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pausenclown
Gelöschter Benutzer

Re: Abendmahl

von pausenclown am 25.01.2018 11:50

Achtung,  die nächste Fahrt mit dem Karussell geht rückwärts.
Das Brot, gemäß den Satzungen zu Pessach.
Das Brot musste ungesäuert sein , Löcher und streifen.
Ungesäuert weist auf die sündlisigkeit Jesu hun. Löcher und streifen,  machen deutlich das Jesus ausgepeitscht und gekreuzigt wurde. Daher ist Jesus das Brot des Lebens. 
Jesus selber brach das Brot und zwar wie? Mit den Händen und nicht mit seinem Geist.

Pausenclown

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nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Re: Abendmahl

von nennmichdu am 25.01.2018 11:19

Hallo Cleo und Solana,

Ihr macht es euch zu Einfach bei einem Thema was in den großen christlichen Kirchen sehr kontrovers diskutiert und verstanden wurde und wird. Und dem ich dann auch nicht gerecht werden kann, wenn ich nicht zumindest versuche hier die Argumente und die Lehre der evangelischen und der katholischen Kirche aufzugreifen und nach zu vollziehen.

Aber auch wenn ich das vielleicht von den meisten hier auch gar nicht erwarten kann, möchte ich nicht allein beim Buchstaben stehen bleiben , um dann in Gefahr zu laufen, ein falsches Verständnis zu behalten.

Wenn in der Bibel vom Brot brechen gesprochen wird, dann ist dies eine vorschnelle und eigenwillige Interpretation, dieses auf das Verteilen von Brot und Wein zu beziehen. Gerade in Anbetracht dessen was Jesus selbst vom Brot des Lebens und vom Kelch, aus dem wir alle trinken sollen, sagt.

Wenn von Menschen gesprochen wird, die SICH betrinken und sich sättigen in der Gemeinschaft der Gläubigen die EINANDER beschenken, das Brot brechen, dann kann ich nicht an essen und trinken von Brot und Wein sprechen- als ob man sich daran berauschen könnte.

Und wenn ich mich nicht frage, wie es zu den Interpretationen einer Verwandlung von Brot und Wein kommen konnte, mir nicht die Frage stelle, was - dies tut zu meinem Gedächtnis- eigentlich nur bedeuten kann und hier fahrlässig und leichtfertig nur „ein sich an etwas erinnern“ postuliere, dann werde ich spätestens bei der Frage nach dem unwürdig sein wieder arg in verständnisnot und Interpretationsschwierigkeiten geraten.

Lg
Thomas

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Jonas

54, Männlich

  Engagiert

Beiträge: 328

Re: Christentum versus Islam

von Jonas am 25.01.2018 11:13

Ich möchte JeanS und Burgen zustimmen.
Es ist auch eine Art Missionsauftrag für uns Christen in der sich letztendlich mMn die Vernunft der Logos, gegen jede Form von Unvernunft oder Gewalt durchsetzen wird.

Nebenbei habe ich noch nie so viel über die Lehre Jesu in Erfahrung gebracht, als ich meinen Ansichten einer Kritik ausgesetzt habe und ich mich dann noch mehr in die Lehre Jesu vertiefen mußte, um passende Argumente zu finden.

Den unser Herr hat den Anspruch geltend gemacht, ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Das bedeutet für mich, alles notwendige für unser Leben hier, ist in seiner Lehre enthalten und steht über allen anderen Lehren.
Das habe ich gesucht und gefunden.
Wahr ist nur der Gott, der für Freiheit, Einheit und Frieden ist.

Du hast wahrscheinlich auch Bedenken dass sich hierbei eventuell deine oder Kinder und Jugentliche überhaupt, von Christus abwenden und anderen Religionen zuwenden könnten, wie man es in der Vergangenheit öfters gehört hat.

Deswegen braucht es mMn gute Geistliche Vorsteher, die die Anfragen und Argumente von den Nichtchristen beantworten und dementsprechend aufklären oder entgegnen können.
Und gleichzeitig ist es an uns, sich in die Lehre Jesu so zu vertiefen auf das jeder Einzelne von uns die richtigen Antworten hat.
Gerade wenn man Kinder hat.

Ich selbst war noch nie bei einer derartigen Veranstaltung dabei, im Bezug zur Vermischung kann ich mir nicht vorstellen dass hier bei der Anbetung oder im Gottesdienst zB Christen zu Mohamed beten, wie ich mir jetzt auch nicht vorstellen kann dass umgekehrt, Moslems zu Jesus beten.

Der Dialog unter Menschen trägt wesentlich zum Verständnis untereinander und damit zur Friedenssicherung bei.
Sicher wäre es besser wenn das gar nicht notwendig wäre, aber es ist nun einmal so.

Und doch empfinde ich es als furchtbar, wenn sich in der Stadt lautstark Menschen
versammeln, die für ihr Land aus dem sie in erster, zweiter oder dritter Generation
demonstrieren. Oft sogar gegen die westlich geprägte Kultur, wo sie finanziel
von profitieren. Und und und.

Das ist natürlich etwas, wo in einem Menschen richtigerweise sofort Ablehnung aufkommt, denn hier läuft es letztendlich auf Spaltung und Gewalt hinaus.
Hier ist mMn scharfsinniger Verstand gefragt der diese spaltenden Tendenzen sehr früh entlarvt und dagegen wirken kann.
Hier muß man standhaft bleiben, denn wir haben hier auf einem christlichen Fundament eine lebenswerte Gesellschaft geschaffen, die dem Einzelnen Möglichkeiten bietet, von denen Menschen in anderen Ländern nur Träumen können.

Mit besten Grüßen

 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.01.2018 21:53.

Burgen
Gelöschter Benutzer

Oase (43) Siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit ... Offb 1,18

von Burgen am 25.01.2018 10:48

Ihr lieben Oasis, 

der ganze Vers spicht und bewegt mein Inneres.
Vollständig lautet er:
17 Fürchte dich nicht !  Ich bin der Erste und der Letzte 18 und der Lebendige.
     Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.
19 Schreibe, was du gesehen hast und was ist und was geschehen soll danach.  

Uns allen einen friedevollen Tag, in Gedanken, Taten, Erleben und Worten

Grüße
Burgen  

 

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Merciful

55, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2505

Re: Allversöhnungslehre - ist sie biblisch?

von Merciful am 25.01.2018 10:39

Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!

(2. Brief des Paulus an die Korinther 5, 19-20; Lutherbibel 2017)

Das, was ich geschrieben habe, stimmt sehr genau mit dem überein, was auch Paulus bezeugt.

Der Begriff 'Welt' umfasst sicherlich alle Menschen. Wenn also Gott, wie Paulus bezeugt, die Welt mit sich versöhnte, dann hat er folglich alle Menschen mit sich versöhnt.

Dies bedeutet aber gerade nicht, dass alle Menschen daher so weiterleben dürfen, wie sie bisher gelebt haben.

Nein, im Gegenteil, gerade deshalb, weil alle Menschen in Christus mit Gott versöhnt wurden, erhalten auch alle Menschen den Ruf:

Lasst euch versöhnen mit Gott!

Die Notwendigkeit der Umkehr ist also durch jenes Wort von der Versöhnung nicht in Abrede gestellt.

Mein Eindruck ist, nicht wenige Christen heute verstehen den Apostel nicht. Daher widersprechen sie ihm.

Sie sagen: "Oh, nein. Das darf nicht sein, dass Gott in Christus die Welt mit sich versöhnte. Wenn dem so wäre, dass Gott in Christus alle Menschen mit sich versöhnte, dann müsste ja niemand mehr umkehren."

Es ist offensichtlich, dass Paulus diese Bedenken nicht teilte. Bei ihm folgte auf die Verkündigung der Versöhnung aller vielmehr der Ruf zur Umkehr! Die Versöhnung begründet geradezu den Ruf zur Umkehr.

Merciful

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.01.2018 10:44.

Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Allversöhnungslehre - ist sie biblisch?

von Burgen am 25.01.2018 10:15

Allversöhnungslehre 

Ich meine, wenn grundsätzlich a l l e Menschen mit Gott vesöhnt wären,

hätte Paulus zB nicht predigen brauchen : Halte fest, deine Krone ...

Ja, Jesus hat für alle, auch Tiere, die Schöpfung, a l l e s vollbracht. Das sind seine eigenen Worte am Kreuz.
Danach hat er seinen Geist Gott übergeben. Er ist nicht einfach so gestorben, wie viele von uns sterben werden.
Voll bewusst, war er bereit, sein Leben Gott zurück zu geben.

Die Allversöhnungslehre könnte man als Augenwischerei, billige Gnade benennen.
Sie ist für Menschen, die Jesus Christus nicht kennen, keine Veränderung erfahren.

Ich meine gelesen zu haben, dass es durchaus Unterschiede gibt.
Einerseits weiss jemand, dass Jesus durch den Heiligen Geist in ihm lebt und ihm aufhilft,
usw.
Andererseits gibt es die Gottesfürchtigen Menschen, die Jesus (noch) nicht das eigene Leben übereignet haben.

Jesus ist das Zentrum, an ihm hängt das Leben.
Manche gottesfürchtigen Menschen fehlt der letzte Schritt. Besonders denen, die in einer fremden Religion
aufgewachsen sind.
Das beste Beispiel ist Gandih gewesen. Er entschied sich, zu glauben, was in der Bebel steht.
Er wollte in eine Kirche gehen um den letzten Schritt tun zu können.
Jedoch liessen die Christen ihn  nicht eintreten, weil er eine andere Hautfarbe hatte.

Und so hatten all die anderen Religionen in Indien die Chance heute Christen umzubringen.  
Es ist also sehr ernst, sich für Jesus zu entscheiden und bis zum Sterben auch dranzubleiben.

Gruss
Burgen

 

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solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Abendmahl

von solana am 25.01.2018 10:11

Nennmichdu schrieb: 

Geht es bei diesem Gedächtnis lediglich um die orale Aufnahme von Brot und Wein oder vielleicht vielmehr darum, was in diesem Tun Dargestellt wird?

Hallo Thomas

Warum willst du unbedingt die konkrete Ebene von vorn herein gleich verlassen und gleich - ausschliesslich - nach der symbolischen Bedeutung fragen?
Wenn es um "unangemessenes Verhalten" bei der Mahlfeier geht und hier ganz konkret: "sich betrinken", "gierig sein eigenes Essen verschlingen und Arme hungrig dabei sitzen zu lassen" - dann sollte man nicht in erster Linie:

Wir sollten anfangen darüber tiefer nachzudenken. Wie wir das nur geistlich verstehen können.

Sondern erst als 2. Schritt.

Natürlich ist der 2. Schritt auch wichtig, aber das begründet nicht, dass der erste Schritt ausgelassen werden sollte.

Was würde denn passieren, wenn man nur die symbolische Ebene sucht?

Dann käme man doch konsequenterweise dahin, die konkrete Abendmahlsfeier abzuschaffen, weil sie dann doch überflüssig wäre. Und dann nur überlegen:

Es geht darum sich etwas vorzuenthalten und dadurch dann die zu beschämen, die ihren ganzen Besitz in die Gütergemeinschaft eingebracht haben.

Eine weitere wichtige Frage ist dann - wie stellen oder verkünden wir eigentlich Jesu Tod. Ganz praktisch?

Diese Fragen sind natürlich sehr wichtig und sollten bedacht werden.
Hier geht es doch um die Frage der Nachfolge; und hier wird es dann auch wieder ganz praktisch im alltäglichen Leben.

Aber es ist eben beides wichtig: Gemeinschaft mit Geschwistern im Zusammenkommen und Gottesdienst feiern, dazu gehört auch ein konkretes Zusammenkommen und konkrete Mahlgemeinschaft.
Und ein Leben im Alltag in der Nachfolge, in der wir versuchen, all das umzusetzen; mit den Geschwistern umgehen wie mit "Gliedern an einem gemeinsamen Leib, dessen Haupt Christus ist" und in unserem Leben"seinen Tod verkünden". Dazu müssen wir uns auch Gedanken machen.

Das ist aber kein entweder-oder, keines von beiden sollte weggelassen werden.

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.01.2018 10:13.

Cleopatra
Administrator

40, Weiblich

  Urgestein

Forenleitung

Beiträge: 5510

Re: Abendmahl

von Cleopatra am 25.01.2018 10:06

Die Vorstellungen über eine hier stattfindende (mögliche) Wandlung von Brot und Wein in Jesu Fleisch und Blut gibt es ja, was uns zeigt, das der Bibeltext dann wohl doch nicht so einfach zu verstehen ist.

Naja doch, solana hat dir doch auch schon die Verse gezeigt:

"Apg 2, 42 Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.

 

Apg 2,46 Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen."

 

Und wir beide müssten uns Fragen wie wir Jesu Aussage, dies tut zu meinem Gedächtnis, denn überhaupt verstehen können...

Ganz einfach- so simpel einfach: Einfach so, wie es dort steht.

 

Wenn meine Cheffin zu mir kommt und sagt "Cleo, das Gerät ist kaputt, mach es wieder heile", dann fange ich nicht an, zu überlegen, ob sie vielleicht inm übertragenden Sinne mit Gerät = Körper, also rufe bitte in Wirklichkeit einen Arzt oder bete für mich.

 

Wenn meine Cheffin sagt "Cleo, kümmer dich um die Lieferung", dann überlege ich auch nicht sofort, ob sie mit der Lieferung irgendetwas, was ankommt, also vielleicht Patienten oder Post bearbeiten soll. Oder etwas, was mal ankommen soll, wie eine Rechnung und so.

 

Jesus hat zu ganz einfachen Menschen geredet. Zwei waren Fischer, sicher hatten die kein Abitur.

Deshalb nimm es doch einfach so, wie es geschrieben steht

 

Geht es bei diesem Gedächtnis lediglich um die orale Aufnahme von Brot und Wein oder vielleicht vielmehr darum, was in diesem Tun Dargestellt wird?

Auch diese Frage wurde bereits mehrmals beantwortet.

Es geht nicht nur um eine orale Aufnahme, sie hat Bedeutung, die schon mehrmals erklärt wurde.

 

Lg Cleo

 

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Oase (42) Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer - Sacharja 9,9

von Burgen am 25.01.2018 09:52

Losung 

Weigere dich nicht, den Bedürftigen Gutes zu tun, wenn deine Hand es vermag.    Sprüche 3,27 

Wenn jemand dieser Welt Güter hat und sieht seinen Bruder darben und verschließt sein Herz vor ihm,
wie bleibt dann die Liebe Gottes in ihm?    1.Johannes 3,17 
 

Offenbarung 1, (1.2) 3-8
5.Mose 7,1-11

Ein Christ, der für sich selber lebt, der widerstrebt noch Gottes Willen.
Wenn Gott uns Lasten auferlegt, will er, dass man gemeinsam trägt,
denn durch den Dienst an fremdem Leid wird mancher von sich selbst befreit.
(Johannes Jourdan)


 

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jovetodimama

53, Weiblich

  Motiviert

Beiträge: 159

Re: Beten - wie geht das eigentlich... - Erfahrungsaustausch

von jovetodimama am 25.01.2018 09:34

Wie Gott reagieren könnte, wenn jemand das Vaterunser betet - ich habe danach gesucht und das, was JeanS meinte, vielleicht schon bei der Seite der Gebetsbewegung der evangelischen Allianz gefunden:

Ein (nachdenkenswerter) Dialog zum Vaterunser

 

Ein sichtbarer Beter und eine Hintergrundstimme wechseln sich ab;
Die Szene kann auch während der Allianzgebetswoche gespielt werden.

BETER: Vater unser im Himmel.
GOTT: Jaaa?

BETER: Unterbrich mich nicht, ich bete!
GOTT: Aber du hast mich doch angesprochen!

BETER: Ich dich angesprochen? Ich habe gebetet: „Vater unser im Himmel."
GOTT: Da: Schon wieder!

BETER: Was schon wieder?
GOTT: Du rufst mich an, um ein Gespräch zu beginnen? Also, worum geht es?

BETER: Oh, mein Gott! Mit dir habe ich nicht gerechnet.
GOTT: Du rechnest also nicht mit mir, wenn du betest?

BETER: Doch ... schon ... aber nicht damit, dass du mir antwortest.
GOTT: Na gut ... was wolltest du mir sagen?

BETER: Ich habe nur mein Abendgebet begonnen, wie jeden Abend.
GOTT: Dann bete weiter.

BETER: „Geheiligt werde dein Name."
GOTT: Meinst du das ernst?

BETER: Was soll ich ernst meinen?
GOTT: Ob du meinen Namen wirklich heiligen willst?

BETER: Heiligen? Was bedeutet das denn? Woher soll ich das wissen? Es ist doch nur ein Teil des Gebetes.
GOTT: Es bedeutet, dass dir mein Name wertvoll und einzigartig ist; dass du mich ehren willst. – Sprich weiter!

BETER: „Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden."
GOTT: Willst du das wirklich, dass sich mein Reich in deinem Ort ausbreitet?

BETER: Natürlich. Unsere Kirche soll bekannt werden. Dort sprechen wir dieses Gebet immer wieder.
GOTT: Mein Reich ist nicht nur eure Kirche. Überall da, wo mein Wille geschieht, ist mein Reich.

BETER: So habe ich das noch nie gesehen. Du bringst mich ganz durcheinander. Ich wollte doch in Ruhe beten.
GOTT: Was tust du, damit mein Wille geschieht?

BETER: Ich gehöre zu den aktiven Christen. Ich bete und ich spende auch Geld. Ich bin dabei, wenn bei uns was los ist. Ich fasse auch mit an, wenn es was zu tun gibt.
GOTT: Ich möchte aber mehr. Ich will, dass dein Leben mit meinen Worten in Einklang kommt. Ich will, dass andere durch dich erfahren, wer ich bin und
was ich will. Ich will dich ganz.

BETER: Oh, das ist mir ein bisschen viel auf einmal.
GOTT: Ja. Ich will auch, dass dein Leben in Ordnung kommt, dass deine Angewohnheiten, mit denen du anderen auf die Nerven gehst, verschwinden. Ich will, dass du lernst, anderen zuzuhören.

BETER: Warum verlangst du das ausgerechnet von mir? Es gibt in den Kirchen so viele reiche Heuchler. Rede denen doch mal ins Gewissen!
GOTT: Du hast mich angesprochen und gebetet, dass mein Wille überall geschehen soll.

BETER: Oh, auf was habe ich mich mit diesem Gebet eingelassen? Ich hatte keine Ahnung, dass das so persönliche Konsequenzen hat.
GOTT: Bete doch einfach weiter! Ich höre und antworte gern.

BETER: „Unser tägliches Brot gib uns heute."
GOTT: Halt dich zurück! Schau auf deine Figur. Du hast Übergewicht, dein Kühlschrank ist zu voll und du lebst verschwenderisch. Hast du bei deiner Bitte kein schlechtes Gewissen?

BETER: Warum musst du immer so konkret werden? Ich kann doch nichts dafür, dass ich in Europa lebe, wo man sich alles kaufen kann. Ich weiß schon, dass ich bei der Sammlung „Brot für die Welt" für die Armen noch mehr spenden sollte.
GOTT: Versteh' doch: Brot ist viel mehr. Mehr als Speise und satt sein. Warum hast du so wenig Bedarf am Brot des Lebens? Komm doch an den Tisch, den
ich dir vorbereitet habe. Mein Sohn ist das Brot, das dir helfen wird.

BETER: Danke für dein Angebot. Aber mir geht es wirklich gut.
GOTT: Dann bete weiter!

BETER: „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern."
GOTT: Und was ist mit ........................? (konkreten Namen einsetzen)

BETER: Ich wusste es! Dir entgeht auch nichts! Ja, wir haben uns gestritten und reden seit Jahren nicht mehr miteinander. Er hat damals angefangen mit den öffentlichen Beleidigungen. Mit dem bin ich fertig!
GOTT: Was ist mit deinem Gebet? Sind das nur leere Worte? Mich kannst du nicht täuschen. Oder möchtest du Vergebung – und willst selbst ihm vergeben?

BETER: Ja, schon. Ich hätte nicht gedacht, wie schwer das ist, einzugestehen, dass ich dich brauche. Ich schaffe das allein nicht.
GOTT: Na, wenigstens bist du ehrlich. Willst du weiter beten?

BETER: „Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen."
GOTT: Nichts lieber als das! Meide doch Situationen, Orte und Personen, die dich wieder in alte Versuchungen bringen. Vertraue mir!

BETER: Wie meinst du das?
GOTT: Du kennst doch deine schwachen Punkte, deine Tricks und Ausreden.

BETER: Ich glaube, das war heute mein schwierigstes Vaterunser. Ich hätte nicht gedacht, dass das mit meinem täglichen Leben so viel zu tun hat. Ich will es trotzdem oder gerade deshalb zu Ende beten: „Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen."
GOTT: Ja. So ist es. Du bist mir und meinem Reich ein ganzes Stück näher gekommen. Gern schenke ich dir Kraft und lasse dich meine Herrlichkeit erleben. Ich freue mich schon, wenn du mich wieder anrufst!

Nach einer Idee von Clyde Lee Herring 1977;
Bearbeitung: Wolfhart Neumann

Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. (Joh. 13,34)

Antworten
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