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Merciful

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Re: Leben ohne Sünde unmöglich

von Merciful am 19.02.2016 20:54

Hallo, Pal,

ich lese, dass Jesus von guten Menschen und von bösen Menschen spricht.

So etwa auch in dem Wort, dass Gott es regnen lässt über Gute und Böse, über Gerechte und Ungerechte.

Wir sind es gewohnt den Menschen, der Christ geworden ist, zu teilen.

Wir geben ihm zwei Existenzen, eine fleischliche und eine geistliche.

Er habe seine fleischliche Natur, in der nichts Gutes wohne.

Und er habe seine geistliche Identität in Christus, die da Frucht bringe zum ewigen Leben.

Und diesen Menschen sehen wir dann hin und her gerissen zwischen diesen beiden Wirklichkeiten.

Mal sehen wir ihn sündigen, weil er seiner bösen Natur folgt.

Mal sehen wir ihn gute Werke tun, die Gott zuvor bereitet hat.

In der Aussage Jesu klingt diese Spaltung zumindest nicht an.

Da ist der Mensch entweder gut oder er ist böse.

So lese ich zumindest die Aussage Jesu.

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Re: Leben ohne Sünde unmöglich

von Merciful am 19.02.2016 20:39


a.d.i. schrieb: Und auch die klitzekleine Hoffnung, dass wir hier vielleicht ja doch gänzlich von Sünde befreit werden, entpuppt sich als Illusion..

Und was ist mit Jesu Zusage?

Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wer die Sünde tut, ist Sklave der Sünde.
Wenn euch also der Sohn befreit, dann seid ihr wirklich frei.

(Evangelium nach Johannes 8, 34+36; Einheitsübersetzung)

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Re: Leben ohne Sünde unmöglich

von Merciful am 19.02.2016 19:43

Entweder: der Baum ist gut - dann sind auch seine Früchte gut.
Oder: der Baum ist schlecht - dann sind auch seine Früchte schlecht.
An den Früchten also erkennt man den Baum.
Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil er Gutes in sich hat,
und ein böser Mensch bringt Böses hervor, weil er Böses in sich hat.
__________________________________________________
(Evangelium nach Matthäus 12, 33+35; Einheitsübersetzung)
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Re: Leben ohne Sünde unmöglich

von Merciful am 19.02.2016 11:30

jesus4ever schrieb: Wer in Gott ist geistlich gesehen in seinem Licht wandelt, also mit Sündigen aufgehört hat, erkennt die vom Widersacher Gottes in die Wege geleiteten Gefahren und Versuchungen im vornherein und reagiert so, wie es sich für wahre Kinder Gottes selbstverständlich sein soll.

Hm, aber auch hier gehst du nicht wirklich auf die von mir angesprochene Widersprüchlichkeit in deinen Aussagen ein.

Die eigentliche Frage war doch, weshalb du von einer 'Gefahr' sprichst, wenn du doch nicht sündigen kannst!?

Vielleicht ist deine Sprache unpräzise? Auffällig sind die vielen Satzbaufehler in deinen Aussagen.

Z.B. auch hier in diesem Zitat, du formulierst '... wie es sich für wahre Kinder Gottes selbstverständlich sein soll.'

Das 'sich' passt grammatikalisch nicht zu 'sein soll'.

Dies ist nur ein Beispiel. Solcherlei Fehler finde ich in deinen Aussagen permanent.

Möglicherweise wirst du also missverstanden, weil deine Sätze teilweise nicht das aussagen, was du eigentlich aussagen möchtest!?

Missverstehe meine Rückfrage nicht, als ob ich etwas dagegen sagen würde, dass wir als Christen nach den Geboten Gottes leben sollen.

Selbstverständlich sollen wir als Christen aufhören zu sündigen. Selbstverständlich sollen wir als Christen nach den Geboten Gottes unser Leben ausrichten.

Wenn wir aber von einer Gefahr des Ungehorsams sprechen oder von der Gefahr einer Versündigung aufgrund einer Versuchung oder Verführung, dann bedeutet dies doch, dass ein solcher Ungehorsam oder eine solche Versündigung zumindest im Bereich des Möglichen liegen.

Freilich, in der Perspektive des Glaubens ist es konsequent zu sagen: Ich kann nicht sündigen, denn ich bin aus Gott geboren. Ich liebe Gott, denn er hat mch zuvor geliebt. Als Glaubender, als einer, der in Christus ist, kann und muss ich es so sagen: Ich kann nicht sündigen.

Dass wir dennoch aber von einer Gefahr sprechen, von einer Gefahr des Ungehorsams oder von einer Gefahr der Versündigung, kommt daher, weil wir als Menschen aufgrund unserer Schwachheit in Situationen kommen, in denen wir, vielleicht nur für den Bruchteil einer Sekunde, ein wenig aus dem Gleichgewicht kommen, den Blick auf Jesus verlieren, eine Regung des Fleisches verspüren und dieser, vielleicht nur für den Bruchteil einer Sekunde, folgen - und schon haben wir gesündigt, weil wir in diesem Bruchteil einer Sekunde nicht in Vollkommenheit der Liebe reagierten.

Noch einmal: Wenn eine solche Versündigung gar nicht mehr möglich wäre, dann könnten wir auch nicht mehr von einer Gefahr sprechen.

Nun möchte ich das Thema noch einmal von einer anderen Seite anpacken.

Wenn es in der Bibel etwa um die Frage geht, wer als Ältester in einer Gemeinde dienen könne, so wird auf die Wichtigkeit hingewiesen, dass ein solcher in jeglicher Hinsicht ohne Fehl und Tadel ist.

Und wenn in der Politik ein Politiker einen schwerwiegenden Fehler begeht, wodurch das Vertrauen in ihn nachhaltig erschüttert wird, so bedeutet dies normalerweise das Aus seiner politischen Karriere.

Dies sind Beispiele dafür, dass es sowohl in der Gemeinde als auch in unserer Gesellschaft quasi als selbstverständlich gilt, dass zumindest solche Menschen in besonderer Verantwortung ohne Fehl und Tadel sein müssen.

Von daher ist es eher normal als abwegig, anzunehmen, dass Christen Menschen sind, die, weil sie zu Gott umkehrten, nach den Geboten Gottes ihr Leben ausrichten.

Dies bedeutet aber nicht, dass solche Menschen jeglicher Gefahren enthoben worden wären. Vielmehr gilt auch für sie, dass sie sich in Gehorsam zu üben haben, auch für sie gilt, dass sie wachsam sein müssen, denn der Geist zwar ist willig, aber das Fleisch ist schwach.

Und nicht zuletzt gilt auch für sie, dass sie in der Liebe wachsen und zunehmen sollen, nicht lau werden und träge, sondern lebendig, denn sie sind noch auf dem Weg, wenn auch vollkommen, so aber doch noch nicht vollendet.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.02.2016 11:34.

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Re: Leben ohne Sünde unmöglich

von Merciful am 18.02.2016 09:05

jesus4ever, du bist auf die von mir angesprochene Widersprüchlichkeit in deinen Aussagen nicht eingegangen.

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Re: Leben ohne Sünde unmöglich

von Merciful am 18.02.2016 09:03

Genau, Jonas, das meinte ich.

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Re: Leben ohne Sünde unmöglich

von Merciful am 18.02.2016 08:51

Jonas, dein Zitat ist nicht vollständig. Ich weiß nun nicht, welche Übersetzung du verwendet hast, aber in Vers 1 deines Zitats fehlt ein Nebensatz.

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Re: Leben ohne Sünde unmöglich

von Merciful am 18.02.2016 08:38

Merciful schrieb:

jesus4ever, wenn du schreibst, dass du als Wiedergeborene nicht mehr sündigen kannst, so verstehen wohl alle hier diese Aussage in dem Sinn, als ob du sagst, es sei für dich völlig unmöglich, dass du noch einmal sündigst.

Hier, in dieser Aussage schreibst du aber von einer Gefahr der Verführung, die auch für dich gelte. Nun ergibt sich aber eine Widersprüchlichkeit zwischen jener Aussage, es sei für dich unmöglich zu sündigen und dieser Aussage, dass die Gefahr der Verführung auch für dich gelte.

Denn wenn das Sündigen für dich gar nicht mehr möglich wäre, dann bestünde ja auch keine Gefahr für dich.

jesus4ever, was aber schreibst du zu diesen Aussagen?

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Re: Leben ohne Sünde unmöglich

von Merciful am 18.02.2016 08:30

Jonas, dein Zitat von 1. Joh. 5, 1-2 ist nicht ganz vollständig.

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Re: Leben ohne Sünde unmöglich

von Merciful am 17.02.2016 23:13

Solana, wenn Johannes von der Liebe schreibt, vom Halten der Gebote, so sehe ich darin keine Gesetzlichkeit oder Werksgerechtigkeit.

Glaubende sind nicht unter Gesetz. Sie suchen ihre Gerechtigkeit vor Gott nicht aus Werken des Gesetzes.

Auch Johannes gründet das Heil und das Leben der Kinder Gottes ganz auf die Gnade Gottes in Christus und auf den Glauben, durch welchen Gott seinen Kindern das Heil zueignet.

Dieses Leben drückt sich aber in der Liebe zu Gott und also in einer Lebensweise, die an den Geboten Gottes orientiert ist, aus.

Johannes gewinnt an dieser Liebe zu Gott und den Brüdern die Zuversicht, dass er und die Seinen von Gott geboren sind und in der Wahrheit und im Licht vor Gott wandeln.

Nur dies will ich wissen und lernen, wie Johannes seine Aussagen meint. Und wie diese Aussagen parallel gehen zu den Aussagen Jesu und der Apostel und Propheten.

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