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Nach Jesu Auferstehung...erkannten Ihn die Jünger nicht gleich
von pray am 09.09.2017 17:34Hallo zusammen,
ich habe 2 Fragen:
1.
Ich habe immer nocn nicht so ganz verstanden, warum die Jünger Jesu Ihn nach seiner Auferstehung nicht erkannten.
Ich habe mir gedacht, dass sie Ihn ja für tot wähnten und daher gar nicht damit rechneten, Ihn wiederzusehen. ' Weiter habe ich mir gedacht, dass Jesus bewusst in einer anderen Gestalt auftrat, allein deshalb, damit Er nicht nochmal gekreuzigt wird von seinen Widersachern, wenn sie ihn sehen.
Aber dann verstehe ich doch nicht, dass er Seinen J ü n g e r n in anderer Gestalt erscheint. (Mk. 16,12) und es noch dazu so war, dass ihre Augen "gehalten" wurden. (Lk. 24,16). Jetzt habe ich mal nachsehen: Das griechische Wort dafür, was mit den Augen passierte, heißt 'krateo' und bedeutet im Zusammenhang hier wohl: 'Festhalten, aufhalten, von etwas zurückgehalten werden, gefangen nehmen'.
2.
Aus irgendwelchen Gründen ist es sehr wichtig, dass klar wird, dass Jesus leiblich auferstanden ist. Daher hat er auch gegessen. Siehe dazu den Text von Lk. 24,39-42.
Soweit ich weiß, wird die leibliche Auferstehung von einer bestimmten Sekte geleugnet. Sie sagen wohl, dass Jesus geistlich auferstanden ist. Aber warum ist das so schlimm? Warum ist das so wichtig, dass es eine l e i b l i c h e Auferstehung war?
Re: Hauskreis-Miteinander aktuell
von Cosima am 09.09.2017 15:58

Schritt für Schritt behutsam, begleitete sie den alten Herrn den Berg hinunter.
Diese Fürsorge hat mich damals sehr berührt und gefreut.
Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern,
das habt ihr mir getan. Matth.25,40 LUT
Was habe ich getan, einem der geringsten Brüder? Wo und wann ist mir Jesus begegnet, ohne dass ich IHN erkannt habe?
Als ich die Losung für die neue Woche gelesen habe, machte ich mir Gedanken darüber und ich habe das ganze 25. Kapitel des
Matthäus-Evangeliums aufmerksam durchforscht. Ich denke noch darüber nach und bin gespannt, was euch dazu einfällt....
Wir treffen uns wieder,
am Sonntag, den 10. September 2017, um 20:30 Uhr im Chatraum "Hauskreis-Miteinander".
Herzliche Einladung an alle Hauskreis-Teilnehmer, wir freuen uns auf euch,
Chestnut und Cosima.
Die Liebe gibt nie jemand auf, in jeder Lage vertraut und hofft sie für andere; alles erträgt sie mit großer Geduld. 1.Kor.13:7 GNB
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Kann ein Gläubiger "Messie" oder zumindest unordentlich sein?
von geli am 09.09.2017 15:22Ja, genau - denn "Einmischen" ist immer so eine Sache...
Wenn diese "Messie-Frau" eine Mitbewohnerin hat, und diese mit dem Lebensstil der anderen ein Problem hat, dann ist es ja in erster Linie deren Sache., eine Lösung für sich selbst zu finden.
Ich weiß nun nicht, ob diese Mitbewohnerin Dich um Hilfe gebeten hat - wenn nicht, dann würde ich mich nicht einmischen.
Wenn ja, dann geht es aber in erster Linie darum, dieser Mitbewohnerin zu helfen, dass sie mit der Situation umgehen kann.
Dabei geht es eigentlich nur darum, Rat zu geben - denn es wird sicher nicht möglich sein, das Verhalten der "Messie-Frau" zu ändern, wenn sie das gar nicht will, und die Mitbewohnerin muss sich überlegen, was sie dann macht.
Sollte die "Messie"-Frau das Problem nicht erkennen, dann bleiben der Mitbewohnerin nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie lernt, mit der Situation zurecht zu kommen, oder sie schaut, dass sie aus dieser Wohnung auszieht.
Wirklich helfen kann man da meiner Meinung nach nicht - es ist im Grunde das Problem dieser beiden Frauen, und da muss jede für sich entscheiden, wie es weiter gehen soll.
LG, geli
Re: Kann ein Gläubiger "Messie" oder zumindest unordentlich sein?
von oldlangsyne am 09.09.2017 14:46Liebe geli,
da kann ich Dir praktisch nur zustimmen.
Nur liegt die Sache schon so, dass die mitwohnende Familie unter dem "Sammelzwang" leidet - bei aller Verschwiegenheit der Parteien und was ich zwischen den Zeilen mitbekomme. Ich weiß eben nicht, ob es nicht zu einer Änderung oder überhaupt erstmal zu einer Bewußtwerdung der Situation bei dem Auslöser des ganzen kommen könnte, wenn von außen eine diskrete Ansprache in der Richtung kommt.
Vielleicht aber bete ich nochmal intensiv darum, ob ich mich überhaupt "einmischen" sollte...
Danke auf jeden Fall für alle Gedanken und jeden guten Rat von Euch!
LG,
Oldlangsyne
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Kann ein Gläubiger "Messie" oder zumindest unordentlich sein?
von geli am 09.09.2017 14:31Ich denke, das genau ist der springende Punkt: Wird Hilfe denn überhaupt gewünscht? Vielleicht nehmen diese Menschen ihre "Messie-Wohnung" ja überhaupt nicht als Problem wahr. Vielleicht stört sie die Unordnung gar nicht?
Da ich als ambulante Altenpflegerin arbeite, kenne ich viele unterschiedliche Wohnungen - von "sauber wie geschleckt" bis "Messie" - da ist alles drin.
Meiner Meinung nach muss man niemanden aus einer unordentlichen, oder dreckigen Wohnung herausholen, es sei denn, er sei dement und könnte keine eigenen Entscheidungen mehr treffen. Das ist dann eine andere Situation.
Wenn die betreffende Person sich darin wohlfühlt, ist das ihre Entscheidung, die man respektieren sollte. Auch wenn Außenstehende der Meinung sind, dass das Gott keine Ehre macht. Aber das muss diese Person selbst vor Gott verantworten.
So denke ich, dass der nächste Schritt (bevor man sich alle möglichen Lösungsmöglichkeiten überlegt) der sein muss, einfach abzuklären, wie die betreffende Person die Sache sieht - ob sie darunter leidet, ob sie selbst eine Änderung möchte, und ob sie bereit ist, HIlfe von Außen anzunehmen - oder auch nicht.
Die Familie, von der ich oben geschrieben habe, fühlt sich in ihrem "Verhau" z.B. sehr wohl.
Aber ich habe mitbekommen, dass einige Kollegen über den Zustand der Wohnung "hergezogen" sind - denn wir hatten vor einiger Zeit einen Pflege-Auftrag bei dieser Familie (die Oma), und so kam es, dass wir als Pflegedienst Zutritt zu der Wohnung bekamen.
Aber wie schon gesagt: Ich finde, es ist die Entscheidung dieser Familie, wie sie leben möchte - das muss akzeptiert werden.
Wie ihr Leben, bzw. der Zustand ihrer Wohnung auf andere wirkt, das haben wir als Außenstehende nicht zu verantworten.
Nebenbei gesagt, sind sie Christen, die aktiv in der Gemeinde mitarbeiten, im Lobpreis, im Kinderdienst und auch noch in anderen Bereichen.
LG, geli
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Bibelklar
von geli am 09.09.2017 14:06Ja, genau - deshalb bin ich ja auch schon gespannt auf Deine Lösungen!

LG, geli
Re: Bibelklar
von Pal am 09.09.2017 13:45Im Grunde haben wir als Christen ja in erster Linie Gottvertrauen --- vertrauen als nicht in uns selbst..
Ja, aber trotzdem war es doch nötig =>
Das ging so bei Paulus! Was dann von mir, der ich so schnell meinem eigenen Geist Irrwege erlauben? -
Mein Selbstvertrauen ist so tief verwurzelt, das es Gottes Wunderwerk sein wird, wenn ich davon wirklich erlöst, nur noch einzig und allein auf IHN baue!
mM
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Bibelklar
von nennmichdu am 09.09.2017 12:42Hallo,
Im Grunde haben wir als Christen ja in erster Linie Gottvertrauen --- vertrauen als nicht in uns selbst... setzen nicht auf unser Vermögen..auf unsere Kraft -- sondern erwarten alles von und duch Christus, der ja in uns lebt und durch uns wirken kann/will.
Unter unserem "Ich" würde ich nun unsere Selbstwahrnehmung verstehen, samt unserem Willen, der unser Denken und Tun in eine bestimmte Richtung weist.
Lass ich mich nun durch Jesu Willen - durch Christus - leben, dann betrachte ich die Welt aus Gottes Augen. Bleibe ganz ich selbst dabei, möchte aber das tun, was Gott wohlgefällig ist, was er -durch mich - tun möchte.
Kann lediglich nur noch immer wieder einmal davon versucht werden, abzukommen, dort wo ich nicht seinem Geiste Raum gebe und den alten Adam (in mir) wieder "füttere".
Ich würde nicht sagen: "sollten" ...
Wir haben zwar eine Verantwortung als Christen dann das zu tun, was Gott durch uns tun möchte. Uns dem Plan Gottes für unser Leben nicht zu verweigern. Aber alles was wir tun, tun wir freiwillig.
Was für mich noch wichtig wurde. Jesus ist ein Vorbild - richtig. Aber ich versuche nun nicht als Christ mir ständig zu überlegen -- what would Jesus do -- was würde er tun...
Ich tue einfach das, was ich aus meinem (erneuertem) Herzen und aus seinem heiligen Geist für richtig und gut erachte. Und solange ich in meinem Tun dann Frieden habe, weiß ich, das Gott dahinter steht. Sollte ich mal etwas tun, was ihm nicht gefällt, wird sein Geist mir das aufdecken.
Re: Kann ein Gläubiger "Messie" oder zumindest unordentlich sein?
von oldlangsyne am 09.09.2017 12:28Liebe Solana, das ist super!! Danke!
Genau das Wort "Wegwerfgesellschaft" fiel schon von seiner Seite aus - ich denke, er möchte die Dinge irgendwie retten. Sie wurden doch einmal hergestellt und haben seinerzeit Geld gekostet....
Ja, ich denke, die ganze Familie ist belastet davon. Werde einen ganz ganz vorsichtigen Annäherungsversuch starten.
Re: Kann ein Gläubiger "Messie" oder zumindest unordentlich sein?
von solana am 09.09.2017 11:09Nur, wie spricht man ein so heikles Thema an, ohne den/die Betroffenen zu beschämen.
Hallo Oldlangsyne
Ja, das scheint mir auch der schwierigste Punkt.
Und wenn man diesen Menschen gar nicht persönlich kennt, ist da sehr schwer zu raten
.So, wie du ihn beschreibst:
kommt es mir schon so vor, als ob er selbst auch unter der Situation zu Hause leidet, sich davon niedergedrückt fühlt.
Bei einem heiklen Thema finde ich es immer gut, zuerst beim Positiven anzuknüpfen und eine gemeinsame Basis zu suchen.
Hier könnte das vielleicht das Thema "Wegwerf-Gesellschaft" sein, ganz allgemein. Und von da aus dann dann vorsichtig weiter vortasten zu dem, was passiert, wenn man nicht diese Wegwerf-Mentalität hat, aber trotzdem auch gerne Neues anschafft, wie alle anderen auch .....
Oder ein anderer Einstieg ins Gespräch: Kennst das Buch "Der Papalagi" (Erich Scheurmann: Der Papalagi - Die Reden des Südseehäuptlings Tuiavii aus
Tiavea an seine Stammesmitglieder)
Sehr interessant, unsere Gesellschaft und Kultur wahrgenommen mit den Augen eines Südseehäuptlings, beschrieben für Stammesmitglieder.
Hier als PDF zu lesen: http://www.eineweltfueralle.de/uploads/tx_cagmaterialbrowser/scheurmann_derpapalagi.pdf
Hier ein Abschnitt daraus über die vielen "Dinge", die der weisse Man braucht und wie diese Dinge sein Denken bestimmen:
Wo die vielen Hütten der Papalagi stehen, welche
Stellen sie Städte nennen, ist aber auch das Land so öde wie eine flache Hand, und darum
auch ward der Papalagi irre und spielt den großen Geist, damit er vergessen kann, was er
nicht hat, Weil er so arm ist und sein Land so traurig, greift er nach den Dingen, sammelt sie,
wie der Narr welke Blätter sammelt, und überfüllt seine Hütte damit. Darum aber beneidet er
auch uns und wünscht, daß auch wir arm würden wie er selber. Es ist eine große Armut,
wenn der Mensch viele Dinge braucht; denn er beweist damit, daß er arm ist an Dingen des
großen Geistes. Der Papalagi ist arm, denn er ist besessen auf das Ding. Er kann ohne das
Ding nicht mehr leben. Wenn er sich aus dem Rücken der Schildkröte ein Werkzeug macht,
seine Haare zu glätten, wenn er Öl aufgetragen hat, macht er noch eine Haut für das
Werkzeug, für die Haut eine kleine Truhe, für die kleine Truhe noch eine große Truhe. Er tut
alles in Häute und Truhen. Es gibt Truhen für Lendentücher, für Obertücher und Untertücher,
für Waschtücher, Mundtücher und andere Tücher. Truhen für die Handhäute und Fußhäute,
für das runde Metall und schwere Papier, für die Essensvorräte und für das heilige Buch, für
alles und alles. Er macht aus allen Dingen, wo eines genügt,viele Dinge. Gehst du in ein
europäisches Kochhaus, so siehst du so viele Essensschalen und Kochwerkzeuge, wie nie
gebraucht werden. Und für jedes Essen gibt es eine andere Tanoa, für das Wasser eine
andere als für die europäische Kawa, für die Kokosnuß eine andere als für die Taube. Eine
europäische Hütte hat so viele Dinge, daß, wenn auch jeder Mann eines Samoadorfes seine
Hände und Arme beladen würde, doch nicht das ganze Dorf genüge, sie alle davonzutragen.
In einer einzigen Hütte sind so viele Dinge, daß viele weiße Häuptlinge viele Männer und
Frauen brauchen, die nichts tun, als diese Dinge dahin zu stellen, wohin sie gehören und sie
vom Sande zu reinigen. Und selbst die höchste Taopou gibt viele Zeit daran, alle ihre vielen
Dinge zu zählen, zu rücken und zu reinigen.
...
Denn der Papalagi berauscht auf
vielfache Weise seinen Geist, und so redet er sich auch ein, er könne nicht ohne die Dinge
sein, wie kein Mensch sein kann ohne ein Essen.
...
Wer wenig Dinge hat, nennt sich arm und trauert. Es gibt keinen Papalagi, der singt und
frohe Augen macht, wenn er auch nichts als seine Matte und Essensschüssel hat wie jeder
von uns.
Von da aus könnte sich auch ein gutes Gespräch ergeben.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver


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