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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: "Gut und Böse erkennen" - etwas Gutes oder etwas Schlechtes?

von Burgen am 26.09.2017 21:41

Hallo Geli, 

das Motiv sprach mich an. Ich denke auch, dass das Herzensmotiv wichtig ist.
Aber oft erleben wir, dass das gar nicht beachtet wird, weil wir eben tun, was wir meinen, tun zu wollen, haben wollen.

Früher mussten Menschen lange sparen um sich einen Wunsch erfüllen zu können.
Heute dagegen nimmt man halt einen Kredit auf oder überzieht die Bezahlkarte.

Oder in der Obstabteilung. Im Winter müssen unbedingt Erdbeeren nach Hause getragen werden.
Ob sie geschmacklich was her machen, ist da eigentlich egal.

Wir lassen uns gerne verführen, as Motiv dafür ist vielleicht, ein gutes Gefühl haben zu wollen.

Gruß
Burgen


 

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer - Aussprüche Jesus Christus

von Burgen am 26.09.2017 21:31

Hallo angel, 

danke für dein Interesse. 
Und mein Interesse galt heute eher den Parallelstellen.  
Es bleibt dir aber unbenommen deinen Wunsch umzusetzen.

Manches sollten wir vielleicht viel ernster nehmen an den Wehe-Aussagen.
Doch gerade die Gnadenaussagen bringen uns letztlich im Vertrauen zu Jesus weiter.
Dabei wäre Gesetz und Gnadengerechtigkeit vielleicht ein gutes Gegenüber.

Gruß
Burgen


 

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer - Aussprüche Jesus Christus

von Burgen am 26.09.2017 21:16

Mt 23, 34 - 35 

Darum: Siehe ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; von ihnen werdet ihr einige töten und kreuzigen,
und einige werdet ihr geißeln  in euren Synagogen und werdet sie verfolgen von einer Stadt zur andern,

aufdass über euch komme all das gerechte Blut, das vergossen ist auf Erden, 
vom Blut Abels, des Gerechten, bis zum Blut Secharjas, des Sohnes Berechjas, 
den ihr getötet habtzwischen Tempel und Altar.

Warum ist Abel gerchter als Kain? Weil er der erste Mensch war, der Gott ein fehlerloses Tieropfer brachte.
In Jesu Blut ist diese Zeit der Blutopfer nun vorüber. 

Abraham, Noah und andere gelten vor Gott als gerecht, weil sie Gott glaubten.
Wir im neuen Bund sind die Gerechtigkeit Gottes in Jesus, weil wir an Jesus Christus glauben, ihn lieben,
das Gnadenevangelium glauben.

Und dieses hat Paulus den Juden und denen, die an Jesus glaubten, sowie den Heiden verkündigt.
Seine Predigt ist in Apostelgeschichte 'abgedruckt', aufgeschrieben.
Das Evangelium der Gnade.

Mt 24, 13.14
Wer aber beharrt bis ans Ende, der wird selig. 
Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt
zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen.  

Ja, es ist nicht so einfach ist es nicht so einfach am Thema zu bleiben. ...
Gruß
Burgen


 

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer - Aussprüche Jesus Christus

von Burgen am 26.09.2017 20:39

Hallo Merciful 

die letzten beiden Punkte trifft es wohl. Die letzten Wochen wurde die Zuammengehörigkeit der beiden Testamente mehrfach in frage gestellt.

Und besonders in diesen beiden Kapiteln nimmt Jesus immer wieder die alten Worte in den Mund und hält mit ihnen gleichsam der Elite

den Spiegel vor. Dennoch kann das alte Buch nicht vom Evangelium Jesu Gnade abgekoppelt werden. 

Und wenn Paulus, vormals der schärfste Gegner, nicht bekehrt und wiedergeboren, mit dem Heiligen Geist erfüllt worden wäre,

hätte es nicht soviele Gemeindegründungen gegeben.

Er ist der aktivste, engagierteste Prediger der Gnade Gottes geworden in den Anfangsjahren nach dem Tod und der Auferstehung Jesu geworden.

Im Grunde ist genau das auch unsere Aufgabe. Jeder Gläubige von uns.

Paulus hatte ursprünglich das alte Buch inhaltlich auswendig gewusst. Dann Bekehrung usw. anschließend Zeuge der Gnadenbotschaft Jesu,

inklusive lebendiges kraftvolles Gebetsleben. 

Unser Hintergrund ist meist nicht der, dass wir aus einem Priestergeschlecht stammen. Pastor oder kath. Priester dagegen schon.

Und auch wir müssen den Ruf Gottes an uns beantworten.

In deren Folge wir ebenfalls das AT lernen, weil wir Jesus lieben und er das fleischgewordene Wort war.


Gruß
Burgen


Antworten Zuletzt bearbeitet am 26.09.2017 21:19.

angel121

60, Weiblich

  Motiviert

Beiträge: 154

Re: Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer - Aussprüche Jesus Christus

von angel121 am 26.09.2017 19:05

@Burgen
Ich fände eine Sammlung der Aussagen Jesus Christus, mit denen er die Feinde seiner göttlichweisen Lehren, seiner Sicht von Erfüllung der Gesetze und Propheten, Vergebungskriterien Gottes im Himmel, ihrer Falschheit konfrontierte sehr informativ.

Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr der Propheten Gräber bauet und schmücket der Gerechten Gräber Matthäus 23.29

Weh euch! denn ihr baut der Propheten Gräber; eure Väter aber haben sie getötet. Lukas 11.47

So bezeugt ihr und willigt in eurer Väter Werke; denn sie töteten sie, so baut ihr ihre Gräber. Lukas 11.48

Die mittlere Aussage verbinde ich mit Jesus Gleichnis von den bösen Weingärtnern.

gby angel121

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Merciful

55, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2512

Re: Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer - Aussprüche Jesus Christus

von Merciful am 26.09.2017 18:49

Liebe Burgen,

ich habe deinen Beitrag gelesen.

Aber was ist denn das Thema deines Threads?

Weherufe Jesu gegen die Pharisäer?

Jesu Rede über die Endzeit?

Die Aufnahme des Alten Testaments im Neuen Testament?

Vergleichende Zusammenschau der Evangelien?

Merciful

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geli
Gelöschter Benutzer

"Gut und Böse erkennen" - etwas Gutes oder etwas Schlechtes?

von geli am 26.09.2017 14:46



Die Schlange kam zu Eva, um ihr das Angebot zu machen, wie sie "gut und böse" erkennen könnte. Und sie griff zu...
Das kennen wir alle - nur: ich hab mich schon oft gefragt, was daran so genau eigentlich "böse" war. Dazu habe ich gerade einige Sätze von D. Prince gelesen - ich stelle diese Sätze mal hier ein, vielleicht gibt es damit zu diesem Thema einen guten Austausch?

D. Prince: „Ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist" (1. Mose 3,5; LU). Dies ist mit Sicherheit ein erhabenes und lobenswertes Ideal so wie Gott zu sein. Wie könnte daran etwas falsch sein? Und doch: aus dem Munde Satans - der sich in der Form einer Schlange zeigte - lockte es Adam und Eva in eine Katastrophe hinein, dessen böse Konsequenzen all ihre Nachkommen beeinträchtigen.
Was war die unbemerkte Falle, in die Adam und Eva getappt waren? Die Antwort lautet: das Motiv - in Form der unausgesprochenen, aber doch unterschwellig vorhanden Aussicht auf Unabhängigkeit. Sobald ihr erkennt, was gut und was böse ist, habt ihr die Freiheit, eure eigenen Entscheidungen zu treffen. Ihr werdet nicht länger von Gott abhängig sein. Dieses selbsterhebende Verlangen nach Unabhängigkeit wurde an die gesamte menschliche Rasse weitervererbt. Es ist ein charakteristisches Merkmal des „alten Adam" - des gefallenen, sündigen Wesens, das in jedem von uns lauert."

Gut und Böse erkennen - ja, eigentlich ein "erhabenes und lobenswertes Ideal" - und dennoch hat dieser Wunsch dazu geführt, dass Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben werden mussten.
Ich freu mich jedenfalls auf den Austausch...


LG, geli

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geli
Gelöschter Benutzer

Re: Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer - Aussprüche Jesus Christus

von geli am 26.09.2017 14:35

angel: Ich sehe nirgends, dass Jesus gesagt haben soll kein Mensch könne das von sich aus.

Jesus hat aber gesagt: "Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist". - Matth. 5,48

Damit bezieht er sich sicher auf 3. Mose 19,2, wo es heißt: "Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der Herr, euer Gott."

Auch Petrus geht darauf ein, als er schreibt: "sonder wie der, der euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel." - 1. Petr. 1,15

Fest steht also: Wir sollen vollkommen sein, wie auch Gott vollkommen ist, was bedeutet: Wir sollen genauso wie Gott sein. Nur der, der so vollkommen ist, kann in den Himmel kommen.

Angel, dann bist Du also der Meinung, dass es Menschen gibt, die das von sich aus können? So wie Du ja auch in einem anderen Thread geschrieben hast, dass nicht alle Menschen Sünder sind? Und Du schließt das daraus, dass Jesus nicht direkt gesagt hat, kein Mensch könnte so vollkommen sein?

LG, geli




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SrLydia

36, Weiblich

  Neuling

Beiträge: 15

Re: Sätze vervollständigen, zweiter Versuch ;-)

von SrLydia am 26.09.2017 12:43

.... wo niemand über den anderen urteilt.
Ich begegne Jesus....

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solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer - Aussprüche Jesus Christus

von solana am 26.09.2017 12:36

Angel schrieb:

Ich sehe nirgends, dass Jesus gesagt haben soll kein Mensch könne das von sich aus.

Doch, Angel: Mt 19, 25 Da das die Jünger hörten, entsetzten sie sich sehr und sprachen: Ja, wer kann dann selig werden? 26 Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist's unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich.

Der reiche Jüngling war der Anlass dieser Frage - aber die Jünger erkannten sehr wohl, dass es hier um mehr geht als nur um Wohltätigkeit und Reichtum.
Sie fragten nicht: "Welcher reiche Mann kann denn dann selig werden?", sondern : "wer kann dann selig werden?" - wenn nicht mal dieser vorbildliche Lebenswandel des Jüngling dazu ausreicht?

Laut dem Urteil der Pharisäer und Schriftgelehrten hätte dieses Halten der Gesetze durch den Jüngling vollkommen ausgereicht.
Aber der Jüngling selbst hat gespürt, dass das noch nicht genug war ....  das war zwar "gesetzestreu", aber nicht "vollkommen".

Das ist die Vollkommenheit, die Jesus anmahnt - hier im Blick auf den Umgang mit Reichtum.
Was Gott uns schenkt, ist nicht "unser Besitz", von dem wir Gott und anderen Menschen ein kleines Almosen als Opfer geben müssen - und dann sind wir gerecht und vollkommen.... 
Alles, was wir empfangen, gehört Gott ganz. Und wenn er von uns etwas davon fordert und wir nicht bereit sind, es ihm zu gebnen, weil unser Herz zu sehr daran hängt und wir meinen, das gehöre uns nun mal ...... dann ist das keine "Vollkommenheit".

Das ist genauso wenig Vollkommenheit, wie wenn man zwar nicht tötet, aber dem Bruder zürnt und ihn beschimpft oder wenn man zwar nicht "formal" die Ehe bricht, aber in Gedanken und Gefühlen oder wenn man nur seine eigenen Freunde liebt, seine Feinde aber hasst usw (s. Mt 5 Beispiele)

So vollkommen zu sein, schafft kein Mensch von sich aus.
Diese Vollkommenheit kann nur Gott selbst im Menschen wirken - durch seinen heiligen Geist.

Deshalb kann diese Vollkommenheit nicht die Voraussetzung für die Rechtfertigung sein! Sonst wäre kein Mensch gerechtfertigt!

Was bei den Menschen unmöglich ist unter dem Gesetz, das tat Gott selbst:

Röm 8, 1 So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.
2 Denn das Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus Jesus, hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.
3 Denn was dem Gesetz unmöglich war, weil es durch das Fleisch geschwächt war, das tat Gott: Er sandte seinen Sohn in der Gestalt des sündigen Fleisches und um der Sünde willen und verdammte die Sünde im Fleisch,
4 damit die Gerechtigkeit, die das Gesetz fordert, in uns erfüllt werde, die wir nun nicht nach dem Fleisch wandeln, sondern nach dem Geist.

Die "Vollkommenheit" ist nicht des Menschen Werk, sondern Gottes Werk in uns.
Er schenkt zuerst und macht uns vollkommen und gerecht.
Und versetzt uns so überhaupt erst in die Lage, in dieser Vollkommenheit zu leben, das umzusetzen, was sein Wille für uns Menschen ist und ihm gehorsam zu sein.

Das, was wir von dieser Vollkommenheit in unserem Leben umsetzen, das ist die Folge unserer Rechtfertigung durch Gottes Gnade - nicht die Voraussetzung, die wir erbringen und leisten müssen, damit wir gerecht vor Gott stehen können.

Und dazu fordert auch Paulus (und auch die anderen Briefschreiber) immer wieder auf: die uns geschenkte Vollkommenheit zu leben, das umzusetzen.
Und uns dabei aber gleichzeittig bewusst zu bleiben, dass das Gotte Werk in uns ist, und dass alle Ehre ihm allein dafür gebührt - nicht unserer Leistung und Disziplin!

Eph 2,10 Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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