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Burgen

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Re: Tageslese (31) Keinem von uns ist Gott fern. Apg 17,27

von Burgen am 18.04.2026 08:19


Samstg   Sabbat   

Der HERR, dein Gott, 
ist ein verzehrendes Feuer und ein eifernder Gott.   5.Mose 4,24   


Darum, weil wir ein Reich empfangen, das nicht erschüttert 
wird, lasst uns 
dankbar sein und so Gott dienen mit 
Scheu und Furcht, 

wie es ihm gefällt.   Hebräer12,28   


Lied 281,5 

... Kommt, heiligt seinen Namen! 
Sein Auge hat uns stets bewacht, 
ihm sei Anbetung, Ehr und Macht. 
Gelobt sei Gott! 
Ja, Amen. 

( (c) Matthias Jorissen   

TagesL: Apostelgeschichte 8,26-39   Der Kämmerer aus Äthiopien / Taufe  
fortlL: Epheser 3,1-13   Des Apostels Dienst für die Nationen aus den Heiden  




Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...

von Burgen am 18.04.2026 08:05


Ja, Argo, das hast du mMn gut herausgearbeitet. 

Die um die 50 Autoren des obigen Buches sind allesamt Juden der heutigen Zeit und lassen uns einen Blick in das Schriftverständnis von damals bis in unsere Zeit tun.  

Dies zu lesen, zu bedenken und miteinander im Leben verbinden war und ist noch nie ganz leicht gewesen. Wir können mMn Gott dankbar und froh sein, dass die Heilige Schrift es so gut und fast unbeschadet in unsere Zeit und in die Zukunft geschafft hat, uns zu gut und Gott Jesus zu Ehre. 


Gruss 
Burgen 



 


Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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Re: Der schmale Weg

von Burgen am 18.04.2026 07:59


Geist-Licht schrieb: 

Der Psalm selbst kommt aus der alten Welt. In den acht Versen finde ich keine ethische Tugend und das WORT Liebe fehlt.

Ja, warum sollte das Wort Liebe denn dort geschrieben sein? 

Die ganze Heilige Schrift IST Grundlagenausdruck der Liebe Gottes zu seinem Volk im AT sowie als Weiterführung des NT. Sie, die Schrift wird zur Einladung Gottes für alle Menschen, sofern diese Jesus glauben. Es geht um Jesus. 

Dabei nicht nur einfach um logisches Verständnis, sondern um 'das Leben'. 




Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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Re: Tageslese (31) Keinem von uns ist Gott fern. Apg 17,27

von Burgen am 17.04.2026 06:42


Freitag  

Gott, du holst mich wieder herauf aus den Tiefen der Erde. 
Du machst mich sehr groß und tröstest mich wieder.   Psalm 71,20-21 

Jesus sprach: Jüngling, ich sage dir, steh auf! 
Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden, 
und Jesus gab ihn seiner Mutter.   Lukas 7,14-15 


Gebet: 

Herr, unser Gott, lass nicht zuSchanden werden die, so in ihren  
Nöten und Beschwerden bei Tag und Nacht auf deine Güte hoffen  
und zu dir rufen.  

 ((c) Johann Heermann)


TagesL: Offenbarung 7,13-17 ... Die Erlösten aus Israel und allen Nationen  
fortlL: Epheser 2,11-22  Juden und Heiden - eins in Christus    
 


Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...

von Burgen am 17.04.2026 06:29


Hallo Pausenclown, 

Hatte mir gedacht, dass es vielleicht hilfreich sein könnte einen wichtigen Text beider Bibelbücher parallel zu betrachten. 
Der obige Erklärungstext im Epheserabschnitt von Judenchristen und der untere Text von Christen erklärt. 

In beider Betrachtungsweise liegt, zumindest oben, die ganze Last oder Erkenntnis der jewiligen Glaubensgemeinschaft zugrunde, denke dies gerade. 

Während ab V11 Epheser 2,ab 11 explizit als Überschrift besser einzuordnen: Juden und Heiden - eins in Christus, die Aussage des Textes ist. 
Liegt doch die Wurzel durch Jesus Christus, dem Messias, durch Gott in den Schriften und Glauben, und Tun im Alten Bund. 

Der alte Bund ist ja nicht gerade unwichtig - aber durch Jesus und in Jesus enthält er das vollbrachte Werk für beide, Juden und Christen. 
Dies zu verstehen, anzunehmen und wertzuschätzen kann eigentlich nur in die Anbetung führen und dazu beitragen, alles besser für das eigene Leben lebbar machen. 


So ähnlich denke ich: eins in Christus. 
Der eigentliche Bibeltext im Epheserbrief spricht deutliche Worte ;)  





 


Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

In Ihm leben, weben und sind wir! (als wiedergeborene Christen)  


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Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...

von Burgen am 16.04.2026 16:12



NT aus jüdischer Sicht 

Epheser 2,1–10 Durch Christus aus der Sünde wiedergeboren 
1 Tot durch eure Übertretungen und Sünden, die Verbindung von Tod und Sünde könnte mit der biblischen Vorstellung zusammenhängen, dass Sünde eine Ursache von Unreinheit ist; 
diese wird mit dem Tod assoziiert, der ebenfalls eine Quelle von Unreinheit ist; vgl. Lev 16,16 und Num 19 

2 Dem Mächtigen, der in der Luft herrscht, vgl. Eph 6,11–12 und Kol 1,13. Vgl. auch die gefallenen Engel in äthHen 6,2–6 und die Engel der Finsternis in 1QS 3,20–21, die ihre menschlichen Nachfolgerinnen und Nachfolger auf Irrwege führen. Solche bösartigen übernatürlichen Mächte spielen in der rabbinischen Tradition keine bedeutende Rolle.

3 Begierden unseres Fleisches, im Gegensatz zu den geistigen Begierden bringen die fleischlichen von Natur aus vom rechten Weg ab; vgl. die rabbinische Vorstellung des jezer ha-raʿ (Drang zum Bösen), der häufig mit fleischlicher Lust assoziiert wird (z.B. bSuk 52a–b). Dieser wird aber auch verteidigt, da er für die Besiedlung der Welt notwendig ist, indem er den Mann antreibt, sich eine Frau zu suchen, ein Haus zu bauen und Kinder zu zeugen (BerR 9,7).

4–5 Reich ist an Barmherzigkeit [...] große Liebe [...] aus Gnade, der Autor des Briefes behauptet, dass die Erlösung Gottes ein Ausdruck seiner Liebe sei und „nicht aus Werken" (Eph 2,9) stamme; die Barmherzigkeit als göttliche Eigenschaft betonen auch Schlüsselstellen im Tanach; vgl. z.B. Ex 34,6–7 und Num 14,18. 5–6 Mit Christus lebendig gemacht [...], 

vgl. Eph 1,20; die Gläubigen sind so untrennbar verbunden mit der Erfahrung, die Christus selbst gemacht hat, wie ein Körper mit dem Kopf (Eph 1,22–23).
 
6 Himmel, der himmlische Thron wird im Tanach ausführlich beschrieben (Jes 6,1; Ez 1,26 u.a.) und in Anlehnung an solche Visionen auch in Offb 4,2–11. In der rabbinischen Lehre wird darauf verwiesen, dass die Gerechten in der kommenden Welt an der Seite Gottes sitzen und sich der Herrlichkeit seiner göttlichen Gegenwart erfreuen werden; vgl. bBer 17a.  

7 Gnade durch seine Güte, vgl. Anm. zu 2,4–5. 8–9 Seid ihr gerettet, in den unstrittig authentischen Paulusbriefen ist die Erlösung in der Regel ein zukünftiges Ereignis, kein gegenwärtiger Zustand. Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, vgl. Anm. zu 2,4–5. Damit sich nicht jemand rühme, vgl. Röm 3,27.

10 Geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, Werke (entsprechen den hebr. mizwot) werden im Epheserbrief nicht ausgeschlossen, aber sie sind das Resultat der Erlösung, nicht ihre Ursache. Dass wir darin wandeln sollen, vgl. den hebr. Begriff halacha für den „Weg, auf dem es zu laufen gilt".

„DEN ZAUN ABGEBROCHEN", „DAS GESETZ ... ABGETAN" FÜR „EINEN NEUEN MENSCHEN" (Eph 2,14–15)
Das jüdische Gesetz trennte observante Juden von Angehörigen anderen Gruppen. Die Vorstellung aus Ex 19,6, dass Israel ein „heiliges Volk" sein soll, wird in Lev 19,2 und andernorts wieder aufgegriffen. „Heiligkeit" (hebr. q-d-sch) erfordert eine Absonderung (der frührabbinische Midrasch Sifra übersetzt Lev 19,2 „du sollst heilig sein" mit „du sollst dich fernhalten"). Insbesondere die Speisegebote der Tora (Lev 11) sorgten für eine solche Trennung, doch spätere Ausweitungen des Gesetzes – das Verbot, heidnische Speisen zu essen (z.B. Dan 1,8–12), die Ausweitung von Unreinheit auf Nichtjuden (Sifra, Savim 1,1 zu Lev 15,2) und andere – machten „den Zaun" noch höher. 

Dass eine solche Absonderung bei einigen Nichtjuden Feindseligkeit gegenüber Juden hervorrief, wird am deutlichsten von Tacitus bezeugt, der schreibt: „Juden sind einander gegenüber extrem loyal ... Allen anderen Völkern gegenüber fühlen sie aber nur Hass und Feindschaft. Sie essen gemeinsam und schlafen getrennt ..." (Tac.hist. V,1–2). 
Manche Juden empfanden auch Feindseligkeit gegenüber Nichtjuden, wie mAS 2,1a belegt, wo es (u.a.) heißt: „Man darf kein Vieh in Herbergen von Heiden unterstellen, ... 

Durch die Abschaffung von Gesetzen, die Juden und Nichtjuden voneinander abgrenzen, wie etwa das trennende Zeichen der Beschneidung, können Nichtjuden „nahe" (Eph 2,13) kommen und kann die gespaltene Menschheit wieder vereint werden. 
[Heiden galten, gelten heute auf Nationen bezogen] 

[Fussnoten: gelöscht] 17.4. 

----David Kraemer, „DER BRIEF DES PAULUS AN DIE EPHESER", in Das Neue Testament – jüdisch erklärt, hg. von Wolfgang Kraus, Michael Tilly, und Axel Töllner, übers. von Monika Müller und Jan Raithel (Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft, 2021), 418.---- 


Erklärungsbibel: - Elberfelderbibel: 

Epheser 2, 1-10 Vom Tod zum Leben  
2,1-10 Die Auferweckung hat eine dreifache Auswirkung: Sie rettet aus dem Verlorensein (Totsein) und macht lebendig 
V. 1.5. Sie erlöst aus dem Verfallensein an den Zeitlauf dieser Welt (d. h. Machtbereich mit Gehorsamspflicht gegenüber den Mächten
V. 2-3, das sich im Willen des Fleisches zeigt (Fleisch ist der Mensch in seiner Rebellion gegen Gott; vgl. Röm 8,5-8). 
Und sie versetzt die Geretteten in den Machtbereich Jesu (Himmelswelt; V. 6-7). 
Umgekehrt zum Zeitlauf dieser Welt geschieht dieses nicht in menschlicher Weise (Werken zum Ruhm V. 9), 
sondern aus Gottes Macht und Art (Gnade, Gabe V. 8)
Die guten Werke werden von neuen Menschen getan, in deren Leben ihr Schöpfer geehrt wird (V. 10)
Geschaffen zeigt hier eine Neuschöpfung an.

----Elberfelder Bibel mit Erklärungen (Holzgerlingen: SCM, 2023), Eph 2,1–10. ---- kursiv von mir  





Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
2.Kor 5,17 (Schl 1995) 

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.04.2026 06:18.

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Re: Der schmale Weg

von Burgen am 16.04.2026 06:56


Hallo Merciful 

deine obigen Ausführungen habe ich sehr gerne gelesen und danke für diese wunderbaren Erklärungen. Die Worte fallen direkt in das Herz. 

In meiner Erklärungsbibel [Elberfelder] lese ich, dass er zu den acht Alphabetischen Psalmen gehört. Und in diesem Psalm sind immer acht Verse einem hebräischen Buchstaben des hebräischen Gebets zugeordnet. Das macht diesen langen Psalm gut lesbar und macht auch die Kraft der hebräischen Schriftsprache deutlich, mM. 

Es liest sich als Weisheits- und Lobpreis-Psalm aufgrund des GEsetzes und der Gebote Gottes in einem feindlichen Umfeld. 22 mal wird Gott direkt mit HERR angesprochen. Lesart ist, dass das Gesetz in neun verschiedenen hebräischen Wörtern entfaltet wird: 
Gesetz als  Weisung, Zeugnisse, Weg im Sinne des Lebensweges - der Lebensführung, Vorschriften, Ordnungen, Gebote, Bestimmungen im Sinne der Rechtsbestimmungen, Wort, Pfad usw. 

Ich kannte mal einen 22 jährigen jungen Mann, der diesen ganzen langen Psalm in der damaligen Lutherübersetzung auswendig lerne und aussprechen konnt. Er versuchte täglich nach diesen für ihn zur Einsicht gewordenen Worten zu leben. 
Das hatte mich sehr beeindruckt. Soetwas war und ist mir immer noch recht neu  bis heute. 

Das bedeutet doch, dass diese Worte ins Herz gefallen sind und dessen Spuren lebbar geworden, völlig unverkrampft jederzeit gedanklich ausführend, und erinnerbar sind. 


 


Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
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Re: Tageslese (31) Keinem von uns ist Gott fern. Apg 17,27

von Burgen am 16.04.2026 06:36


Donnerstag  

Der HERR sprach zu Jona: Meinst du, dass du mit Recht zürnst?   Jona 4,4   

Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.   Lukas 6,36  


TagesL: 1.Petrus 2,1-10 Hohe Berufung der Erlösten   
fortlL: Epheser 2, 1-10  







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Re: Unterschied zwischen Judentum und christlicher Lehre...

von Burgen am 16.04.2026 06:26


An die fünfzig jüdische Autoren haben dieses Buch geschrieben,
ihre Untersuchungen erarbeitet und die historischen Begebenheiten in Betracht gezogen. 

aus: Literarisches Verhältnis der Evangelien untereinander :

Auswahl der erklärenden Beiträge: 
Darüber hinaus ist es unbekannt, an welche Gemeinden sich die einzelnen Evangelien richteten, ob sie tatsächlich besondere Gruppen ansprechen wollten oder nicht doch für alle Anhängerinnen und Anhänger Jesu gedacht waren. Zumeist geht man davon aus, dass Markus für eine vorwiegend nichtjüdische Gemeinde in Rom geschrieben habe, obwohl einige Fachleute das Markusevangelium als Ergebnis der Situation in Obergaliläa sehen, wo Juden und Nichtjuden gemeinsam eine Gemeinde bildeten. Lukas sieht man gemeinhin als Nichtjuden, der für ein vorwiegend nichtjüdisches Publikum schreibt, aber sogar hier betrachten einige Gelehrte Lukas als Juden oder Gottesfürchtigen, also einen nichtjüdischen Sympathisanten der jüdischen Gemeinde. Von Matthäus, dem gebildeten Zöllner (s. Mt 10,3), wird allgemein angenommen, dass er für ein überwiegend jüdisches Publikum schreibt, weil das Evangelium die (Relevanz der) Tora betont, weil Jesus intensiv mit den Pharisäern diskutiert und weil das Evangelium eine besondere Affinität zur späteren rabbinischen Literatur zeigt. Diese verschiedenen Interpretationen der Entstehungsumstände der Evangelien basieren wesentlich auf einem Zirkelschluss: Auf der Basis der Erzählung arbeiten wir das Programm des Autors und die Identität seiner Leserschaft heraus. Dann interpretieren wir den Text auf der Basis genau dessen, was wir aus internen Beobachtungen erschlossen haben.
Das literarische Verhältnis zwischen den Evangelien, ihr jeweiliges gesellschaftliches Umfeld und die Unterscheidung zwischen Inhalten, die die Evangelisten aus Quellen übernommen haben (d.h. aus der Tradition), und solchen, die sie aus ihrer eigenen Vorstellung hinzugefügt haben (d.h. Redaktion), sind grundlegende Themen der neutestamentlichen Wissenschaft. Diese Probleme, die nicht mit Sicherheit gelöst werden können, sind auch bei der Interpretation der Evangelien in ihrem Verhältnis zu Juden und dem Judentum wichtig: Wie wir die Kompositionsgeschichte eines jeden Evangeliums verstehen, wird notwendigerweise auch beeinflussen, wie wir seine Inhalte auffassen – einschließlich des Verhältnisses zu Juden, die Jesus nicht als Messias betrachteten.

 

Amy-Jill Levine und Marc Zvi Brettler, „DIE EVANGELIEN UND DIE APOSTELGESCHICHTE", in Das Neue Testament – jüdisch erklärt, hg. von Wolfgang Kraus, Michael Tilly, und Axel Töllner, übers. von Monika Müller und Jan Raithel (Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft, 2021), 7–8. 

:::  

Vermutlich ist beim Lesen zu unterscheiden,  
ob jemand das neue Testament unter rein wissenschaftlichen, historischen oder glaubenden und evtl hungrigen Bedürfnissen lesen wird. 

Manche Begriffe sind aus den historischen jüdischen Umweltbedingungen über zB Lutheraltdeutsch mit heutigen Begriffen der Lesart angepasst worden. 
Letztlich sind die Schriften dazu da, Jesus ins rechte Licht zu rücken, ihn als Herrn, Heiland und König - Messias zu glauben und zu leben; mM.  
Das bedeutet auch, mMn, seine eigene und die der Familie usw. mit dem Wort Gottes "füttern", und dies nicht alle vier Wochen, sondern täglich. 

Die Fütterung in dieser Weise ist nicht unbedingt ausschließlich mit der Logik unterstellt zu sein, sondern das Wort Gottes sättigt den ganzen Menschen. Denn das Reich Gottes ist nicht ein logischer Akt, im Moment entzieht er sich fast allen Realitätsbestrebungen von Menschen - obwohl es Realität ist, aber eine andere Art der Realität. 

Das habe ich nun nicht gelesen. 



Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 
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Re: Tageslese (31) Keinem von uns ist Gott fern. Apg 17,27

von Burgen am 15.04.2026 09:38


Mittwoch   


Vor dem HERRN her kam ein großer und gewaltiger Sturmwind, 
der Berge zerriss und Felsen zerbrach, 
in dem Sturmwind aber war der HERR nicht.  
Und nach dem Sturmwind kam ein Erdbeben, in dem Erdbeben  
aber war der HERR nicht.  
Nach dem Erdbeben kam ein Feuer, in dem Feuer war der HERR  
nicht. 
Nach dem Feuer aber kam das Flüstern eines sanften Windhauchs.   
1.Könige 19,11-12  

Johannes 1,18  
Kein Mensch hat Gott jemals gesehen.  Nur der Eine, der selbst Gott ist  
und mit dem Vater in engster Gemeinschaft steht, hat uns gesagt und  
gezeigt, wer Gott ist.   


Lied: BG 234,1 
Jesus wurde Mensch für mich; dessen freut mein Herze sich,  
weil ich armes Menschenkind Heil und Leben darin find.  
(c) Christian Gregor  

TagesL: Jesaja 66,6-13 (14)    fortlL: Epheser 1,12-23  




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