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Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Jesus ist gestorben – für mich?
von Burgen am 10.10.2016 10:05Das 'Gesetz' sehe ich als Treppengeländer.
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Wer geht weg ?
von Henoch am 10.10.2016 10:03Hallo Lila,
das Gesetz ist wozu da?
Römer 3 19 ff erklärt es:
19 Wir wissen aber: was das Gesetz sagt, das sagt es denen, die unter dem Gesetz sind, damit allen der Mund gestopft werde und alle Welt vor Gott schuldig sei, 20 weil kein Mensch durch die Werke des Gesetzes vor ihm gerecht sein kann. Denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.
Die Rechtfertigung allein durch Glauben
21 Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, offenbart, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten.
22 Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesus Christus zu allen, die glauben. Denn es ist hier kein Unterschied:
23 sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten,
24 und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist.
25 Den hat Gott für den Glauben hingestellt als Sühne in seinem Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit, indem er die Sünden vergibt, die früher
26 begangen wurden in der Zeit seiner Geduld, um nun in dieser Zeit seine Gerechtigkeit zu erweisen, dass er selbst gerecht ist und gerecht macht den, der da ist aus dem Glauben an Jesus.
27 Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Durch das Gesetz der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens.
28 So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben.
29 Oder ist Gott allein der Gott der Juden? Ist er nicht auch der Gott der Heiden? Ja gewiss, auch der Heiden.
30 Denn es ist der eine Gott, der gerecht macht die Juden aus dem Glauben und die Heiden durch den Glauben.
31 Wie? Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Sondern wir richten das Gesetz auf.
Und deshalb denke ich, dass Jesus dem jungen Mann das Gesetz unterbreitet hat, um ihm Erkenntnis der Sünde zu geben, denn dazu wurde, wie wir hier lesen, das Gesetz gegeben.
Wäre der Mann überführt worden, hätte er reagiert wie Petrus mit "Geh weg von mir, ich bin ein sündiger Mensch". Und dann hätte er, wie Petrus, erfahren, dass Jesus bei ihm bleibt, trotzdem.
Natürlich kann es sein, dass er nach diesem Erlebnis nachdachte und letztlich Buße tat und sich bekehrte. Aber hier geht er von Jesus weg, hat sich also nicht bekehrt.
Ein Erlöster erkennt, dass er Jesus braucht, weil er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, aber auch die Tür, der Retter, der wahre Hirte, der Ewig-Vater etc. Er ginge niemals von Jesus weg. Und selbst, wenn er mal zweifelt, dann zweifelt er, ob er errettet ist, aber er zweifelt niemals daran, dass seine Errettung alleine durch Jesus geschehen kann. Er weiß, dass er ohne Jesus hoffnungslos verloren ist. Das macht den Erlösten aus. So einer geht nicht weg.
Henoch
Re: Wer geht weg ?
von Lila am 10.10.2016 09:48Liebe Henoch!
Mir geht es hier gerade darum, warum dieser Jüngling weggeht. Und darum was Jesus sagte, nicht was wir denken. Es ist für uns viel bequemer der eigentliche Grund und Jesus Aussage vom Tisch zu wischen, denn dann müssen wir selber damit nicht auseinandersetzen, und so können wir ruhig kritisieren, obwohl in gegeben falls auch wir nicht anders reagiert hätten und würden traurig weggehen. ... Woher weißt Du, dass er vorher seine Sünde nicht bereut hat und um Vergebung gebeten hat? Ja, Jesus sagte zu diesem Jüngling:
Willst du aber in das Leben eingehen, so halte die Gebote!
Matth 19,17
Aber nein, wir wissen es besser was Jesus hätte sagen sollen.
Sicher ist es für einen Reichen schwer von seinen Güter zu trennen und das sagt auch Jesus. Wenn ich aber nicht reich bin, dann brauch ich nicht von meinem Geld trennen, falls Jesus es von mir verlangt? Aber auf die Frage wer dann gerettet werden kann, tut Jesus ganz entschieden gegen menschliche Meinungen Stellen, denn beim Gott ist alles Möglich!
Gott sei Dank!
Lg Lila
Du bist mein Schirm und mein Schild; ich harre auf dein Wort.
Psalm 119,114
Re: Raum der Stille und des Gebets
von Merciful am 10.10.2016 08:39Ich tue, was recht und gerecht ist. Gib mich meinen Bedrückern nicht preis!
Verbürg dich für das Wohl deines Knechtes, damit die Stolzen mich nicht unterdrücken.
Meine Augen sehnen sich nach deiner Hilfe, nach deiner gerechten Verheißung.
Handle an deinem Knecht nach deiner Huld, und lehre mich deine Gesetze!
(Psalm 119, 121-124; Einheitsübersetzung)
Merciful
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Wer geht weg ?
von Henoch am 10.10.2016 07:02Hallo Lila,
der Jüngling fühlte sich so gerechtfertigt: Mt 19,20 Da sprach der Jüngling zu ihm: Das habe ich alles gehalten; was fehlt mir noch?
Und diese Haltung führt an der Rettung vorbei, weil sie an der Rechtfertigung vorbei führt. Denn Jesus erklärt ja, welche Haltung rechtfertigt, nämlich ein verzweifeltes "Gott, sei mir Sünder gnädig", oder wie im Gleichnis vom verlorenen Sohn ein "ich bin nicht würdig Dein Sohn zu heißen, mach mich zu einem Deiner Tagelöhner...".
Jesus wollte erreichen, dass dies der Jüngling erkennt, denn dieser fragte ja: "Was soll ICH Gutes tun..., damit ich das ewige Leben erbe". Jesus korrigierte ihn sanft damit, dass Gott alleine gut ist und deckte auf, dass das mit dem "Gutes tun" nicht gehen kann, weil Gottes Ansprüche immer höher sind.
Einer, der denkt, er sei reich (vor Gott), der kann ebensowenig wie ein Kamel durchs Nadelör ins Himmelreich eingehen. Denn beim Menschen ist es unmöglich, es geht nur durch Gott und seine Erlösung durch Christsus.
Erst als Gerechtfertigte und daher Gerettete können wir so leben, wie es Gott gefällt, denn er gibt uns das Wollen und Vollbringen nach seinem Wohlgefallen. Erst nach unserer Rechtfertigung leben wir als Kinder Gottes, die vom Vater gelehrt, erzogen und mit Kraft ausgestattet werden.
So werden wir geheiligt und vollendet. Hebr 10,14 Denn mit "einem" Opfer hat er für immer die vollendet, die geheiligt werden.
Nun driften wir vom Thema ab. Zum Thema Gnade vs Gesetz
Hier ging es darum, wer wegging...Der Jüngling, nachdem er die Kosten überschlagen hat, meine ich.
Henoch
Re: Wer geht weg ?
von Lila am 09.10.2016 23:52Liebe Henoch!
Wenn der Jüngling so gerechtfertigt gefühlt hätte wie Du es schreibst, wäre er nie zu Jesus gekommen mit seiner Frage. Er vertraute Jesus, und nicht die religiöse Führer. Wir können von Jesus Reaktion merken, dass der Jüngling ehrlich bemüht war in Gottes Willen zu wandeln. Jesus sah das Herz von diesem Mann, darum hat Er lieb gewonnen, was von die selbstgerechten gegenüber nirgendwo lesen kann.
Meine Frage ist weiterhin:
Sind wir bereit auch unsere ganzen Vermögen, sei es viel oder wenig, an die Armen zu verteilen? Oder wir sagen, meine kleine Rente reicht nicht um armen zu helfen und lauf ich traurig davon? Alles was wir besitzen haben wir von Gott.
Hier ging es nämlich darum.
Und mit den Gesetzen ist es nicht meine Meinung, sondern Jesus forderte es. Da kann man drehen wie man will, es steht geschrieben! Und danach möchte ich mich richten, was Jesus sagte!
Ja beim Menschen schien es unmöglich sein (auch heute), aber beim Gott ist alles möglich!
Das ist unsere Hoffnung!
Lila
Du bist mein Schirm und mein Schild; ich harre auf dein Wort.
Psalm 119,114
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Wer geht weg ?
von Henoch am 09.10.2016 23:16Hallo Lila,
ich meinte damit den Stolz, der sagt: "ich habe alles gehalten, was fehlt mir noch".
Ist es nicht so, dass Jesus klar sagt, dass es eine andere Haltung braucht, wenn man gerechtfertigt werden will, nämlich diese:
Lukas 18: 13 Der Zöllner aber stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! 14 Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus,
Die Rechtfertigung vor Gott folgt der Einsicht, dass nur noch Gnade helfen kann, weil in unserem Fleisch nichts Gutes wohnt.
Luther hat das so wunderbar erklärt, was sein Glaube sein soll. http://www.bing.com/videos/search?q=Luther+Glaube+youtube&view=detail&mid=0AA9D04982BC42338B380AA9D04982BC42338B38&FORM=VIRE
Henoch
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Jesus ist gestorben – für mich?
von Henoch am 09.10.2016 22:10Hallo Salvato,
würde das stimmen, was Du schreibst, dann hätte Jesus nicht leiden müssen. Ferner wäre Gott ungerecht und damit selbst Sünder und nicht mehr Gott.
Damit wäre Gott auch nicht mehr heilig...etc...
Ferner hätte Gott sich geirrt, als er das Gesatz gab, wenn das nicht gerecht gewesen sein soll, wie Du andeutest. Und warum heißt es, dass das Gesetz gut ist (das steht im neuen Testament), auch wenn es nicht erretten kann.
Und warum sagt Jesus, dass er nicht gekommen ist, das Gesetz aufzuheben, sondern es zu erfüllen.
Mt. 5, Jesu Stellung zum Gesetz
17 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.
18 Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht.
19 Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich.
20 Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.
Bitte beachte dazu auch Vers 19.
Henoch
Re: Jesus ist gestorben – für mich?
von Salvato am 09.10.2016 20:47Guten Abend LittleC
Also für mich zählt bezüglich Vergebung seitens Gottes allein das was Jesus gelehrt hatte. WER VERGIBT DEM WIRD VERGEBEN und wie du schon selber schriebst, Gott vergibt, wer die getane Sünde aufrichtig bereut Gott um Vergebung bittet und Besserung gelobt und dies auch umsetzt.
Man muss berücksichtigen, dass zu Zeiten vor und bis Jesus Erscheinen Werke wie sie zum Teil das Gesetz forderte als Gerecht geglaubt wurden. Dabei waren sie unwissentlich Sünder. Durch Jesus Lehren was vom AT noch zählt und was nicht, wie der Opferkult, an dem Gott keinen Wohlgefallen hatte, sondern an gelebter Barmherzigkeit machte er sich keine Freunde unter den Schriftgelehrten. Opfertierverkäufer jagde Jesus ja auch aus dem Tempel, weil Reue und Umkehr ab sofort galten.
Doch Jesus hielt an seiner Lehre fest, die der allein wahre Gott durch den Mund seines Sohnes verkündete, auch wenn er dafür verfolgt wurde, man ihn töten wollte damit nicht immer mehr sich von der einstigen Gotteslehre zu jener von Jesus wechselten, weil dies Machtverlust des Hohen Rats bedeutet hätte, wie Hohepriester Kaiphas ja klar befürchtete.
Jesus starb, als Paulus und andere Pharisäer noch Sünder waren. Er starb dafür, dass gewisse Sünden ein Ende hatten. Denn Gott, also der Vater von Jesus war so gnädig mit den Sündern, dass er sie nicht bestrafte, sondern dass er ihnen die Möglichkeit gab, nach Jesus Aufklärung die Gesinnung zu ändern aufzuhören zu steinigen um nurmehr gottgefällig zu handeln.
Jesus opferte sein Leben, damit alle wussten was wirklich Sünde war und was eine Gemeinschaft mit seinem Himmlischen Vater ermöglichte. Jesus hat die Sünden weggetragen und nicht "getragen". Er ist ja gekommen laut Johannes um die Werke des Teufels zu zerstören. Und Sündigen heisst dem Teufel als Werkzeug zu dienen.
Gby Salvato (kein heute lebender Mensch ist schuldig an Jesus Kreuzigung, aber alle Menschen, die sich an Jesus Lehren, auch an der von ihm überbrachten Vergebungslehre und Lehre, dass man für seine Feinde beten soll statt Böses mit Bösem vergelten wie dies einst gelehrt wurde.
Re: Wer geht weg ?
von Lila am 09.10.2016 20:37Liebe Solana!
Jesus hat aber von dem Jüngling genau das verlangt, um es den Armen zu geben.
Die folgende Frage stelle ich mir selber:
Wenn aber Jesus von mir das verlangen würde, wäre ich bereit es zu tun?
Und das betrifft nicht nur „reiche Menschen".... Kann ich mein Brot teilen mit den Menschen, die in Not sind?
Die arme Witwe könnte ihr letztes Geld Gott geben.
„Gib den Hungrigen dein Brot..." (Jes 58,6-8)
Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: Kommet her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet ist seit Grundlegung der Welt! 35 Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist; ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich getränkt; ich bin ein Fremdling gewesen, und ihr habt mich beherbergt; 36 ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich bekleidet; ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht; ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir gekommen.
Matth 25,34-36
Das gilt für jeder, ob arm oder reich ist.
Liebe Henoch!
In der Geschichte erkenne ich überhaupt kein stolz bei der Jüngling: Mit stolze Menschen ging Jesus ganz anders um. Und um ewiges Leben zu erlangen, verlangte Jesus selbst das Einhalten von der Gebote!
LG, Lila
Du bist mein Schirm und mein Schild; ich harre auf dein Wort.
Psalm 119,114

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