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Re: Beten - wie geht das eigentlich... - Erfahrungsaustausch
von Cleopatra am 18.01.2018 07:52Oh, das Thema Gebet ist ein sehr umfangreiches und tolles Thema.
Grob gesagt würde ich behaupten- Gebet ist Gespräch mit Gott.
Ich unterhalte mich mit Gott so wie mit Menschen. Die Anlässe sind unterschiedlich.
Wenn ich mit meinem Hund draußen spazierengehe, nenne ich ihm gerne meine ANliegen, meine Gedanken und lobe ihn für die schöne Schöpfung.
Vorgestern War ich mit meinem Bruder unterwegs zu einer Schwester. Nach zwei Stunden Fahrt (kurz vor Ankunft) blieben wir stehen. Das Auto war kaputt und durfte nicht mehr gefahren werden.
Wir brachten es zur Werkstadt und mussten die letzten Kilometer abgeholt werden.
Der Nachmittag war schön, aber die andere Schwester musste uns nun wieder abholen, damit wi nach Hause konnten.
In der Nacht dann, nach ca einer Stunde Fahrt wollte das Abholauto auch den Geist aufgeben. Es zog einfach nicht.
Auch, wenn die Schwester Vollgas gab, wurde das Auto nicht schneller.
Hier haben wir dannn schnell zu dritt im Auto gebetet, dass wir gut zuHause ankommen.
Danach fuhr das Auto wieder normal. Einmal wollte es noch zicken, aber wir sind gut zuHause angekommen.
Es gibt diese "Stoßgebete", es gibt aber auch die längeren Gebete.
Wichtig finde ich, dass wir nicht nur für uns bitten, sondern auch danken und eben an andere denken.
Lg Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder
pausenclown
Gelöschter Benutzer
Re: Beten - wie geht das eigentlich... - Erfahrungsaustausch
von pausenclown am 18.01.2018 07:10Hallo Smart.
Die von dir zitierten Paulus, David usw. Waren sie nicht im ihrem Glauben aktiv, sind Sie deshalb nicht in gefährliche Situationen gekommen wo sie nur beten konnten?
War ihre Vollmacht nicht eine Antwort Gottes auf ihren Einsatz ?
Pausenclown
Re: Beten - wie geht das eigentlich... - Erfahrungsaustausch
von Pal am 18.01.2018 06:53Kleiner und demütiger zu werden ist sicher das Allerbeste, denn meine Antwort habe ich auch noch nicht...
siehe zB=>
Meine charismatischen Fehler
SMart
Gelöschter Benutzer
Re: Beten - wie geht das eigentlich... - Erfahrungsaustausch
von SMart am 18.01.2018 02:34Genau dahin will ich kommen, liebe Burgen, damit Gebet eben nicht nur eine Plauderstunde wird, sondern wirksam, vollmächtig. Dass Zeichen geschehen, die die Welt und wir Christen selbst nicht leugnen oder erklären können.
Gebetsbücher gibt es ja viele, die erklären, was Gebet ist, wie man betet, sogar wie man atmen muss, damit man gewissermaßen in die geistliche Dimension kommt. Allerdings verrenken sich so viele Christen dabei, dass das gewünschte Ergebnis, die ersehnte Antwort von Gott doch ausbleibt. Dass es so viel Erklärung bedarf, zeigt ja im Grunde, wie weit wir vom Wesen des Gebetes entfernt sind, wie wenig fruchtbar eben unser Christsein ist.
Doch wie empfängt man diese Heilungssalbung, diese Vollmacht? Wie gelangen wir dahin, dass Beten ohne K(r)ampf und Übungen so normal und trotzdem vollmächtig wird, wie es Jesus, Paulus, David, Eli etc. vormachten?
In der Bibel steht ja, dass wenn wir glauben, empfangen werden, oder der Glaube in der Größe eines Senfkorns genügen würde, um einen Berg zu heben.
Mich würde schon interessieren, warum wir noch so weit davon entfernt sind, obwohl wir so viel Lehre darüber haben?
Ich habe die Lösung für mich noch nicht gefunden, werde aber in der Frage immer kleiner und demütiger vor Gott, weil ich sehe, wie viel höher ER ist als unsre Vernunft. Und eben diese Lehre spricht halt doch nur die Vernunft an, von der wir wieder so viel haben, dass sie das einfache Gebet behindert.
Re: Oase (42) Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer - Sacharja 9,9
von solana am 17.01.2018 23:13Hallo liebe Burgen und ihr anderen Oasis
Dieses Bild möchte ich gerne mit euch teilen; es war so richtig passend zum frühlingshaften Wetter heute.
Vormittags noch heftiger Wind und dann kam immer mehr die Sonne raus und es blieb ganz trocken.
Als ich das Bild aufgenommen habe, war die Sonne schon fast untergangen, aber trotzdem kam es mir gar nicht wie Mitte Januar vor - dem Schwanenpärchen wohl auch nicht
.
Den ganzen Nachmittag konnte ich sehr angenehm im Garten arbeiten und das Wetter geniessen .... die nächsten Tage sollen wieder recht feucht werden, aber es bleibt schön mild.
Ich wünsche euch allen eine erholsame Nacht.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Beten - wie geht das eigentlich... - Erfahrungsaustausch
von Burgen am 17.01.2018 23:07Hallöchen,
seit mir die Bezeihung zu Gott und Jesus wichtig wurde, wurden mir auch etliche Bücher und Lieder bezüglich Gebet wichtig.
Und ganz besonders zu schätzen lernte ich die Psalmen und etliche Gebete in den Paulusbriefen.
Auch überhaupt in der Schrift. Diese Gebete, auch als Lieder im Lobgesang oder den Psalmen sind nicht einfach so
aus den Gedanken hervor gekramt. Sie haben Bezug zu bestimmþen Ereignissen der Personen,
die uns beispielhaft vor Augen geführt sind.
Und zZt höre ich auf youtube den Bibellehrer aus Colorado Springs.
Das lehrt mich ein völliges Umdenken bezüglich Gebet.
Er hat erlebt, dass blinde Augen aufgetan werden, dass fehlende Glieder oder Organteile nachgebildet werden,
das Tote wieder lebendig werden - sein Sohn und auch seine Frau waren tot und leben wieder.
Er spricht in einer Größenordnung von erlebten Tausenden.
Seine Studenten lernen genauso zu beten.
Aber auch alleinige Menschen, die seiner Gemeinde zugehörig sind.
Es gibt etliche Heilungsvideozeugnisse von seinem Dienst.
Und Jesus selbst sagt, dass wir noch mehr als er damals, tun können.
Der Feigenbaum mit seinem verdorrten Wurzelwerk steht zB für veränderte Zellen, die manchmal sogar während des
Betens unter dem Mikroskop absterben - verdorren.
Ein Mann erlebte dies bei seinem bösartigen Tumor innerhalb 2 Jahren, indem der unoperable Tumor ständig
kleiner wurde, bis der Rest einfach abfiel.
Naja.
Gruss
Burgen
Re: Beten - wie geht das eigentlich... - Erfahrungsaustausch
von solana am 17.01.2018 22:59Eine Stelle ist mir besonders wichtig geworden, und zwar: "Betet ohne Unterlass" (1. Thess. 5, 17).
Hallo Birgit
Ja, diese Stelle hat mich auch zum Nachdenken gebracht über das Gebet.
Dieser kurze Vers steht ja zusammen mit anderen Aufforderungen in 1 Satz:
1Thess 5,16 Seid allezeit fröhlich,
17 betet ohne Unterlass,
18 seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.
Ich denke, dass hier eine Lenenseinstellung beschrieben wird, wie sie sich äussert, dh wenn man sein ganzes Leben als einen Dialog mit Gott versteht.
Das, was man erlebt, ist dann nicht mehr etwas, das einem "passiert" - sondern man erkennt dahinter die Hand des liebenden Gottes, der alles zum Besten gefügt hat. Aus dieser Hand empfängt man dankbar und freut sich daran, fühlt sich beschenkt und das macht fröhlich, voll Mut und Zuversicht.
Selbst wenn etwas nicht so läuft, wie man es sich vorgestellt hat, wird das im Zwiegespräch mit Gott besprochen, ihm übergeben, von ihm Kraft, und Führung erbeten und erwatet.
Phil 4,6 Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!
Alles, was wir tun, tun wir "Gott zugewandt" nicht, um Menschen zu gefallen oder weil es von uns so erwartet wird und wir es als unsere Pflicht ansehen oa:
Kol 3,17 Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.
Auch dann, wenn wir unsere Alltagspflichten erledigen müssen und keine Wahl haben ..... trotzdem können wir das, was wir tun, für Gott tun, in der "Interaktion" mit ihm und im "Gespräch" mit ihm.
Das konnten sogar die Sklaven zur Zeit des NT, die ja gar keine Selbstbestimmung über ihr Tun hatten und nur Befehlen gehorchen mussten.
Ihnen schreibt Paulus im Kolosserbrief:
Kol 3, 23 Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen,
So stelle ich mir das "Beten ohne Unterlass" vor.
Nicht ständig Gebete vor sich hin murmeln, auch nicht explizit dauernd etwas ausformulieren, das man Gott sagen möchte.
Sondern sich in allem auf ihn beziehen, alles aus seiner Hand empfangen, von ihm erbitten, Sorgen, Ängste, Schwäche, Unvermögen usw in seine Hand legen und loslassen (wenn es sein muss immer wieder neu loslassen, weil gerade die Sorgen so schnell durchs Hintertürchen wieder da sind
), wenn man sich ungerecht behandelt oder verletzt fühlt "es Gott anheim stellen" und wenn man merkt, dass es einem schwer fällt, die richtige Einstellung zu bestinnten Dingen oder Menschen zu haben, dann Gott darum bitten, dass er sie schenkt (und ihm den Zugang zum Herzen und zum Wollen öffnen
, damit er das Wollen und Vollbringen dort wirken kann Phil 2,13 Denn Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.)Dabei ist uns der Heilige Geist eine grosse Hilfe:
Röm 8,26 Desgleichen hilft auch der Geist unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich's gebührt, sondern der Geist selbst tritt für uns ein mit unaussprechlichem Seufzen.
27 Der aber die Herzen erforscht, der weiß, worauf der Sinn des Geistes gerichtet ist; denn er tritt für die Heiligen ein, wie Gott es will.
Wenn wir ihn lassen und ihm in uns Raum geben, dann führt uns der Heilige Geist genau in diese Interaktion und dieses ständige Zwiegespräch mit Gott.
Und diese Lebenseinstellung bringt Freude und Zuversicht und tiefen Frieden in allen Dingen.
Daneben gibt es natürlich noch das ausformulierte Gebet, auch "dazwischen", dh in der Interaktion oder mitten im stummen Zwiegespräch, einfach weil das Bedürfnis danach da ist. Oder auch zu besonderen Momenten des Tages oder bestimmten Anlassen. Beides kann auch vermischt sein oder ineinander übergehen.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Re: Beten - wie geht das eigentlich... - Erfahrungsaustausch
von jovetodimama am 17.01.2018 21:29Lieber Thomas, liebe Alle,
ich glaube, wir finden alles, was wir zum Thema Gebet wissen müssen, in der Bibel. Aber es ist nicht leicht, die über die ganze Bibel verteilten Stellen zu finden und treffend zu interpretieren.
Eine Stelle ist mir besonders wichtig geworden, und zwar: "Betet ohne Unterlass" (1. Thess. 5, 17). Ich habe das lange so verstanden, dass man, so gut dies möglich ist, buchstäblich ohne Unterlass beten soll. Heute denke ich, dass diese Stelle vor allem meint, dass man nicht wechselhaft betet, also etwa heute für schönes Wetter in der nächsten Woche und morgen doch eher für Regenwetter, und dass man nicht das eine betet (z.B. hilf mir, in Frieden mit meinem Bruder zu leben), und das andere tut (z.B. eine halbe Stunde später den Brude anschreit, obwohl man in der Lage gewesen wäre, darauf zu verzichten).
Außerdem ist mir im Laufe der Zeit das Vaterunser besonders wichtig geworden, in zwei Aspekten:
1) "Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.": Wir brauchen eigentlich gar nicht um Vergebung unserer Sünden bitten, wenn wir nicht zuvor selbst denjenigen, die uns beleidigt haben, vergeben haben. Das ist manchmal, wenn wir sehr verletzt sind, ausgesprochen schwierig. Aber ich denke, die bewusste Entscheidung, dem anderen vergeben zu wollen, im Gebet vor Gott gebracht, genügt. Er wird das Gelingen dazu schenken. Das glaube ich und erlebe es immer wieder, dass Gott mir meinen Groll förmlich aus dem Herzen nimmt und es gleich darauf mit Seiner Liebe anfüllt. - Ich habe es mir also angewöhnt, zuerst zu prüfen, ob ich Bitterkeit oder Groll in mir habe und dementsprechend den Entschluss zur Vergebung fassen und vor Gott bringen muss, und erst, wenn ich dies getan habe, Gott um Vergebung für mich zu bitten.
2) "Dein Wille geschehe.": Gott möchte offenbar nicht einfach tun, was Er will, sondern Er möchte erst dann, wenn wir Ihn darum gebeten haben, tun, was Er will. Warum, weiß ich nicht, aber so verstehe ich die ausdrückliche Aufforderung, zu beten "Dein Wille geschehe". Ich gehe davon aus, dass Gott viel besser als wir weiß, was vor sich geht, vor allem in der unsichtbaren Welt, und auch, was das Beste für uns Menschen ist, sowohl im allgemeinen Ganzen als auch und im konkreten Einzelfall. Darum bete ich höchst selten um bestimmte Dinge, aber sehr oft sinngemäß "Dein Wille geschehe".
Eine interessante Kontroverse ist die der Anrede im Gebet. Von einem katholischen Christen, der die Gottesdienste in unserere evangelischen Gemeinde häufig besucht, aber auch die anderer Konfessionen sowie die Versammlungen der Zeugen Jehovas, habe ich gehört, die Zeugen Jehovas würden es z.B. ablehnen, zu Jesus zu beten. In den Liedern des Evangelischen Gesangbuches finde ich jedoch Liedtexte, die als gesungene Gebete verstanden werden können, mit allen drei Anreden: an Gott, den Vater; an Jesus; an den Heiligen Geist.
Ich selbst habe schon ganz tolle Gebetserhörungen erlebt nach Gebeten, die ich spontan an Jesus gerichtet hatte.
Neben dem Beten alleine ist, denke ich, auch das gemeinsame Beten von Bedeutung. Denn:
"Wenn zwei unter euch einig werden auf Erden, worum sie bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel." (Mt. 18, 19) Auf dem gemeinsamen Beten in Einigkeit liegt also noch einmal eine besondere Verheißung, neben "Bittet, so wird euch gegeben." (Mt. 7, 7) Beeindruckend finde ich in diesem Zusammenhang auch "Diese alle hielten einmütig fest am Gebet" (Apg. 1, 14), vor allem wenn man dann liest, was an Pfingsten und kurz darauf (Apg. 2, 41-43) geschah. "Sie waren täglich einmütig beieinander" heißt es dann auch noch einmal in Apg. 2, 46, und in Apg. 4, 24 wieder ("Als sie das hörten, erhoben sie ihre Stimme einmütig zu Gott"). Das einmütige, gemeinsame Beten scheint also etwas Wichtiges zu sein, was durch ein besonders eifriges Beten alleine nicht ersetzt werden kann.
Das Beten für die Obrigkeit wiederum ist ein Kapitel für sich. Aus dem Alten Testament können wir lernen, dass Gott eine üble Regierung oder eine fürs Volk unangenehme Politik schon einmal als Gericht über das Volk kommen lässt, weil es sich als Ganzes weit von Gottes Geboten abgewandt hat. In einer solchen Situation für die Obrigkeit um Weisheit zu bitten, ist gut gemeint, aber eine fruchtlose Mühe, wenn das Volk sich nicht zuvor wieder auf den Weg begeben hat, Gottes Geboten zu gehorchen.
Wenn wir heute eine Politik erleben, die uns beängstigend erscheinen kann, dann müssen wir gleichzeitig sehen, dass die Rechtsprechung sich heute eher an einer allgemeinen Ethik, dem Zeitgeist entsprechend, und nicht mehr an den Geboten des Gottes der Bibel orientiert (Bsp.: Legalisierung der Abtreibung, Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe, Straflosigkeit für Ehebruch u.v.m.). Das wurde mir kürzlich insbesondere deutlich, als ein youtuber beklagte, dass Feste wie noch vor ein paar Jahren heute wegen der starken Einwanderung nicht mehr möglich seien, und dabei Bilder von früher zeigte, die mich an Sodom und Gomorra erinnerten.
Natürlich dürfen und sollen wir wohl trotzdem für die Politik und die Verantwortlichen in der Politik beten. Jedoch wird dies, so wie das Gebet um Vergebung erst sinnvoll ist, wenn wir selbst vergeben haben, dann erst zu einem fruchtbaren Beten, wenn wir im Bewusstsein dieser Zusammenhänge auch um Vergebung für unser Volk gebeten haben und zumindest selbst in unserem eigenen Leben dort eine klare Linie fahren, wo wir allgemein gesellschaftliche Versäumnisse im Gehorsam gegenüber den Geboten Gottes sehen.
Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. (Joh. 13,34)
pausenclown
Gelöschter Benutzer
Re: Beten - wie geht das eigentlich... - Erfahrungsaustausch
von pausenclown am 17.01.2018 20:22Hallo Thomas,
Ist dir nicht bewusst wofür oder was der FeigenBaum in der Bibel steht ?
nennmichdu
Gelöschter Benutzer
Re: Beten - wie geht das eigentlich... - Erfahrungsaustausch
von nennmichdu am 17.01.2018 19:59Hallo ihr Lieben,
vielen Dank für alle bisherigen Gedanken und Erfahrungen von euch, die jetzt schon viel Stoff zur Diskussion bieten.
Ein wichtiger schöner Gedanke war, am Beispiel vom verdorrten Feigenbaum, das Jesus uns hier die Vollmacht eines Gebetes vor Augen führt. Das Gott nicht angebettelt werden muss. Das es "lediglich" eines nicht zweifelnden Glaubens bedarf, worauf dessen Gott dann handeln will.
Wobei wir hier die Frage diskutieren könnten, ob solch ein Gebet denn irgendwo schon dem Willen Gottes entsprechen muss (was im Falle eines Gebetes um Heilung hier dann nahe liegender wäre, als einfach einen Feigenbauch verdorren zu lassen, nur weil er gerade (vielleicht noch im Winter) keine essbaren Früchte bietet...
Jesus versucht hier, denke ich, vielmehr deutlich zu machen, das egal was es auch sei, wir von Gott erbitten dürfen --- wenn wir nur Glauben dafür haben.
Das könnte dann so "ausarten", das ich nur noch für ein schönes Haus, eine Jacht und andere persönliche Dinge bete - und irgendwie hätte ich damit dann Schwierigkeiten, sollen wir uns doch nicht Schätze auf der Erde sammeln - nicht nach irdischem Reichtum trachten.
Der Gedanke, das in der unsichtbaren Welt erst die Voraussetzungen für eine Gebetserhörung geschaffen werden (am Beispiel aus dem Buch Daniel wo von Kämpfen in der Engelwelt gesprochen wird), wäre für mich ein Zeichen dafür, das für manches, was wir erbitten, erst eine bestimmte Zeit in der Zukunft vorgesehen ist. Damit wir lernen geduldig auf eine Gebetserfüllung warten zu können.
Beten als eine Verbindung mit Gott zu bezeichnen ist sicherlich auch richtig. Wobei die Bibel unsere Beziehung zu Gott hier noch differenziert. Es neben dem Beten - gleich Bitten - auch das Danken - das Zurückgeben ... oder weitergeben dessen was man von Gott empfängt - gibt. Sowie die Anbetung oder den Lobpreis, wo man sich einfach über Gott im Ausdruck von Lieder/Worten/Taten freut.
Jesus spricht in Johannes zu der Frau am Jakobsbrunnen, über die Frage, wo Gott denn anzutreffen ist und wo man ihn begegnen kann (das war im AT den oft nur den Priestern im Tempel/Stiftshütte bei Mose möglich).
4,23 Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden; denn der Vater sucht solche Anbeter.
Und als der Vorhang im Tempel mit Jesu Tod am Kreuz zerriss, war dies ein Zeichen das der Zugang zu Gott nur für alle Menschen frei war. Es bedarf keines Priesters oder Mittlers mehr um in die Gegenwart Gottes zu kommen.
Wobei ich dann auch interessant finde, das wir nicht viel Worte machen brauchen, da Gott sowieso schon alles von uns kennt. Manchmal beobachte ich in Gebetsversammlungen, wo Gott erst ausgiebig informiert wird. "Herr - du weißt ja, das es sich hier so und so und im Detail dann so und so .....und nun mache doch bitte folgendes...., wenns du es denn auch willst so......" -- Ich überlass es dann mal dir.... was aus dieser Sache wird ---obs dich überhaupt interessiert.... mal überspitzt....
Beim Fürbitte Gebet fällt mir immer Hiob ein. Der sollte für seine drei Freude bitten, das Gott ihnen nichts schimpfliches antue. Also dafür bitten, das Gott ihnen ihr "für Hiob nicht hilfreiches" Reden vergeben möge (sie haben nicht Wahres über Gott geredet, meinten, das nur sündiges Verhalten mit Krankheit und Leid von Gott abgestraft wird und Hiob selbst schuld an seinem Leid hätte - da einem Gerechten --und Hiob wurde von Gott als Gerecht angesehen - es am Ende gut gehen müsste).
Und wenn nun in den Gemeinden für die Obrigkeit gebetet wird, sieht das meistens so aus (aus meinen Erfahrungen), das Gott den Politikern doch Weisheit schenken möge, die Geschicke eines Landes recht zu leiten.
Für mich fehlt hier noch die Komponente, das Gott ihnen vor allem doch ihre Verfehlungen nicht nachtragen möge - damit er ihnen nichts schimpfliches antue, worunter wir dann mitzuleiden hätten (Paulus schreibt diesbezüglich, "auf das wir ein stilles -friedliches -frommes Leben führen können"
1. Tim. 2
1 So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen darbringe für alle Menschen,
2 für Könige und alle, die in hoher Stellung sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Gottesfurcht und Ehrbarkeit;
Manche beten für den Weltfrieden, oder das Gott alles Unheil aus der Welt nimmt. Das finde ich zwar gut gemeint, aber in Angesicht dessen, was Jesus seinen Jüngern in den Endzeitreden vorhersagt, sind Krieg und Naturkatastrophen dann teils auch ein Zeichen von Gottes (Zorn)Gerichten, die über die Erde ergehen - und die so kommen müssen.
Unsere Aufgabe ist vor allem im Gebet darum zu ringen, das sein Reich Gestalt animmt. Das sein Wort (das Evangelium) Raum gewinnt, auf das alle, die Gott erretten möchte, dann auch errettet werden. Gott möchte/wird dies durch seine Kinder dann erreichen.
Der Vorstellung, die hier geäußert wurde, das wenn wir intensiver mit Gott verbunden wären, wenn wir nicht ausschließlich nur etwas erbitten, sondern vielmehr noch Loben und das möglichst häufig, auf das unsere Gebete dann auch eher - oder intensiver - beantwortet werden können, mag ich so noch nicht ganz folgen.
Auch wenn ich solche Gechichte gehört habe von Missionaren, die für jedes Vorhaben dann auch eine dementsprechend intensive Gebetsvorbereitung für wichtig erachten, zweifel ich daran, das es auf eine bestimmte Intensivität und Länge bei Gebeten ankommt -- gerade wenn Jesus uns großen Glauben - von Elia - vor Augen führt, wo ein einfaches Wort ausreichte, um es 3,5 Jahre lang nicht regnen zu lassen.
Ich denke viellmehr das, was das Gebet anbelangt, hier einfach eine fortwährende Haltung - in der Erwartung und Abhängigkeit im Blick auf Gott - was er denn dann alles tun möge - ist. Das wir -- wenn vom andauernden Gebet gesprochen wird - hier in der Erwartung, das Gott handelt - handeln wird, nicht nachlassen. Um zu vermeiden, das wir wieder auf uns schauen und versuchen aus eigener Kraft etwas zu tun. Nicht mehr in Abhängigkeit von ihm leben.
vielleicht soweit erstmal,
liebe Grüße,
Thomas


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