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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Alle Sünden? Oder nur die Sünden, die wir bekennen?

von Henoch am 30.08.2017 13:25

Hallo Cleo,

da uns der heilige Geist überführen muss, weil wir die Sünden sonst gar nicht erkennen kölnnen, können wir nur die bekennen, die uns der Herr offenbar macht.

Bekennen ist eine Haltung. Sie drückt tiefes Vertrauen zum Herrn aus. Wer kann schon sagen: Ps 139,23 Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich's meine.

Und der Psalm 139 drückt überhaupt sehr schön aus, welche Haltung da gemeint ist. https://www.bibleserver.com/text/LUT/Psalm139

Und da sieht man auch, dass zum Bekennen auch die herzliche Bitte gehört, dass der Herr uns recht leiten soll....1Joh 1,9 Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.

Aber das Blut Christi reinigt uns ganz. Man muss unterscheiden zwischen Rechtsstellung und Beziehung. In der Rechtsstellung gilt: In Christus sind wir schon vollkommen und damit Himmelsbürger: Hebr 10,14 Denn mit einem Opfer hat er die, die geheiligt werden, für immer vollkommen gemacht. Kol 1,13 er hat uns gerettet aus der Macht der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe.

Auf Beziehungsebene gilt, dass wir bekennen sollen, damit wir wieder ein freies Herz haben zum Herrn. Jeder kennt die Geschichte mit der blutflüssigen Frau, die Jesus heimlich berührte und geheilt wurde. Jesus sprach sie an. Sie sollte nicht unsicher herumlaufen, ob das recht war. Er wollte, dass sie frei zu ihm kommt, ohne Angst. Gott will eine freie, bereinigte und vertrauensvolle Beziehung zu seinen Kindern. Sie dürfen wirklich mit allen Nöten kommen und die größte Not ist ja die Sünde.

Henoch

Antworten Zuletzt bearbeitet am 30.08.2017 13:39.

nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Re: Alle Sünden? Oder nur die Sünden, die wir bekennen?

von nennmichdu am 30.08.2017 13:17

Hallo liebe Leser,


sich als Sünder erkennen, als ein Mensch, der in Trennung von Gott lebt und sein Handeln nun im Lichte Gottes als Sünde begreift - weil halt sein ganzes Wesen (sein alter Adam) nicht anders kann, als vorerst seine Bedürfnisse im Auge zu behalten und seine Bedürfnisse über die Interessen anderer stellt (Jes 53,6 Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn) ist eine Wirkung des heiligen Geistes:


Joh 16,8 Und wenn er kommt, wird er der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht;


Wenn ich nun durch Gottes Hilfe zur Erkenntnis (dieser) Wahrheit gelange (sagen kann - Gott, sei mir dem Sünder gnädig) , darf ich wissen, das all meine vergangenen Unzulänglichkeiten und Übertretungen durch das Opfer Gottes Sohnes getilgt/gesühnt sind, insofern ich nun ein reines Gewissen vor Gott haben kann und bekommen werde.

Um dann ebenso anderen ihre Verfehlungen an mir vergeben zu können. Und bei eigenen Übertretungen zuversichtlich zu Gott und meinen Nächsten kommen kann, in dem Wissen, das Gott sie mir nicht mehr anrechnen will.

In ungetrübten Gemeinschaft (reinen Gewissens) mit Gott zu leben wird dann im 1. Joh, 1 so beschrieben:


7 Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut (Leben) Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde.

und fallen wir in Übertretungen die wir nicht verbergen/leugnen (Vers 8):

9 Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.


Darüber hinaus wird Gott dann dafür sorgen, das alles in unserem Leben ans Licht kommt, was noch abgelegt werden muss. 
Das heißt er wird auch die verborgenen Sünden aufdecken.


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angel121

60, Weiblich

  Motiviert

Beiträge: 154

Re: Alle Sünden? Oder nur die Sünden, die wir bekennen?

von angel121 am 30.08.2017 11:30

@Cleopatra

Denn am Ende kommen wir ja nur in den Himmel, weil wir eben durch Jesu Tod und Auferstehung vollkommen rein gemacht wurden.

Wo steht denn das bitte?  (ich weiss, wo das mit dem reinmachen durch Jesu Blut der damaligen Anwesenden geschrieben steht, doch was hatte das mit dem Himmeleinlass zu tun?)  Ich dachte,  für den Einlass in den Himmel gelte das:
Es werden nicht alle, die zu mir sagen: HERR, HERR! ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Matthäus 7.21


@all, also ich denke, das Bekennen der eigenen Sünden bedingt, das Kennen, was vor dem Vater Jesus als Sünde gilt. Das war vor Jesus Christus Auftritten und Aufklärungen hierüber, nach seiner Taufe im Jordan unklarer als heute. Auch wird teils heute als Sünde bezeichnet was in Wahrheit kein Vergehen gegen Jesus Gebote ist.

Sünde ist doch alles von Gott trennende Reden und Verhalten. Dabei hilft Paulus Aufzeichnung von Verhaltensweisen, die Feindschaft gegen Gott bedeuten und somit kann im Geiste wandeln ja dann Freundschaft mit Gott heissen, darlegen. Wie seht ihr das? Danke und

gby angel121

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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Die Diskussionen über Vorschriften ....

von Henoch am 30.08.2017 10:48

Hallo Cleo,

ich denke, wir werden es eben auch mal falsch machen, alle, jeder wann anders.

Wenn wir das jedesmal zu einem übergeordneten Thema machen, dann erschlagen wir zwangsläufig jeden Thread und zugleich richten wir das, was wir selbst ebenso tun.

Das meine ich, wenn ich sage, da ist das "wie" mal zwietrangig. Wenn ich gemeint bin, versuche ich es nicht negativ zu sehen und davon auszugehen, dass der andere es gut meint (Die Liebe glaubt alles und unterstellt nichts böses.)

Ansonsten sollte gelten:  Ertragt einander in Liebe. Also eben mitsamt unseren Fehlern.

Henoch

Antworten Zuletzt bearbeitet am 30.08.2017 10:49.

Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Oase (40) unsere Liebe werde immer noch reicher an Erkenntnis und aller Erfahrung. Phil 1,9

von Burgen am 30.08.2017 10:09

Losung 

Er ist der lebendige Gott, der ewig bleibt, und sein Reich ist unvergänglich. - Daniel 6,27 

Lehrtext

Vater! Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. - Lukas 11,2 

Johannes 8, 3-11
4. Mose 10, 11-36

Sein guter Schatz ist aufgetan, des Himmels ewges Reich.
Zu segnen hebt er täglich an und bleibt sich immer gleich.
(Jochen Klepper)



 

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Alle Sünden? Oder nur die Sünden, die wir bekennen?

von Burgen am 30.08.2017 10:01

Hallöchen, 

Jesus Christus kam um zu retten, nicht zu verurteilen.

Er ist für alle meine Sünden gestorben, alles hat er am Kreuz für mich getan. Voraussetzung ist, dass ich das glaube. 

In dem obigen Beispiel der 70 jährigen Frau beginnt ein ganz neues, befreites, Leben.

Die Sonne geht in ihrem Leben, in ihrem inneren Menschen auf.

Die Aufgabe der Hirten und Mitchristen ist dann, ihren Glauben Jesus Christus nicht mit dem Gesetz verdunkeln.

Es wurde Licht im Leben dieser Frau.

Johannes 3,16
Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab,
auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. 
 


Gruss
Burgen


 

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solana

-, Weiblich

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Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Alle Sünden? Oder nur die Sünden, die wir bekennen?

von solana am 30.08.2017 09:55

Hallo Cleo

Auf Anhieb fallen mir mindesten 3 Beispiele ein, aus dem NT, in denen Sünden vergeben werden, ohne dass sie vorher alle bekannt wurden:

Mt 9,2 Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gelähmten, der lag auf einem Bett. Als nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Sei getrost, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.

Lk 18, 13 Der Zöllner aber stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig!
14 Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, nicht jener.


Lk 23,43 41 Wir sind es zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unsre Taten verdienen; dieser aber hat nichts Unrechtes getan.
42 Und er sprach: Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst!
Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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Merciful

55, Männlich

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Beiträge: 2512

Re: Alle Sünden? Oder nur die Sünden, die wir bekennen?

von Merciful am 30.08.2017 09:24

Liebe Cleo,

entscheidend ist die Buße.

Wenn ein Mensch Buße tut, sich abwendet von seinen Sünden, so geht er ein in die Versöhnung, die Gott in Christus gab.

Es geht darum, die Sünden nicht mehr zu tun.

Wenn ich sündige, erlebe ich dies als Störung meiner Beziehung zu Gott.

Merciful

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Cleopatra
Administrator

40, Weiblich

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Beiträge: 5515

Alle Sünden? Oder nur die Sünden, die wir bekennen?

von Cleopatra am 30.08.2017 07:58

Ihr lieben,

mir ist da gerade etwas aufgefallen und ich denke, das ist ein neues Thema wert.

In einem Nachbarthread schrieb nennmichdu:

die Sünde oder den Fehltritt, wo du an einem anderen Menschen schuldig wirst, wird Gott dir dort vergeben (weil in Jesus Sühnung für alle Sünden, die wir ihm bekennen) wird, wo du dem anderen seine Schuld an dir vergibst und wo du selbst dir --gegenwärtig-- keiner Schuld anderen gegenüber bewußt bist.

Das fettgedruckte fiehl mir auf.

Ja, wie ist es denn?

Sind nur die Sünden vergeben, die wir vor Gott bekennen, oder alle Sünden?

Die Betonung in diesem Satz war ja das Bekenntnis.

Ich stelle mir eine 70 jährige Frau vor, die gerade ihr Leben an Gott übergibt.

Sie nennt alle Sünden, die ihr einfallen. Aber einige, die vor vielen Jahren geschehen sind, vergisst sie vielleicht.

Bedeutet dies, dass diese Sünden dann nicht vergeben sind?

Denn am Ende kommen wir ja nur in den Himmel, weil wir eben durch Jesu Tod und Auferstehung vollkommen rein gemacht wurden.

Eine einzige Sünde sorgt dafür, dass der Himmel verschlossen ist.

Wie seht ihr das?

Lg Cleo


Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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Cleopatra
Administrator

40, Weiblich

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Beiträge: 5515

Re: Die Diskussionen über Vorschriften ....

von Cleopatra am 30.08.2017 07:47

Liebe Henoch,

das "wie" ist sehr wichtig denn ganz genau- es geht darum, was die Schrift sagt.
Und die Schrift sagt, dass man uns anhand der Liebe erennen kann. Und die Schrift spricht von Demut, Freundlichkeit und so weiter.
Das "wie" ist schon sehr wichtig.
Und wie oft wird die Liebe in der Bibel angesprochen.

Denn wenn man provokativ und unfreudlich schreibt, dann sorgt dies auch meißtens dafür, dass das Gegenüber sich verschließt.

Sachlichkeit ist ein wichtiger Punkt, ich denke, das hilft auch sehr oft, ja meißtens sogar

Lg Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

Antworten Zuletzt bearbeitet am 30.08.2017 07:48.
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