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Re: Clownis Welt
von pausenclown am 15.04.2026 09:41Hallo und herzlich willkommen in Clownis Welt.
Ich habe ja im Thread neben Wörtern wie schwierig und Konflikt benutzt.
Ich bin mir ja bewusst, dass es übliche Erzählungen über Juden, Judentum und vor allem über Pharisäer gibt.
Ein Kapitel könnte lauten, wie Jesus das Judentum überwunden hat….
Ich gehe nun bald 30 Jahre auf dem Weg meine Wurzeln und Identität zu verstehen.
Einen Aspekt daraus möchte ich hervorheben.
Es ist unmöglich, die Bibel als Lehrbuch für das jüdische Leben zur Zeit Jesu zu nutzen.
Sätze wie die Juden damals, was oft mit den Pharisäer gleichgesetzt wird.
Es sind unterschiedliche Perspektiven, die Bibel gibt eine Draufsicht und meine Perspektive und ich schreibe über die Innenansicht.
Meistens verzichte ich auf Streitgespräche, sie bringen nichts.
Natürlich kann man diese Innenansicht ablehnen und als Unfug abtun, das ist für mich kein Problem.
Zum Thema…
Allein, ob ein Jude damals in Israel lebte oder in der Diaspora, macht einen Unterschied.
Selbst die Frage nach: Wo lebte er in Israel, machte einen Unterschied.
Die vier Hauptgruppen (religiös) zur Zeit Jesu: Die Pharisäer, Sadduzäer, Essener und die Zeloten.
Diese vier Gruppen hatten weder eine einheitliche Theologie, noch glaubten sie an dieselben Dinge, bzw interpretierten die Bibel auf ihre weiße, neudeutsch: Divers.
Natürlich gab es auch Überschneidungen, dennoch habe ich ein Herz für Pharisäer und möchte etwas über die damalige Gruppe etwas mehr schreiben, ein paar Sätze habe ich in dem Thread Nikodemus geschrieben.
Leider gibt es keine genauen Zahlen über die damaligen Pharisäer. Der Historiker Josephus Flavius schätzte die Gesamtzahl auf ca 6000.
Die Pharisäer organisierten und lebten in Genossenschaften (Chaverim) zusammen.
Vielleicht vermutet man aufgrund der Evangelien, dass die Zahl höher war, trotzdem hatten sie einen großen Einfluss auf das Volk und waren beliebt und anerkannt.
Also, erstmal eine Selbstauskunft der Pharisäer:
Der Schulter-Pharisäer (Schikmi): Er trägt seine guten Taten bildlich gesprochen auf der Schulter, damit jeder sie sieht. Er handelt aus Geltungssucht statt aus Überzeugung.
Der Zögernde Pharisäer (Nikpi): Er bittet ständig um Zeitaufschub („Warte ein wenig“), bevor er eine gute Tat vollbringt, oder findet Ausreden, um Pflichten zu verzögern.
Der Blutende oder Geprellte Pharisäer (Kizai): Um den Anblick einer Frau zu vermeiden, schließt er so fest die Augen, dass er gegen Wände läuft und sich blutige Verletzungen zuzieht. Er misst seine Frömmigkeit an der Zahl seiner blauen Flecken.
Der Mörser- oder Stößel-Pharisäer (Meducheja): Er trägt seinen Hut wie einen Mörser tief im Gesicht oder geht mit extrem gebeugtem Rücken, um künstliche Demut zur Schau zu stellen.
Der Pflicht-Pharisäer: Er fragt ständig: „Was ist meine Pflicht, damit ich sie erfüllen kann?“, als ob er eine Liste zum Abhaken führt, um Gott gegenüber ein Guthaben aufzubauen.
Der Pharisäer aus Furcht: Er erfüllt die Gebote nur aus Angst vor Gottes Zorn oder der Hölle, nicht aus echter Zuneigung.
Der Pharisäer aus Liebe: Dies ist die einzige positive Kategorie. Er dient Gott aus aufrichtiger Liebe, ähnlich wie Abraham, und findet Freude an der Erfüllung der Gebote.
Und in den Evangelien findet man jeden Charakter der 7 Arten von Pharisäer.
Shalom Pausenclown.
Re: Der schmale Weg
von pausenclown am 14.04.2026 16:22Hallo Mericful.
Das ist deine Sicht, damit habe ich kein Problem, trotzdem teile ich sie nicht.
Shalom Pausenclown
Re: Der schmale Weg
von pausenclown am 14.04.2026 12:25Hallo Mericful
Das ist kein Widerspruch.
Derech bedeutet auf deutsch, treten und/oder stampfen und betont mehr den tatsächlichen Weg/Straße.
Was ist jetzt der Unterschied?
Derech wird im AT oft für die „Wege Gottes“ oder den „Weg der Gerechten“ verwendet. Es beschreibt eher die Richtung z. B. „der Weg deiner Gebote“ in Psalm 119
Im Gegensatz zur Halacha, ein späterer Begriff, die in der mündlichen Tradition und zur Zeit Jesu gab. Die Halacha betont die konkrete Ausformulierung der Gebote für den Alltag. Was ist erlaubt, was ist verboten …..
Ich hoffe, es ist etwas verständlich.
Shalom
Re: Der schmale Weg
von pausenclown am 14.04.2026 10:45Hallo.
Es ist für mich nicht einfach, über die jüdischen Wurzeln des NT zu schreiben.
Auf gar keinen Fall möchte ich christliche Überzeugen in Frage stellen usw.
Es ist immer ein kleiner Konflikt.
Denn, der Weg oder Jesus ist der Weg, damit ist ja nicht eine Straße gemeint, sondern ein Konzept, die Halacha.
Auf deutsch bedeutet es: der Weg, das Gehen, Wandeln. Die Halacha ist ein praktischer Leitfaden, der alle Lebensbereiche eines gläubigen Juden regelt.
Vereinfacht dargestellt, die praktische Auslegung der Torah.
Jesus beansprucht, der Autor der Torah zu sein und wirbt in den Evangelien für seine Halacha.
Die ersten messianische Juden nannten sich, oder wurden so betitelt:
Apostelgeschichte 9.2
und erbat sich von ihm Briefe an die Synagogen in Damaskus, um die Anhänger des Weges (Halacha)Jesu.
Shalömle Pausenclown
Re: Nachfolge gemäß Lk. 14.25-27
von pausenclown am 12.04.2026 08:24Ja, hättest du!
Man denkt an nichts Böses und zack, kommt jemand von der Seite und belehrt einen.
Ohne das man es bemerkt, betritt man ein Spielfeld mit seltsamen Spielregeln.
Das Spielfeld ist wie ein Kreis oder eine Spirale.
Das Spiel beginnt, du bist nicht auf dem schmalen Weg, natürlich ruft das bei den meisten eine Verwunderung aus.
Diese Verwunderung ist der Treibstoff des Spiels und dient nur als Beweis dafür, das jemand falsch liegt.
Im Anschluss kommen gut gemeinte Ratschläge, gefolgt von Bibelsprüchen, die nur dazu dienen, einen abzuwarten.
Meine Gegenwehr dient nur als Bestätigung in diesem Spiel. Wer gewinnt nun in diesem Spiel oder was ist das Ziel?
Sich über andere Menschen zu erheben, geht auch, damit man sie in Dreck tritt.
Und man kann mit dem guten Gefühl der Überlegenheit und gespielter Demut den vermeintlichen Ruf Gottes weiterziehen.
Ich gönne dir das gute Gefühl Liberty, dein Gott und du seid euch einig, wir sind leblos.
Aber mein Gott ist der ewige Israels und er lebt und er ist nicht so, denn mein Gott geht zu Menschen, die im Dreck liegen.
Re: Der schmale Weg
von pausenclown am 11.04.2026 15:48Hallo Nusskeks.
Sei mir nicht böse, aber in diesem Thread bestimmt nicht.
Shabbat Shalom
Re: Der schmale Weg
von pausenclown am 11.04.2026 14:01Verstehe ich das richtig?
Bis auf eine Person sind alle auf dem falschen Weg und sollen die Einladung annehmen?
Achso, ich bin überzeugt, dass die damaligen Zuhörer wussten, was auf was Jesus abspielt.
Welche Pforte damit gemeint und wohin der breite Weg zb führt. Tief in unserer Tradition verwurzelt das zwei Wege Prinzip.
Dazu wurde auch der breite Weg zum Hulda Tor vollständig ausgegraben.
Shabbat Shalom
Re: Gott hilft durch Übung?
von pausenclown am 10.04.2026 08:24Also Drogensucht…
Die Drogen erfüllen ja eine Funktion, nämlich das Betäuben von Schmerzen.
Substanzen aus der Straßenapotheke erfüllen meist die Funktion, seelische Schmerzen zu betäuben und die Folge daraus ist die Abhängigkeit.
Hypothetisch gesprochen: Gott nimmt einem Menschen einfach diese Sucht, was bleibt?
Natürlich kann Gott auch diese seelischen Schmerzen heilen….
Weshalb Gott einmal direkt hilft und einmal einen Menschen dadurch trägt, keine Ahnung.
Von außen betrachtet gibt es keinen logischen Grund, er ist halt der Ewige, Hauptsache er weiß es.
Shalom
Re: Gott hilft durch Übung?
von pausenclown am 10.04.2026 07:20Hallo Weateyd.
Sowohl als auch… Gott erhört direkt und eben auch mit und durch Situationen.
Jakobus 1,2-4:
„Meine lieben Brüder, erachtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtung fallt, und wisst, dass euer Glaube, wenn er bewährt ist, Geduld wirkt.“
Römer 5,3-4:
Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung,
Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.
Galater 5,22:
Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue,
Kolosser 1,11:
und gestärkt werdet mit aller Kraft durch seine herrliche Macht zu aller Geduld und Langmut. Mit Freuden
Psalm 27,14:
Harre des HERRN! Sei getrost und unverzagt und harre des HERRN!
Shalom Pausenclown
Re: Gott hilft durch Übung?
von pausenclown am 09.04.2026 10:42Hallo Weateyd.
Ich bin mir nicht sicher, ob deine Fragestellungen richtig verstanden habe.
Deshalb formuliere ich die Frage in meinen Worten.
Ist Gott für mein Wohlbefinden zuständig, oder ist es nicht die Frage?
Shalom Pausenclown


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