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Cleopatra
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Beiträge: 5515

Re: Gibt es ohne die Erlösung durch Christus "Gerechte", die eine Erlösung nicht mehr benötigen?

von Cleopatra am 11.10.2017 07:53

Schön, dass der Thread doch noch eine andere Wendung nimmt, es wäre schade gewesen, wenn nun mehrere Threads mit dem gleichen Ende enden.

Ich habe mir nochmal das Gleichnis durchgelesen.
Richtig, Jesus sagte das Gleichnis den Pharisäern und Schriftgelehrten, als diese murrten, weil Jesus mit den Sündern zusammen Zeit verbrachte.

Daach kommt noch das Gleichnis mit der verlorenen Drachme.

Wisst ihr, wieso ich immer davon ausgegangen bin, wieso die 99 bereits Christen im Bilde sind?

Wegen dem Beispiel, in dem sich Jesus als der gute Hirte und wir sind seine Schafe, die seine Stimme kennen und ihm folgen nennt.

Außerdem ja- sie sind ja eben bereits seine Schafe.

Ich denke, auf jeden Fall ist mit dem verlorenen Schaf ein Sünder gemeint, der nach Hause gebracht wird.

Denn Jesus sagte ja eben " So wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die die Buße nicht nötig haben."

Wer nun die 99 Schafe sind, ich mache mir nochmal Gedanken, die Richtung, die pray genannt hat, war mir noch garnicht so bewusst ;-D

Aber eines können wir auf jeden Fall festhalten- die große Freude vom Hirten, wenn er das Schaf wiedergefunden und nach hause genommen hat.

Lg Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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angel121

60, Weiblich

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Beiträge: 154

Re: Geschieht Gottes Wille immer?

von angel121 am 11.10.2017 07:42

@Burgen

Jeder Mensch hat ja die Möglichkeit entweder Gottes Ruf umzusetzen, also tun. Oder eben nicht, dann sucht Gott einen anderen Menschen, den er gebrauchen kann.

Das sehe ich auch so. Es sind oft alltägliche Begebenheiten, die einem im Nachhinein Gottes segensreiches "Eingreifen" erkennen lassen. Wir können andern und andere können uns ein Segen sein. Wir können unsere uns zugeordneten "Talente", Gaben mit Hilfe des Heiligen Geistes in uns zum Wohle eines oder mehrere Menschen einsetzen, etwas Licht und Liebe dort hinbringen, wo Finsternis im Sinne von beislpielsweise Hoffnungslosigkeit, Resignation vorherrscht.

Es reicht manchmal schon sich Zeit zu nehmen um jemandem zuzuhören.....manchmal ergibt sich schon dadurch die Möglichkeit, Linderung zu schaffen oder später auch die Lösung für ein Problem zu haben.

Dort wo Menschen der Stimme des Heiligen Geistes in sich folgen, sich davon leiten lassen, dort geschieht Gottes Wille. Wo diese Stimme noch vom Geist Gottes Feindes übertönt wird, man sich von jener dann überzeugen lässt, dass es doch nicht das eigene Problem sei, sollen andere sich die Mühe machen zu tun was man selber könnte, da kann Gottes Willen dann leider nicht geschehen.

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Pal

67, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2513

Re: Geschieht Gottes Wille immer?

von Pal am 11.10.2017 06:54

Also was ist eure Antwort? Gibt es dann zwei unterschiedlcihe "Willen Gottes"?
Ein Wille, der absolut so geschehen wird, eben weil Gott allmächtig ist.
Und ein Wille, der gerade wegen seiner Liebe sich einer Art Ohnmacht ergibt, weil SEIN Wunsch leider nicht in Erfüllung geht.

Kann man das so sagen????

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geli
Gelöschter Benutzer

Re: Gibt es ohne die Erlösung durch Christus "Gerechte", die eine Erlösung nicht mehr benötigen?

von geli am 10.10.2017 20:58

pray:  Das müssen wir aber klären, was nun richtig ist. 

Also ich denke, dass Gleichnisse auf verschiedene Weise sprechen können - dass es also nicht "eine" Auslegung gibt, die "richtig" ist.
Gott spricht oft zu verschiedenen Menschen durch die gleiche Sache auf völlig unterschiedliche Art.

Solange eine Auslegung nicht einer anderen Aussage der Bibel widerspricht oder eine andere Aussage ausklammert... 

Aber Burgens Auslegung und die Gedanken, die wir uns nun gemacht haben, sind ja noch nicht mal widersprüchlich.

Jesus kümmert sich liebevoll um "Schafe", die sich verirrt haben - dabei ist es ja egal, ob es sich wie in diesem Falle um einen Pharisäer handelt, der von seiner alten Denkweise genug hatte und nun nicht wußte, wohin er sich nun wenden könnte, oder ob es sich einen anderen Menschen handelt, der auf der Suche ist, sich von alten Dingen lösen will und nun von Jesus gefunden wird.

So z.B. sehe ich auch die Geschichte vom "Verlorenen Sohn" nicht unbedingt in der üblichen Weise.
Normalerweise meint man mit dem "verorenen" Sohn ja den jüngeren, der das Erbe seines Vaters verprasst hatte und dann zurückkam.
Der war aber ja gar nicht verloren - sein Vater sagte doch: Dieser meine Sohn war tot und ist wieder lebendig...

Der eigentlich "Verlorene" war doch am Ende der ältere, "brave" Sohn - der selbstgerecht meinte, dass er ja alles richtig gemacht hätte und doch immer alles getan hatte, was sein Vater wollte. 

Ja, ich denke, die Gleichnisse Jesu sind immer sehr vielschichtig und haben viele Seiten, die man betrachten kann - und auch viele Seiten, wie sie in unser Leben hineinsprechen können.

LG, geli

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Geschieht Gottes Wille immer?

von Burgen am 10.10.2017 20:50

Jeder Mensch hat ja die Möglichkeit entweder Gottes Ruf umzusetzen, also tun. 
Oder eben nicht, dann sucht Gott einen anderen Menschen, den er gebrauchen kann.

Z.B. jemand weiß sich von Gott gerufen in der Mission zu arbeiten.
Gar nicht mal als Prediger, sondern in dem erlernten Beruf.
Jetzt geht es los, das hin und her zu bedenken.
Auch Unsicherheit spielt mit hinein. Und dann wird sich der Mensch darüber klar,
dass er keine Fremdsprachen kennt usw.
Also bleibt er da wo er ist.

Und was tut Gott? Er kommt zum Ziel. Er sucht sich einen anderen Partner für seinen Auftrag.
Vielleicht sogar aus einer anderen Stadt, einem anderen Land.

Gruß
Burgen


 

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geli
Gelöschter Benutzer

Re: unser Glaube, - was sagt die Schrift dazu?

von geli am 10.10.2017 20:44

bzw. zu glauben), gibt uns die Kraft und die Ausdauer, in allem aus- und durchzuhalten.

Aber weil wir von Herzen an Gott glauben, lässt uns genau  d i e s e r  Glaube die Welt mit Gottes Augen sehen und damit nichts erkennen, wofür es sich ''lohnt'', die Ewigkeit bei Gott preiszugeben. Daher überwindet dieser Glaube die Welt.

Ja, ich denke, das ergänzt sich wunderbar:

"Aus- und Durchhalten", und dann auch: "Sich abwenden" von Dingen, die uns in der "Welt" angeboten werden und die und von Gott wegbringen wollen.

So gesehen ist unser Glaube der Sieg, der uns davor bewahrt, auf falsche Wege zu geraten und an Dingen hängenzubleiben, die uns an die Welt binden wollen.

LG, geli

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pray

63, Weiblich

  tragende Säule

Beiträge: 1015

Re: Gibt es ohne die Erlösung durch Christus "Gerechte", die eine Erlösung nicht mehr benötigen?

von pray am 10.10.2017 20:38

Ja, du hast meinen Gedankengang genau erfasst, geli. Ja, das Weggelaufene kann natürlich eins, wie Nikodemus oder die anderen aus den Juden sein, die dann doch Christ wurden.

Burgen sieht es ganz anders.

Das müssen wir aber klären, was nun richtig ist.  Schaun wir doch mal, wem Jesus diese Geschichte erzählt....also ich meine, er erzählt es den Pharisäern und Schriftgelehrten. Warum sollte er ihnen diese Geschichte erzählen? Um ihnen zu sagen, dass sie allesamt Gerechte sind?

Bis evtl morgen hier zu Lesen

gute nacht

Antworten Zuletzt bearbeitet am 10.10.2017 20:40.

Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: unser Glaube, - was sagt die Schrift dazu?

von Burgen am 10.10.2017 20:37

Vielen herzlichen Dank für eure Gedanken hier. 

Ja, der Vers hat es in sich ...

Gruß
Burgen


 

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Gibt es ohne die Erlösung durch Christus "Gerechte", die eine Erlösung nicht mehr benötigen?

von Burgen am 10.10.2017 20:31

Also, bisher, bevor wir uns hier austauschten, 
dachte ich immer, dass das Gleichnis die Fürsorge aufgrund der Liebe Jesu deutlich macht.

Also so, dass Jesus keinen einfach so laufen lässt.
Jeder, selbst das Kind, ist Jesus so wichtig, dass er ihn suchen geht.
In diesem Fall eben ein kleines Schaf, welches sich zu weit von der Mutter und der Herde entfernt hatte.

In diesem Sinne wird es auch Kindern in Filmchen erzählt.
Ich finde, das wärmt das Herz, diese Sicht der Geschichte.

Gruß
Burgen



 

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pray

63, Weiblich

  tragende Säule

Beiträge: 1015

Re: unser Glaube, - was sagt die Schrift dazu?

von pray am 10.10.2017 20:30

Also der ganze Vers ist doch noch schöner und einfacher zu verstehen:
Denn alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.

Die Elberfelder-Übersetzung  macht es klarer durch Satzzeichen:
Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube.

Wenn ich keinen Glauben hätte, würde ich ja mit der Welt mitschwimmen und so sein, wie die, denen die vergänglichen Dinge und Ansichten dieser Welt  das Wichtigste sind. Man kann nicht gleichzeitig ein Freund dieser Welt und ein Freund Gottes sein. (Jak 4,4)

Aber weil wir von Herzen an Gott glauben, lässt uns genau  d i e s e r  Glaube die Welt mit Gottes Augen sehen und damit nichts erkennen, wofür es sich ''lohnt'', die Ewigkeit bei Gott preiszugeben. Daher überwindet dieser Glaube die Welt.

Freu mich, ich hatte bisher noch nie so über diesen Vers nachgedacht...gut, dass du das eingestellt hast, Burgen.

Antworten
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