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Merciful

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Re: Adam - Noah - Abraham

von Merciful am 05.02.2026 18:33

Am andern Morgen setzte sich Mose, um dem Volk Recht zu sprechen.
Und das Volk stand um Mose her vom Morgen bis zum Abend.
 
(2. Mose 18,13; Lutherbibel 2017 [(C) Deutsche Bibelgesellschaft])
 
Mose gehorchte dem Wort seines Schwiegervaters und tat alles, was er sagte,
und erwählte redliche Leute aus ganz Israel und machte sie zu Häuptern über das Volk,
zu Obersten über Tausend, über Hundert, über Fünfzig und über Zehn, dass sie das Volk allezeit richteten,
die schwereren Sachen vor Mose brächten und die kleineren Sachen selber richteten.
 
(2. Mose 18,24-26; Lutherbibel 2017 [(C) Deutsche Bibelgesellschaft])
 
Ihr kennt ja vermutlich diese Erzählung.
 
Als ich sie jetzt nochmal las, begann sie deutlicher zu mir zu sprechen als bisher.
 
Zunächst war es Mose, der nach dem Auszug aus Ägypten dem Volk Recht sprach.
 
Da es aber so viele Menschen waren, war Mose bald überfordert.
 
Sein Schwiegervater Jitro, der gerade zu Besuch war, erkannte dies sofort und gab weisen Rat.
 
Das Ergebnis lesen wir in den Versen 24 bis 26.
 
Mir scheint, an dieser Stelle wurde Mose quasi zum Gesetzgeber für das ganze Volk.
 
Die Rechtsprechung legte er in die Hände jener ausgewählten Leute aus ganz Israel.
 
Bald darauf verkündete er die 10 Gebote und Bestimmungen, die im Bundesbuch zusammengefasst wurden.
 
Damit hatte er auf Gottes Geheiß dem Volk jene Anordnungen und Regeln gegeben,
 
auf deren Grundlage dann die besagte Rechtsprechung erfolgen konnte.
 
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Re: Adam - Noah - Abraham

von Merciful am 05.02.2026 09:32

Hallo, pausenclown,
 
der Schmerz hat nachgelassen, bin aber noch krankgeschrieben.
 
Kann mich ganz gut bewegen, muss aber vorsichtig gehen.
 
Solange draußen Glättegefahr besteht, bin ich nun etwas ängstlich unterwegs.
 
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Re: Raum der Stille und des Gebets

von Merciful am 04.02.2026 21:52

 
(Alina Linnea, YouTube)
 
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Re: Adam - Noah - Abraham

von Merciful am 30.01.2026 17:55

Danke, nusskeks.
 
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Re: Adam - Noah - Abraham

von Merciful am 30.01.2026 17:51

Da erschien der HERR dem Abram und sprach: Deinen Nachkommen will ich dies Land geben.
Und er baute dort einen Altar dem HERRN, der ihm erschienen war.
 
Danach brach er von dort auf ins Gebirge östlich von Bethel und schlug sein Zelt auf,
sodass er Bethel im Westen und Ai im Osten hatte,
und baute dort dem HERRN einen Altar und rief den Namen des HERRN an.
 
(1. Mose 12,7-8; Lutherbibel 2017 [(C) Deutsche Bibelgesellschaft])
 
Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Israeliten komme und spreche zu ihnen:
Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt!, und sie mir sagen werden:
Wie ist sein Name?, was soll ich ihnen sagen?
 
Gott sprach zu Mose: Ich werde sein, der ich sein werde.
Und sprach: So sollst du zu den Israeliten sagen:
»Ich werde sein«, der hat mich zu euch gesandt.
 
Und Gott sprach weiter zu Mose:
So sollst du zu den Israeliten sagen:
Der HERR, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt.
Das ist mein Name auf ewig, mit dem man mich anrufen soll von Geschlecht zu Geschlecht.
 
(2. Mose 3,13-15; Lutherbibel 2017 [(C) Deutsche Bibelgesellschaft])
 
Und Gott redete mit Mose und sprach zu ihm:
Ich bin der HERR und bin erschienen Abraham, Isaak und Jakob als der allmächtige Gott,
aber mit meinem Namen »HERR« habe ich mich ihnen nicht offenbart.
 
(2. Mose 6,2-3; Lutherbibel 2017 [(C) Deutsche Bibelgesellschaft])
 
Ich frage mich zum einen, wie Abraham Gott kennengelernt hat.
 
Wie hat Gott mit ihm kommuniziert, wie zu ihm gesprochen?
 
Zum anderen stellt sich die Frage, mit welchem Namen Gott sich Abraham offenbarte.
 
Also wie sah der Glaube Abrahams aus, wer war Gott für ihn?
 
Abraham hatte ja noch keine Bibel, in welcher er hätte lesen können.
 
Er war angewiesen, denke ich, auf mündliche Traditionen seiner Vorfahren.
 
Oder könnte ihm bereits z.B. die Erzählung von der Sintflut vorgelegen haben?
 
Die obigen Bibelverse weisen insofern eine Spannung auf, dass
 
einerseits geschrieben steht, dass Abraham den Namen des HERRN anrief.
 
Andererseits steht geschrieben, dass Gott sich den Erzvätern noch nicht als HERR offenbarte.
 
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Antworten Zuletzt bearbeitet am 30.01.2026 17:52.

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Re: Adam - Noah - Abraham

von Merciful am 30.01.2026 17:30

Mittlerweile liegt der Befund vor.
 
Zwei Lendenwirbel sind beschädigt.
 
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Re: Adam - Noah - Abraham

von Merciful am 30.01.2026 10:25

Danke, pausenclown,
 
die genaue Diagnose steht noch aus.
 
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Re: Adam - Noah - Abraham

von Merciful am 30.01.2026 09:44

Ich nutze gerade einfach mal diesen Thread, möchte jetzt keinen neuen eröffnen.
 
Mein Blutdruck ist heute viel zu hoch. Habe bereits 3 Tabletten dagegen eingenommen.
 
Zudem bin ich vor einer Woche auf Glatteis gestürzt und seitdem krankgeschrieben.
 
Vielleicht mögt ihr im Gebet zu Gott daran denken.
 
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Re: Adam - Noah - Abraham

von Merciful am 25.01.2026 19:07

Ich lese momentan das Evangelium nach Markus.
 
Aber in jenen Tagen, nach jener Bedrängnis, wird die Sonne sich verfinstern und der Mond seinen Schein verlieren,
und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen.
 
Und dann werden sie sehen den Menschensohn kommen in den Wolken mit großer Kraft und Herrlichkeit.
 
(Evangelium nach Markus 13,24-26; Lutherbibel 2017 [(C) Deutsche Bibelgesellschaft])
 
Zum einen wundere ich mich hier über die Reihenfolge.
 
Zunächst die Bedrängnis (Kriege, Erdbeben, Hungersnöte, Verführung), dann die kosmischen Veränderungen.
 
Und danach erst das Kommen des Menschensohnes.
 
Dann wundere ich mich aber auch über jene kosmischen Veränderungen als solche.
 
Ich meine, es ist klar, dass Sterne sterben, auch unsere Sonne wird nicht ewig brennen und scheinen.
 
Aber jene vielen Sterne im Kosmos sind meist Millionen von Lichtjahren entfernt, wie sollen diese vom Himmel fallen?
 
Der der Erde nächste Stern außerhalb unseres Sonnensystems ist laut KI der Proxima Centauri.
 
Mit einer Entferung von immerhin 4,25 Lichtjahren oder 40 Billionen Kilometern.
 
Da ist unsere Sonne mit einer Entfernung von 150 Millionen Kilometern noch vergleichsweise nah.
 
Und wenn die Kräfte des Universums ins Wanken kommen, wer wird dann überhaupt noch auf Erden leben?
 
Ich möchte demnächst gerne vergleichen, wie das Evangelium nach Matthäus diese Dinge betreffend formuliert.
 
Insbesondere mahnt Jesus aber in Kapitel 13 wachsam zu sein.
 
Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Wachet!
 
(Evangelium nach Markus 13,37; Lutherbibel 2017 [(C) Deutsche Bibelgesellschaft])
 
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Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.01.2026 19:39.

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Re: Adam - Noah - Abraham

von Merciful am 15.01.2026 18:01

Wir haben gelernt, dass jüdische Theologie häufig unterschiedliche Interpretationen nebeneinander akzeptiert.
 
Oder vielmehr darin sogar einen Reichtum an Verständnismöglichkeiten entdeckt.
 
Schon innerhalb der Bibel gibt es solch unterschiedliche Betrachtungen.
 
Ich denke etwa an Esau, den Bruder Jakobs.
 
Meist wird er eher negativ dargestellt.
 
Er war derjenige, der sein Erstgeburtsrecht für ein Linsengericht verkaufte.
 
Sein Vater Isaak hatte für ihn keinen Segen mehr, da sein Bruder Jakob bereits - durch eine List - den Segen empfangen hatte.
 
Im Neuen Testament heißt es einmal, dass der gottlose Esau keinen Raum zur Buße fand, obwohl er sie mit Tränen suchte.
 
Im Alten Testament finden wir aber auch eine Begegnung, in der Esau deutlich positiver in Erscheinung tritt.
 
Nachdem Jakob den Segen des Vaters empfangen hatte, flüchtete er in die Ferne zu Laban, dem Bruder seiner Mutter.
 
Dort hatte Jakob dem Laban 20 Jahre gedient.
 
Er hatte von 2 Frauen und 2 Nebenfrauen zu diesem Zeitpunkt 11 Söhne und eine Tochter empfangen.
 
Dazu war er von Gott reich gesegnet worden an Schafen und Ziegen, Eseln, Rindern und Kamelen.
 
Als er sich nun mit seinen Frauen, Kindern und Herden auf den Heimweg machte, zog ihm Esau entgegen.
 
Jakob fürchtete sich sehr vor dem Zorn Esaus, daher wollte er ihm ein Geschenk bereiten.
 
Indem er von seinen Herden etliche Tiere gruppierte und voranschickte als eine Gabe für Esau.
 
Nun lesen wir von der Begegnung der beiden Brüder:
 
Esau aber lief ihm entgegen und herzte ihn und fiel ihm um den Hals und küsste ihn, und sie weinten.
 
(1. Mose 33,4; Lutherbibel 2017 [(C) Deutsche Bibelgesellschaft])
 
Esau sprach:
Ich habe genug, mein Bruder; behalte, was du hast.
 
Jakob antwortete:
Ach nein! Hab ich Gnade gefunden vor dir, so nimm mein Geschenk von meiner Hand; denn
ich sah dein Angesicht, als sähe ich Gottes Angesicht, und du hast mich freundlich angesehen.
 
Nimm doch meine Segensgabe an, die dir gebracht wurde;
denn Gott hat sie mir beschert, und ich habe von allem genug.
 
So nötigte er ihn, dass er sie nahm.
 
(1. Mose 33,9-11; Lutherbibel 2017 [(C) Deutsche Bibelgesellschaft])
 
Ist dies nicht eine erfrischend andere Sichtweise, die wir hier vorfinden?
 
Nicht allein Jakob war reich gesegnet worden, auch sein Bruder Esau hatte genug, wie er zu verstehen gibt.
 
Weswegen er die Segensgabe zunächst einmal wohlmeinend ablehnt.
 
Aber Jakob bestand darauf, dass sein Bruder einen Anteil bekäme an oder von dem, was er empfangen hatte.
 
So empfing Esau von Jakob eine beträchtliche Zahl Schafe und Ziegen, Esel, Rinder und Kamele.
 
Aber noch wichtiger:
 
Esau hegte hier keinen Groll mehr gegen seinen Bruder, vielmehr herzten und küssten sie einander.
 
So betrachtet feierten sie in diesem Augenblick gemeinsam ein Fest der Versöhnung.
 
Und sie weinten, keine Tränen der Bitterkeit oder Verzweiflung, vielmehr Tränen der überströmenden Freude.
 
Merciful

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