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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: die Gnade ist erschienen - die Schule der Gnade ...

von Burgen am 28.08.2017 21:48

Danke für eure Gedanken zu der Andacht vom 28.8. 

In diesem Buch werden 35 Hauptthemen beleuchtet, immer über einige Seiten jinweg zur gleichen Überschrift.

29.8. enthält also auch die Grundlage von 1. Petrus 1, 18.19

Auch diese Andacht ist sehr tief und deshalb zitiere ich nochmal den Text.

***

Eine doppelte Überlieferung steht vor dem Auge und Geiste des Kindes Gottes. Erstens das, was unsere Väter uns auf unseren Lebensweg mitgegeben haben, nämlich unreines Blut, einen Fluchzusammenhang mit einer verfluchten, dem Fluch entgegengehenden Welt - denn unserer ersten Geburt nach hängen wir mit der Erde zusammen -, und
zweitens die Wiedergeburt; mit dieser beginnt eine neue Geschlechtslinie für uns. Soweit wir wiedergeboren sind, sind wir in Lebenszusammenhang gebracht mit einem anderen Blut, dem Blut des Lammes. -
Das Blut des Lammes aber ist vor allem sein Charakter. Es ist ein Unterschied zwischen Lammesblut und Löwenblut;
das eine ist mild, das andere hitzig und aufwallend.
Ein Lamm geht still seinen Weg, ein Löwe brüllend - wie gesagt, das hängt mit der verschiedenartigen Beschaffenheit des Blutes zusammen, das in den Adern des einen und des anderen fließt.  "Wir sind mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes erlöst" - mit einem reinen Blut.

Aus dem Zusammenhang der Tradition, dem durch Geburt überkommenen Erbteil der Väter, werden wir nur durch Lebenszusammenhang mit dem Lamm gelöst.

Das  Blut Christi ist dem Verweslichen entgegengesetzt; der Feind kann es nicht zersetzen. Allenthalben stehen wir in Gefahr, von dem Feind zu Fall gebracht zu werden; nur wenn wir unter der Deckung des Blutes Jesu stehen, kann er uns nichts anhaben.
Es ist ein unendlich kostbarer Preis, gegen den keine Macht der Finsternis aufkommen kann. Darin liegt unsere Sicherheit, absolute Sicherheit.
Auf sol unverweslichem Grund stehend, mit unvergänglicher Freude einem unverwelklichen Erbe, das mit der Wiederkunft unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi uns entgegengebracht wir (1. Petrus 1,13), entgegensehend, ruhen unser Glaube und unsere Hoffnung in Gott.

Will man aber von der traurigen Erbschaft, von eitlem Wandel, eitlen Gebärden, eitlen Worten, eitler Phantasie loswerden, so muss man sich das Lamm und dessen Art, zu wandeln, näher ansehen.
Wir können das Blut des Lammes nicht durch den Geist mitgeteilt bekommen, solange wir uns nicht einmal Zeit nehmen, nähere Bekanntschaft mit dem Lamm zu machen.
Wozu sind uns die Evangelien gegeben, wenn nicht, damit uns die Gestalt des Lammes während seines Erdenwandels vor Augen trete, damit die Gestalt unseres Heilandes wie er als Lamm durch die Welt ging, uns in klaren Umrissen vor Augen stehe!
Dem Lamm muß  alles weichen.
Wenn dereinst in der Ewigkeit der Glanz des Lammes enthüllt wird, sinkt das ganze Weltall in die Knie.
Da müssen und werden sich beugen aller Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der der Erde sind.
Da schwindet in Nacht aller Glanz von Kreaturen, und das Weltall gibt nur noch einem Ehre, nämlich dem geschlachteten Lamm,
das im Lichtglanz der Ewigkeit vor uns steht, während es hier unten still, ohne Rumor zu machen, seinen Weg ging.


 

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Cleopatra
Administrator

40, Weiblich

  Urgestein

Forenleitung

Beiträge: 5515

Re: Sätze vervollständigen, zweiter Versuch ;-)

von Cleopatra am 28.08.2017 19:30

halte ich die Augen offen, wo ich es dann auch tun kann.

Am liebsten mag ich am Abend....

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

Antworten

nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Re: Ein reines Gewissen

von nennmichdu am 28.08.2017 18:52

Hallo Beroeer,



Ich hab mir für Dich trotzdem die Mühe gemacht und den ellenlangen Thread durchgelesen
und lasse meine Antworten hier nochmal modifiziert einfließen.


Klingt ein wenig überheblich. Als ob du zu einem unverständigem Kind sprechen müsstest, dessen "Nichtbegreifen wollen" deiner Ansicht nun weiterer, eindringlicher Worte und Wiederholungen bedarf.... -?

Dabei kann es nur darum gehen, schlüssig anhand des Bibeltextes zu einem gemeinsamen Verständnis zu gelangen, in Überprüfung und Reflexion der eigenen Ansicht und der davon abweichenden Ansicht des Gesprächspartners.

Aber damit du beim Lesen meines Beitrages nun keine so große Mühe hast, fasse ich mich MÖGLICHST (denn bei diesem komplexen Thema kommt man nicht mit ein paar Worten nur aus) kurz und verzichte darauf, dich wörtlich zu zitieren , um nicht wiederholt auf deine Gedankengänge einzeln einzugehen. Führe dir "nur" deine logischen Fehlschlüsse vor Augen, in der Hoffnung, das du dieses dann nachvollziehen kannst und dann auf mich Bezug nimmst.




Du weist darauf hin, das das Wort "Erkennen" bei Mann und Frau den (reinen) Geschlechtsakt beinhaltet, der Baum der Erkenntnis (gleiches Wort - nun anderer Sinnzusammenhang deiner Meinung nach) aber nun für Gott alleiniges Recht steht, zu definieren was Gut und Böse ist ....---?


Du zitierst dann aus einer Erklärung zur Bibel das Gott allein das Recht hat, zu entscheiden was gut und böse ist.

Du vergisst aber hier, das GUT in erster Linie eine Wesensbeschreibung Gottes ist (Jesus sagte, der Vater allein ist gut) und erst in zweiter Linie sich in dem auswirkt, was Gott (als Guter) tut. So wie ein guter Baum nur gute Früchte bringen kann und ein schlechter Baum nur "böse" faule Früchte.


In der Fn. der kath. Neuen Jerusalemer (1985) heißt es dann weiter, das der Mensch durch die Sünde (Begierden des natürlichen Menschens, die sich am Verbot/Gebot Gottes reiben und dieses dann übertreten) dann selbst sich einen Maßstab geben will, was gut und böse ist.

Das ist falsch. In der Bibel heißt es, das Eva verführt - BETROGEN - wurde. Adam seiner Frau mehr Gehorsam schenkte als Gott. Dadurch das der Mensch sich dann hat verführen lassen, erkennt er erst, das er nun von Gott getrennt ist (nackt und bloss). Nicht vorher!

Ein - wie deine Erklärung es behauptet - sittliches Unterscheidungsvermögen zu haben, setzt schon im Wortsinn voraus, das ich überhaupt weiß, was böse bedeutet. Was Gut bedeutet. Nur anhand eines Verbotes, was in den Raum gestellt wird, kann weder Gut noch Böse eine Bedeutung haben - denn Gut existiert als Wert - oder Messgrad - nur in einem Zusammenhang mit weniger Gut - bzw. mit Böse. Genauso wie Finsternis an sich nicht als Finsternis erkannt oder definiert werden kann, wenn es nicht auf Licht gibt. Ein Universum ohne Licht -- wie ganz am Anfang der Schöpfung - hat keinen Vergleich - kann nicht erkannt und beurteilt werden --- ob es denn gut oder böse ist...

Eigentlich ist das doch nicht schwer zu begreifen.

Die Fähigkeit sich gegen Gott zu entscheiden beinhaltet dann noch keine sittliche Automie im Sinne eines Unterscheidungsvermögens zwischen Gut und Böse.
Die erste Sünde war auch kein Empören gegen die herrscherliche Hoheit Gottes, sondern der Gedanke, das Gott ihnen vielleicht noch etwas vorenthalten wolle, was es nun zu erfahren gäbe....

Freiwillig aß Eva dann definiert nicht, war sie doch Opfer ihrer Begierden und erhielt die Feststellung Gottes, das sie sich hat verführen lassen (1. Tim. 2,14 - was sie aber auch nicht entschuldigt - insofern ihre Willensentscheidung gefragt war). Frei nenne ich solch einen Willen aber nicht, der sich verführen lässt.

Über den Unterschied zwischen in Trennung von Gott fallen und aus diesem Zustand dann in Übertretung/Schuld geraten wiederhole ich mich jetzt nicht mehr.

Aber hier will ich dich dann doch zitieren:


Ein Sünder (wie es Adam ja war) schuldet Gott Liebe, die im Gehorsam zum Ausdruck kommt.


Ja was denn nun - vor dem Sündenfall war Adam dann noch kein Sünder --- schuldet Gott aber trotzdem Liebe..? Woraus soll diese Liebe schöpfen? Wenn es an anderer Stelle in der Bibel heißt: 


Lk 7,47 Deshalb sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel Liebe gezeigt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig.



Adam wurde deswegen bestraft, weil er - als ein im Bilde Gottes geschaffener Mensch, - fähig gewesen wäre aus Herzensgehorsam heraus Gott zu gehorchen, es sich aber (aus selbstsüchtigen Motiven) erwählte lieber seiner Frau gehorsam zu sein.


Jetzt bleiben wir mal ganz genau bei den Fakten. Gott spricht hier nicht von Strafe, sondern von einem Fluch. Und ein Fluch ist es, wenn ein Mensch die Folgen seines Handelns am eigenen Leibe erfahren muss. 

Umgekehrt ist es dann ein Segen, wenn Gott einem Menschen Gnade erweist und er nicht die Folgen seines Handelns an sich selbst erleben muss. 
So leben wir also aus Gottes Gnade, weil Gott uns unsere Schulden nicht mehr anrechnen tut, sondern wir sie bei Jesus Christus begraben wissen dürfen, und so sie bekennen können und dort, wo wir sie vor Gott bekennen, wir dann diese Vergebung erfahren dürfen.

Adam und Eva hatte diese Vergebung noch nicht, da es ja auch noch kein Opfer für ihre Schuld gab. Sie nicht darum wußten, das es überhaupt eine Möglichkeit gibt, Schuld abzuladen. Sie noch keinen Ort kannten, wohin sie mit ihrer Schuld gehen konnten - deswegen verbargen sie sich vor Gott.

Einen Herzensgehorsam hat nur derjenige, der um Vergebung weiß und dann nun freiwillig und guter Hoffnung vor Gott treten kann, wenn er in Schuld gefallen ist. Gehorsam kann also nur freiwillig stattfinden und nicht aufgrund von Verboten oder Geboten eingefordert oder abgezwungen werden.


Das was als "Im Bilde Gottes" oder "Krone der Schöpfung" bzw. "wenig niedriger als Engel oder Gott" beschrieben ist wird reduziert auf Wesen, die "gar nicht anders konnten als ihren Begierden nachzugehen" Darin sehe ich keinen Unterschied zum Tier.



Der Unterschied zum Tier ist ganz klar beschrieben in der Fähigkeit des Menschen sich überhaupt gegen Gott entscheiden zu können. Und das der Mensch durch den heiligen Geist Kind Gottes werden kann. Von Tieren wird dies nicht berichtet. Sie sind nicht als Beziehungswesen auf Gott hin ausgerichtet. Nicht nach seinem Bilde erschaffen.


Thomas

Antworten

Henoch
Gelöschter Benutzer

Re: die Gnade ist erschienen - die Schule der Gnade ...

von Henoch am 28.08.2017 17:12

Hallo Thomas,

danke für Deine Erklärungen.

ich sehe es ähnlich.

 

Hallo Burgen,

ich denke, dass Du vieleich selbst prüfen willst, was da wahr und was da Irrtum ist. Deshalb nenne ich Dir einfach mal alle Bibelstellen im Zusammenhang mit praktischer Heiligung. Stimmt das in der Andacht gesagte nun mit der Schrift überein oder nicht?

Was ist heilig/Heiligung/praktische Heiligung biblisch?

Heilig heißt für Gott oder durch Gott abgesondert zu einem besonderen Zweck

Heiligung heißt Absonderung von Unheiligem.

Es bedeutet nicht sündlose Vollkommenheit, wie wir in den Begriffen „heilige Nation", „ heiligen Priestern/Männern, Frauen, Propheten/Aposteln" etc...erkennen können. Es bedeutet auch kein Werturteil über die moralische Qualität des Alltagslebens einer Person.

Der dreieine Gott heiligt. (1 Thess 5,23, Eph 5,26; Hepr. 2,11; Röm 16,16, 2 Thess. 2,13)

Jesus bat den Vater, dass er uns heiligen soll durch die Wahrheit (Joh 17, 17 und 17,19)

Der Mensch kann sich selbst heiligen (2 Tim 2,21; Röm 12,1; 2 Kor 6,17, 2 Kor. 7,1, Gal 5,16)

Praktische Heiligung ist die Folge von

guter Lehre (geheiligt durch die Wahrheit), (Joh 17,17..)

Hingabe an Gott (Röm.12,1)

Gehorsam/geistiger Kampf (Epheser 6)

Jesu Dienst im Himmel (Röm.8,34; Hebr. 7,25, Joh 17,1-26)

Kraft des heiligen Geistes (Gal.5,16, Röm.8,4)

Der Christ siegt durch die Kraft des heiligen Geistes (Gal.5,16-23)

Er behält aber seine sündige Natur/das Fleisch (Röm 7,21; 2 Kor. 4,7; 1 Joh 1,8)

Worin wächst der Christ bei der Heiligung?

In der Gnade und der Erkenntnis des Heilandes Jesus Christus. (2.Petr.3,18).

Henoch

 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 28.08.2017 17:13.

burgold

-, Weiblich

  Engagiert

Chatleitung

Beiträge: 379

Re: Sätze vervollständigen, zweiter Versuch ;-)

von burgold am 28.08.2017 17:04

.... mit mir was er will.

Will ich was gutes tun .........

Zeph 3, 17 17 Der Herr, dein Gott, ist in deinen Mauern, er ist mächtig und hilft dir. Er hat Freude an dir, er droht dir nicht mehr, denn er liebt dich; er jubelt laut, wenn er dich sieht.

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Beroeer

68, Männlich

  Motiviert

Beiträge: 270

Re: Ein reines Gewissen

von Beroeer am 28.08.2017 13:38

Hallo Thomas
Auch wenn ich es für recht mühsam erachte, wenn ein Gesprächspartner sich nicht zuerst auf die Gedankengänge des anderen einlässt, um dann anschließend seine Sicht der Dinge darzustellen. Wenn es also unbleibt, die Logik in den Gedankengängen des anderen eines Fehlers zu überführen, bevor ich meine Überzeugung ausbreite. Im schlimmsten Fall könnte dies dann auf Rechthaberei hinauslaufen. Was ich aber dir nicht unterstelle.
Wir hatten das Thema im Thread "Jesus verstehen" ja bereits angesprochen,
genauso auch die Vorgänge im Garten Eden.
Ich hab mir für Dich trotzdem die Mühe gemacht und den ellenlangen Thread durchgelesen
und lasse meine Antworten hier nochmal modifiziert einfließen.

 

Du sagtest:
Das Wort ERKENNEN wird dann auch bei der Vereinigung von Mann und Frau verwendet.
Er erkannte seine Frau und sie ward schwanger..

Da die im Urtext stehenden Wörter oft sehr unterschiedliche Bedeutungen haben können,
entscheidet der Kontext, wie sie zu verstehen sind.
"Adam erkannte" seine Frau ist ein sehr gutes Beispiel:
Im Kontext wird auf die Tatsache hingewiesen, dass sie schwanger wurde, also ist
einfach zu verstehen was "erkennen" in diesem Fall bedeutet:
Er schlief mit ihr, drang in sie ein.

Aus meiner Sicht nun hat der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse
auch eine bestimmte Bedeutung. Er steht für Gottes alleiniges Recht,
festzulegen was „gut" oder „böse" ist.
Ich stimme der Fn. der kath. Neuen Jerusalemer (1985) zu:
1. Mose 2:17 „Die Erkenntnis von Gut und Böse ist ein Vorrecht,
das Gott sich vorbehält und das der Mensch durch die Sünde an sich
reißen wird, 35.22. Sie ist also weder Allwissenheit, die der gefallene
Mensch nicht besitzt, noch sittliches Unterscheidungsvermögen, das
bereits der schuldlose Mensch hatte und das Gott seinem vernunftbegabten
Geschöpf nicht verweigern kann.
Sondern die Fähigkeit, selbst zu entscheiden, was gut und was böse ist,
und entsprechend zu handeln, also eine Beanspruchung sittlicher Autonomie,
durch die der Mensch seine Geschöpflichkeit ablehnt. Die erste Sünde
war ein Empören gegen die herrscherliche Hoheit Gottes."

Aber auch sie mussten erst die Erfahrung machen, was Gut und Böse beinhaltet. Im Essen der Frucht vom Baum der Erkenntnis. Denn erst danach spricht Gott:
1. Mose 3, 22
Und Gott, der HERR, sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie einer von uns, zu erkennen Gutes und Böses.
Es bedeutet lediglich, dass sie durch ihr (freiwilliges) Handeln, bestimmten
was gut und böse ist.
Hiervon zu essen ist damit gleichbedeutend, in das alleinige Recht Gottes -
festzulegen was gut und böse ist - einzudringen, es an sich zu reissen.


Wie ist dieses Verständnis in den weiteren Kontext eingebettet?
Damit wurde das Versprechen des Teufels gewissermaßen Wirklichkeit,
sie würden sein wie Gott, Gut und Böse erkennend (selbst festlegend)

Da dieses Erkennen von Dir als notwendig dargestellt wird, erhebt sich ja
die Frage, ob der Teufel die Menschen zu etwas verführte was ihnen zum
Nutzen sein würde?

Oder ob es nicht logischer anzunehmen, dass der Teufel, der eine gott-
ähnliche Stellung an sich gerissen hatte nicht einfach weitere Vernunft-
begabte Wesen zu diesem Schritt auffordern wollte?
Das wiederum würde zum Strafmaß passen, welches dem Teufel
damals schon verkündet wurde: Zermalmen des Kopfes.

 

Das heißt, Adam war sich worin klar? Er gehorchte der Stimme seiner Frau mehr als Gott. Das stellte Gott dann fest. Und in dieser Handlung, das er von seiner Frau diese Frucht nahm und aß, zeigt sich kein Gewissen. Kein zögern. Kein Nachfragen - warum hast du Eva denn nicht darauf gehört, was ich dir sagte- Rühre sie nicht an, diese Frucht....
Du gehst ja davon aus, dass der Bibelbericht hier die komplette Handlung,
also alles was vor dem Sündenfall gesprochen und gefühlt wurde mitteilt.

Ich denke, dem ist nicht so. Beachte bitte mal was in 3:17 steht:
17 Und zu Adam sprach er:
Weil du auf die Stimme deiner Frau gehört und gegessen hast.......
Elberfelder
Es war also beileibe nicht so, dass Eva, nach der Begegnung mit der Schlange
einfach die Frucht an Adam kommentarlos weiterreichte und jener ohne Einwände
zugriff und aß.
Eva informierte Adam über die Begegnung mit der Schlange.
Da es von Adam hieß, dass er nicht betrogen worden sei, ist es gut vorstellbar,
dass er zuerst nicht auf Eva hörte, sondern Einwände brachte. Das für und Wider
wurde womöglich erregt besprochen.
Was, wenn nicht das Gewissen, stand jetzt dem Essen der Frucht im Weg?
Letztlich stand er vor der Wahl Gott oder Eva....Ihr gehorchte er dann
und nicht Gott, weil er sie mehr liebte als Gott

Folgerichtig nochmal zu dem, was das Essen der Frucht des Baumes war:
Römer 5:19 19 Denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen
zu Sündern geworden sind,
12 Deshalb, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist.....

Was lediglich zeigt, das Adam und Eva nicht mehr zu Gott gehören wollten.
"lediglich" = Rebellion gegen Gott.

Ich möchte aber noch einmal darauf hinweisen das Sünde (Trennung) nicht das Gleiche wie Schuld (Verletzung der Ansprüche/Rechte/Besitztümer anderer) ist.
Wieso sollte dies nicht sein? Bereits für den Fall, dass jemand eine unabsichtliche
Sünde verüben würde, lesen wir in
3. Mose 5
17 Wenn jemand sündigt und handelt gegen irgendein Gebot des HERRN, was er nicht tun sollte,
und hat es nicht gewusst und versündigt sich und lädt eine Schuld auf sich,
18 so soll er zum Priester einen Widder bringen von der Herde, ohne Fehler,
nach deiner Schätzung als Schuldopfer. Der soll die Sühnung für ihn vollziehen für das,
was er versehen hat, ohne dass er es wusste, so wird ihm vergeben.
19 Das ist ein Schuldopfer; verschuldet hat er sich an dem HERRN.
Ein Sünder lädt immer auch Schuld auf sich, denn es findet immer mindestens
eine Rechtsverletzung der Gebote Gottes statt.
Ein Sünder schuldet Gott immer den Gehorsam.

Man muss sogar noch einen Schritt weiter gehen, wenn man 1.Johannes 5:3 einbezieht:
3 Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.
Ein Sünder (wie es Adam ja war) schuldet Gott Liebe, die im Gehorsam zum Ausdruck kommt.

Adam wurde deswegen bestraft, weil er - als ein im Bilde Gottes geschaffener
Mensch, - fähig gewesen wäre aus Herzensgehorsam heraus Gott zu gehorchen,
es sich aber (aus selbstsüchtigen Motiven) erwählte lieber seiner Frau gehorsam zu sein.

 

Diese Auslegung ist aus meiner Sicht stimmig und erfordert lediglich
die Formulierung "Erkenntnis" nicht wortwörtlich, sondern in
seiner bestimmten Bedeutung im Kontext zu sehen.
Die Bibel selbst berechtigt dies zu tun, zeigt sie doch auch
wie im Fall Adam "erkannte" seine Frau, dass
"erkennen" eine ganz spezifische Bedeutung haben kann.

Nehme ich die Bedeutung hingegen wortwörtlich muss ich im Kontext
zahlreiche theologische Kopfstände vornehmen:

Das was als "Im Bilde Gottes" oder "Krone der Schöpfung" bzw.
"wenig niedriger als Engel oder Gott" beschrieben ist wird reduziert
auf Wesen, die "gar nicht anders konnten als ihren Begierden nachzugehen"
Darin sehe ich keinen Unterschied zum Tier.

Das Gewissen, welches deutlich erkennbar anschlug muss entweder als
Kuriosum gesehen werden, welches nur nach einer Tat anschlägt
oder als nicht vorhanden erklärt werden.

Und Sünde erfährt eine Sonderdefinition.

Und da gäbe es noch mehr Sonderbarkeiten


Doch dies alles durchzukauen ist nun aus meiner Sicht doch recht mühsam.

 

Beroeer

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Oase (40) unsere Liebe werde immer noch reicher an Erkenntnis und aller Erfahrung. Phil 1,9

von Burgen am 28.08.2017 09:41

Losung 

Der HERR wird König über alle Lande. An jenem Tag wird der HERR der einzige sein und sein Name der einzige. - Sacharja 14,9 

Lehrtext

Jesus Christus, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern
entäusserte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich. - Philipper 2, 6-7 
 

Matthäus 23, 1-12
4. Mose 6, 22-27

Wir danken dir, Vater, für deinen heiligen Namen, dem du ein Zelt bereitet hast in unseren Herzen,
und für die Erkenntnis, den Glauben an die Unsterblichkeit,
die du uns kundgetan hast durch Jesus, deinen Knecht.
Dir die Ehre in Ewigkeit.
(Aus der Zwölfapostellehre)


 

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nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Re: die Gnade ist erschienen - die Schule der Gnade ...

von nennmichdu am 28.08.2017 09:39

Nun muss ich aber gleich noch einen weiteren Aspekt dieser "Message" hinterfragen:



Jetzt nimm dir in diesen Minuten der Stille Zeit, dem Urbild deines Heilands näherzutreten und bei jedem Zug seiner Reinheit, seiner Art, seines Redens und Schweigens dir zu sagen: "Das alles nimmt der Heilige Geist und wirkt es in mir aus;


Dem Urbild meines Heilands --? Christus lebt in mir und durch seinen heiligen Geist durch mich. Paulus nimmt sich als Vorbild für die Gemeinde und fordert die Gläubigen auf seinen Glauben nachzuahmen. Sagt, das er wolle, das alle in diese Freiheit kommen, die er inne hat. Das alle so wären wie er.

Paulus weiß sich Christus verbunden, als seinen Herrn und Heiland. Und er kann wohl als Vater im Glauben feststellen: 1. Joh. 2,14 "...ihr kennt den, der von Anfang an ist...."

aber er würde wohl kaum der Gemeinde raten, stelle dir die Wesenszüge deines Heilandes vor und projiziere sie auf dich (Wenn wir projizieren, übertragen wir also unsere eigenen Themen, Ängste oder Sorgen auf andere Menschen.)  um dich dann damit zu identifzieren - um es als wahr zu erleben.


Antworten

nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Re: die Gnade ist erschienen - die Schule der Gnade ...

von nennmichdu am 28.08.2017 09:21

Guten Morgen liebe Leser,


Burgen hat ein neues Thema angeschnitten - "die Schule der Gnade"  mit Gedanken von Otto Stockmayer (gelebt von 1838 -1917 und lt. Wikipedia einer der führenden Personen der deutschen Heiligungsbewegung im Blick auf die Zubereitung der Brautgemeinde).


eine Passage aus diesen Gedanken möchte ich hinterfragen:



Jetzt nimm dir in diesen Minuten der Stille Zeit, dem Urbild deines Heilands näherzutreten und bei jedem Zug seiner Reinheit,
seiner Art, seines Redens und Schweigens dir zu sagen: "Das alles nimmt der Heilige Geist und wirkt es in mir aus;
ich will mich ihm stillhalten"!
Wenn du jetzt Gott nicht stillhalten kannst, so wirst du in der Ewigkeit sehen, was du in der Zeit deines Erdenwandelns vergeudet hast
an heiligen Eindrücken, die Gott in diese hineingelegt hatte, damit du nachhaltig dem Hochdruck der Eitelkeit entrückt werdest und
neue Herrlichkeitslinien durch den Heiligen Geist in dir gezogen werden, damit die Neugeburt sich in dir ausgestalte und der
Gottesmensch freie Entfaltung gewinne - dass Gott dich in das gute Erbe hineinstellen kann.



"dass Gott dich in das gute Erbe hineinstellen kann."   --- sind wir durch die Wiedergeburt nicht von Anfang an unseres Glaubenslebens, dadurch das wir Gottes Kinder geworden sind, in den Stand hineinversetzt sind, dann auch Erben -?


Wenn es in der Bibel heißt, das wir unsere Berufung "festmachen" sollen, dann bedeutet dies, das es in der Heiligung darum geht, danach zielstrebig zu trachten, das Christus in uns Gestalt annimmt. Hier also auf den Grund unserer Erlösung nicht eigene Werke (aus Stroh und Holz wie es bei Paulus heißt) zu bauen, die dann am Ende nur verbrennen werden und wir zwar errettet werden, aber nur durchs Feuer hindurch. Uns also in der Liebe zum nächsten üben und befleißigen (streben danach).


Was versteht Stockmayer nun unter "stille halten". Nach diesen Aussagen muss ich es als Aufforderung verstehen. Ich bin gefordert stille zu werden  - eigene Bemühungen Gott zu gefallen aufzugeben - damit Gott durch mich wirken kann.


Das wir hier aber in diese Ruhe von den eigenen Werken (wie es im Hebräerbrief beschrieben wird) kommen, ist allein Gott zu verdanken. Wir können allenfalls noch feststellen, das wir uns noch aus eigener Kraft für Gott abstrampeln, wenn unser Leben nicht vom Sieg und vom Überwinden geprägt ist, sondern von stetem Kampf mit wiederholtem Versagen in immer den gleichen "Sünden".


Also um es auf den Punkt zu bringen. Im alten Testament heißt es:


2Mo 14,14 Der HERR wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein.


Nicht wir sind zuerst aufgefordert stille zu sein! Sondern unser Herr wird für uns streiten --- und dann werden wir stille sein,   nicht erst wenn wir ihm allein alles  zutrauen, sondern wenn wir ihn erleben, das er für uns streitet.

Bei Stockmayer klingt es mir so an, das ich einem schreiendem Säugling anrate - doch mal bitte aufzuhören mit dem Geplär und darauf zu vertrauen das Mutti gleich die Brust reicht.
Und wenn dieser Säugling unter dieser Erfahrung dann älter wird, wird dies zu einer argen Verkrampfung und Selbstkasteiung führen, die eigenen Bedürfnisse erstmal hinanzustellen um dann das Wirken Gottes erleben zu können.

Nein - Jesus - Gott wird für uns streiten  --- und dann werden wir stille sein.

Antworten

Burgen
Gelöschter Benutzer

die Gnade ist erschienen - die Schule der Gnade ...

von Burgen am 28.08.2017 01:18

Hallo ihr Lieben, 

aus einer Andacht zum 28.08. ein etwas längeres Zitat aus dem Andachtsbuch: die Gnade ist erschienen.

Wisset, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seib von eurem eitlen Wandel nach väterlicher Weise, sondern 
mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes! - 1. Petrus 1, 18.19 

Jeder Mensch hat eine doppelte Abstammung:
die Abstammung von Gott als Gottgezeugter und die Abstammung von unseren irdischen Vätern. Von letzteren haben wir sündliches Blut
überkommen durch unsere Zeugung,
von Gott hingegen das reine Blut des Lammes, aufgrund von dessen Opferung uns der Vater nach dem Bild Christi gezeugt hat.
Wenn wir Kinder Gottes sind, haben wir dieses kostbare, unbezahlbare, in seinem Wert unberechenbare Blut des Lammes in uns, 
eines Lammes ohne Fehl und Flecken, und was aus ihm gezeugt ist, ist eine neue Natur.

Diese neue, aus Gott gezeugte und im Blut des Lammes gereinigte Natur muss und kann über alles siegen, was wir von den Vätern
ererbt haben. Es ist mächtiger als jegliche Angewöhnung, als alle verborgenen Falten, infolge deren man immer wieder mit gewissen Vorstellungen,
Einbildungen, Stimmungen und dergleichen zu schaffen hat.

Das Blut des Lammes reinigt bis hinein in die Quellgebiete des Blutes und der Nerven und öffnet den Weg zu einem heiligen Wandel in
der Nachfolge des Lammes. Und wärst du der einzige, der aufwacht, so sei der einzige; andere kommen nach.
Miss dich nicht mit anderen, miss dich an der Statur Christi!

"Seid meine Nachahmer, wie ich Christi Nachahmer bin!" sagte der Apostel Paulus.
Christus hatte es ihm angetan, darum wurde er sein Nachahmer. Er hat sich einen neuen Charakter gebildet nach dem Bild dessen,
der ihm auf dem Wege nach Damaskus begegnete.

Jetzt nimm dir in diesen Minuten der Stille Zeit, dem Urbild deines Heilands näherzutreten und bei jedem Zug seiner Reinheit,
seiner Art, seines Redens und Schweigens dir zu sagen: "Das alles nimmt der Heilige Geist und wirkt es in mir aus; 
ich will mich ihm stillhalten"!
Wenn du jetzt Gott nicht stillhalten kannst, so wirst du in der Ewigkeit sehen, was du in der Zeit deines Erdenwandelns vergeudet hast 
an heiligen Eindrücken, die Gott in diese hineingelegt hatte, damit du nachhaltig dem Hochdruck der Eitelkeit entrückt werdest und
neue Herrlichkeitslinien durch den Heiligen Geist in dir gezogen werden, damit die Neugeburt sich in dir ausgestalte und der
Gottesmensch freie Entfaltung gewinne - dass Gott dich in das gute Erbe hineinstellen kann.

(Otto Stockmayer - Brunnen Verlag ABCteam 10. Auflage 1962/81)
♡♢♡ ♡♢♡ ♡♢♡

Habt einen guten Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Sonnabend mit anschließenden Sonntag
Gruss Burgen  

Antworten
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