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cipher
Gelöschter Benutzer

Re: Was ist der Unterschied zwischen Irrlehre und unterschiedliche Interpretation?

von cipher am 16.12.2014 10:33

Cleopatra fragte: Sollte ich es tatsächlich wagen, meine oben genannten Geschwister anzusehen als Irrlehrer.
Sicher nicht - welchen Grund könnte es dafür geben? Es wird in einzelnen der Denominationen "Irrlehren" geben, dass das so sein und kommen wird, sagt uns schon die Bibel. Das trifft aber, denke ich, für jede Richtung zu. Und einzelne Denominationen habe Schwerpunkte auf Inhalte gelegt, auf denen ich aus der biblischen Sicht keine sehen und erkennen kann. Das könnte die eine oder andere Denomination schon in Richtung "Sekte" rücken. Ich will keine Stichworte nennen, weil sonst als nahezu sicher angenommen werden kann, das einige aus dem Wagen gleich einen Zug machen, um aufzuspringen oder ein Reck, sich daran aufzuhängen. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass diese Denominationen einander mitunter gegenseitig als Irrlehrer bezeichneten. Wir waren zuweilen verblüfft, wie sehr sich die Baptisten, denen wir einige Jahre angehörten, gegen andere Denomin. abgrenzten. Das gefiel uns nicht, doch wir erlebten dergleichen auch in anderen Denom.

Genau wegen diese Problematik jedoch haben wir uns entschlossen, uns formell der ev. LK anzuschließen, und ansonsten keiner speziellen Denomination mehr als aktive Mitgleider. Nun sind sie uns alle gleich fern - oder gleich nahe. in der LK kommt niemand auf den Gedanken festzustellen, diese oder jene "...isten" wären mehr oder weniger fehlgeleitet. Wir nehmen mal hier, mal da am GoDi teil, haben ansonsten unseren Haus- und Familienkreis und damit kommen wir sehr gut zurecht.

Die "Zentralitäten" sind, soweit ich das im Laufe der Jahre mitbekommen habe, bei fast allen gleich. Das Evangelium gilt in seinem vollen Umfange. Einige, jedoch kaum heilsentscheidende Dinge werden unterschiedlich gewichtet und gehandhabt. Uns ist das "Hose wie Jacke" und stört uns deshalb nicht.

Eines möchte ich allerdings erwähnen. Es gibt Fakten in der Bibel, die man verstehen kann, wenn man a: in der Lage ist, zu lesen und b: nicht von vorherein darauf aus ist, alles, was dort geschrieben steht, habe eine geheimnisvolle Zweit- und / oder Drittbedeutung.

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solana

-, Weiblich

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Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Ist Zorn erlaubt?

von solana am 16.12.2014 10:26

Hallo Henoch
Bei so einer Konstellation sehe ich keine Möglichkeit eines "multikonfessionellen" Dialogs .

Also blieben dann nicht mehr viele Möglichkeiten.
Entweder wir spalten genauso wie die Christenheit im realen Leben - und machen eigene Unterforen für jede Denomination unter sich.
Oder die schon öfter angesprochene "Arena", in der sich jeder "auf eigenes Risiko" begibt und in die alle "Streitthreads "abgeschoben werden.
In einer "Blümchenwiese zum gemeinsamen Lob Gottes usw werden wir ja irgendwie miteinander klar kommen....

Oder wir ekeln alle Andersdenkenden raus, bis nur noch die "ganz Reinen" übrig bleiben (und wenn mich nicht alles täuscht, sind wir schon seit einiger Zeit genau dabei  )
Gruss
Solana 

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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marjo
Gelöschter Benutzer

Re: Umgang im Forum

von marjo am 16.12.2014 10:16

Hallo Cipher,

das ist ein wichtiger Gedanke. In jeder Hinsicht. Seid gestern denke ich über Kol 3,1-17 nach und lade jeden ein, es mir gleich zu tun.

viele grüße, marjo   

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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Ist Zorn erlaubt?

von Henoch am 16.12.2014 10:16

Hallo Solana,

das ist eine Frage, die Ihr selbst beantworten müsst. Ihr kennt mich ja nun gut genug. Wie gesagt, geht es mir nicht darum jedweden lehrmäßigen Unterschied zu bekämpfen. Es geht mir ausschließlich um das Evangelium. Wer das verwässert, läuft Gefahr die eigene Wiedergeburt zu verpassen und hindert andere an der Errettung durch das Evangelium. Das ist ernst. 

Henoch

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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Was ist der Unterschied zwischen Irrlehre und unterschiedliche Interpretation?

von Henoch am 16.12.2014 10:12

Hallo Cleo,

ganz so sehe ich das auch, weshalb ich mich ausschließlich dann auch mal ungemütlich klar und nachdrücklich äußere, wenn das Evangelium angetastet wird.

Wenn wir in nicht heilsnotwendigen Dingen falsch auslegen, dann wird der hl. Geist uns nach und nach berichtigen. Wenn wir aber das Evangelium selbst antasten, dann bedeutet das erstens, dass es sein kann, dass wir die Wiedergeburt nicht erfahren und zweitens, dass wir andere daran hindern, durch das Evangelium gerettet zu werden. Das ist ernst.

Henoch

Antworten Zuletzt bearbeitet am 16.12.2014 10:16.

solana

-, Weiblich

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Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Ist Zorn erlaubt?

von solana am 16.12.2014 10:08

Hallo Henoch
Dann musst du dir aber bewusst halten, dass jemand anderes - aus einem anderen konfessionellen Hintergrun d- bestimmte Dinge anders "formuliert" (aber vielleicht gar nicht so anders meint) und manche Dinge auch tatsächlich anders interpretiert als du.

Hat er nun auch dieselbe "Verpflichtung", mit "heiligem Zorn" das Verständnis seiner Denomination gegen das zu verteidigen, was seine Denomination als "falsch" sieht?

Denn haben wir hier bald ganz genau das "Schreckensszenario", das ich als "Folge heiligen Zorns im Forum" angedeutet habe und das Cipher als so abwegiges Missverständnis meinerseits hingstellt hat.

Denn es ist nun mal leider so, dass aus solchen unterschiedlichen "Interpretationen" die ganzen Spaltungen in der Kirchengeschichte entstanden sind - da hat Wintergruen schon recht. Und das ging durchaus nicht immer friedlich ab, da hat heiliger Zorn zu grossen Verwüstungen geführt (wenn ich die Religionskriege betrachte).
Sollen wir uns so eine "Feindschaft" wirklich ins Forum holen?
Gruss
Solana 

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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sylvaki
Gelöschter Benutzer

Re: Was hört, lest, schaut, tut ihr gerade?

von sylvaki am 16.12.2014 10:05

Cleo, ich find das Buch sehr gut -
es hat mir vieles erkennbarer gemacht
und an Scheidewegen in meinem Leben
oft sehr geholfen.

Gute Wahl!

Sylvaki

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Cleopatra
Administrator

40, Weiblich

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Forenleitung

Beiträge: 5534

Re: Was ist der Unterschied zwischen Irrlehre und unterschiedliche Interpretation?

von Cleopatra am 16.12.2014 10:04

Aaaalso- unsere Gemeinde hat (eben aufgrund der gesetzlichen Geschichten, um Kita und Suppenküche aszubauen und so, lange Geschichte) vor einiger Zeit einen Schritt gemacht: Wir gehören nun der "AGB" an. Der "Arbeitsgemeinschaft der Brüdergemeinden". So schimpft sich das. Von Lehrmeinungen, Struktur und so weiter haben wir nichts geändert.
Jetzt eine Frage: Sind denn nun (aus meiner Perspektive aus) alle Pfingstler, Charismatiker, Baptisten, Kirchengänger und Co Irrlehrer...?
Oder gibt es hier eben doch einen gravierenden Unterschied?
Sollte ich es tatsächlich wagen, meine oben genannten Geschwister anzusehen als Irrlehrer..? Ob das Gott erfreuen wird und ob Gott da denkt "naja, sie will ja auch nach dem Besten Willen nachfolgen und eben Fehlinterpretationen ausräumen und zum Umdenken bewegen, wo die einzelnen vielleicht was falsch liegen..."

Ich frage das jetzt mal ganz provokant, denn stellen wir uns mal vor, jeder Christ aus jeder Glaubensrichtung würde so denken... Und anfangen, die Nächsten zu "belehren", immer mit dem Schlusssatz "so stehts halt in der Bibel, willst du das etwa nicht glauben....?"

Was wäre da das Fazit, das Feedback von Außenstehenden..?

Diese Frage muss niemand zwingend beantworten. Ich finde sie aber sehr wichtig, was eben auch später den Umgang miteinander, auch hier unter Geschwistern ausmacht. Wie denken wir über unseren Nächsten? Daraus resultiert ja eben auch unsere nächsten Worte, oder..?

Ich selbst habe zB oft falsch gelegen, jemand zeigte mir die Bibelverse, und ich dachte nach.. Aber hätte man mich so behandelt wie einen Irrlehrer (und das bekommt man mit), dann hätte ich wohl eher das Weite gesucht, anstatt darüber nachzudenken.... und dann wäre die Verantwortung aber nicht unbedingt nur bei mir gewesen, umzudenken, so denke ich...

Aber ich schweife ab.

Was ich persönlich wichtig finde (danke Henoch fürs Raussuchen der Bibelstellen, die werde ich nochmal genauer durchlesen, nur zwei Stunden Youtube kann ich zur Zeit nicht noch hinbekommen, da wären eigene Worte eben hilfreich) ist:
- wenn es um die Erlösung geht, um die Seele des Menschen, eben um die Zukunft in Himmel oder Hölle, da finde ich es sehr wichtig, dass keine Zweifel gesäht werden, dass keine Vermischung stattfindet, eben auch kein (cipher hatte es glaube ich angedeutet) "harschaft an der Wahrheit vorbei". Das ist ein unglaublich wichtiges Thema.
- aber bei anderen Thema, bei Interpretation, bei "ich kannte nunmal die andere Bibelstelle nicht" und bei einfach eben diesen "Nebenthemen", da würde ich es niemals wagen, jemanden so anzusehen. Denn ich bin selbst noch Lernende. Ich selbst habe noch nicht alles erfasst. Und ich bin froh, dass Gott manchmal gnädiger ist als so manche Christen mit ihre Urteilen (das hatte ich kürzlich noch ganz stark erlebt hat nichts mit dem Forum zutun, war in meinem Urlaub passiert) und wie verletzend diese dann sein können.

Lg Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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cipher
Gelöschter Benutzer

Re: Was hört, lest, schaut, tut ihr gerade?

von cipher am 16.12.2014 09:58

Den hier hören: Brother in Arms

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Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Ist Zorn erlaubt?

von Henoch am 16.12.2014 09:56

Hallo Solana,

 

wenn jemand anderes etwas sagt, das nicht mit dem eigenen Verständnis - so wie man die "allein richtige Auslegung" erkannt hat - in Einklang zu bringen ist?

Wenn Du liest, wirst Du feststellen, dass ich nicht "in eigenen Worten der Überredungskunst", sondern nüchtern und sachlich Bezug nahm auf Bibelstellen. Das bedeutet, dass jeder sich selbst an diesem Vers prüfen kann, ob das, was er selbst zum Evangelium denkt, damit vereinbar ist. Ebenso habe ich meine Ansicht geprüft, wenn das, was von einem Anderen kam, einen Widerspruch darstellte zu dem, was ich schrieb.

Das Wort Gottes ist heilig. Wir sind daher verpflichtet, es zu prüfen und dürfen es nicht einfach "interpretiert" weitergeben. Natürlich kann man sich irren und ich denke, dass es vor Gott reicht, wenn man sich redlich bemüht, die Wahrheit zu suchen. Deshalb hab ich erst dann prägnante Bibelstellen eigestellt, als ich erkannte, dass niemand mehr prüft, sondern nur protestiert, als wäre das Wort Gottes etwas, was wir unter unsere Meinungen stellen dürfen. Ich wollte damit aufzeigen, wie sehr das Wort Gottes mahnt, es seiner Heilkigkeit gemäß ernst zu nehmen und welche Fogen es hat, wenn wir das nicht tun. Wer trotz aufgedeckter Widersprüche ungeprüft Irrtümer weitergibt, der ist nicht mehr der, der irrt, sondern der, der Irrtümer lehrt. Das gilt auch für mich selbst, das ist klar. 

 

Oder versteh ich dich jetzt auch falsch und du hast das auch nicht fürs Forum gemeint, so wie Cipher?

Ich habe an keiner Stelle eingeräumt, im Forum nicht deutlich zu werden, wenn das Evangelium angegriffen wird. Wenn das nicht erwünscht ist, dann dürft ihr mich "ausladen". Wie ich dann damit umgehe ist ja jetzt bekannt. Wenn das in Zukunft nicht mehr vorkommen soll, dann müsst Ihr mich sogar ausladen. Ich bin allerdings gern bereit, meine Ausdrucksweise zu überdenken, falls da etwas verbessert werden kann, aber meine Deutlichkeit dazu bleibt.

Henoch

 

 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 16.12.2014 10:02.
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