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solana

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Re: Wie "wandelt" man im Geist?

von solana am 05.06.2017 17:21

Hallo Burgen

Ja, sicher, nach ihrer religiösen Tradition und Überzeugung war die damalige religiöse Elite vollkommen im Recht.
Sie haben so gehandelt, wie es ihrer Überzeugung entsprach.
Sie waren so davon überzeugt, dass sie sich durch nichts in Frage stellen liessen .....

In dieser Gefahr sind wir heutzutage genauso.

Je überzeugter wir von der Richtigkeit unserer Meinung und unserer Erkenntnisse sind, um so mehr stehen wir in der Gefahr, die Demut und die Liebe zu verlieren und um so mehr verhärtet sich unser Herz ...., um so mehr sehen wir auf andere herab, die in unseren Augen "weniger perfekt" sind.
Und gleichen dadurch mehr dem Parisäer als dem Zöllner in der Geschichte, die Jesus erzähmlt hat (Lk 18, 9 ff); um so weniger "wandeln wir im Geist", denn es ist dann nicht mehr die Liebe Gottes, die durch den Heiligen Geist in unser Herz ausgegossen ist, die uns leitet und regiert, wenn wir mit anderen umgehen, die weniger "perfekt" sind als wir selbst (vermeintlich ).

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Wie "wandelt" man im Geist?

von Burgen am 05.06.2017 16:46

Zum Zeitpunkt der damaligen Gelehrten und jüdischen Priesterschaft möchte ich zu bedenken geben,
dass die Masse der Menschen längst nicht erlöste, von Sünden befreite Menschen waren.

Sie hatten natürlich einerseits die Aufgabe, den Tempel am Laufen zu halten und später die eingesetzten
Rituale ďurchzuführen, die Menschen anzuleiten nach den Vorschriften zu handeln.
Über fast 3T Jahren schlich sich da natürlich ein, was tot war. Sie ritten auf einem toten Pferd, sagt man heute.
Das führt den Blick auf die heutige allgemeine Priesterschaft, egal welcher Coleur. Sie sind gefährdet.
 
In Epheser 2, 4-9 lesen wir, dass der Glaube an Jesus als Herrn und Heiland ein Geschenk ist.
Ein Geschenk, das lebendig ist, kann man sich nicht aneignen.
Gott liebt uns so sehr, er hatte Erbarmen mit uns.
Durch seine Gnade nahm er unsere Sünde am Kreuz und schenkte, dass wir ohne Sünde weiterleben können.
Stellvertretend für uns wurde er hingerichtet, gefoltert, damit wir Gnadenreiches Leben haben sollen.

Die Heilungen im NT geben Zeugnis darüber wie Gott mit Jesus im Einklang ist, erbarmt, liebt und handelt.
Wenn wir dies im Glauben annehmen und behalten, sind wir geistlich ohne Verdienst, einfach geschenkt,
weil er uns liebt, wir in ihm sind und er in uns.

Ist das nun Theorie? Erleben wir diese Gnade? Leben wir in ihr?
Das, denke ich, zu bedenken, könnte täglich neu in eine innige Gemeinschaft mit dem Vater durch Jesus führen.

Gruss
Burgen



 

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solana

-, Weiblich

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Beiträge: 4164

Re: Wie "wandelt" man im Geist?

von solana am 05.06.2017 14:24

Hallo Pal
Ja, das "innerlich bewegt werden" war auch das, was mir bei der eingangs zitierten Rede des Petrus besonders aufgefallen ist, als ich die Pfingstpredigt hörte.

 

Petrus wurde vom Heiligen Geist getrieben, das ist offensichtlich.

Aber auf Seiten der Zuhörer gab es 2 Gruppen - solche, die "offen" waren und die das Pfingstwunder mit erlebten, indem sie sie in ihrer jeweligen Muttersprache hörten und das Gehörte ihnen "durchs Herz ging".
Die andere Gruppe hatte kein offenes Herz dafür und sie machten sich nur über Äusserlichkeiten lustig, verhöhnten die Jünger und sprachen: Apg 2,13 Sie sind voll süßen Weins.

Gott kann durch sehr vieles zu uns sprechen. Durch den Mund anderer Geschwister, durch Bibel-Lektüre, durch das, was wir erleben, durch die Natur um uns herum (vgl die Gleichnisse Jesu) usw. - wenn wir offenen Herzens dafür sind und sein Reden in unser Herz dringen lassen.

Auf diese Offenheit kommt es viel mehr an als auf die Perfektion des Gesagten. Wer nur auf "Äusserlichkeiten" schaut, der wird immer Haare in der Suppe finden ....
Wer sich daran festbeisst und sich darüber ärgert, der "verschliesst" sein Herz.
Jesus sagte auf die Frage des Johannes:
Lk 7,22 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Geht und verkündet Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote stehen auf, Armen wird das Evangelium gepredigt;23 und selig ist, wer sich nicht ärgert an mir.

Die religiöse Elite seiner Zeit hat sich an vielem gestossen, was Jesus tat (das in ihren Augen "unfromm" war) und sie ärgerten sich darüber so sehr, dass all das Gute und die Wunder, die er tat und selbst seine Predigten mit Vollmacht nicht bis in ihr Herz vordringen konnten.
Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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Merciful

55, Männlich

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Beiträge: 2516

Re: Wie "wandelt" man im Geist?

von Merciful am 05.06.2017 13:21

solana schrieb: In diesem Augenblick treffen wir dann eine Wahl, setzen Prioritäten und zeigen dadurch, was uns im Leben das Wichtigste ist und bestimmen, wer in uns "regiert".

In meiner Wahrnehmung erhält der Begriff 'Prioritäten setzen' in deiner Aussage eine zu einseitige Bewertung.

Denn du platzierst deine Aussage inmitten solcher Begriffe wie 'das Herz verschließen', 'Weltgeist' und 'Otterngezücht'.

Pal brachte das Beispiel vom barmherzigen Samariter.

Auch dieser musste Prioritäten setzen.

Er tat es, indem er sich für die Liebe entschied und in dieser handelte.

Prioritäten zu setzen ist auch für Christen unumgänglich.

Merciful

Antworten Zuletzt bearbeitet am 05.06.2017 13:40.

Pal

67, Männlich

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Beiträge: 2513

Re: Wie "wandelt" man im Geist?

von Pal am 05.06.2017 12:38

Sehr gut beschrieben @Solana!
In der vergleichbaren Weise sehe ich auch die Geschichte vom barmherzigen Samariter.
Der Barmherzige handelte im Geist der Nächstenliebe - und das war der "wandel im Geist".
Der Levit und Priester hatten andere, fleischliche Prioritäten, die ihnen dazu verhalfen an der Chance vorbeizueilen!
Sie retteten gleichsam ihre Haut (ihre Zeit, Energie, Ego) und verloren Gottes Liebe.

Das Zünglein an der Waage, ist für mich:

Luk 10:33 Aber ein gewisser Samariter, der auf der Reise war, kam zu ihm hin; und als er ihn sah, wurde er innerlich bewegt;

Das war die Inspiration und der Zugriff des Hl.Geistes, welches den Samaritaner zum Wandel im Geist verhalf...

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solana

-, Weiblich

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Beiträge: 4164

Re: Wie "wandelt" man im Geist?

von solana am 05.06.2017 10:29

Ich hatte weiter oben einen Aspekt angesprochen, auf den ich noch ein bisschen weiter eingehen möchte.

 

Es wurde ja festgestellt, dass wir das nicht "von uns selbst aus machen" können, im Geist zu wandeln, dass es Gottes Werk ist.
Aber wir haben durchaus die Möglichkeit, uns seinem Wirken zu entziehen.
Ein sehr praktisches und anschauliches Beispiel finde ich dafür im 1. Johannesbrief:

1Joh 3,17 Wenn aber jemand dieser Welt Güter hat und sieht seinen Bruder darben und verschließt sein Herz vor ihm, wie bleibt dann die Liebe Gottes in ihm?

Die Liebe Gottes, die in unser Herz ausgegossen ist durch den Heiligen Geist, bewegt unser Herz, wenn wir jemanden in Not sehen; sei es materielle oder auch körperliche oder auch seelische Not.
Wenn wir unser Denken und Tun von dieser Liebe bestimmen lassen, dann "beherrscht" der Heilige Geist unser Leben und wir "wandeln im Geist".

Wir haben aber auch die Möglichkeit "unser Herz zu verschliessen". ZB durch "Argumente" die der "Weltgeist" uns einflüstert und die unserem "Fleisch" sehr gut einleuchten ......wie zB "der ist doch selbst schuld an seiner Misere, was ich da tun kann ist eh nur ein Tropfen auf den heissen Stein, ich bringe mich, mein Geld, meine Zeit und Energie usw lieber "sinnvoller" anderswo ein .....

In diesem Augenblick treffen wir dann eine Wahl, setzen Prioritäten und zeigen dadurch, was uns im Leben das Wichtigste ist und bestimmen, wer in uns "regiert".

Das gilt bspw auch in Gesprächen mit anderen: Mt 12,34 Ihr Otterngezücht, wie könnt ihr Gutes reden, die ihr böse seid? Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.

Dieses, unser Herz wird verändert durch das Werk des Heiligen Geistes.
Je mehr wir es ihm öffnen und und seinem Drängen - gegen die "Argumente und das Denken der Welt" um uns herum - nachgeben und unser Fühlen, Denken und Handeln davon bestimmen lassen, um so mehr verändert er unser "steinernes" Herz zu einem, das für Gottes Reden empfänglich ist.

Wir können das Wirken des Geistes in uns nicht "machen".
Wir können nur Türen des Herzens öffnen oder verschliessen.
Wir müssen entscheiden, was wir "hineinlassen" wollen und wem wir Raum geben, womit wir unsere Gedanken beschäftigen: Phil 4, 8 Weiter, Brüder und Schwestern: Was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was einen guten Ruf hat, sei es eine Tugend, sei es ein Lob – darauf seid bedacht!

Das sind ein paar Gedankensplitter zur "praktischen Umsetzung im Alltag".

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Oase (39) Er wird mich ans Licht bringen, dass ich seine Gnade schaue. /Micha 7,9

von Burgen am 05.06.2017 09:43

Pfingstmontag

Losung

Gott der HERR hat mir eine Zunge gegeben, wie sie Jünger haben,
dass ich wisse, mit den Müden zu rechter Zeit zu reden. / Jesaja 50,4

Auch wir können trösten, die in allerlei Bedrängnis sind,
mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott. / 2. Korinther 1,4

Evangelium  Matthäus 16, 13-19
Epistel           1. Korinther 12, 4-11
Predigt          1. Mose 11, 1-9 

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Oase (39) Er wird mich ans Licht bringen, dass ich seine Gnade schaue. /Micha 7,9

von Burgen am 05.06.2017 09:35

Guten Morgen ihr Lieben

vorgestern tauschten wir uns über die derzeitige "Weltlage" aus. Wir kamen bis zu dem Satz:

Wir können nirgends hinflüchten. Selbst in den höchsten Norden zu fliehen  - selbst da sind wir immer noch auf dieser Erde erreichbar.

Das klang ziemlich ernüchternd. 

Aber - wie gut spricht da Psalm 8 in unsere Seele: 

HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name auf der Erde!
Deine Herrlichkeit zeigt sich am Himmel.

Kinder und Säuglinge hast du gelehrt, 
dich zu loben.
Sie bringen deine Feinde zum Schweigen,
die auf Rache aus waren.

Wenn ich den Himmel betrachte und das Werk deiner Hände sehe -
den Mond und die Sterne, die du an ihren Platz gestellt hast -,
wie klein und unbedeutend ist da der Mensch
und doch denkst du an ihn und sorgst für ihn!

Denn du hast ihn nur wenig geringer als Gott gemacht
und ihn mit Ehre und Herrlichkeit gekrönt.
Du hast ihn über alles gesetzt, was du erschaffen hast,
und ihm Vollmacht über alles gegeben -

die Schafe und die Rinder
und alle wilden Tiere,
die Vögel am Himmel, die Fische im Meer
und alles, was in den Meeren schwimmt.

HERR, unser Herrscher,herrlich ist dein Name auf der Erde!

*******

Jesus Christus, wie herrlich ist dein Name!
Es ist Gnade, es ist Liebe, die Freude und der Friede im Herzen -
es ist die Frucht deiner Gnade in unserem Herzen,

hilf uns, schenke uns, verwandle uns und vergib jeglichen Zweifel im Herzen. 
Es ist Gnade, weil du uns liebst, durch dich schauen wir den Vater.

Römer 10, 13.15a
Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.

Wie wunderbar ist es, die Boten kommen zu hören,
die gute Nachrichten bringen!

Römer 8,
27
Und der Vater, der alle Herzen kennt, 
weiß, was der Geist sagt,
denn der Geist bittet für die, die zu Gott gehören,
wie es dem Willen Gottes entspricht.
28
Und wir wissen,
dass für alle,
die Gott lieben
und nach seinem Willen zu ihm gehören,
alles zum Guten führt.
 

Danke, dass wir das Wort des Christus haben.


 

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NorderMole
Gelöschter Benutzer

Re: ich glaube; hilf meinem Unglauben! (Mk 9, 24)

von NorderMole am 05.06.2017 08:45

Ich nehme an, das wo Gott (noch) nicht geheilt hat, sich um Prüfungen handelt. Sei es aus "Personalmangel" oder alles seine Zeit hat.
Eine ähnliche "Gretchenfrage" stellte ich einem "Geistlichen".
Doch die Frage bleibt, warum Gott es nicht bei Kindern und Kleinstkindern macht.

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NorderMole
Gelöschter Benutzer

Re: Morgengruß, Kurzandacht, Beten, Bibelzitate die uns bewegen

von NorderMole am 05.06.2017 04:16

Lieber ein guter Geist bevor man vergreist.

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