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Cleopatra
Administrator

40, Weiblich

  Urgestein

Forenleitung

Beiträge: 5510

Re: Wie haltet Ihr es mit der Fastenzeit?

von Cleopatra am 10.02.2018 08:45

Ja, das ist wirklich eine gute Idee, die Bibelverse zusammenzutragen.

Das werde ich sehr gerne später übernehmen.

Gundsätzlich- über die Länge der Fastenzeit gibt es kein Angabe. Denn damals wurde unterschiedlich lange gefastet.

Diese Fastenzeit bis Ostern wurde bestimmt (meine Vermutung, ich kann mich auch irren) ursprünglich gemacht, damit man sich auf die schlimme Osternzeit einstellt. Könnte ich mir jedenfalls vorstellen.

Aber in der Bibel finde ich darauf keine Hinweise auch nicht,dass die ersten Christen das gemacht haben.

Ich finde in der Bibel auch kein Fasten, in dem nur auf bestimmte Nahrungsmittel oder sogar Gegenstände verzichtet wird. Immer nur ein komplettes Fasten (kein Essen).

Aber gerne bringe ich später noch einige Bibelstellen dazu.

Lg Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Re: Abendmahl

von nennmichdu am 10.02.2018 05:43

Hallo Solana,


ich wollte gerade nocheinmal Bezug nehmen auf meinen letzten Beitrag an Dich, weil ich mir - in Gedanken darüber - klar wurde, was für eine Wirkung er auf dich nur entfalten konnte.

Und jetzt lese ich deinen letzten Beitrag, der mir dies dann auch bestätigt.


Deswegen wollte und werde ich nun meine Gedanken in einfachen Worten zusammenfassen, denn es sollte nicht der Eindruck hängen bleiben, "ihr - du - bist ja intellektuell und vom Wissenstand und der Bildung was geschichtliche Hintergründe anbelangt, in der Lage, mich zu verstehen - also höre ich ganz auf mit dir zu reden".

Ein anderer Forummoderator hat mir in einer privaten Nachricht hier schon einmal den freundschaftlich gemeinten Rat gegeben, doch in einem Forum zu schreiben, wo ein tieferes theologisches Verständnis und Wissen vorherrscht. Gleichzeitig hat dieser Forenmoderator dann auch ihren Eindruck mir nahe gebracht, ich würde von oben herab reden. Nicht auf Augenhöhe die Sprache des anderen treffen.

Und da gebe ich - ihr in diesem Falle - bezüglich ihrer letzten Beobachtung nicht auf Augenhöhe zu argumentieren - ausnahmslos recht. Zumindest was viele Gespräche hier in der der Vergangenheit betraf.

Einige Wochen später jedoch schrieb diese Forenmoderatorin auch, das sie erkennt, das ich mich hier bemüht habe und sichtbar geworden ist, stärker auf den jeweiligen Gesprächspartner eingegangen zu sein.

Wenn du also schreibst:


Wir sind hier wohl auch der falsche Adressat für deine Reformbestrebungen.


Darf ich dir darauf antworten, auch wenn diese deine Aussage mir ein wenig spöttisch anmuten muss -- und das werfe ich dir auch nicht vor --- das ihr - und auch du -- auf gar keinen Fall der falsche Ansprechpartner seit.

Wo kämen wir als Gemeinde und als Geschwister im Herrn auch hin, wenn wesentliche Wahrheiten des Evangeliums nur von hochgebildeten Theologen zu verstehen wären.


Insofern ist deine nächste Fragestellung an mich natürlich nur zu interessant:


Hast du schon mal mit Verantwortlichen aus den Kirchenleitungen gesprochen? Wenn du dort jemanden überzeugen kannst, dann kannst du etwas bewirken.


Würde auf höchster Ebene dann bedeuten, sprich einfach mal mit dem Papst selber - vielleicht kann er deine Reformabsichten in die Tat umsetzten...




Hier im Forum bleibt das ja sowieso alles nur eine theoretische Überlegung.


Diese Übertreibung und Verzehrung wäre jetzt nicht nötig gewesen, Solana. Alles was irgendwann und egal wo gesagt oder geschrieben wird und gehört und gelesen wird - egal von wem, hat eine Wirkung. Entweder mehr oder weniger. Entweder das ich mich darüber entrüstet. Oder ob es mich vielleicht gar nicht berührt - an mir vorrüber geht. Oder ob ich es aufgreife.

Hier können wir schön das Gleichnis vom vierfältigen Fall des Wortes Gottes heranziehen. Wenn ich jetzt bezüglich meiner Worte hier mal unterstellen möchte, das sie aus Gottes Geist heraus gesprochen und inspiriert sind. 

Da fällt auch einiges auf den Weg und gerät in Vergessenheit. Wird weggenommen vom Teufel. Anderes fällt auf Felsen. Findet kurzen Anklang und kurze Begeisterung bei Menschen, ist dann aber auch genau so schnell wieder in Bedeutungslosigkeit versunken, weil es bei den betreffenden Menschen nur oberflächliche Frucht bringt. Anderes fällt in Situationen von Menschen, die in ihren Sorgen und Problemen es derzeit nicht fassen können, und wo es erstickt und  untergeht. Wieder anderes fällt dann auf fruchtbaren Boden eines Herzens, was es aufnimmt, bewahrt und bewegt im Herzen - auf das es Frucht bringen kann.

Dieses Gleichnis gibt uns also nicht allein Hinweise über das Wort Gottes. Es zeigt uns allgemein auf, wo und wann jemand empfänglich oder unempfänglich für das Reden des anderen ist.

Um zum Thema Abendmahl zurück zu kommen. Und auch auf deine Fragestellungen und Empfehlungen einzugehen.

Als ich im April/Mai 1989 erstmalig vom Worte Gottes durch einen Bibelvers aus einem kleinen neuen Testament, was mal an Schulen von den Gideons verteilt wurde, angesprochen wurde, so dass es mir ins Herz ging, den Wunsch erweckte und die Erkenntnis brachte - ja Jesus Christus ist der Herr und Gott selbst möchte mich durch seine Augen leiten und mir den Weg zeigen den ich gehen soll. Begann ein langer Weg für mich, wo ich im Rückblick immer tiefer und fester mich von Gott gehalten und geführt erfahren durfte.

Mein Vater - katholisch aufgewachsen - meinte mal zu mir, Thomas - mit deinen Ansichten hätten sie dich im Mittelalter verbrannt. An meiner Mutter - evangelisch ... ich bin in der evangelischen Kirche getauft und konformiert worden -- hatte sich immer als schon gläubig gesehen. Ohne das ich jetzt jedoch sagen könnte, die Bibel oder das Wort Gottes hätte ein Interesse oder ein Verständnis bei ihr gefunden. Nun gut - ich kann sowieso letztendlich keinen beurteilen, was er nun und warum glaubt oder nicht glaubt.

Langer Rede - kurzer Sinn. Ich bin mittlerweile 2x aus der evangelischen Kirche wieder ausgetreten, nachdem ich vorrübergehend - aus Enttäuschung über das Treiben einer ev. Freikirche wieder eingetreten bin, weil ich dann zur Mitarbeiterschaft in einer evangelischen Landeskirche kam , wo ich dann aber dort auch wieder ausgetreten bin, nachdem ein Pastor vom anderen "weggemoppt wurde", der dann am Ende "nur" noch Krankenhausseelsorger war - wo er dann übrigens dazu beitrug - wie ich später erfuhr - einer älteren Dame, bei der ich lange Jahre zuvor einen Besuchsdienst hatte - das Evangelium aufschloss. Was sie mir dann eines Tages erzählte - Du Thomas...du hast mir doch immer soviel von Gott erzählt -.... mich bekehren wollen... Jetzt habe ich es (dort gehört ..von diesem Pastor...) und verstanden... Sagte sie mir Freudestrahlend. Und sie hatte mir auch erzählt, das schon ihre Mutter immer für sie gebetet hatte als sie noch jung war. 

Nun gut, meine anfänglichen Versuche die Welt um mich herum zu überzeugen und bekehren gingen halt oft und meist erstmal ins Leere. Aber der Samen, den wir so vielfältigen zu streuen aufgefordert sind:

Prediger 11

1 Wirf dein Brot hin auf die Wasserfläche! - denn du wirst es nach vielen Tagen wieder finden!
2 Gib Anteil sieben anderen, ja, sogar acht, denn du weißt nicht, was für Unglück sich auf der Erde ereignen wird!

auch unter Tränen gestreut, kann oft dann erst sehr viel später mit Freuden als wirksam geworden zurück verfolgt werden.

Und hier habe ich es jetzt sogar unbeabsichtigter Weise geschafft zum Thema zurück zu kommen. Dein Brot....

Wir sind beim Abendmahl und wie wir es nun verstehen können.

Erinnere ich mich beim Brechen des Brotes - des Wortes Gottes an etwas?  Kann einem Stück Brot und einem Schluck Wein ein symbolische Bedeutung von Jesus zugesprochen worden sein, oder geht es vielleicht doch um noch etwas gänzlich anderes hier.

Ich will es jetzt - meine Frühschicht fängt gleich an - für heute mal so dahin gestellt lassen.


Gruss
Thomas

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pray

63, Weiblich

  tragende Säule

Beiträge: 1015

Re: Glaube leben in der Arbeit

von pray am 09.02.2018 21:08

Liebe Jovetodimam.

ich finde das gut, was du über den Sämann und den Boden schriebst. Ja genau! ...hast Recht, wir sollen nur säen - und nicht den Boden prüfen, sonst stünde es ja da in der Bibel. Ich empfinde es jedenfalls auch als gut, wenn wir die Tätigkeit des Sämanns treu ausüben, auch wenn es manchmal schwer fallen sollte. Ich hätte Angst, dass ich sonst irgendwie mal im Dienst einrosten und unbeweglich und mich in den geistigen Schaukelstuhl ohne Retterliebe und somit ohne Liebe zu den Menschen setzen würde.

Ich glaube auch nicht, dass die Aufforderung, die Frohe Botschaft weiterzusagen, nur an die Jünger gerichtet war oder an Timotheus oder wer sonst noch aufgefordert wurde. Wenn das so  w ä r e, dass wäre ja die ganze Schrift nur für diese Personen und gar nicht für uns. Sie predigten Christus als gekreuzigt und Er ist auferstanden! - warum sollten wir das nicht mehr weitersagen?

Ausnahme vielleicht, wie bereits gesagt-  bei den Spöttern oder die, die sich schon längst von uns weggewandt haben (Gleichnis Säue und Hunde)

SMart schrieb: Selbst als Christ ist das ziemlich nervig, wenn ständig einer der frischen Frommen oder frommen Frischlinge kommt, und uns bekehren möchte, weil er nicht sieht, dass wir schon bekehrt sind. Muss man das haben? Nein, ich nicht!

Lieber SMart, vielleicht bist weniger ein emotionaler und spontaner Typus Christ, sondern machst dir deine Gedanken mehr auf sachlicher Ebene. Aber oben den Satz hätte ich dir dennoch nicht zugetraut. Ich finde, das klingt etwas überheblich und nicht so freundlich. Meistens ist es so, dass wer frisch bekehrt ist, der ist so begeistert, dass Er allen Menschen von Jesus erzählen will. Übersprudelnd...

Wie schön, wenn den Frischlingen dann etwas Ermutigendes und Auferbauendes gesagt wird. Vor einiger Zeit habe ich hier am Bahnhof einen großen Stand mit Verteilschriften und ganz aktiven Christen gesehen, die auch hinter ihrem Stand hervorkamen und Leute ansprachen. Also begegneten wir uns so. Und ein Mann wollte mir dann auch vom Heilsweg sagen und ich hab das total genossen, dass da auch einer für den Herrn Jesus kämpft...ich hätte ihm stundenlang zuhören gewollt, wie  e r  denn die Botschaft weitergibt, aber weil so viele andere Leute noch rumstanden, hab ich dann relativ schnell gesagt, dass ich schon Christ bin, worauf er Gott mit einem großen Halleluja dankte.
Ich finde, die Ernte ist groß, aber der Arbeiter wenige.

Und diesen Vers mag ich auch sehr:
Ja, ich habe deine Stirn so hart wie einen Diamanten gemacht, der härter ist als ein Kieselstein. Darum fürchte dich nicht, entsetze dich auch nicht vor ihnen; denn sie sind ein Haus des Widerspruchs. (Hes 3,9)
Solche Stirnen, in denen sich kein bösartiger Widerspruch einnisten kann, verteilt Gott auch heute noch.

Meine Christenfreundin sagt manchmal, wenn man auf viel verhärteten Widerspruch stößt und NIX angenommen wird: "Ja, aber derjenige hat nun alles gehört und hat mal vor Gott keine Entschuldigung mehr!" Ich möchte zwar kein Überbringer der "letzten ungenutzten Chance" sein, aber frage mich manchmal, ob das dann tatsächlich auch Gottes Absicht so ist - jemand nochmal  g a n z  klar die Heilsbotschaft hören zu lassen, bevor er dann sagt: DU hast nicht gewollt! ? Was meint ihr?


Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.02.2018 21:23.

pray

63, Weiblich

  tragende Säule

Beiträge: 1015

Re: Wie haltet Ihr es mit der Fastenzeit?

von pray am 09.02.2018 20:28

Ich habe noch nie gefastet. Ich würde mich freuen, wenn ihr hier die Bibelstellen schreibt, die uns etwas über die Dauer von Fasten sagen. Ich kann nirgends eine Fastenzeit in der Bibel finden, die ab Aschermittwoch gehen soll und dann über mehrere Wochen.

Wie versteht ihr Lk 5, 33-35? :

Sie aber sprachen zu ihm: Die Jünger des Johannes fasten oft und beten viel, ebenso die Jünger der Pharisäer; aber deine Jünger essen und trinken.
Jesus sprach aber zu ihnen: Könnt ihr denn die Hochzeitsgäste fasten lassen, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es wird aber die Zeit kommen, dass der Bräutigam von ihnen genommen ist; dann werden sie fasten, in jenen Tagen.

Ist damit gemeint, dass die Jünger dann (vielleicht aus Traurigkeit??) fasten,  w e n n Jesus nicht mehr leiblich bei ihnen sein würde?

Oder ist damit gemeint, dass manche Christen daraus die Tradiotion entwickelt haben, zumindest am Karfreitag auf Fleisch zu verzichten?

Oder ist mit dem Fasten gemeint, dass die Jünger auf JESUS verzichten müssen, auf seine Anwesenheit...DIESES Fasten als VERZICHT auf ihn und nicht das Essen gemeint ist?


Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.02.2018 20:30.

solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Abendmahl

von solana am 09.02.2018 20:21

Nennmichdu schrieb:

Darum lass uns fürs erste hier diese Diskussion - zumindest unter uns zweien - Solana - beenden.

Guter Vorschlag, Thomas!
Wir sind hier wohl auch der falsche Adressat für deine Reformbestrebungen.

allenfalls vielleicht ja noch ein Reformator.

Hast du schon mal mit Verantwortlichen aus den Kirchenleitungen gesprochen? Wenn du dort jemanden überzeugen kannst, dann kannst du etwas bewirken.
Hier im Forum bleibt das ja sowieso alles nur eine theoretische Überlegung.

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Re: Abendmahl

von nennmichdu am 09.02.2018 19:10

Hallo Solana,


wenn ich das Wort "Beweisen" benutze, ist das wohl in unserem Falle noch irreführend gewesen. 
Vielmehr hätte ich darauf hinweisen sollen, das wir - so wie Paulus es auch den Juden gegenüber tat - indem er ihnen aus den Schriften herleitete, das Jesus der Christus (der Messias) ist etwas schlüssig argumentativ ableiten können. Die Theologen haben hierfür einen extra Begriff geprägt, die Apologetik:


Apologetik (aus dem altgriechisch ἀπολογία apología, deutsch ‚Verteidigung, Rechtfertigung') bezeichnet die Verteidigung einer (Welt-)Anschauung, insbesondere die wissenschaftliche Rechtfertigung von Glaubenslehrsätzen, und jenen Teilbereich der Theologie, in dem man sich mit der wissenschaftlich-rationalen Absicherung des Glaubens befasst.

Dieses "Beweis" konntest du nicht erbringen


Sagen wir besser, ich konnte dir meine Gedanken noch nicht so verdeutlichen, das du sie hättest nachvollziehen können. Denn an deinen Antworten sehe ich, das du mich in vielen Punkten missverstanden hast. 


und nanntest das nun einen unbefriedigenden Kompromiss:

Dann natürlich nur für denjenigen, der hier daran interessiert ist, den anderen zu verstehen und ihm dort, wo er meint, er hätte etwas falsch verstanden, eines besseren zu belehren.


"Keiner kann seine Ansicht beweisen, also bleibt jeder bei seiner Auffassung und toleriert die des anderen."


Das trifft wohl dann auch auf die verschiedenen Abendmahlsverständnisse der protestantischen Kirche, der katholischen Kirche, der Freikirchen . etc... zu. Hier ist jede Kirche zu einem Verständnis gelangt, was seine tonangebenden Lehrer und Vertreter hier am glaubwürdigsten den Kirchenmitgliedern nahebringen konnten, und was dem aktuellem Verständnis der Lehrer betrifft.

Und dann hat es nun in der Kirchengeschichte immer wieder zu bestimmten Zeiten Reformatoren bedurft, die bestimmte Missverständnisse und Irrlehren anprangerten und daran mitwirkten, den Glanz des Evangeliums neu aufstrahlen zu lassen, in dem sie wichtige - verschütt gegangene Kerninhalte der Bibel neu herausgearbeitet hatten.

Und an solchen Männern und Frauen Gottes wird die christliche Gemeinde wohl bis zu Jesu Wiederkunft immer wieder Bedarf haben.

Du willst andere dazu bringen, das Abendmahl nicht mehr zu feiern und stattdessen sich deiner Interpretation anzuschliessen.


Was wir ja jetzt hoffentlich nicht mehr annehmen dürfen, nachdem ich hier meine Intention aufgedeckt habe. Es kann immer nur darum gehen, sein Verständnis von Inhalten der Bibel dem anderen so zu veranschaulichen, das er selbst vielleicht hierin etwas wahres entdeckt, was er übernehmen kann.

Drum heißt es auch: Prüfet alles - und das Beste behaltet.

Nur prüfen müssen wir es schon, bevor wir es verwerfen können.

Denn sonst halten wir etwas für wahr und richtig - nur weil Pfarrer so dies immer wieder betont hat und der Papst das ja auch so sagt...


Stattdessen läuft deine Argumentation immer darauf hinaus: "Ihr müsst beweisen, dass traditionelle Abendmahlsfeiern biblisch sind


Dies ist eine Aufforderung sich doch einmal Gedanken zu machen, über das was ich hier einfach so übernommen habe. Warum es sich denn so verhält. Eine Kenntnis darüber kann oft wertvoll und entscheidend sein, ob ich in meinem Glaubensleben weiterkomme oder nicht.


- und wenn ihr das nicht könnt, müsst ihr euch meiner Meinung anschliessen."

Um Gottes Willen NEIN. Natürlich nicht. Prüfet alles - und das Beste behaltet. Nicht das, was ich zwar auch nicht nachvollziehen kann. Aber was mir vielleicht auch nicht ungelegen kommt. Denn der Pastor dort in dieser Kirche ist mir eigentlich viel sympathischer und nette Kaffeekränzchen gibt es dort auch...

Nein - ich bin kein Papst der von oben herab bestimmt - was zu glauben ist --- - allenfalls vielleicht ja noch ein Reformator. Aber auch wenn mir die Vorstellung, meine Thesen an die Türen der evangelischen Freikirchen zu nageln, schon schmeichelhaft vorkommt, geht es nicht darum, mir zu (blind) zu glauben (weil ich so freundlich spreche vielleich noch) und sich meiner Vorstellung anzuschließen, sondern sich zu fragen, was ist dran an dem was er sagt und was kann ich für mich dabei heraus ziehen - an positivem. Was meinen Glauben stärkt und nährt.


Aus dem selben Grund, aus dem es zB unserer Gebete bedarf. In Mt 6 steht ausdrücklich: 8 Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet. Das ist trotzdem kein Grund, ihn nicht zu bitten, weil er es eh schon weiss.


Gott bedarf unserer Gebet nicht. 1. Punkt. Er ist nicht auf uns angewiesen. Alsdas er ohne unsere Gebete nicht zum Ziel kommen würde. Ein schönes Beispiel für diese Wahrheit steht im Buch Esther:


Est 4,14 Denn wenn du zu diesem Zeitpunkt wirklich schweigst, so wird Befreiung und Rettung für die Juden von einem andern Ort her erstehen. Du aber und das Haus deines Vaters, ihr werdet umkommen. Und wer erkennt, ob du nicht gerade für einen Zeitpunkt wie diesen zur Königswürde gelangt bist?


Wir beten, weil wir uns dadurch mit dem Willen Gottes eins machen und so zu seinem Werkzeug werden können (und sollen) und auch ihn verherrlichen - an dem was er an uns und anderen tut. Wo er unsere Gebete erhört.


Dieses von dir angeführte Beispiel hilft aber nicht weiter, zu verstehen, was denn nun ein Gedächtnis wirklich ist.

Und - wenn wir uns hier überhaupt um ein Verständnis zum Abendmahl unterhalten wollen, dann wäre es hilfreich auch zu verstehen, wie denn das Abendmahlsverständnis anderer Kirchen aussieht, und wie diese hierzu gelangt sind.

Das kann ich aber wohl nicht von jedem hier verlangen. Dieses zu wissen und nachzuvollziehen. -- Um dann darauf eingehen zu können. Um verstehen zu können, warum aus der Schrift gerade dieses oder jedes Verständnis sich hat ableiten müssen. Und was die Hintergründe und Folgen davon sind.

Aber eine traditionelle Mahlfeier zur Erinnerung lehnst du ab - warum? Ich hoffe, es geht nicht weiter im Kreis.


Es ging bislang für dich im Kreis. Darum lass uns fürs erste hier diese Diskussion - zumindest unter uns zweien - Solana - beenden.


Vor allem ein Argument dafür, dass es falsch ist, an der traditionellen Abendmahlsfeier festzuhalten.


An WELCHER tradionellen Abendmahlsfeier?  Welcher Kirche?  Und stelle ich hier die Frage, ob es falsch ist, sich an Traditionen zu halten - dann kann ich dir zur Beruhigung versichern  - nein - es ist nicht grundsätzlich falsch sich an Traditionen zu halten.

Nur wenn sich verschiedene Traditionen in ihrer Ausübung dann doch arg von einander in der Deutung und Bedeutung und Interpretation untereinscheiden, obwohl sie sich alle auf den selben Bibeltext berufen. Dann darf mich dieses stutzig machen und lehren, meine Tradition zu hinterfragen.


Gruss
Thomas

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pray

63, Weiblich

  tragende Säule

Beiträge: 1015

Re: Zentrale Fragen und die Antworten der Gemeindeleitung

von pray am 09.02.2018 18:49



Hannalotti schrieb: Aber: sich in jemanden vom gleichen Geschlecht zu verlieben, ist keine Sucht.

Liebe Hannalotti,
ja, das weiß ich. Ich wollte dir nur sagen, dass es sich auch um eine schwere Sache handelt. Also auch einen Verzicht mit dem Rauchen - der mir unheimlich schwer fiel.


Hannalotti schrieb: Und: Ich denke schon, dass Du Mitgeschwister kennst, die ebenfalls eine homosexuelle Neigung haben, dies aber in ihren Gemeinden nicht offen nach außen tragen. Warum auch? Solange sie "zölibatär" (bewusst ohne Partner, trotz der Gefühle und der Sehnsucht) leben, dürfte das doch in Ordnung sein? Es ist manchmal schwer, weil die Gefühle bei ca. 80-90 % der Betroffenen nicht verändert werden.

Nachlangem Nachdenken fiel mir nun tatsächlich eine einzige Christin ein, die mit das von ihrer Vergangenheit anvertraute und mir dann erzählte, dass sie es als falsch erkannte. Ich habe sie nie gefragt, ob es heute noch so ist - ich hätte das nie gemerkt...und daher habe ich das innerlich schon lange ad acta gelegt. Ich mag sie gern, sie bezeugt auch tapfer den Glauben. Jetzt ist sie schon über 60 und hat nie geheiratet.

Hannalotti schrieb: Wenn ich übrigens an die Frau am Brunnen denke, dann sehe ich, dass Jesus sie nicht wegen ihrer Sünde bedrängt hat, in Form von Vorwürfen ihrer Sünde. Allein durch seine Gegenwart wurde ihr ihre Sünde bewusst

Ich habe den Bibeltext nochmal nachgelesen (Joh. 4,16-19.39 ) und würde es etwas anders formulieren:
Jesus hat ihr  n u r  g e s a g t , dass sie z.Z. (nur) mit jemand ohne Ehe zusammenlebt und davor 5 andere Männer hatte. Er hat es quasi als Feststellung gesagt und hat es gewirkt!!!

Wenn ich mir vorstelle, auf einmal stünde Jesus vor mir und würde gesagt haben: Du rauchst! oder: "Du hast Raubkopien!" , Du betuppst!, Du lästerst! ...also ich finde das sehr interessant, WIE das wirkt...jedenfalls auf mich würde so eine Feststellung durch Gott seine Wirkung nicht verfehlen. Daher freue ich mich nun über diese Erkenntnis aus dem Text durch deinen Hinweis.


Jovetodimama schrieb: Ein Möglichkeit wäre - dies aber nur, wenn beide es von ganzem Herzen wollen - die Beziehung weiterzuführen, jedoch auf Geschlechtsverkehr zu verzichten. Zärtlichkeiten auszutauschen dürfte in jedem Falle erlaubt und gut und wünschenswert sein.

Weiß nicht, was ich dazu sagen soll - egal(!!)  ob homo-oder heterosexuell...wo soll man da denn eine Grenze ziehen? Wie weit dürfen die Zärtlichkeiten gehen? , dass man sagen kann, dass es noch erlaubt und sogar wünschenswert wäre?
Und noch etwas wäre zu bedenken: In der Regel wissen Kollegen, Bekannte und Nachbarn, wenn jemand Christ ist. Und wenn man in Partnerschaft zusammenlebt, vermuten sie, was "alle" vermuten. Hm, wie sollen wir es machen, dass wir also durch unser Leben Gottes Namen heiligen?
Mir ist das schon manchmal unangenehm, wenn männliche Geschwister mich z.B. abholen und die Nachbarn bekommen lange Augen: "Jetzt hat sie einen Freund! , oder noch schlimmer: "Jetzt hat sie ja schon wieder einen anderen!" - und das, wo wir nur eine christliche Fahrgemeinschaft sind.
Vielleicht findet das der Ein oder Andere übertrieben - aber jeder "Jeck" ist und tickt ja anders...und so "fürchte" ich mich eben davor, nicht meinen, sondern Gottes Ruf zu schädigen. Wenn ich keine Christin wäre, wäre mir das egal, was Andere in dieser Sache denken.


Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.02.2018 22:31.

nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Re: Allversöhnungslehre - ist sie biblisch?

von nennmichdu am 09.02.2018 18:07

Pastor Gert Hoinle ging in seiner Predigt eindeutig davon aus,



besser er geht nicht von vorn herein von etwas aus, sondern er erläutert, warum etwas nur so und so sein kann...

wieviel Pastoren habe ich schon erlebt, die sich in ihren Predigten auf Bibelkommentare oder andere Prediger berufen. Und sich dann einer Mehrheitsmeinung vielleicht noch anschließen, die sie noch am ehesten nachvollziehen können.

Deswegen spricht die Bibel auch von einer extra hohen Verantwortung für Lehrer in der Gemeinde, vor Gott - angesichts der ihnen anvertrauten Zuhörerschaft.

Und die Bibel fordert die Gemeindemitglieder auf, ihren Lehrern - weil sie diese Verantwortung innehaben - zu gehorchen.

Schwierig wird es erst, wenn ich als Gemeindemitglied einem Irrlehrer aufgesessen bin.


Dann bin ich nämlich darauf angewiesen, das Gott selbst mir irgendwann zeigt, wo ich in meinem Wachstum vielleicht nicht weiter komme. Oder wo ich etwas glaube, was mir gänzlich den Weg zum Heil - zur engen Pforte - versperrt.
Jesus sprach hier zu seinen Jüngern, das dies die Pharisäer betriefe.

Bin ich dann nun fest im Glauben, werde ich zwar auf Irrlehrer nicht hereinfallen - und auch Kinder und Lämmer im Glauben werden einer fremden Stimme - einem falschen Hirten nicht folgen.

Aber es gibt ja auch Menschen, die noch nicht wiedergeboren sind und in eine Gemeinde kommen könnten, wo sie nicht das Wort Gottes hören - was Glauben in ihnen erwecken kann. Die muss Gott dann hier herausholen. Die sind dann von den geistlichen Geschwistern, die fest im Glauben stehen, aus dem Feuer (der Irrlehre) zu reißen.


Meine eigene Meinung dazu habe ich mir noch nicht gebildet.

Das ist nicht immer sofort möglich. Und nicht jeder hat zum Beispiel die Gabe der Geistunterscheidung, sodass er klar einen Irrlehrer von einem durch den heiligen Geist sprechenden Menschen unterscheiden kann.

Aber ich bin davon überzeugt, das Gott jedem seiner Kinder das nötige Wachstum und die nötige Reife schenken will, die nötig ist sich nicht durch jeden Wind einer fremden Lehre umwerfen (betören) zu lassen.

Antworten

Jonas

54, Männlich

  Engagiert

Beiträge: 328

Re: Wie haltet Ihr es mit der Fastenzeit?

von Jonas am 09.02.2018 14:01

Ich faste diese sechs Wochen bis auf die Sonntage  bei Wasser bzw Tee, gemahlenem Getreide bzw Brot, Obst und Gemüse.
Sollte ich irgendwo eingeladen sein, bestelle ich eine Salatplatte, unterbreche es aber nicht mit Süßspeisen oder gekochten Gerichten.

Kein Verständnis fürs fasten! Mir fehlt manchmal das Verständnis für dieses oftmals maßlose essen.
Eigentlich ist es in Gesellschaft dann auch eine Art Mission, denn man wird aller Wahrscheinlichkeit nach daraufhin angesprochen werden und kann somit auch ein Zeugnis geben.

Letztes Jahr habe ich fast ein wenig zuviel gefastet, da ich auch einige Tage nur Wasser getrunken habe.
Für meine schlanke bis dünne Statur habe ich dann nochmal fünf Kilo abgenommen und brauchte dann wieder eine gewisse Zeit der Erholung.
Ich schaffe das Fasten auch nur aus religiösen Gründen, ansonsten hätte ich keine Motivation dafür.

Mein Fazit, sehr Empfehlenswert!

Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.02.2018 14:34.

solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Abendmahl

von solana am 09.02.2018 10:56

Nennmichdu schrieb:

Wir rudern zurück.

Ja, Thomas.
Du hattest mich nach Beweisen gefragt, dass man Jesu Worte konkret verstehen kann, und wenn ich das nicht beweisen könne, sei es also nur übertragen gemeint.
Ich habe dir den Ball zurück gegeben, weil so ein Vorgehen das Pferd am Schwanz aufzäumen würde: Alles Gesagte ist zunächst einmal konkret zu verstehen. Das kann und muss nicht bewiesen werden. Erst wenn wörtliches Verständnis nicht möglich, zB unsinnig wäre, dann geht man von einem übertragenen Sinn aus.

Dieses "Beweis" konntest du nicht erbringen und nanntest das nun einen unbefriedigenden Kompromiss: "Keiner kann seine Ansicht beweisen, also bleibt jeder bei seiner Auffassung und toleriert die des anderen."

Das ist eine seltsame Sichtweise: Du willst andere dazu bringen, das Abendmahl nicht mehr zu feiern und stattdessen sich deiner Interpretation anzuschliessen. 
Folglich musst du doch so überzeugende Argumente bringen, dass andere sich davon so überzeugen lassen, dass sie ihre Ansicht ändern.
Das ist bisher noch nicht geschehen.

Stattdessen läuft deine Argumentation immer darauf hinaus: "Ihr müsst beweisen, dass traditionelle Abendmahlsfeiern biblisch sind - und wenn ihr das nicht könnt, müsst ihr euch meiner Meinung anschliessen."

Verstehst du nicht, dass das so nicht geht?
Auf diese Weise werden wir uns nur weiter im Kreis drehen.

Aber deine Frage will ich dir schon beantworten, unabhängig vom Thema:

Wenn die Feier eines Abendmahls nun von Christen ausgeführt wird, die in Christus sind, aus dem neuen Bund ja schon leben --- schon trinken... vom Wort Gottes - von Jesus selbst als dem Brot des Lebens ja schon zehren, wieso bedarf es dann noch eines ausgegrenzten speziellen Ritus, in dem ein Stück Brot und ein Schluck Wein für Fleisch und Blut Jesu angesehen wird?

Aus dem selben Grund, aus dem es zB unserer Gebete bedarf. In Mt 6 steht ausdrücklich:

8 Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet.

Das ist trotzdem kein Grund, ihn nicht zu bitten, weil er es eh schon weiss.
Wir werden wiederholt aufgefordert zu beten, unsere Bitten und Sorgen ihm zu bringen, uns dabei sogar vom Heiligen Geist helfen zu lassen (Röm 8, 26).
Es ist nicht deshalb unnötig oder überflüssig, weil unser Verstand uns sagt: "Wozu soll das gut sein, wenn Gott das eh schon weiss".

Unser Verstand könnte nun in derselben Weise argumentieren, wie du es schreibst: "Wir leben ja schon im neuen Bund - warum daran erinnern in einer Abendmahlsfeier?"
Und du selbst schreibst doch auch, dass wir uns mehr erinnern sollen und uns bemühen, immer tiefer zu verstehen. 
Aber eine traditionelle Mahlfeier zur Erinnerung lehnst du ab - warum?

Ich hoffe, es geht nicht weiter im Kreis.
Und ich bitte dich, wenn deine Argument nicht überzeugen, das doch einfach zu akzeptieren oder überzeugendere Argumente zu bringen.
Vor allem ein Argument dafür, dass es falsch ist, an der traditionellen Abendmahlsfeier festzuhalten.

Denn, das, was du "stattdessen" machen willst, wird doch sowieso von allen befürwortet und gut befunden. Das sollten wir auf alle Fälle tun.

Nur besteht doch überhaupt keine Notwendigkeit, dafür das traditionelle Abendmahl abzuschaffen, das hindert das doch in keinster Weise, im Gegenteil, es erinnert doch auch daran, dass wir durch Jesu Tod neues Leben haben und dass wir entsprechend leben sollen in unserem Alltag.

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.02.2018 11:08.
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