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Re: Tut Buße!
von Cleopatra am 29.12.2014 08:14Marjo, jetzt machst du es aber schwer ;-P
Grundsätzlich finde ich sagen zu können (und das nicht wertend), dass vor einer Sucht immer die Entscheidung dieser Handlung da war. Und zwar so lange, bis die Sucht eintrat.
Also war einem Menschen vor der Sucht schon bewusst, dass die Handlung nicht gut war (ich denke jetzt an Zigaretten, Alkohol, Spiel...)
Ich persönlich kenne jetzt zB kein Beispiel dafür, dass jemand ganz ohne eigener Entscheidung im Vorfeld süchtig geworden ist.
Das Bewusstsein der Gefahr, die Gründe der Handlung, die sind oft unterschiedlich.
Ich möchte nicht, dass hier der Eindruck entsteht, ich würde Süchtige nur verurteilen oder einer Krankheit die Krankheit absprechen.
Aber ich finde, wir sollten uns wenn wir betroffen sind auch über die Ursache klar werden, weil ein "ich kann nichts dafür, weil ich schließlich diese Krankheit habe" nicht weiterhilft und auch keine große Bußbereitschaft zeigt, was ja hier Thema ist.
Also, wenn wir die Ursache kennen, aber nun schon voll drin sind (ob nun vor der Bekehrung schon oder nach der Bekehrung hineingeschlittert), dann ist eine Sucht grausam. So, wie du es beschrieben hast Marjo- man will es garnicht mehr aber man hat nicht mehr die Kraft!
Ist das dann fehlende Buße?
Nein, das denke ich nicht.
Ja, Buße beinhaltet die tat im Anschluss, die Veränderung.
Aber wenn jemand diese Sucht hat, ist ja die Frage, ob derjenige die Kraft hat, nach der Einsicht/ dem Bereuen auch die Veräderung zu schaffen.
Ich glaube eher, lieber Marjo, dass in deinem Beispiel nicht die Buße das Problem ist (denn er bereut es ja die ganze Zeit und will es nicht mehr), sondern mehr das Glauben des Geflüsters Satans (du bist zu schwach, du kannst es nicht ändern, du hast diese Krankheit, du kannst nichts dafür....).
Lesen wir aber in der Bibel, finden wir Bibelstellen, die besagen, wer wir nun heute sind (neue Kreatur, Gott gibt uns Kraft..). Aber das wäre ein neues Thema, finde ich.
Lg Cleo, die hofft, mit diesem Beitrag niemanden Betroffenen verletzt zu haben, dies war auf jeden Fall nicht ihre Absicht
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Re: Glückskekse? Bleigießen?
von Cleopatra am 29.12.2014 07:58Och also ich finde es nie falsch, ich Gedanken zu machen.
Schließlich willst du dadurch wissen, ob du "richtig" handelst oder Gott dies nicht gut fände.
Ich selbst kann nur sagen- ich habe damit nichts am Hut.
Wenn wir zu mehreren zB beim Chinesen waren und am Ende kam dieser Keks, haben alle ihn aufgemacht und gegessen.
Der Text auf dem Zettelchen war aber nicht mal so wichtig, dass ich ihn hätte 2 Minuten später nochmal benennen können 
Mit Bleigießen habe ich noch weniger zutun, ich bin mit sowas nicht aufgewachsen und habe bisher nur davon gehört, es noch nie selbst gemacht oder gesehen.
Ich glaube, das soll auch irgedwelche Dinge über die Zukunft nennen, oder?
In beiden Fällen ist es meiner Meinung nach schon eine Frage, ob man das glauben kann.
Ich denke, kaum jemand nimmt ernst, was dort steht.
Die Frage ist eher, ob man aus Prinzip bei solchen Themen "erbost" und "entrüstet" ist, um zu zeigen, dass man sowas mit dem Glauben nicht vereinbart, oder...?
Und ich persönlich fänd es dann zu "abgehoben" und zu "dramatisierend", denn das weiß doch jeder und keiner nimmt es groß ernst. Würde wohl eher ein bisschen lächerlich machen ,befürchte ich.
Aber ich denke, das macht jeder, wie er es für richtig hällt. Eltern zB mit Kindern würden sicher sofort auch sagen, dass es nicht gut ist damit die Kinder das von Anfang an wissen.
Beim Treffen mit Kollegen würde man mir eher den Vogel zeigen, wieso ich mich so aufspielen würde bei sowas.
Hm, das sind erstmal meine Gedanken dazu, wobei ich eben betonen will, dass ich Bleigießen nicht richtig kenne 
Lg Cleo
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marjo
Gelöschter Benutzer
Re: Tut Buße!
von marjo am 29.12.2014 07:51Wie sieht es da mit Krankheiten aus? Stehlen gibt es (nur als Beispiel) als anerkannte (Sucht)Krankheit. Klar ist das auch durch die gefallene Natur des Menschen begründet, allerdings fällt es da deutlich schwerer es "sein" zu lassen als bei dem "normalen" Dieb.
Ich stelle mir das sehr grausam vor... ein Christ der die "Stehlsucht" mit in sein Christenleben hineinbringt, der Jesus lieb hat, kann nicht aufhören zu stehlen. Fühlt sich vorher, während dessen und danach einfach nur schlecht. Er fleht Jesus um Befreiung an, wurde aber noch nicht gehheilt. Ist einem solchen Menschen auch mangelnde Bußfertigkeit oder "Willigkeit" zu atestieren?
gruß, marjo
Re: Welche Textstellen betreffen den Heilsplan Gottes für die Gemeinde und welche gelten seinem Volk Israel.
von Cleopatra am 29.12.2014 07:48Also habe ich dich richtig verstanden, dass Trübsal und 1000jähriges Reich unterschiedlich werden? Mal wurde es für die Gemeinde genannt, später tritt es auch bei der Aufzählung Israels auf...
Ich kenne da nicht die Bibelstelle, die besagt, nur die Israeliten würden ins 1000jährige Reich kommen:
Offenbarung 20,4-6 Und ich sah die Seelen derer, die enthauptet waren um des Zeugnisses von Jesus und um des Wortes Gottes willen und die, welche das Tier und sein Bild nicht angebetet und das Malzeichen nicht an ihre Stirn und an ihre Hand angenommen hatten, diese wurden lebendig und regierten mit Christus tausend Jahre. Die andern Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die tausend Jahre vollendet wurden. Dies ist die erste Auferstehung. Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre.
Das sind ja nicht nur die Israeliten, sondern alle, die sich geweigert hatten.
Und die Trübsalszeit (du meinst wahrscheinlich die Zeit in Offenbarung, die ersten Kapitel mit Posaune, Zornesschalle und Reiter) betrifft ja auch die ganze Erde, nicht nur die Israeliten.
Also darf ich dich so verstehen, dass die Israeliten ein wneig anders behandelt/beurteilt werden als wir Heidenchristen, wie allesdurchihn uns nennt?

Gibt es bei den Juden also quasi eine andere Art "Test" oder so? Wie eben die Talente und das Beispiel mit den Jungfrauen, während bei uns wiederrum andere Kriterien gelten..?
Oder verstehe ich dich wieder falsch..?
Lg Cleo
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Re: Die Herrlichkeit des Himmels und Gemeinschaft mit Gott
von Cleopatra am 29.12.2014 07:29Ich finde es schön, wenn uns nochmal einzelne Texte so sehr ansprechen.
Und genau das ist ja auch aktuell mei Thema- gestern zB gewesen
Die Beziehung zu Gott.
Ja, ich denke auch manchmal, dass wir viel mehr tun könnten und vielleicht sogar der Tagesablauf etwas anders wäre, wenn die Beziehung stärker wäre. Ich denke, dann würde ich vielleicht eher nochmal Bibellesen, anstatt den DVD-Player anzumachen oder so, keine Ahnung 
Danke fürs Mitteilen Drea, mich hat es nochmal neu motiviert.
Lg Cleo
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Re: Tut Buße!
von Cleopatra am 29.12.2014 07:19Ich habe nicht ganz die Zeit, die langen beiträge zu lesen (sorry), aber was ich mit Buße verbinde ist ein
"Auch ich verurteile dich nicht, gehe hin und sündige nicht mehr".
- Wir müssen erkennen, wenn wir Fehler machen
- Wir müssen diese bereuen
- wir sollen sie nach der Vergebung nicht wieder tun
Wenn ich einmal stehle, "Buße tue" und dann immerwieder neu stehle, stellt sich doch die Frage, wie echt meine Buße in WIrklicheit war.
Lg Cleo
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Re: Tut Buße!
von Pal am 29.12.2014 06:57So schön es ist, wenn man eine Bußfertigkeit, - Willigkeit zur Buße - findet, so unausreichend ist dieselbe, wenn sie nur im Stadium des "sich entschuldigens" stecken bleibt.
Sich entschuldigen bedeutet ja, das einem seine Sünden erkennbar werden und das sie einem Leid tun.
Dann habe ich bei mir selbst erleben müssen, wie dieses "leid tun" - also dieses positive Leiden, oftmals nicht tief und schmerzhaft genug war, um mich vor erneuter Sünde zu bewahren. Denn genau in diesem Schmerz ist mE die Kraft enthalten, mich wirklich und wahrhaftig von meinen Sünden zu trennen.
Ich führe diesen Gedanken auf einen Bibelvers zurück, den ich wie folgt verstehe:
1Pe 4:1 Da nun Christus [für uns] im Fleische gelitten hat, so waffnet auch ihr euch mit demselben Sinne; denn wer am Fleisch leidet, der hört auf von Sünden, 1Pe 4:2 um die noch verbleibende Zeit im Fleische nicht mehr den Lüsten der Menschen, sondern dem Willen Gottes zu leben.
Gerade bei diesem "Leiden im Fleisch" geht es bei mir nicht um physische Schmerzen, sondern um das: "es tut mir leid, ich habe gesündigt" - Je tiefer und inniger dieser Schmerz mein altes Egowesen trifft, desto sicherer und beständiger wird meine Bekehrung und Abwendung von meinem bösen "Selbst" sein.
Interessanter Weise beschreibt die Bibel mir hier, das so ein gutes "Leiden im Fleisch" mit der vorherigen "Bewaffnung mit einen Sinn/ mit einer Gesinnung" einhergeht. Ich kenne viele Christen, die die Waffenrüstung des Geistes (as Eph) ganz lebendig gebrauchen. Aber noch nie habe ich gehört, das jemand auch die "Bewaffnung mit dem leidenswilligen Sinn Christi" als echte "Waffe" entdeckt hätte. Dabei wird gerade mit dieser "Waffe der Buße" die Schlacht gegen die Sünde gekämpft.
Aber das ist keine "Lehre" - das ist nur meine Erfahrung und meine Auffassung von einem Vers, den man sicher auch ganz anders verstehen kann. Deshalb stört euch nicht an meiner Darstellung, wenn sie euch nicht gefällt. Ich schreibe nur aus meinem Leben.
lG
Re: Der vollkommene Christ
von Pal am 28.12.2014 23:09Genau, liebe Salona, dieses "EIGENE" ist wie eine "Widerstandskraft" gegen das Göttliche.
Ein Kompromiß oder "Friedensverhandlungen" gibt es zwischen diesen beiden "Kräften" nicht. Noch nicht einmal einen "Nichtangreifungs-Pakt"!
Entweder oder! -
Deshalb ist das Sterben in sich selbst und die Buße, wovon wir im Nachbarthread sprechen, unumgänglich auf dem Weg zur übermenschlichen Vollkommenheit.
Re: Der vollkommene Christ
von solana am 28.12.2014 22:48Ja, ist ja auch eigentlich logisch.
Da das Vollkommene nicht aus uns selbst kommen kann, muss das "Eigene" erst weichen, um der Vollkommenheit Platz zu machen. Und deshalb wirkt Gott gerade auch in unserer Schwäche oft am deutlichsten, weil wir ihm da am wenigsten im Weg stehen.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Tut Buße!
von Pal am 28.12.2014 22:47Zu dem Thema "Buße" gehört noch etwas wichtiges, was so nötig ist wie Wasser zur Eisschmelze.
Das geht aus folgenden Versen hervor:
Luk 3:7 Er sprach nun zu den Volksmengen, die hinausgingen, um von ihm getauft zu werden: Otternbrut! Wer hat euch gewiesen, dem kommenden Zorn zu entfliehen? Luk 3:8 Bringet nun der Buße würdige Früchte; und beginnet nicht, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater; denn ich sage euch, daß Gott dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken vermag. Luk 3:9 Schon ist aber auch die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum nun, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.
Jahrzehnte, ja Jahrhundert hatte sich in Israel eine Religiösität breit gemacht, die mit Gottes Buß-aufforderungen überhaupt nichts am Hut hatte.
Diese Art von menschlichem Gottesdienst, konnte wohl äußerliche Vorzüge (Abrahams Nachkommen) aufweisen, aber innerlich, ihrer Gesinnung entsprechend, waren sie ein reiner Schlangen-Haufen!
Bußfertigkeit, ohne die ensprechend Veränderung, ist ein Farce! - Das ist wirkungsloser wie eine Entschuldigung, die nur die eigene Haut retten will.
Gerade hier muß ich den Hebel ansetzen um mein eigenes Leben zu betrachten. Jeder kann sich selbst die heiklen Fragen stellen:
Wo habe ich Buße getan? -
Wie habe ich das gemacht? -
Was war die Auswirkung meiner Buße? -
Was hat sich wirklich verändert? -
Und wenn sich faktisch nichts veränderte, warum war meine Buße so kraft- und wirkungslos? -
Habe ich dann begriffen um was es, bei gottgemäßer Buße überhaupt geht? -


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