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Re: Wie "wandelt" man im Geist?
von Merciful am 07.06.2017 09:16Danke, Cleo,
du hast es gut beschrieben.
In deiner Beschreibung wird nochmal deutlich, wie du die Formulierung 'automatisch' meintest.
Man lebt quasi ganz normal sein Leben, aber in den Gedanken bleibt man bewusst in der Gemeinschaft mit Gott.
Und wie von selbst wächst und reift darin die Beziehung zu Gott.
Mit 'ganz normal sein Leben leben' meine ich, dass man nicht besondere Dinge tut, um sich sein Seelenheil zu verdienen.
Mit 'wie von selbst' meine ich, dass das Wachstum Gottes Werk in uns ist, das wir nicht bewirken, aber doch in uns geschehen lassen.
Merciful
Re: Wie "wandelt" man im Geist?
von Cleopatra am 07.06.2017 07:52Liebe solana,
ich bin mir nicht sicher, ob wir das Gleiche verstehen unter "im Geist wandeln"...?
Für mich bedeutet dies eine gesammte Einstellung im Leben.
Eine Grundeinstellung eben.
Natürlich können wir auch mal Fallen, zB, wenn wir Fehler machen oder sündigen.
Aber grundsätzlich wandeln wir doch im Geist, wenn wir mit dem Blick nach oben wandeln, oder nicht?
Deshalb schrieb ich auch und meine es immernoch, dass zB durch gebet und Bibellese sowas geschieht.
Aber auch noch weiter, denn ich schrieb noch etwas ganz entscheidendes danach:
Die bewusste Wandlung mit Jesus.
Zum Beispiel: Ich bin gleich verabredet mit einer sehr guten Freundin, wir laufen morgens fast immer zusammen mit den Hunden.
Ich werde mich mit ihr unterhalten, ich werde nicht die ganze Zeit vor mich hinbeten (die arme Freundin).
Aber ich bin mir die ganze Zeit bewusst, dass Gott dabei ist. Und wenn sie mir mal ne Frage stellt, kann ich jederzeit zu Gott sagen "was soll ich ihr am Besten antworten?" oder mir immer wieder bewusst machen und Gott innerlich loben, wie wunderschön die Natur ist.
Danach werde ich frühstücken, wenn die Zeit es mir erlaubt und mich nochmal frisch machen.
Die ganze Zeit kann ich dankbar sein und Gott danken für Essen, Kleidung und so weiter.
Auf der Arbeit muss ich auch mal Rechnen oder mich stark konzentrieren, weil ich etwas zu Planen habe.
Trotzdem aber habe ich immer im Bewusstsein, dass Gott dabei ist und kann ihm auch sagen, wenn mich gerade etwas stört oder wenn ich Hilfe brauche.l
Das habe ich mit meinem Beitrag gemeint.
Nicht das bewusste "und jetzt setze ich mich hin und lese einen Abschnitt aus der Bibel" oder "jetzt werde ich mich fünf Minuten hinsetzen zumj Beten".
Sondern eben die Einstellung, das Leben mit Gott.
Und das ist eben in meinen Augen auch vor allem möglich, wenn wir immerwieder den Blick zu ihm hinwenden.
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Re: Wie "wandelt" man im Geist?
von Pal am 06.06.2017 21:21Lieber Thomas, also jetzt mal als Beispiel:
Wenn ich lese wie ein Mann nach dem Herzen Gottes, wie der König David es war, beschrieben wird, dann kann ich nur staunen.
Dann wird in der Bibel überaus detalliert beschrieben, wie dieser Glaubensheld, wegen einer sündhaften Neigung, die größten Konflikte in sein Leben brachte.
Dann warnt mich diese Geschichte, um immer zu beachten, das ich auf mich selbst aufzupassen habe.
Ich kann das gesegneteste Gotteskind sein. Ich kann sprudeln vor intensiver Jesuliebe.
Doch dies alles wird mich nicht davon befreien um wegen den Gefahren meiner Selbst zu wachen.
Und so hilft mir das positive als auch das negative Beispiel. BEIDES!
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Wie "wandelt" man im Geist?
von Burgen am 06.06.2017 19:26@nennmichdu vielen Dank für deine Rückmeldung.
Während ich schrieb fiel mir ein, dass Gott ein eifersüchtiger Gott ist. Den ich aber nicht zu fürchten habe, weil er mich liebt.
Allerdings möchte ich ihn nicht traurig machen.
Letztlich ist es immer gesünder, Gott an die erste Stelle zu setzen.
Menschenabhängigkeit tut nicht gut.
Gruss
Burgen
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Gott Eifersüchtig machen..
von nennmichdu am 06.06.2017 19:13Hallo Burgen,
das klingt mir nach einem sehr strengen Gott, bei dem ich stets aufpassen muss nichts falsches zu tun..... ---
ist Gott wirklich so?
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Wie "wandelt" man im Geist?
von nennmichdu am 06.06.2017 19:10Hallo Pal,
ehrlich gesagt nicht.... - wenn du ein praktisches Beispiel anführen könntest -?
Re: Wie "wandelt" man im Geist?
von Pal am 06.06.2017 18:53Aber, wie gesagt, das ist etwas, das mich beschäftigt und wo ich "Handlungsbedarf" sehe....
und um was es dabei genauer geht:
Aber um Antworten geben zu können, müssen wir uns auch erst mal selbst darüber klar werden, indem wir uns damit auseinandersetzen und verstehen, was sich verändert bzw was sich nicht verändert und was die Veränderung blockiert hat.
Siehst du liebe Solana, das beschäftig auch mich sehr intensiv.
Nun ist die Bibel voll mit (unangenehmen) Auseinandersetzungen dieser Thematik.
U.a. heißt es da:
Die Bibel zeigt uns (auch negative) Beispiele, durch die wir direkt gewarnt werden sollen, damit es uns nicht auch vergleichbar ergehen möge.
So könnte man natürlich entgegnen: "Ich will mich mit den negativen, sündhaften Dingen gar nicht weiter auseinandersetzen, sondern nur noch den Blick auf Jesus festigen! - Ich guck mir das irdische Verderben gar nicht erst an sondern bin nur noch himmel-fokusiert!"
Doch erfahre ich, das gerade mit der Auseinandersetzung der menschlichen, negativen Problematik eine Menge von Heilung für mich zur Verfügung steht.
Weshalb ich diese (biblischen) negativen Informationen genauso auf mich wirken lassen möchte, wie die ausgesprochen positiven Beispiele.
Versteht ihr mich?
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Wie "wandelt" man im Geist?
von Burgen am 06.06.2017 15:13
zur Bewusstseinsänderung möchte ich noch sagen, was damit gemeint ist, wobei vielleichtein anderer Mensch darunter etwas anders versteht.
Zuerst, damit ist nicht Esoterik oder ähnl. gemeint.
Es ist einfach so, dass jemand, der viel in der Schrift Christi liest, glaubt und bedenkt, lernt und lebt,
plötzlich bemerkt, dass er vieles in der Schrift neu liest. Vielfach so, als hätte er die Worte, Absätze, Bücher noch nie vorher gelesen.
Hilfreich ist z.B. ein Datum daneben zu schreiben.
Jahre später kann man dann darüber ins Staunen geraten, denn nun liest man es wieder wie neu oder erlebt ein Aha, und findet sich damals wieder.
Das muss natürlich bei euch nicht so sein... 
Ausserdem ist es doch so, dass wir durch die Schrift uns im fortwährenden Zwiegespräch mit Gott - Jesus befinden.
Da sollte es trotz vieler oder gerade bei vieler Alltagsgeschäfte irgendwann zu schaffen sein, ins Bibelgespräch mit dem Vater zu kommen. Denn er hilft, gibt Kraft, bahnt unseren Weg frei, beglückt oder korrigiert.
Das gehört zur Ehe mit Jesus, mit ihm an der Seite den Tag zu meistern. Ihn einhaken und voranschreiten.
Zum Beispiel, wenn ich draußen bin und immer wieder Ausschau nach einem bekannten Gesicht halte, weiß ich, damit Gott eifersüchtig zu machen und kehre um, denn er ist ein eifersüchtiger Gott.
Andererseits, wenn ich an einen bestimmten Menschen dachte und die Gedanken beiseite lege, gar nicht mehr daran denke, kann es durchaus sein, diesem Menschen später zu begegnen.
Das hat nichts mit Telepathie zu tun. - Gottes Ehre, sie gehört nur ihm, danke dir.
Vielleicht erlebt ihr anderen knapp über 600 Mitglieder ja ähnlich Gott in eurem Leben?
Gruss
Burgen
Re: Wie "wandelt" man im Geist?
von solana am 06.06.2017 14:09Es bedarf ein Bewusstseinsänderung.
Hallo Burgen
Genau um diese Veränderung ging es mir.
Ja, oft erkennen wir erst im Rückblick, dass sich da etwas verändert hat.
Durch diese Veränderungen "lernen" wir. Und durch diesen Lerprozess erkennen wir auch immer mehr, was das Wirken des Heiligen Geistes in uns verhinder oder blockiert oder schwächt, womit wir ihn "betrüben", wie es an einer Stelle formuliert ist.
Es ändert sich bspw viel in unserer Einstellung und unserem Umgang mit Sorgen - da gab es bei mir zumindest sehr grosse Veränderungen.
Oder auch im Umgang mit dem, was mich an anderen Menschen ärgert, zB wenn mir jemand nicht wohlgesonnen ist und versucht, mir zu schaden, mich zu übervorteilen oa.
Solche Situationen können einen so aufregen, dass man den inneren Frieden völlig verliert und sich in ganz falsche Denkmuster hineinziehen lässt.
Durch den Heiligen Geist schenkt Gott aber gerade da Einsicht in das, was falsch gelaufen ist, wenn wir darum bitten und uns Erkenntnissen öffnen, die vielleicht auch manchmal ganz schön unbequem sind.
Aber das ist ein sehr hilfreicher Prozess und er ist sehr notwendig, wenn wir nicht immer wieder an derselben Stelle "aus der Bahn laufen" wollen.
Und gerade Menschen, die in solchen Situationen feststecken, erwarten von Geschwistern mehr Hilfe, als den Hinweis, sie sollen mehr Bibellesen und Beten - und der Rest kommt dann schon.
Aber um Antworten geben zu können, müssen wir uns auch erst mal selbst darüber klar werden, indem wir uns damit auseinandersetzen und verstehen, was sich verändert bzw was sich nicht verändert und was die Veränderung blockiert hat.
Ich habe schon oft von jungen Christen oder Menschen, die am Glauben interessiert sind, die Vorwürfe gehört, dass Christen eben keine praktischen Antworten haben. Dass es einerseits ein abgehobenes Leben iin der Gemeinschaft gibt, bei dem man über geistliche Themen spricht und sich gegenseitig "beflügelt".
Im Alltag ist dann aber nicht mehr viel davon zu spüren. und wenn man mit Fragen kommt, dann gibt es nur wieder abgehobene Antworten, Formulierungen in der "Sprache Kanaans", mit denen man "konkret" nichts anfangen kann .....
Aber, wie gesagt, das ist etwas, das mich beschäftigt und wo ich "Handlungsbedarf" sehe.
Wenn andere den nicht sehen und das für sie kein Thema ist, dann reite ich nicht weiter drauf rum. Denn um mich geht es hier ja nicht, sondern um das, was die Menschen interessiert, die hier am Austausch teilnehmen. Auch wenn das Thema von mir so gedacht war, kann das natürlich auch jederzeit anders diskutiert und weitergeführt werden, wenn in anderer Richtung mehr Interesse besteht.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Wie "wandelt" man im Geist?
von Burgen am 06.06.2017 13:42Dieses Wort >automatisch < ist irgendwie unglücklich formuliert.
Wir sind dankbar aus der Gnade leben zu dürfen. Doch damit ist kein Automatismus zu verstehen.
Öfter lesen wir, nehmt die Gedanken gefangen unter Gottes Gedanken.
Das 'funktioniert' nicht einfach so. Es bedarf ein Bewusstseinsänderung. Das kann man nicht 'machen'.
Es wird uns geschenkt, ja, wenn wir Situationen des Tages rückblickend durcharbeiten, zusammen mit Jesus.
Ich denke gerade - wie leben denn die Männer und Frauen im missionarischen Dienst draußen in der Welt?
Vorraussetzung ist wohl, in der Liebe, in Christus Wort gegründet sein und sich im Tagesablauf der Gnade Gottes bewusst sein.
Das trifft alles auch auf den geistlichen, erneuerten Menschen zu.
Also ist das erneuerte Herz sehr wichtig, baden in der Liebe Gottes. Auch wenn die Umstände schlimm erscheinen.
Das Herz inklusive Charakter durch die Gnade verändern lassen. Alles ohne automatische Ergebnisse zu erhalten.
Die Früchte sind für die anderen , die Gaben sind für das glaubende Gotteskind.
Gruss
Burgen


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