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Re: Allversöhnungslehre - ist sie biblisch?
von Merciful am 26.01.2018 22:20Doch nun braucht es bei dieser Liebe immer eine freiwillige Resonanz und kein Marjonetten-Schipser - und "Klick", schon ist der Mensch begnadigt und kommt dadurch in den Himmel.
So habe ich das nicht ausgedrückt und würde es so auch nicht ausdrücken.
Insofern verstehe ich nicht, was du mit einer solchen Aussage aussagen willst.
Die Erwählung von Gott her wird durch den Glauben und die Liebe offenbar.
Diese Gerechtigkeit wird den Menschen zuteil durch den Glauben.
Die Notwendigkeit der Umkehr ist also durch jenes Wort von der Versöhnung nicht in Abrede gestellt.
Dies ist nur eine kleine Auswahl meiner Aussagen, die die Verantwortlichkeit des Menschen betonen.
Merciful
Re: Abendmahl
von solana am 26.01.2018 21:09Ich verstehe nun darunter, das wir durch unser Verhalten als Christen - im gegenseitigen Brechen des Brotes - hierin dem Herrn Jesus ein Gedächtnis stiften.
Also nicht im Essen von Brot und Wein, sondern in der tätigen Nächstenliebe.
Von daher kann ich unseren jetzigen Abendmahlsveranstaltungen nichts mehr abgewinnen.
Also hatte ich dich doch richtig verstanden 
Aber du scheinst nicht verstanden zu haben, worum es mir geht: Ich halte es für falsch, ein "entweder-oder" daraus zu machen.
Wir stehen doch gar nicht vor der Alternative: "Entweder Essen von Brot und Wein oder tätige Nächstenliebe", so dass wir uns zugunsten von einem der beiden entscheiden und auf das andere verzichten müssten - so wie du schreibst: Also nicht im Essen von Brot und Wein, sondern in der tätigen Nächstenliebe.
Wir können doch sehr wohl eine Mahlgemeinschaft mit ganz konkretem Brot und Wein feiern, wenn wir zusammenkommen in eine ganz konkrete Versammlung.
Und ebenso können und sollen wir tätige Nächstenliebe üben; dazu müssen wir doch nicht auf das Abendmahl, so wie es heutzutage gefeiert wird, verzichten.
Für den Gottesdienst gilt dasselbe.
Du schreibst dazu:
Was aber nun die Bibel uns schreibt, was ein Gottesdienst wirklich beinhaltet - Witwen und Waisen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt zu halten (steht auch in Jesaja 1 übrigens) zeigt uns eine gänzlich andere Vorstellung von Gottesdienst.
Auch hier sehe ich kein "entweder-oder", entweder Gottesdienst oder Witwen und Waisen besuchen und sich von der Welt unbefleckt halten. Warum sollte denn nicht beides gehen?
Ich sehe nicht, wie wir da eine gemeinsame Gesprächsbasis finden könnten.
Du beklagtest: Ihr konntet mir nicht folgen.
Vielleicht, weil niemand die Notwendigkeit einsieht, auf Abendmahlsfeiern verzichten zu müssen, um tätige Nächstenliebe über zu können?
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Allversöhnungslehre - ist sie biblisch?
von Pal am 26.01.2018 20:11Hallo lieber Merciful! Ich versuche dich zu verstehen. - In diesem Thread geht es um die Möglichkeit eines "Himmels für alle".
Du scheinst als "Pro-Argument" anzuführen, das Gnade unverdient sei und demnach nicht vom Menschen ausgeht, sondern von Gott.
Und nun möchte Gott (am liebsten) die gesamte Welt begnadigen.
Ja, sicher, das ist das Verlangen der Liebe.
Doch nun braucht es bei dieser Liebe immer eine freiwillige Resonanz und kein Marjonetten-Schipser - und "Klick", schon ist der Mensch begnadigt und kommt dadurch in den Himmel.
Gnade ist menschlich unvorstellbar und wir kennen nicht ihr Ursache.
Aber Gott weiß warum ER Gefäße der Ehre aber auch Gefäße der Unehre hantiert...
Ist Gott dann schuldig für die Unbegnadigten?
Muß ER sich für die Hölle entschuldigen?
Wir wissen niemals warum Gnade gerecht sein wird.
Aber sie wird gerecht sein, weil Gott gerecht ist.
Doch Gnade können wir nicht selbst erlangen und sind trotzdem tagtäglich für unser Leben in der Gnade EIGENVERANTWORTLICH.
Kannst du das verstehen? Das kann kein Mensch verstehen, weil es menschlich ein absolutes Paradox zu sein scheint.
Aber Gott wäre nicht Gott, wenn ER das Paradox nicht auf wunderbarste hantieren könnte.
Am Ende werden wir nur voller Bewunderung staunen, wie ER alles recht gemacht hat.
- mM
Re: Abendmahl
von jovetodimama am 26.01.2018 19:23Ich verstehe Gottesdienst eher umgekehrt, als Gottes Dienst an uns. Und wenn ich in einem Gottesdienst lesend oder musizierend oder anderswie mitarbeite, dann möchte ich Gottes Werkzeug in Seinem Dienst an den Menschen sein. - Welchen Nutzen sollte auch Gott davon haben, dass wir uns versammeln? Unser Singen, Beten, Lesen, Hören und Bedenken kann vor Ihm doch nur armselig und höchst unvollkommen sein. Jedoch ist es vielleicht Sein Weg, einzelne Menschen mit genau dem Teil Seiner Botschaft, Seines Evangeliums zu erreichen, den diese Menschen genau zu diesem Zeitpunkt gerade brauchen.
Ich hörte einmal die Geschichte von einem Mann, der sich zu einem Zeitpunkt, als sein Leben ziemlich verpfuscht war, in eine Kirche "verirrte", in der gerade Gottesdienst gefeiert wurde. Der Mann war als Kind misshandelt worden, hatte damals als einzigen Freund ein Schaf, welches sein Vater umbrachte. Als der Mann Jahre später gebrochenen Herzens in diesem Gottesdienst war, wurde in der Predigt gerade von einem Lamm gesprochen, das zur Schlachtbank geführt wird! Der Mann war voll da! - Er wurde Christ, sein Leben änderte sich von Grund auf.
Solche Fügungen können passieren, ohne dass unsere Gottesdienste perfekte Veranstaltungen sein müssen, in denen alles klappt und keine Versprecher, keine falschen Töne passieren. Aber immer ist es eigentlich Gottes Dienst an uns, nicht umgekehrt.
Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. (Joh. 13,34)
Re: Abendmahl
von jovetodimama am 26.01.2018 19:05
Nicht immer, wenn Kritik kommt, hat man etwas falsch gemacht.Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. (Joh. 13,34)
Re: Abendmahl
von Cleopatra am 26.01.2018 18:27Du hast nichts falsch gemacht. Du hast sehr geholfen und schreibst sehr wertvolle Beiträge.
LG Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Abendmahl
von Burgen am 26.01.2018 16:35
Für mich zählt eben auch die Veränderung, die ein an Jesus glaubender Mensch erfahren kann,
so er erwartungsvoll und glaubend das Brot und den Wein einnimmt.
In früheren Beiträgen erzählte ich davon.
Und die Predigten der von mir genannten, bestärkten mich darin und schenkten mir noch viel
konsequentere Erwartung in Gottes Wirken und seine Gegenwart währenddessen.
Glaube kommt durch das Hören. Da ist es schon wichtig Gott durch den Prediger zu hören
und nicht an der Person hängen zu bleiben. Ein guter Prediger ist ein Sprachrohr Gottes. ♡♧♡
Viele Worte, gesprochen oder geschrieben sind nicht unbedingt not-wendig, um eine Offenbarung
Gottes zu erhalten.
Jesu Blut hat Macht, Kraft, schützt und reinigt, erneuert Geist samt Seele und Leib.
Gruss
Burgen
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Abendmahl
von nennmichdu am 26.01.2018 16:35Hallo Solana,
ersteinmal habe ich versucht festzuhalten, das wir uns über bestimmte Begrifflichkeiten in der Bibel schon einig sein müssen. Was sie denn bedeuten.
Wir bezeichnen unsere sonntägliche Kirchenverstaltung als Gottesdienst. Meinen in der Regel auch, das wir hier Gott einen Dienst erweisen, wenn wir singen, beten, eine Predigt hören.
Was aber nun die Bibel uns schreibt, was ein Gottesdienst wirklich beinhaltet - Witwen und Waisen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt zu halten (steht auch in Jesaja 1 übrigens) zeigt uns eine gänzlich andere Vorstellung von Gottesdienst.
Ähnlich müssen wir mit den Begrifflichkeit zum Thema Abendmahl schon richtig umgehen. Unter "dies tut zu meinem Gedächtnis" kann sehr schnell bei oberflächlichem Hinschauen lediglich nur "ein sich an etwas erinnern," "an ein Ereignis gedenken" verstanden werden.
Ich verstehe nun darunter, das wir durch unser Verhalten als Christen - im gegenseitigen Brechen des Brotes - hierin dem Herrn Jesus ein Gedächtnis stiften.
Also nicht im Essen von Brot und Wein, sondern in der tätigen Nächstenliebe.
Von daher kann ich unseren jetzigen Abendmahlsveranstaltungen nichts mehr abgewinnen.
Wenn ich desweiteren geschrieben habe, das die Gleichnisse und das was Jesus seinen Jünger vor Augen geführt hat, "nur geistlich" verstanden werden kann - heißt das nicht - das ich alles vergeistigen will.
Es heißt lediglich, das wir die Bibel GEISTLICH (sprich durch den heiligen Geist) nur verstehen können. Tut mir leid, wenn diese Begrifflichkeit scheinbar für Verwirrung gesorgt haben.
Für mich nun lediglich eine Veranschaulichung Jesu hier aus dem Kelch des Heils zu trinken und einander das zu geben, was der andere benötigt.
Das wir mit Brot und Wein Jesus selbst aufnehmen halte ich schon deswegen für widersinnig, weil wir - jeder persönlich - ja schon ein Tempel des heiligen Geistes ist, Jesus Christus in uns - in mir - lebt (nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir).
Wieso sollte - müsste - ich jetzt im Abendmahl wiederum Jesus im Brot und Wein aufnehmen?
Solange von euch keine eigenen Gedanken zum Thema Abendmahl kommen und hier keiner bereit ist, sich mit den unterschiedlichen Abendmahlsvorstellungen detailierter auseinander zu setzen, mag das manchen so erscheinen.
allein schon deswegen, weil die Schreiber hier sich bislang damit begnügen, ihr Unverständnis zu meinen Ausführungen auszudrücken, anstatt selbst mal ihre Vorstellungen zum Abendmahl auszubreiten und einer kritischen Betrachtung zu unterziehen.
Gruß
Thomas
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Abendmahl
von Burgen am 26.01.2018 16:23Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Zentrale Fragen und die Antworten der Gemeindeleitung
von Burgen am 26.01.2018 16:13Hallöchen
Abraham = > interreligiös , zeigt auf, welche gemeinsamen Wurzeln im Laufe der Zeit vorhanden und ausgebaut wurden.
ZB gilt Abraham als der erste und größte Imman.
Andererseits konnte bis heute noch nichts, ausser Bibel, gefunden werden, das belegen würde,
dass Abraham eine historische Persönlichkeit ist.
Auf der Seite: www.bibelwissenschaft.de gibt es viel zu entdecken.
Gruss
Burgen


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