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Merciful

55, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2479

Re: Der Sünde tot - auferstanden ins Leben - in Freiheit gesetzt ...

von Merciful am 30.04.2021 14:19

Ich überlege gerade, wie sich jene drei Aussagen von Adolf Schlatter zur Lehre Martin Luthers verhalten:
 
Martin Luther: Simul iustus et peccator. Zugleich gerecht und Sünder.
 
In einem Theologenlexikon fand ich folgende Erläuterung.
 
Ich gebe sie in meinen Worten wieder, wie ich sie verstand und erinnere.
 
Glauben heißt bekennen, vor Gott nicht annehmbar zu sein und erkennen, von Gott dennoch angenommen zu sein.
 
Steht diese Aussage nun im Widerspruch zu jenen Aussagen Adolf Schlatters?
 
Schlatter sagt: Du bist mit Christus der Sünde gestorben.
 
Luther sagt: Du bist Sünder.
 
Schlatter sagt: Du bist mit Christus auferstanden und in Freiheit gesetzt.
 
Luther sagt: Du bist gerecht.
 
Schlatter sagt: Du bist tot und lebendig zugleich.
 
Luther sagt: Du bist gerecht und Sünder zugleich.
 
Wie denn nun?
 
Sind wir Sünder und sündigen wir oder sind wir der Sünde gestorben?
 
Merciful

Antworten Zuletzt bearbeitet am 30.04.2021 14:20.

Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Tageslese (13) Deine Gegenwart bleibt stets meine Zukunft, die mich in der angst tröstet - Kurt Wolff in: Leben bist du

von Burgen am 30.04.2021 09:56



Seine Herrschaft wird groß und des Friedens kein Ende sein. 
* Jesaja 9,6 

Gott hat das Wort dem Volk Israel gesandt und Frieden verkündigt durch Jesus Christus, welcher ist Herr über alles. 
* Apostelgeschichte 10,36 


Kl: 1.Mose 1,24-31 * Gott schafft Vieh, wilde Tiere und Kriechtiere - anschließend den Menschen - Tag 6 zuende ... 
Bl: Daniel  7,16-28 * Das 4.Reich; die 10 Hörner; das Gericht des Himmels; Bedeutung der Vision - Traum zuende ... 


Wir loben Gott. In Christus aufgenommen mit Gottes Volk sind wir in seinem Bund. 
In seinem Wort ist Gott zur Welt gekommen, als Gottes Sohn, das sei nun allen kund: 
In Jesu Tod ist das gestorben, was uns getrennt von Gottes Heil. 
Wie haben jetzt am Leben teil, das er an Ostern uns erworben. 
(Tilman Hachfeld) 


 

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pausenclown
Gelöschter Benutzer

Re: Zur Freiheit sind wir berufen

von pausenclown am 30.04.2021 08:18

Hallo Geli.

 

Für mich persönlich ist das weniger schlimm ob jemand Ostern, Weihnachten usw feiert.
Sicherlich sind dir die biblischen Feste und die ihre Erfüllung, durch den Messias bekannt.

Den Punkt den ich betonen wollte war,
Für uns Juden bedeutet, Freiheit ist kein Sprung ins dunkle.
Wie diese Freiheit gegenüber Gott und dem Nächsten gelebt werden soll, ist definiert durch Gott und seinem Wort.

Shalom Pausenclown

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Cleopatra
Administrator

40, Weiblich

  Urgestein

Forenleitung

Beiträge: 5457

Re: Der Sünde tot - auferstanden ins Leben - in Freiheit gesetzt ...

von Cleopatra am 30.04.2021 07:31

Oh ja- absolut, das sind geniale drei Sätze!

Ich sehe das auch so wie Merciful schrieb.

Wir sind eine neue Kreatur- aber wir leben noch in dieser gefallen, sündigen Welt. Da haben wir das Problem.
Die Gewohnheiten, manchmal auch die Gemütlichkeit.

- Wenn es zum Beispiel um Sünde geht. "Ich kann ja nichts dafür, ich bin ja soo schwach" und so.
Nein! Jesus ist stärker! Wir sind eine neue Natur, Jesus ist der Sünde gestorben! Wir können also auch "Nein" sagen. Und da, wo wir schwach sind, ist Gott besonders mächtig (1. Korinther).

- Oder das Beispiel "Ich bin jetzt safe, aber die und jene Sache behalte ich mir noch vor, die kriegt ja keiner mit".
Nein- wir sind der Sünde gestorben- nicht ein bisschen eingeschlafen, sondern gestorben!

- "Ich bin jetzt erlöst, aber ich bin sehr traurig und schaue immer wieder zurück auf die Probleme, auf Vergangenheit...." (hier sofort der Hinweis, dass es nicht emotionslos geschrieben ist oder rücksichtslos)
 Nein- Wir dürfen in Jesus leben! Wir müssen uns nicht runterziehen lassen durch Krankheit, Traurigkeit, Verluste und so. Trauerbewältigung ist hier übrigens kein "Anti", sondern ein Instrument zu genau diesem Weg und je nachdem, was man erlebt hat, auch sehr wichtig. Verdrängung ist da nicht der richtige Weg, aber der Blick auf Gott, die Hilfe, die Rettung- nicht nur in einem Punkt des Lebens, sondern überall.

- Ja, wir sind auch zur Freiheit berufen. Freiheit vor negativen Gedanken, Freiheit vor Zwängen, schlechten Gewohnheiten, Sünde und Co. Diese Freiheit dürfen wir in Anspruch nehmen. Wir glauben an die Bibel, in der in Sekundenschnelle ganze Heilungen vollbracht wurden. Genau diese Kraft (im übrigen- die gleiche Kraft, mit der Jesus mal so eben aus dem Tod auferstanden ist) die ist nun in uns, sind wir uns dessen bewusst und leben wir dementsprechend (Römer 8,12)?
Dabei geht es nicht um die Freiheit, sich selbst groß zu machen durch die Kraft, im Gegenteil- Demut ist wichtiger.

Das sind meine ersten Gedanken dazu.

Liebe Grüße, Cleo



Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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Andreas

75, Männlich

  fester Bestandteil

Beiträge: 895

Re: Tägliches Danken vertreibt das Wanken

von Andreas am 29.04.2021 21:36

25 Denn wer hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.

Gott hat uns viel geschenkt, doch wir können noch mehr daraus machen.

Danke Herr, dass Du uns alles geschenkt hast, was wir brauchen, um Dein Reich immer reicher auf Erden zu machen.

Für Gott gibt es keine hoffnungslosen Fälle. Wo wir am Ende sind, weiß Seine Liebe immer noch einen Weg.

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geli
Gelöschter Benutzer

Re: Zur Freiheit sind wir berufen

von geli am 29.04.2021 21:04

Kommt zwar ein bisschen spät meine Antwort... 

pausenclown: Zu Freiheit berufen, für jüdische Ohren klingt das nach Pessach.

Ich weiß zwar nicht, ob Deine jüdischen Ohren damit einverstanden sind  - aber könnte man nicht sagen, dass das, was für Juden das Pessach ist, das ist für Christen Ostern?

Kleiner Einschub, an Pessach gedenken wir auch an die Zehn plagen und das unsere Befreiung leben gekostet hat.

Ja, das ist ein guter Gedanke - und auch wieder eine Parallele: Die Befreiung der Israeliten damals hat Leben gekostet - und auch die Befreiung der ganzen Welt hat Leben gekostet: Das Leben des Sohnes Gottes!

Aber trotzdem ging Gott weiter, sie sollten ein Fest feiern in der Wüste.

Das finde ich jetzt sehr tröstlich: Trotzdem... ging Gott weiter. Trotz unseres Versagens - auch als schon neu geborene CHristen - geht Gott weiter mit uns! 

Alles erlaubt, die liebe zählt usw. Viel Platz für Interpretation.

Das stimmt allerdings - besonders "die Liebe", das ist ein beliebtes Argument für Sünde. "Liebe" ist ein Deckmantel für so manche Dinge, die Gott nicht gutheißt. Oder auch: "Wir leben ja in der Gnade"... da müssen wir das Ganze nicht ganz so ernst nehmen!
Das ist schade.

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Merciful

55, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2479

Re: Der Sünde tot - auferstanden ins Leben - in Freiheit gesetzt ...

von Merciful am 29.04.2021 13:42

Ich formuliere hier einen, wie ich finde, entscheidenden Gedanken:
 
Die Aussagen von Adolf Schlatter sprechen eine objektive Realität an, die subjektiv ergriffen werden muss.
 
Dadurch wirkt sich diese Realität auf das Leben des Menschen aus.
 
Also: Sei, was du bist! Sei, was du in und durch Christus bist!
 
Was bedeutet das?
 
Nach der Bekehrung und Wiedergeburt ist der Mensch objektiv eine neue Kreatur.
 
Eben dies soll der Mensch subjektiv glauben und sich also dafür halten: Ich bin eine neue Kreatur.
 
Auf diese Weise wird der Mensch umgestaltet in das Bild, das er im Glauben für sich in Anspruch nimmt.
 
Merciful

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Der Sünde tot - auferstanden ins Leben - in Freiheit gesetzt ...

von Burgen am 29.04.2021 12:32


Hallo , 

untenstehende Sätze hat Mercifull in den Gebetsthread geschrieben. Die sind von Prof Adolf Schlatter. 

Sie sind sehr wichtig für uns Glaubende. Jedoch auch ziemlich schwer zu verstehen und umzusetzen. 

Sie sind wahr und wahrhaftig. 

Vielleicht können wir gemeinsam entsprechende Bibelstellen finden, die diese drei Sätze für uns lebendig werden lassen? 

Im Gesetz werden Forderungen an Menschen gestellt.

Im Glauben an die Gnade leben wir aus der Vergebung und Versöhnung.  Das bedeutet ja nun nicht mutwillig zu sündigen. 

Menschen sind nicht so frei, dass sie 100% ohne sündige Gedanken, Emotionen und Taten sind. 

Und dennoch sind wir frei uns zu entscheiden. 

**********************************************************
Du bist mit Christus der Sünde gestorben, so sei nun auch tot!
Du bist mit Christus auferstanden ins Leben für Gott, so lebe ihm nun!
Du bist in Freiheit gesetzt, so sei nun frei!

 

(Professor Adolf Schlatter) 
'''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''  

Gerne würde ich mich über diese drei Zeilen gewinnbringend mit euch austauschen. 

LG Burgen 


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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Tageslese (13) Deine Gegenwart bleibt stets meine Zukunft, die mich in der angst tröstet - Kurt Wolff in: Leben bist du

von Burgen am 29.04.2021 08:23


Mose wollte den HERRN, seinen Gott, besänftigen und sprach: 
Ach, HERR, kehre dich ab von deinem glühenden Zorn und lass dich des Unheils gereuen, das du über dein Volk bringen willst. 
* 2.Mose 32,11.12 

Wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist . 
* 1.Johannes 2,1 


Kl: 1.Mose 1,20-23 * Meerestiere und Vögel schafft seine Sprache, und er segnet sie um fruchtbar zu sein ... 
Bl: Daniel   7,1-15  * 1.Vision - die vier Tiere - im 1.Jahr des Königs Belsazar 


Herr Gott, nur wenn wir die Liebe ermessen könnten, die uns ins Leben und in deine Nähe rief, 
können wir den Schmerz und die Enttäuschung erahnen, die unser Ungehorsam dir bereitet. 
Hilf uns umzukehren zu deiner Zusage und neues Zutrauen gewinnen zu deiner Treue, in der 
du zu uns hältst. (Klaus von Mering)  



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Merciful

55, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2479

Re: Raum der Stille und des Gebets

von Merciful am 29.04.2021 07:33

Du bist mit Christus der Sünde gestorben, so sei nun auch tot!
Du bist mit Christus auferstanden ins Leben für Gott, so lebe ihm nun!
Du bist in Freiheit gesetzt, so sei nun frei!
 
(Professor Adolf Schlatter)
 
Merciful

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