Suche nach Beiträgen von pausenclown
Erste Seite | « | 1 ... 10 | 11 | 12 | 13 | 14 ... 55 | » | Letzte
Die Suche lieferte 541 Ergebnisse:
Re: Rettungsschiff MS Jesus.
von pausenclown am 13.01.2026 15:20Hallo.
Glaube ist Privatsache, könnte man meinen, oder?
Nicht so in der heidnischen Umwelt oder im römischen Reich.
Das Opfern ist für die Götter keine rein private Angelegenheit, sondern eine grundlegende Bürgerpflicht zur Sicherung des Gemeinwohls.
Diese war klar wird durch die:
Pax Deorum, Friede mit den Göttern: Man glaubte, dass das Wohlergehen des Staates und der Gesellschaft direkt von der Gunst der Götter abhänge. Korrekt ausgeführte Opferrituale sicherten diesen Götterfrieden.
Das einfache Vernachlässigen oder wegbleiben galt als Provokation gegenüber der Götter, die mit Naturkatastrophen, Seuchen oder Niederlagen im Krieg den Zorn über die gesamte Gemeinschaft bringen könnten.
Es gab eine kollektive Verantwortung, um dem sozialen Frieden und Wohlstand zu erhalten.
Besonders im Römischen Reich war die Teilnahme am Kaiserkult ein Zeichen politischer Loyalität. Die Verweigerung des Opfers wurde daher nicht nur als religiöse Verfehlung , sondern als Hochverrat und Gefährdung der öffentlichen Ordnung wahrgenommen.
Das ist so ein Punkt, der mir nicht bewusst war, nicht mehr mitmachen hieß, ich gefährde den sozialen Frieden und Wohlstand, in den Augen der damaligen Mitbürgern. Ein Heide der sich zu Christus bekennt, war in der damaligen Zeit (in der Zeit von Paulus) eine subversive Person.
So ganz neu ist dieser Gedanke nicht, wer nicht für uns ist, ist gegen uns, oder wer nicht mitmacht, gefährdet unser aller…..
Ahoi und Shalom von der M.S. Jesus
P.S. Der Begriff "subversiv" bezeichnet eine Vorgehensweise oder ein Verhalten, das darauf abzielt, gesellschaftliche, politische oder wirtschaftliche Ordnungen und Systeme zu untergraben, zu stören oder zu destabilisieren.
Re: Rettungsschiff MS Jesus.
von pausenclown am 13.01.2026 13:46Hallo.
Eine kleine Einführung in die paganische Umwelt und nur ein kleiner Auszug.
Die Staatsgötter : Allen voran Jupiter, Juno und Minerva. Ihnen wurde bei öffentlichen Festen für den Schutz des Reiches geopfert.
Der Kaiserkult: Zur Zeit Jesu war es üblich, dem Genius des Kaisers (der göttlichen Wirkkraft des Herrschers) zu opfern. Dies galt als Beweis politischer Loyalität.
Haus- und Naturgötter: Im privaten Bereich opferte man Laren und Penaten, sowie Vesta, der Göttin des Herdfeuers.
Aus für mich leicht verwirrte, bzw. die Frage, wie sah eine übliche Tür in dieser Zeit aus?
Dazu, welche Gottheiten bzw Götzen könnte es geben?
Habt ihr schon mal was von:
Janus, er ist der bekannteste Gott der Tore, Türen und Schwellen. Er wird meist mit zwei Gesichtern dargestellt, eines blickt nach draußen, eines nach drinnen, eines in die Vergangenheit und eines in die Zukunft. Ihm wurde bei jedem Vorhaben zuerst geopfert, da er den Übergang vom Anfang zum Erfolg symbolisierte.
Aber Janus reicht noch nicht, dazu kommt noch Limentinus, der explizit die Türschwelle schützt.
Cardea: Die Göttin der Türangeln, die zusammen mit Janus und Limentinus den Eingangsbereich des Hauses vor bösen Geistern bewahrte.
Das ist und war eine komplexe Angelegenheit, der Götzendienst war in das öffentliche und häusliche Umfeld unterteilt.
In meiner naiven Vorstellung, blieb man halt dem ganzen fern, schraubte das Zeug ab und diente dem neuen Gott, dem Gott Israels.
Vielleicht fragte mal der Nachbar, was ist los, wo warst du und was ist mit deiner Tür passiert?
Eine kleine christliche Botschaft. Der Nachbar sagt, cool und verstehe und fertig.
Dem war leider nicht so.
Ahoi und Shalom von der M.S. Jesus.
Re: Adam - Noah - Abraham
von pausenclown am 13.01.2026 11:10Hallo Merciful.
Natürlich ist dein Misstrauen angebracht.
Auch wenn es nicht zum Thema gehört.
Erstmal, innerhalb des Judentums gibt es reichlich viele Strömungen. Für die einen steht der Psaht im Vordergrund, für die anderen Sod.
Bei uns ist eine gegenteilige Meinung kein Widerspruch. Es ist eine weitere Perspektive.
Oder Streitgespräch um die Wahrheit Willen.
Weiß nicht, wie ich das besser verdeutlichen kann, vermutlich sind die unterschiedlichen Traditionen, Umgang mit Bibel und Auslegung von Texten unterschiedlich und am Ende selbst wird der Begriff “Wahrheit” unterschiedlich verstanden .
Sorry, das führt weit weg von deinem Thema.
Shalom Pausenclown
Re: Rettungsschiff MS Jesus.
von pausenclown am 13.01.2026 09:30Ahoi von der M.S. Jesus
Die jüdische Umwelt, zur Zeit Jesu, ist eins meiner bevorzugten Themen.
Aber wie sah eigentlich die heidnische Umwelt für die ersten Christen z.B. in Korinth aus?
Ehrlich gesagt habe ich mir nie wirklich Gedanken darüber gemacht, klar, viele Götzen und Götter. Vor längerer Zeit hörte ich einen Vortrag, wo es um die pagane Umwelt im römischen Reich ging.
Dieser Gedanke, bzw davon keine Ahnung zu haben, hat mich nicht losgelassen und habe angefangen zu recherchieren.
Der Start oder Ausgangspunkt ist Paulus mit der Heidenmission. Paulus als Diaspora Jude und römischer Bürger war mit Sicherheit mit dieser Umwelt vertraut.
Shma Israel, das jüdische Bekenntnis, dass Gott eins oder einer ist, taucht in den Briefen von Paulus öfter vor.
Ok, ein Gott gegenüber dutzende Götter, klarer Downgrade, alles klar, ab heute nur noch ein Gott, der Gott Israels.
Der Fall ist geschlossen und alle gehen glücklich Heim, so oder so ähnlich naiv war meine Vorstellung.
Im nächsten Posting , gehe ich erstmal auf diese Götter und Götzen ein.
Dann folgt das Thema Pax Deorum, Friede mit den Göttern, daraus ergibt sich ein riesiges Konfliktpotential und zum Abschluss, Opferfleisch, oder ich gehe einfach zur Tante Hilde und Metzgerei, oder woher kam eigentlich das Fleisch für den Verzehr.
Shalom von der M.S. Jesus
Re: Adam - Noah - Abraham
von pausenclown am 11.01.2026 13:41Hallo Merciful.
Erstmal muss ich mich entschuldigen, mir ist ein Fehler unterlaufen, zb ist diese Sicht eine Sucht von Rashi ( Shlomo) ist eine Sicht. Die Art der Auslegung nennt sich Midrash
Entschuldige bitte gleich nochmal, ich bin eine Katastrophe, um mich schriftlich auszudrücken, ich bemühe mich.
Erlaube mir bitte einen Schritt zurück, um jüdische Theologie und Perspektiven zu verstehen.
Bei uns gibt es nicht die Wahrheit, sondern viele Sichtweisen.
Grundprinzip der Auslegung ist das Akronym PaRDeS
1.Pshat die wörtliche Bedeutung. Sagt Abraham, Sara sei seine
Halbschwester. Der Pshat akzeptiert dies als die biologische Realität der Erzählung, ohne sie zu hinterfragen.
2. Remez die Anspielung. Remez sucht nach versteckten Hinweisen, die über den Wortlaut hinausgehen. Die Namensänderung von Sarai zu Sara: Hinzufügen des Buchstabens He. Der Remez deutet darauf hin, dass das He für den Namen Gottes steht und Sara nun eine neue, göttliche Bestimmung als Mutter von Völkern hat.
3. Drash die Auslegung (Drash von Midrash)
Drash nutzt Interpretationen, um moralische Lehren zu ziehen oder Textlücken zu füllen. Es ist die Ebene der Erzählungen und Gleichnisse.
Hier findet die Identifizierung von Sara mit Jiska statt. Um Abraham moralisch zu schützen, also kein Inzest, erklärt der Drash, dass Schwester eigentlich Nichte bedeutete.
4. Sod das Geheimnis. Sod ist die mystische oder kabbalistische Ebene.
In der Kabbala werden Abraham und Sara nicht nur als Menschen gesehen, sondern als Verkörperungen göttlicher Eigenschaften.
So wurde mir das PaRDeS beigebracht, bestimmt gibt es Gelehrte, die mir widersprechen.
Shlomo Jizchaki (Rabbi Rashi), seine Midrash, ist im Talmud Sanhedrin 69b; Megilla 14a zu finden.
Zusammengefasst, wie ich es verstanden habe.
Da Milka als Tochter Harans erwähnt wird, Jiska aber ohne weitere Erwähnung im Text bleibt, folgern die Rabbiner, dass Sara diese zweite Tochter Harans sein muss. Andernfalls bliebe Saras Herkunft im Gegensatz zu allen anderen Familienmitgliedern im Dunkeln.
Ein weiterer Punkt ist, Sarah zählt zu Prophetien. Ein kleiner Sprung zur Bedeutung des Namens Jiska:
Der Name wird von der hebräischen Wurzel sachah, sehen abgeleitet. Sara wurde Jiska genannt, sie war eine Prophetin oder weil alle ihre Schönheit ansahen.
Tut mir leid, dass mein erstes Posting verwirrt hat und um der Midrash gedanklich zu folgen, muss man schon öfter um die Ecke denken.
Abschließend habe ich für mich keine endgültige Meinung. Nichte oder Halbschwester.
Shalom Pausenclown.
Sorry für die Schreibfehler usw.
Re: Adam - Noah - Abraham
von pausenclown am 10.01.2026 08:10Hallo Merciful.
Sowohl in der christlichen und jüdischen Theologie geht man davon aus, dass Abraham der jüngste Sohn ist.
Die Erwähnung an erster Stelle bezieht sich vermutlich auf die geistliche Stellung.
Abraham soll etwa 60 Jahre jünger sein als Haran.
Shabbat Shalom
Re: Adam - Noah - Abraham
von pausenclown am 09.01.2026 07:30Hallo.
Ich schreibe hier aus einer jüdischen Perspektive und Theologie.
Also, was Ist Sara, Abrahams
Halbschwester oder Schwiegertochter, wie jetzt ?
1. Mose 11.31
Da nahm Terach seinen Sohn Abram und Lot, den Sohn seines Sohnes Haran, und seine Schwiegertochter Sarai, die Frau seines Sohnes Abram, und führte sie aus Ur in Chaldäa, um ins Land Kanaan zu ziehen. Und sie kamen nach Haran und wohnten dort.
Gegenüber
1 Mose 20,12
1 Mose 20,12
Und sie ist auch wirklich meine Schwester; die Tochter meines Vaters ist sie, nur nicht die Tochter meiner Mutter; so ist sie meine Frau geworden.
Damit es hier nicht den Rahmen sprengt, schreibe ich nur in Überschriften und hoffe, es ist verständlich.
Kurzum, unsere Weisen gehen davon, Sara ist Abrahams Nichte. Die Ausführungen, weshalb sie davon ausgehen, sind nur Stichworte.
Nach rabbinischer Überlieferung und Auslegung wird Sara als Abrahams Nichte identifiziert, indem sie mit einer Person namens Jiska gleichgesetzt wird.
Das beruht auf einer Auslegung von, 1 Mose 11, 29. Die Tochter von Haran, Abrahams Bruder.
Die Rabbinische Auslegungsregel:
Bnei banim ha-rei hem ke-banim, die übersetzt bedeutet: Enkelkinder sind wie Kinder zu betrachten.
Die Regel wenden sie bei Abraham an: Abraham sagt, Sara sei die „Tochter meines Vaters“ 1. Mose 20,12.
Da Enkelkinder wie Kinder gelten, konnte Abraham Sara rechtmäßig als „Tochter seines Vaters“ (Terach) bezeichnen, obwohl sie biologisch seine Nichte war, oder auch als Schwiegertochter.
Zusammengefasst nach jüdischer Überlieferung: Sara ist die Nichte Abrahams Tochter seines Bruders Haran und die Enkelin Terachs. Als Ehefrau von Abraham nimmt sie im Haus Terachs die rechtliche Stellung der Schwiegertochter ein.
Shalom Pausenclown.
Re: Adam - Noah - Abraham
von pausenclown am 06.01.2026 06:32Hallo Merciful.
Ich hätte gerne deine Gedanken gelesen.
Tut mir leid, was daraus geworden ist, schade.
Shalom Pausenclown.
Re: Lukas 3/ die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden
von pausenclown am 19.12.2025 15:35Hallo Argo.
Entschuldige bitte, dass ich vermutlich unhöflich und kurz angebunden rüber komme.
Aber, wer bin ich dass ich deine Babytaufe, Impfung und das daraus resultierende Gefühl: Von es tut gut zu beurteilen oder sonst was.
Falls du in mir einen Träger des Zeichens siehst, damit habe ich überhaupt kein Problem.
Dennoch, mein Verständnis von Taufe ist es nicht, die du beschreibst.
LG
Re: Lukas 3/ die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden
von pausenclown am 19.12.2025 09:13Hallo Cleo.
Weshalb sich Jesus taufen ließ, gibt es mehrere Antworten.
Die Kurzversion:
Eine Antwort ist, Jesus identifiziert sich mit…
Etwas ausführlicher:
Ein Heide, der sich zum Judentum bekehrte, ging ein Prozess durch, am Ende stand die Taufe, (Tevilah) bzw. Untertauchen, als Zeichen, Symbol der neuen Identifikation mit dem Volk Gottes, Torah usw usw und einer Abkehr von fremden Göttern/Götzen.
Dazu kommt die Neugeburt: Das Wasser der Mikwe wird oft mit dem Fruchtwasser im Mutterleib verglichen; das Auftauchen symbolisiert eine geistige Neugeburt und die vollständige Zugehörigkeit zum jüdischen Volk.
In den Evangelien wird der Begriff Taufe, Untertauchen, Baptizo verwendet.
Der Begriff wurde auch im handwerklichen Kontext verwendet, etwa beim Färben von Stoffen, die vollständig in Farbe getaucht (baptizo) wurden, um ihre Farbe zu ändern.
Der Stoff verbindet sich mit der neuen Farbe.
So gibt es mehrere Aspekte mit denen sich Jesus identifizierte.
Du schreibst Jesus war sündlos, das stimmt, aber stets rein, das glaube ich nicht, da Unreinheit keine moralische Verfehlung ist, sondern Alltag eines jüdischen Mannes oder einer Frau.
Was aber hier nicht das Thema ist.
Shalom Pausenclown


Antworten