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Re: Gesetz versu Gnade
von solana am 03.10.2016 11:55Ja, Merciful, da hast du recht - für die Erkenntnis der Sünde ist es auch, "in ihr Herz geschrieben ist, was das Gesetz fordert, zumal ihr Gewissen es ihnen bezeugt".
Auf die Geschichte mit dem Zöllner und Pharisäer bezogen hat dann wohl der Pharisäer diese Stimme des Herzens in Selbstgerechtigkeit zum Schweigen gebracht und das überlieferte Gesetz dazu benutzt, um sich über andere zu erheben - und dabei die Demut vergessen ....
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Gesetz versu Gnade
von Merciful am 03.10.2016 11:26Dies stimmt wohl nicht so ganz, vergleiche:
Denn wenn Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur tun, was das Gesetz fordert,
so sind sie, obwohl sie das Gesetz nicht haben, sich selbst Gesetz.
Sie beweisen damit, dass in ihr Herz geschrieben ist, was das Gesetz fordert,
zumal ihr Gewissen es ihnen bezeugt.
(Brief des Paulus an die Römer 2, 14-15; Luther '84)
Merciful
Re: Gesetz versu Gnade
von solana am 03.10.2016 11:14Ja, sehr schön ausgedrückt finde ich das in dem Satz des Paulus:
Röm 7,10 ich aber starb. Und so fand sich's, dass das Gebot mir den Tod brachte, das doch zum Leben gegeben war.
Nicht das Gesetz selbst tötet, sondern die Übertretung.
Aus dem Gesetz kommt die Erkenntnis der Sünde, ohne das Gessetz würden wir das ja gar nicht erkennen.
Röm 3,20 weil kein Mensch durch die Werke des Gesetzes vor ihm gerecht sein kann. Denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.
Und durch diese Erkenntnis kommt die Erkenntnis, dass wir auf Gottes Gnade angewiesen sind. Sie lässt uns demütig werden und macht uns bereit für Gottes Wirken in uns - durch seine Gnade.
So bspw beschrieben in der Geschichte vom Zöllner und dem Pharisäer: Der Zöllner erkannte seine Sünde und bat um Gnade - sie wurde ihm gewährt und ging gerechtfertigt.
Der Pharisäer zählte seine guten Werke auf und fühlte sich vie besser und gerechtfertigter als der Sünder neben ihm. Dieser Umgang mit dem Gesetz verstellte ihm den Blick auf die eigene Erlösungsbedürftigkeit. Er sah nicht, dass auch er die Gnade nötig hatte, bat nicht darum - und empfing sie auch nicht ....
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Oase (34) Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nich, was er dir Gutes getan hat. Ps 103,2
von Burgen am 03.10.2016 10:59Losung: Psalm 55, 23 Philipper 4, 6
Wirf dein Anliegen auf den HERRN; der wird dich versorgen.
Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst euer Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden!
........
Gestern Abend war die Freude gross, weil bis den ganzen Weg nach Hause, erst einer und dann auch darüber ein zweiter Regenbogen uns einschloss. Es war wunderschön, dieses zu erleben.
Zuhause angekommen, war drüben ein helles Strahlen der Farben. Es sah aus, als käme der Bogen, wie ein gebogenes Lichtschwert, direkt aus der Erde. Von links unten nach rechts oben, dort verwischte es sich dann wieder und wurde schwächer.
Es ist immer wieder eine wundervolle Erinnerung an Gottes versprechen ...
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Oase (34) Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nich, was er dir Gutes getan hat. Ps 103,2
von Burgen am 03.10.2016 10:56Guten Morgen ihr Lieben,
wie ihr sicherlich wisst, wird es bald Autos und Lastwagenzüge geben, die den Menschen am Steuer überflüssig machen soll.
Das Auto als Computer.
Nun hat man sich entschlossen, darüber eine Ethik-Kommission tagen zu lassen, die sich mit dem Thema beschäftigen wird,
wer nun Schuld hat bei einem Unfall.
Der Mensch, der gerade telefoniert, Mittag isst oder gar die Augen geschlossen hat, oder das Auto.
Dabei ist ja bekannt, dass ein Computer, so wie wir ihn als Bildschirm auf dem Tisch haben, nur das ausspucken kann,
was man vorher eingegeben hat.
Ein bisschen wurde ich gestern daran erinnert, als Gott die Schöpfung und den Menschen schuf.
Beim Menschen sagte er: Lasset uns Menschen schaffen, uns zum Bilde.
Und die Roboter? Sind sie nicht dem Menschen zum Bilde, von Menschen geschaffen? Was kann vom Menschen schon Gutes kommen? Wird ja auch gesagt.
Die Ethikkommission besteht sicherlich aus etlichen hochkarätigen Denkern.
Re: Gesetz versu Gnade
von Pavle am 03.10.2016 10:44Hier haben wir wieder mal ein sehr gutes Beispiel.
Ein Thema, bei dem eigentlich kein Disput herrscht, wir durch das herauspicken von einzelnen Versen, trotzdem zum Streitthema.
@Pal hat richtig erkannt, dass die Bibel genügt und da schreibt Petrus:
... wie auch unser geliebter Bruder Paulus nach der Weisheit, die ihm gegeben ist, euch geschrieben hat, wie auch in allen Briefen, wenn er in ihnen von diesen Dingen redet; wovon einiges schwer zu verstehen ist, was die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis. (2. Petrus 3,15-16)
Man muss bei Paulus sehr vorsichtig sein. Paulus war hochgebildet Geisteswissenschftler und schrieb entsprechend (übrigens ist das heute oft nicht anders). Im Prinzip müsste man die Vers- und Kapitelzählung in den Paulusbriefen abschaffen, da durch das Herauspicken von Versen, oft seltsame (aus dem Zusammmenhang gerissene) Aussagen entstehen.
Im Römerbrief sagt Paulus:
So ist also das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig und gerecht und gut. (Römer 7,12)
und schon ist die Theorie vom bösen Gesetz dahin.
Josua 24,15:
Gefällt es euch aber nicht, dem HERRN zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter ... gedient haben, oder den Göttern ..., in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen.
Alle Bibelstellen, soweit nicht anders angegeben, aus NeueLuther-Bibel.
Re: Gesetz versu Gnade
von Lila am 03.10.2016 10:38Liebe Solana!
Wenn man fleischlich über das Gesetz denkt, versteht man nicht dass es geistlich ist. Der fleischliche klebt an eine falsch verstandene Umsetzung des Gesetzes. Das sehen wir, als Jesus kritisiert wurde wegen des Shabbat Gebot. Hat Jesus aber diese gebrochen? Nein! Er hat das so erfüllt, wie es in Gottes Willen entspricht und durch den Geist Gottes erfüllt werden sollte! Damit zeigte uns, dass der Shabbat Gebot ein Segen ist, denn Menschen wurden geheilt, die Sünden wurden vergeben!
Und Paulus spricht gerade dieses Problem an. Wenn ich nicht Gottes Geist geleitet werde, dann verstehe ich das Gesetz fleischlich und damit falsch. Darum habe ich geschrieben durch Gottes Geist verstehen wir, dass die Gebote Gottes geistlich sind, und hinter die Buchstaben erkenne ich Geist Gottes und Liebe zu den Menschen!
Du bist mein Schirm und mein Schild; ich harre auf dein Wort.
Psalm 119,114
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Pflanzen ohne Frucht
von Burgen am 03.10.2016 10:36Nun, das mit dem Willen ist so eine Sache.
Der Atheist will nicht.
Doch Gott sieht sein Herz.
Ein Mensch, das als Kind von dem oder dem Menschen missbraucht wurde,
oder als erwachsener Mensch mißhandelt worden ist,
zunächst mal an nichts Gutes glauben kann,
hat Herzenswunden, die ein 'gesunder' Mensch gar nicht nachvollziehen kann.
Gott wirbt dennoch um diesen Menschen.
Wenn er beginnt, ein ganz klein wenig sein Visier vor dem Herzen zu öffnen,
kann Gott selbst da, Frucht - Heilung bewirken,
die ein anderer Mensch überhaupt nicht erahnen wird können.
Ich denke aber, du meinst etwas anderes.
Da du nur das Bild des Gartens bisher gebracht hast,
lässt sich nur schwer erahnen, was du eigentlich sagen willst.
Sei behütet.
Burgen
Re: Gesetz versu Gnade
von solana am 03.10.2016 10:12Reflektionen dazu von Pal:
[Zitat: ]Wie ist es möglich, das man Tod und Leben, lebendigmachenden Geist und tötenden Buchstaben nicht als Unterschied, sondern als Einheit betont? [Zitat Ende]
Das nur möchte ich gerne von dir, liebe Lila, erfahren! [Zitat Ende]
Hier wurde komplett Gottes Wort als tote Buchstabe, zornerfüllt und Fluchbringend beschreiben, und damit wurde Gottes Wort geschmäht und verworfen, und gegen die Gnade ausgespielt.
Schiesst du da nicht ein bisschen übers Ziel hnaus, liebe Lila?
Soweit ich sehe, sind das Anklänge an Formulierungen des Paulus ("lebendigmachender Geist" und tötender Buchtabe"), die Paulus an vielen Stellen genau so sagt. Er schmäht doch damit nicht Gottes Wort und verwirft es auch nicht.
Und auch Pal hat doch immer wieder betont, dass er das Gesetz nicht für ungültig erklärt.
Das meinte ich mit meinem letzten Beitrag: Wenn jede Seite davon ausgeht, dass die andere Seine nur "ganz einseitig" Gesetz oder Gnade gelten lassen will und das jeweils andere verwirft, schmäht oder für ungultig erklärt, dann kann es doch nur in Streit führen.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
DerArme
Gelöschter Benutzer
Re: Pflanzen ohne Frucht
von DerArme am 03.10.2016 09:24Hallo Bithya
Dazu fällt mir der Mann mit den vielen Dämonen ein - nachher wurden die Dämonen in die Schweine ausgetrieben .
Er war trotzdem in der Lage auf Jesus zuzugehen . Entscheident ist nicht unsere Vorraussetzung ( Verletzungen etc. )
sondern ob ich mit Jesus gehen WILL . Die Frucht bringt er dann in mir .
Gruß
DerArme


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