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geli
Gelöschter Benutzer
Re: Woran erkennst du, dass du bereits im Himmelreich bist?
von geli am 21.10.2017 11:12Ich denke, "Himmelreich" ist da, wo Gottes Wille geschieht - oder wo das zumindest gewünscht und angestrebt wird. Denn perfekt ist ja keiner...
Das bedeutet für mich, dass in dem Bereich, wo ich vor Gott Verantwortung bekommen habe - also zuerst in und durch mein eigenes Leben, seinen Willen so gut ich es kann und verstehe, umsetze.
Von "innen" nach "außen".
Das betrifft meine Wohnung, meine Familie, meinen Arbeitsplatz, mein Lebensumfeld, wie Nachbarn, Menschen, die ich z.B. beim Einkaufen treffe, also alles, was Gott jeden Tag in mein Leben hineinstellt.
Lebe, rede und handle ich hier nach dem, was Gott in seiner guten Ordnung vorsieht? Können die Menschen durch mein Leben erkennen, wie Gott es meint?
Damit meine ich nun nicht, dass ich immer alles perfekt und richtig machen muss, dass meine Liebe, meine Geduld, meine Weisheit immer völlig so ist, wie es sein sollte. Aber auch, wenn ich Fehler mache, wenn ich jemanden verletzt habe oder dergleichen - in Gottes Reich gibt es z.B. Vergebung, und dass man seine Fehler zugibt und sie nicht versteckt.
Auch das ist Teil des "Reiches Gottes": zu jemanden, den man verletzt hat, hingehen und ehrlich um Vergebung bitten und bereit sein, einen eventuell entstandenen Schaden wieder gut zu machen.
Solche Dinge sind in der "Welt" nämlich nicht selbstverständlich... und wenn ich dann so handle und ehrlich einen Fehler zugeben kann, dann ist das auch ein Teil von "Leben im Reich Gottes".
Ich denke, wenn wir das "Reich Gottes" in unserem Leben "ausleben" wollen, dann haben wir damit mehr als genug zu tun...
- auch dann, wenn in unserem Leben nicht unbedingt die "Großen" Dinge passieren...aber dann sind wir schon mittendrin im "Himmelreich".
LG, geli
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Hat der Mensch einen freien Willlen?
von geli am 21.10.2017 10:59Ja, das ist die Frage - wie frei sind wir, bevor wir neu geboren wurden?
Aber selbst wenn es so wäre, dass wir total gefangen wären - ich denke, es kommt auf das "Wollen" an.
Das meine ich so: Ein Mensch, der gefangen in Sünde ist, also unfrei - kann von sich aus vielleicht wirklich keine Entscheidung treffen. Aber er kann dennoch eines tun:
Er kann erkennen, dass er unfrei ist (vielleicht auch durch die Fürbitte anderer?), und dann Gott darum bitten, dass er ihn frei macht, eine Entscheidung für ihn zu treffen.
Zumindest ist das meine eigene Erfahrung. Ich habe mich lange mit dem Glauben beschäftigt, wollte eigentlich auch immer "zu Gott gehören". Aber ich merkte immer wieder, dass ich nicht "glauben" kann, dass hier also eine Unfreiheit bestand. Da war so etwas wie eine "Wand", die mich abhielt.
Genauso war das auch mit "Vertrauen" - ich wollte Gott gerne vertrauen, konnte es aber nicht. Da war diese "Wand"...
Was ich aber konnte: Ich konnte mich hinsetzen und das Gott sagen. Meine ersten Gebete fingen immer damit an: "Gott, wenn es dich gibt..."
- ...dann mache, dass ich glauben kann... dann mache , dass ich vertrauen kann...denn ich möchte (wenn es dich gibt
) wirklich zu dir gehören und deinen Weg gehen.Und selbst heute, nach mehr als 30 Jahre im Glauben, muss ich oft wieder zu Gott kommen und ihm gestehen, dass ich an einer bestimmten Stelle keinen Glauben, oder kein Vertrauen, oder keine Liebe... und was auch immer habe, und ihn bitten, dass er es "macht".
Was sich mittlerweile aber geändert hat, ist dies: Ich beginne meine Gebete nicht mehr mit: "Wenn es dich gibt"...

LG, geli
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Oase (41) Herr, lehre uns beten ... Lukas 11,1
von Burgen am 21.10.2017 10:51Beinahe hätte ich vergessen die Losung einzustellen, weil die Gedanken mit Himmelreich und freiem Willen
beschäftigt waren im Forum. Wirklich gut. 
Losung
Herr, wes soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich. Psalm 39,8
Jesus sprach zu der kranken Frau:
Meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Geh hin in Frieden! Lukas 8,48
Marrhäus 5, 17-24
Hesekiel 2, 1-3,3
Singen werde ich, auch wenn ich meine Blumen mitten aus Dornen pflücken muss. (Therese von Lisieux)
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Woran erkennst du, dass du bereits im Himmelreich bist?
von Burgen am 21.10.2017 10:39Interessant wäre doch auch der Gedanke, was und wie stellen wir uns vor, wenn wir die Frage bedenken:
Woran erkennst du, dass du im Himmelreich bist?!
Ich denke, jeder hat da so seine Vorstellungen, besonders, wenn wir eben christlich orientiert sind.
Der eine denkt und empfindet Harmonie als Himmelreich. Ein anderer hält inneren Frieden, Freude und gute Begegnungen
dafür, im Himmelreich zu befinden.
Petrus gar wollte drei Hütten bauen. Es muss damals ein überwältigendes Gefühl für die drei Begleiter Jesu geweswn sein,
da, auf dem Berg der Verklärung Jesu. U.a. ein emotionales nicht kontrollierbares Hochgefühl.
Kennt ihr das auch? Ich schon, allerdings von früheren Zeiten, also im Rückblick. Heute ist es nüchterner ... .
Ein bisschen kam der Gedanke - versetzt in das Reich der Himmel ...
Wenn Jesus durch den Geist in unser Herz einzieht, werden wir versetzt in den Himmel.
Allerdings kann das z.B. als Jugendlicher gewesen sein. Und dann nach einiger Zeit sind wir mit
Berufsausbildung, lernen das erwachsene Leben zu meistern, neue Freunde, usw. , verloren gehen.
Vielleicht 10 oder 15 Jahre später wird wieder an Jesus, Glaube und Bibel gedacht.
Und dann erst kehren wir zurück wie der einst verlorene Sohn.
Das Himmelreich wird belebt und wir verlieben uns in Jesus.
So öhnlich kann es doch sein, oder?
Gruss
Burgen
Re: Hat der Mensch einen freien Willlen?
von solana am 21.10.2017 10:30Der Wille des Menschen ist ja nur eine Seite - das Gewollte umsetzen ist eine ganz andere.
Der Mensch ist frei, zu wollen .... aber was nützt der freie Wille, wenn er das Gewollte nicht tun kann?
Wir unterliegen so vielen Einschränkungen und haben Grenzen, die wir nicht überwinden können, auch wenn der Wille noch so stark ist.
Wir haben nur einen begrenzten Einfluss auf unsere Umwelt und nur einen begrenzten Handlungsspielraum.
Und auch uns selbst haben wir mit unserem Willen nicht so im Griff, wie wir uns das wünschen - schon allein körperlich. Es gibt kaum jemanden, der wir wirklich so gesund lebt, wie er es gerne will (meistens scheitert der menschliche Wille da am "inneren Schweinehund") und auch in unserem Tun, unseren Gedanken und Gefühlen hat unser Wille nicht immer die Kontrolle - zB nützt es in der Regel wenig, zu sagen: "Ich will mich jetzt nicht ärgen, ich will jetzt nicht traurig sein oder wütend, ich will jetzt glücklich sein und mich wohl fühlen ....."
Und in Bezug aus das Tun des Guten, sagt Paulus ja so treffend: Röm 7,18 Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht.
Mit eiserner Dsziplin und einem starken Willen kann man weit kommen und viel erreichen .... aber irgendwann stösst man unweigerlich Grenzen .... und ich weiss auch nicht, ob so ein Leben, das von Disziplin und Willenskraft beherrscht wird, wirklich glücklich macht .... ob der starke Wille wirklich auqsreicht, sich selbst zu befehlen: "Ich will mich frei und glücklich und vollkommen zufrieden fühlen."?
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Hat der Mensch einen freien Willlen?
von Burgen am 21.10.2017 10:22Was ist denn der freie Wille?
Ist der Wille immer damit begründet, tun und lassen selbst bestimmen zu können?
Ich bezweifel das.
Warum, weil ich denke, dass wir pausenlos manipuliert werden. Jeder manipuliert und will gerne seinen
"eigenen" Willen durchsetzen.
Ein Mensch, gegründet im Wort Gottes, wird geschützt.
Die Liebe Gottes in und durch uns bewahrt uns, den Willen gegen Gott einzusetzen.
Andererseits, ein Arbeitgeber wird möglicherweise durch Anordnungen seinen Willen durchsetzen.
Und Klugheit lässt zu, den Willen des Chefs zu tun.
Was ist daran nun frei?
Weder der Wille des Chefs noch der Wille des Arbeitnehmers ist frei.
Beide sind anders den Umständen verpflichtet.
Gott allein kann unsere Gedanken und Taten durch sein Wort und Geist leiten.
Und das kann dann so aussehen, als hätten wir einen "freien", eigenen Willen.
Gruss
Burgen
Re: Sätze vervollständigen, zweiter Versuch ;-)
von Cleopatra am 21.10.2017 09:56... soetwas selbstverständlich sein sollte.
Mein Lieblingslied heißt....
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Re: Hat der Mensch einen freien Willlen?
von Cleopatra am 21.10.2017 09:55Diese Frage beschäftigt ja sehr viele Menschen.
Ich selbst würde sagen ja, der Mensch hat einen freien Willen.
Wir können uns immer für oder gegen die Sünde zB entscheiden.
Aber Gott steht trotzdem noch über uns. Und die Sünde ist eben unser Umfeld, welches gerne manipuliert.
Es gibt Beispiele in der Bibel (wie zB Bileam, schon genannt) wo wir sehen können, dass Gott trotz freien Willens sich manchmal durchsetzt.
Bei Noah zB war es auch so.
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
Re: Hat der Mensch einen freien Willlen?
von Beroeer am 21.10.2017 08:18Hallo Anette,
nur mal ganz kurz.
Nach mM gibt es in der Bibelauslegung manchmal Probleme,
wenn Begriffe "absolut" verstanden werden.
Wenn sowohl der Freie Wille, als auch das Versklavt sein absolut verstanden wird,
haben wir natürlich ein Problem.
Der freie Wille hat daher Grenzen. Z.B. dort, wo Gottes Vorsätze stehen.
So wollte Bileam das Volk Gottes verfluchen. Gott aber wollte aus dem Volk
den Erlöser kommen lassen. Also wandelte er den Fluch des Bileams wiederholt
in einen Segen owohl der das nicht wollte.
*nachträglicher Einschub Beginn*
Interessanterweise gab Bileam später dann den Rat, die Israeliten durch Unsittlichkeit
zu verführen. Hier schritt Gott nicht ein, er ließ es zu, dass Bileam diesen Rat geben konnte.
Vermutlich, weil Gott wusste, dass nicht alle der Versuchung erliegen würden.
Hier gestattete er wahrscheinlich jedem von seinem freien Willen Gebrauch zu machen:
Bileam wollte den Lohn, also ließ er sich eine List einfallen.
Manche Israeliten wollten Unsittlich handeln.
Manche andere wollten Gott treu sein.
Der Wille und Vorsatz Gottes war in diesem Fall auch nicht gefährdet,
denn der die Abstammungslinie aus der der Erlöser kommen musste,
war nicht abgeschnitten.
*nachträglicher Einschub Ende*
Der adamischen Erbsünde bin ich natürlich absolut versklavt, in dem Moment,
wenn ich geboren wurde. Nach einer kurzen "Aufwärtszeit" beginnt das Sterben
und ist unaufhaltsam. Aber ich kann mich für oder gegen Gott entscheiden,
obwohl ich ständig kämpfen muss gegen den Einfluss der Sünde, die mich
unter ihre Herrschaft zwingen will. Wie weit ich mich von diesem
versklavenden Einfluss frei machen kann hängt davon ab, wie sehr
ich die Hilfen Gottes annehme.
sonst würde ich ja nicht mehr sterben müssen.
LG
Beroeer
SMart
Gelöschter Benutzer
Re: Sätze vervollständigen, zweiter Versuch ;-)
von SMart am 21.10.2017 02:34... Körnerbrot und Kräutertee.
Ich helfe Menchen, weil ...

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