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Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Oase (39) Er wird mich ans Licht bringen, dass ich seine Gnade schaue. /Micha 7,9
von Burgen am 02.06.2017 10:14Losung
In der Zeit meiner Not suche ich den Herrn;
meine Hand ist des Nachts ausgereckt und lässt nicht ab. / Psalm 77,3
Der Herr richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf das Warten auf Christus. / 2. Thessalonicher 3,5
Epheser 1, 15-23
Apostelgeschichte 5, 17-33
Wenn ich des Nachts oft lieg in Not / verschlossen, gleich als wär ich tot,
lässt du mir früh die Gnadensonn / aufgehn: nach Trauern Freud und Wonn.
Halleluja.
(Johann Heermann)
klacks
Gelöschter Benutzer
Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?
von Cleopatra am 02.06.2017 07:42Ihr lieben,
ich denke auch, dass wir uns und Gott keinen Gefallen tun, wenn wir nur auf uns sehen, auch wenn es ein Blick des "oh ich bin so böse" ist.
Wir müssen uns immer bewusst sein, dass es aus Gottes Gnade geschieht, nicht aus uns.
Aber wir dürfen eben auf diese Gnade sehen und uns freuen, dass Gott uns verändert hat.
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Bekehrung - wie oft wird sich bekehrt? Was ist Bekehrung?
von Henoch am 02.06.2017 07:21Hallo Solana,
ja, stimmt, unverständig passt auch. Dass die Begrifflichkeiten Fleischlichkeit und Unverständigkeit auch auf noch unreife Gläubige angewendet werden, sieht man am Glaterbrief. Die Galater waren erlöst aus Gnade und wollten nun durch fleischliche Werke des Gesetzes statt durch geistliche Werke des Glaubens die Heiligung aus eigener Kraft "schaffen".
Gal 3, 1 O ihr unverständigen Galater! Wer hat euch bezaubert, denen doch Jesus Christus vor die Augen gemalt war als der Gekreuzigte? 2 Das allein will ich von euch erfahren: Habt ihr den Geist empfangen durch des Gesetzes Werke oder durch die Predigt vom Glauben? 3 Seid ihr so unverständig? Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr's denn nun im Fleisch vollenden?
Fleischlich ist also biblisch der Versuch, etwas aus eigener Kraft bzw. im Eigenwillen und daher "in Feindschaft mit Gott" zu tun und die eigene Ehre zu suchen. Geistlich ist es, etwas durch Gott zu tun und in seiner Kraft, also zu glauben und zu vertrauen und das ergibt Werke des Glaubens, die Gott ehren und den Menschen demütigen.
In jedem gläubigen Menschen gibt es beides, den Geist und das Fleisch, das gegeneinander kämpft.
Auch Reue, Buße und Bekehrung kann nun fleischlich sein, also aus fleischlichen Motiven heraus wie Scham, Angst vor schlechtem Ruf bei den Menschen etc., in fleischlicher Weise, wie Selbstvorwürfe, Selbstanklage, Verzweiflung und mit fleischlichen Zielen, wie Gott gefallen oder den Menschen.
Sie kann aber auch geistlich sein, also aus der Kraft des Geistes heraus. Dann empfindet man die Sünde als Not mit der man zu Gott kommt und ihn anfleht, er möge helfen. Man hasst die Sünde und weiß. nur der Herr allein kann das Herz wenden. Es macht nichts aus, dem anderen Menschen die Schuld einzugestehen, wenn nur der Herr groß wird...etc... Man freut sich über den Herrn, weil er vergibt und reinigt von Ungerechtigkeit. etc.
Henoch
Re: Raum der Stille und des Gebets
von Merciful am 01.06.2017 22:56Der Frevler Stricke umschlingen mich; aber dein Gesetz vergesse ich nicht.
Zur Mitternacht stehe ich auf, dir zu danken für die Ordnungen deiner Gerechtigkeit.
(Psalm 119, 61.62; Lutherbibel 2017)
Merciful
Re: Bekehrung - wie oft wird sich bekehrt? Was ist Bekehrung?
von solana am 01.06.2017 22:11Vielleicht sollten wir mal ein gesondertes Thema eröffnen, um die Begriffe "geistlich" und "fleischlich" zu klären.
Denn die beiden sind eigentlich schon als Gegensätz gegenübergestellt im NT - zB: Röm 8,7 Denn fleischlich gesinnt sein ist Feindschaft gegen Gott, weil das Fleisch sich dem Gesetz Gottes nicht unterwirft; denn es vermag's auch nicht.
So wie du "fleischliche Christen" beschreibst, Henoch, besteht ihre "Fleischlichkeit" aber nicht in "Feindschaft gegen Gott", sondern darin, dass sie sich zwar schon dem Gesetz Gottes unterwerfen. Aber sie versuchen, es aus eigener Kraft zu schaffen, gesetzestreu zu leben.
Das erinnert mich eigentlich mehr an das, was Paulus über "Unmündige" in "knechtischer Gesinnung" schreibt:
Gal 4,1 Ich sage aber: Solange der Erbe unmündig ist, ist zwischen ihm und einem Knecht kein Unterschied, obwohl er Herr ist über alle Güter;
2 sondern er untersteht Vormündern und Verwaltern bis zu der Zeit, die der Vater bestimmt hat.
3 So auch wir: Als wir unmündig waren, waren wir geknechtet unter die Mächte der Welt.
4 Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan,
5 auf dass er die, die unter dem Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Kindschaft empfingen.
6 Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater!
7 So bist du nun nicht mehr Knecht, sondern Kind; wenn aber Kind, dann auch Erbe durch Gott.
Deshalb finde ich dafür die Bezeichnung "unmündig" besser als "fleischlich".
Denn Unmündige haben ein Entwicklungspotenzial, sie können immer "mündiger" werden, indem sie in der Erkenntnis wachsen und reifen.
Aber "fleischlich <=> geistlich" im NT steht meist in krassem Gegensatz, dh fleischlich zusammen mit Feindschaft gegen Gott, Tod und nicht Christus gehörend:
Röm 8,6 Denn fleischlich gesinnt sein ist der Tod, doch geistlich gesinnt sein ist Leben und Friede.
Röm 8,9 Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, da ja Gottes Geist in euch wohnt. Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.
Im Korintherbrief wird "fleischlich " auch als Beschreibung für "unmündige Kinder" gebraucht:
1Kor 3,1 Und ich, Brüder und Schwestern, konnte nicht zu euch reden wie zu geistlichen Menschen, sondern wie zu fleischlichen, wie zu unmündigen Kindern in Christus.
Im Sinne von "unmündig" ist es kein krasses entweder - oder, sondern enthält die Entwicklungsmöglichkeit.
Daher gefällt mir diese Beschreibung (wie auch im Galaterbrief) besser, da es dadurch zu weniger Missverständnissen kommt;
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Bekehrung - wie oft wird sich bekehrt? Was ist Bekehrung?
von Henoch am 01.06.2017 20:11Zitat:
Henoch: Der fleischliche Mensch will alles richtig machen, der geistliche Mensch am Weinstock bleiben.
Solana: Diese Unterscheidung bspw finde ich ein bisschen spitzfindig.
Ich sehe darin kein "entweder - oder".
Denn, wir wollen doch alle das Richtige tun und sind traurig darüber, wenn wir versagen, sind traurig darüber, wenn wir durch falsches Tun den Heiligen Geist betrüben .... du doch sicher auch, Henoch.
Und gerade diese Traurigkeit bringt uns doch zur Umkehr und ist die Voraussetzung dafür, dass wir auch innerlich "reifen" und Einsicht und Erkenntnis gewinnen.
Hallo Solana,
ich sehe darin auch kein entweder oder. Der geistliche Mensch will am Weinstock bleiben, weil er weiß, ohne den Herrn kann er nichts tun. Und weil er am Weinstock bleibt, macht er vieles richtig, denn der Herr gibt ihm das Wollen und Vollbringen nach seinem Wohlgefallen.
Der fleischliche Mensch will alles richtig machen, um am Weinstock zu bleiben. Und da ist dann das Problem, denn so herum wird das nicht wirklich funktionieren, weil fleischliche Werke so oder so nur schmutzige Lumpen sind, wie die Schrift sagt. Dank sei dem Herrn, dass er uns in der Gnade wachsen lässt, so dass wir immer mehr geistlich und immer weniger fleischlich an die Herrausforderungen herangehen zur Ehre des Herrn.
Hallo Burgen,
ja, da muss man hinwachsen und keiner schafft das "Ideal. Denn wer meint dass er steht, der sehe zu, dass er nicht fallle.
Henoch
Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?
von Pal am 01.06.2017 20:06Hi, Greg, und wenn es regnet, wirst du dann zum unerlösten Gutmensch? 
Re: Gutmensch oder Bösmensch - wie siehst du dich?
von Greg am 01.06.2017 15:16Die Sonne scheint, und ich bin ein erlöster Bösmensch.
Ich bin eine fröhliche Knackwurst!


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