte!

Lg, geli

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