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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Wie "wandelt" man im Geist?

von Burgen am 04.06.2017 23:38

Ja, zurück zum Kreuz, sein Blut in Anspruch nehmen, sich fortwährend seiner Gnade bewusst sein.

Das Leben unter diesem Gesichtspunkt mit und durch das Wort des Christus gestalten, leben.

Gruss
Burgen 

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Merciful

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Re: Wie "wandelt" man im Geist?

von Merciful am 04.06.2017 22:42

solana schrieb: Was können wir also tun, um dieser Aufforderung nachzukommen?

Nun, diese Frage habe ich ja schon am Anfang des Threads beantwortet.

Merciful schrieb: Wir empfangen den Geist im Wort und er regiert unseren Willen, indem wir bleiben an seinem Wort.

So bleiben wir in Gott und Gott in uns. So bleiben wir am Weinstock und bringen Frucht.

Indem wir auf Jesus schauen, aus der Gnade des Gekreuzigten leben und den Weg seiner Gebote laufen.

Dies bedeutet ganz praktisch, mit der Bibel zu leben.

Damit schließt sich hier für mich der Kreis.

Ich stehe wieder dort, wo ich am Anfang des Threads gestanden habe.

Merciful

Antworten Zuletzt bearbeitet am 05.06.2017 09:23.

solana

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Re: Wie "wandelt" man im Geist?

von solana am 04.06.2017 22:29

Ich denke, gerade an dieser Geschichte mit dem heuchelnden Petrus zeigt sich deutlich, dass wir nicht ein für allemal "fertig" und perfekt sind, wenn wir den Heiligen Geist empfangen haben und - so wie es in Röm 8 formuliert ist - damit "geistlich" sind und nicht mehr "fleischlich": Röm 8,9 Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, da ja Gottes Geist in euch wohnt.

 

Auch dann brauchen wir noch immer wieder Ermahnungen wie: Gal 5,25 Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.

Und Erinnerung daran, was der Geist in uns bewirken kann, wie: 2Tim 1,6 Aus diesem Grund erinnere ich dich daran, dass du erweckest die Gabe Gottes, die in dir ist durch die Auflegung meiner Hände.7 Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

All die Ermahnungen und Erinnerungen wären nicht nötig, wenn wir Menschen nicht doch auch etwas dazu tun müssen, damit wir im Heiligen Geist "wandeln".
Und das zielt auf die Frage des Eingangsthreads - oder, wie Henoch es formuliert hat:

Wie wandelt man im Geist? Indem man am Weinstock bleibt...und wie bleibt man am Weinstock?

Auch hier steht ja eine Aufforderung: Joh 15,4 Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht an mir bleibt.

Was können wir also tun, um dieser Aufforderung nachzukommen?
Bzw wie können wir verhindern, dass das "Fleisch" uns beherrscht und den Geist verdrängt?

Gal 5,17 Denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; die sind gegeneinander, sodass ihr nicht tut, was ihr wollt.

Wir werden entweder von dem einen oder von dem anderen "regiert" und "wandeln" dann darin, tun entweder die "Werke des Fleisches" oder bringen die "Frucht des Geistes" hervor (Gal 5, 19-23)

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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Merciful

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Re: Wie "wandelt" man im Geist?

von Merciful am 04.06.2017 21:09

Ich denke, mehr kann ich nun hier nicht schreiben.

Bin sehr müde und habe Kopfschmerzen.

Ab morgen konzentriere ich mich wieder auf andere Aufgaben.

Gute Nacht!

Merciful

Antworten Zuletzt bearbeitet am 04.06.2017 22:13.

Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Wie "wandelt" man im Geist?

von Burgen am 04.06.2017 20:53

@Merciful, ich denke, dass die meisten Christen diese kraftvolle Art und auch die Art der Ängstlichkeit leben.

Ich denke, dass bei Petrus der alte Charakter neben dem mit dem Heiligen Geist erfüllte Ausdruck findet.

In Jerusalem waren sie gerade mit dem Geist erfüllt worden.

In Antiochia lebte er nach dem alten Muster, bzw. hatte Angst, denn Juden durften nicht zusammen mit Heiden essen.

Gruß
Burgen


 

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Merciful

55, Männlich

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Re: Wie "wandelt" man im Geist?

von Merciful am 04.06.2017 20:36

Als aber Kephas nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, denn er hatte sich ins Unrecht gesetzt.

Denn bevor einige von Jakobus kamen, aß er mit den Heiden; als sie aber kamen, zog er sich zurück und sonderte sich ab, weil er die aus der Beschneidung fürchtete.

Und mit ihm heuchelten auch die andern Juden, sodass selbst Barnabas verführt wurde, mit ihnen zu heucheln.

(Brief des Paulus an die Galater 2, 11-13; Lutherbibel 2017)

Der Apostel Petrus hatte an Pfingsten vollmächtig zu den Juden gesprochen. Er hatte den Namen Jesu gepredigt und Buße verkündet zur Vergebung der Sünden.

In Antiochia aber hatte er sich ins Unrecht gesetzt. Aus Furcht vor den Juden heuchelte er, indem er sich von den Heiden absonderte.

Offensichtlich unterscheidet sich das Auftreten des Petrus in Antiochia von dem in Jerusalem.

Warum trat er in Antiochia nicht auch in jener Vollmacht auf, die ihm in Jerusalem gegeben worden war?

Lässt sich die Unterschiedlichkeit der Verhaltensweisen des Petrus darauf zurückführen, dass er einmal im Geist wandelte und einmal nicht?

Wenn ja, so wäre zu klären, worin sich der Wandel des Petrus in Jerusalem und in Antiochia unterschied.

Warum hatte er in Jerusalem keine Furcht vor den Juden, in Antiochia hingegen hatte er Furcht vor den Juden!?

Merciful

Antworten Zuletzt bearbeitet am 04.06.2017 21:06.

Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: Wie "wandelt" man im Geist?

von Henoch am 04.06.2017 17:21

Wie wandelt man im Geist? Indem man am Weinstock bleibt...und wie bleibt man am Weinstock? 

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solana

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Re: Wie "wandelt" man im Geist?

von solana am 04.06.2017 16:15

Merciful schrieb:

Deine Frage lautet doch: Wie wandelt man im Geist?

Solana schrieb:

Und es zeigt auch gut, dass es nicht darum geht, jetzt aus Pflichtgefühl und schlechtem Gewissen die eigenen Ängste zu unterdrücken und sich durch Selbstüberwindung dazu zu zwingen, das zu tun, von dem man weiss, dass es eigentlich getan werden sollte ......
Nicht wir sind es, die die aus eigener Kraft solange kämpfen, wie wir können und dort, wo es nicht mehr ausreicht, gibt uns Gott noch ein bisschen Hilfe dazu durch seinen Geist.

 

Gerade dort, wo wir bereit zu empfangen wie ein leeres Gefäss und uns unserer Schwäche bewusst sind und ganz auf Gottes Kraft vertrauen, da kann er am meisten in uns und durch uns bewirken und uns gebrauchen.
2Kor 4,7 Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, auf dass die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns.


Merciful schrieb:

Dann wäre zu überlegen: Wie hat Petrus es konkret gemacht, um ganz auf Gott vertrauen zu können?

Meines Erachtens kann man das nicht 'machen'.

Der Glaube an Gott, das Vertrauen auf ihn, ist Gottes Werk in uns.

Ja, so sehe ich das auch.

Wir können das nicht "selbst machen".

Gott wirkt aber auch nicht in uns, wenn wir uns ihm verweigern oder wenn wir ihm nicht als "leeres Gefäss" zur Verfügung stehen wollen, stattdessen lieber auf unsere eigene Kraft und Fähigkeit vertrauen und Gottes Hilfe nur als "Notnagel" einsetzen wollen.

Der in einem anderen Thread zitierte Vers: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

ist ein gutes Beispiel für die Erkenntnis der eigenen Unfähigkeit und die vertrauensvolle Bitte: "Herr, ich möchte so gerne glauben und vertrauen, merke aber, dass ich es nicht schaffe... Hilf mir, ich bin bereit, es mit deiner Hilfe trotzdem zuversuchen und lasse mich ganz auf dich ein, lege meine Schwäche in deine Hände."

Oft ist in uns ein innerer Widerstand dagegen.
Weil wir dazu erzogen werden, keine Schwachstellen zu zeigen, die von anderen gebraucht werden könnten, um uns zu verletzen, zu schaden, uns niederzumachen usw. Hilfe nur dann anzunehmen, wenn wir selbst nicht mehr weiterkommen usw.

Die Geschichte im Eingangsbeitrag sollte nur ein Aufhänger sein - ich hatte sie gerade in der Pfingstpredigt gehört und fand das einen guten Einstieg in praktische Überlegungen.
Bei Petrus hat sich das Wirken des Heiligen Geistes an Pfingsten auf diese Weise gezeigt.
Und es gibt in der Bibel noch viel mehr Beispiele, aus denen wir Anregungen für unseren Alltag bekommen können. Und wir können uns auch gegenseitig mit praktischen Beispielen aus unserem Leben ermutigen.
Dazu wollte ich einladen, wer mag kann mitmachen.

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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Merciful

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Re: Wie "wandelt" man im Geist?

von Merciful am 04.06.2017 15:42

solana schrieb: Die "Verwandlung" des Petrus zeigt sehr eindrücklich das Wirken des Heiligen Geistes.

Nun, dies habe ich ja bestätigt.

Aber meine Frage war, inwiefern jene Erzählung auf die von dir gestellte Frage antwortet!?

Deine Frage lautet doch: Wie wandelt man im Geist?

Was hat denn Petrus deiner Meinung nach konkret gemacht, um in der Kraft des Geistes predigen zu können?

Geht es dir darum, dass Petrus ganz auf Gott vertraute und nicht auf sich selbst?

Dann wäre zu überlegen: Wie hat Petrus es konkret gemacht, um ganz auf Gott vertrauen zu können?

Meines Erachtens kann man das nicht 'machen'.

Der Glaube an Gott, das Vertrauen auf ihn, ist Gottes Werk in uns.

Merciful

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solana

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Re: Wie "wandelt" man im Geist?

von solana am 04.06.2017 15:09

Merciful schrieb:

Inwiefern aber antwortet diese Erzählung auf die von dir gestellte Frage, wie man im Geist wandelt?

Hallo Merciful

Ich finde, hier wird ganz deutlich, wie der Heilige Geist wirkt; hier, wo Menschen von sich selbst aus so mutlos und schwach sind, dass sie sich nur verstecken und jede Verbindung zu Jesus leugnen.

Die "Verwandlung" des Petrus zeigt sehr eindrücklich das Wirken des Heiligen Geistes.

Und es zeigt auch gut,  dass es nicht darum geht, jetzt aus Pflichtgefühl und schlechtem Gewissen die eigenen Ängste zu unterdrücken und sich durch Selbstüberwindung dazu zu zwingen, das zu tun,  von dem man weiss, dass es eigentlich getan werden sollte ......
Nicht wir sind es, die die aus eigener Kraft solange kämpfen, wie wir können und dort, wo es nicht mehr ausreicht, gibt uns Gott noch ein bisschen Hilfe dazu durch seinen Geist.

Gerade dort, wo wir bereit zu empfangen wie ein leeres Gefäss und uns unserer Schwäche bewusst sind und ganz auf Gottes Kraft vertrauen, da kann er am meisten in uns und durch uns bewirken und uns gebrauchen.
2Kor 4,7 Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, auf dass die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns.

Gruss
Solana


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