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solana

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Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Dem Evangelium Jesu dienstbar sein verbindet mit IHM

von solana am 18.03.2018 23:46

JeanS schrieb:

Tägliches Bibellesen ja, aber vor allen andern Texten, prioritär Jesus Lehren und dann das was die Jünger und Apostel in Jesus Sinn weiterlehrten.

Hallo Hans
Ja, so wie die "neugeborenen Kindlein":

1. Petr 2, 1 So legt nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alle üble Nachrede
2 und seid begierig nach der vernünftigen lauteren Milch wie die neugeborenen Kindlein, auf dass ihr durch sie wachset zum Heil,
3 da ihr schon geschmeckt habt, dass der Herr freundlich ist.
4 Zu ihm kommt als zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen ist, aber bei Gott auserwählt und kostbar.
5 Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.

Daran erinnert auch die Bezeichnung des ersten Sonntags nach Ostern, dh des ersten Sonntags nach dem traditionellen Tauftag "Quasimodogeniti" (wie die neugeborenen Kindlein).

Diese Aufforderung ist getragen von Freude und Begeisterung, nicht mit einem erhobenen moralischen Zeigefinger.
Sie erinnert die frisch Bekehrten daran, dass sie schon "geschmeckt" haben, dass der Herr freundlich ist.
Und trinken sollen sie wie Neugeborene eben trinken: begierig nach dem, was ihnen gut tut, mit Freude und Genuss.
Als Mutter habe ich das erlebt und habe beim Lesen des Textes dieses Bild vor Augen; es ist eine Freude, zu sehen, wie ein Säugling mit vollen Zügen trinkt und geniesst.

Und das finde ich besonders wichtig, zu vermitteln, diese Begeisterung am neuen Leben und an dem, was Gott uns schenkt.
Nicht die frisch Bekehrten gleich mit Pflichtübungen und Drohungen verändern zu wollen.

Das hat Jesus auch nicht getan.
Er hat die Menschen zu sich gerufen, dass sie sich erquicken und satt trinken sollen am lebendigen Wasser und Ruhe finden für ihre Seelen, Trost und Kraft schöpfen - und dann von ihm lernen. Sein "sanftes Joch" aufnehmen und die "leichte Last" tragen.
Nicht mit Forderungen und Leistungsdruck.
Sondern so wie ein Licht ganz natürlich leuchtet und alles um es herum hell macht, weil das ganz einfach seine Natur ist und es gar nicht anders kann.
Genauso wird das neue Leben eines "neugeborenen Christen" immer heller und strahlender, je mehr er freudig und genussvoll die "Milch" in sich aufnimmt und wächst in seinem neuen Leben.

Darauf würde ich eher den Fokus legen, dann kommt der Rest von allein.
Je mehr sich die Reben am Weinstock halten und seinen Saft aufnehmen und in sich hinein strömen lassen, um so mehr gute Frucht bringen sie ganz zwanglos und automatisch.
Sie müssen sich nicht unter Leistungsdruck setzen, um möglichst viele Trauben zu produzieren ....

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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geli
Gelöschter Benutzer

Re: Frage zu Lk. 1,17: Johannes der Täufer in Geist und Kraft Elias

von geli am 18.03.2018 21:22

Also - warum Elia mit Johannes verglichen wird - auch Jesus tut das ja - das weiß ich nicht. Vielleicht weil Elia - wie auch Johannes - zur Entscheidung aufgerufen hat? Elia hat die Menschen, wie auch später Johannes, die Menschen zur Umkehr gerufen.
Elia ruft: "Erhöre mich, Gott... damit dies Volk erkennt, dass du, Herr, Gott bist und ihr Herz wieder zu dir kehrst" - 1. Könige 18,37

Deine andere Frage wegen dem Tag des Herrn - ich denke, es wird ein Tag (oder auch eine Zeitspanne) des Gerichts sein. Ein Tag des Gerichts für die, die sich gegen das Angebot Gottes zur Rettung entschieden haben, aber ein Tag der Gnade und der Freude für diejenigen, die Jesus als ihren Retter angenommen haben.
Denn Rettung - das bedeutet ja, dass wir durch Jesus vor dem kommenden Zorn Gottes gerettet sind. Sein Zorn wird uns nicht treffen, denn durch Christus sind wir mit Gott versöhnt.

Über den anderen Menschen bleibt der Zorn Gottes bestehen - ich denke da z.B. an Rö. 2,5:
"Du aber mit deinem verstockten und unbußfertigen Herzen häufst dir selbst Zorn an auf den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes..."

Oder auch Hebr. 10,31: "Schrecklich ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen" - schrecklich für die, die ihren Retter nicht kennen und ihn abgelehnt haben.


Ich weiß nicht, ob Dir das hilft?

LG, geli

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JeanS

70, Männlich

  Neuling

Beiträge: 97

Re: Dem Evangelium Jesu dienstbar sein verbindet mit IHM

von JeanS am 18.03.2018 20:16

18.03.2018 17:02 - solana
JeanS schrieb:

 

Hallo solana, da hast Du natürlich meine volle Zustimmung.  Egoismus passt ebensowenig zu einem Leben als JüngerIn Jesu Christi, wie auch Egozentrismus. Jesus stellte ja die Liebe zu Gott und die Liebe zum Nächsten vor die Liebe zu sich selbst, genauer sollte die Liebe zum Nächsten und sich ausgwogen sein, werte ich die Worte Jesu, betreffend dem höchsten Gebot. Also den Nächsten nicht mehr und nicht weniger lieben wie mich selbst und Gott am Allermeisten. Gott ist ja die Liebe 

 

18.03.2018 17:02 - solana JHallo Hans Ich meinte, von diesem falschen Denken loszukommen. Das steckt so tief in uns drin, und ebenso der falsch Freiheitsbegriff - die Illusion, der Mensch wäre nur dann frei, wenn er niemandem verpflichtet ist, niemandem dienen muss, ausser sich selbst und seinem eigenen Wohl.
Dass die wahre Freiheit für den Menschen nur darin liegen kann, sein Leben in Übereinstimmung mit dem Plan seines Schöpfers zu leben, dass er nur so ein erfülltes, reiches und wirklich freies Leben haben kann, das muss man erst einmal verstehen und sich trauen, ganz auf dieser Grundlage zu leben.
Ohne Kompromisse mit dem Denken "der Welt" und ohne zwischen beiden Lebensanschauungen hin und her zu schwanken, je nachdem ob man sich in christlicher Gemeinschaft befindet und sich gegenseitig bestärkt und ansteckt oder ob man sich bspw am Arbeitsplatz in einem nichtchristlichen Umfeld befindet und da sein Denken und Reden den anderen anpasst und deren Werte "regieren" lässt. Gruss Solana

Es heisst ja, wie Du sicher auch weisst, dass wer in Christus eine neue Schöpfung/Kreatur geworden ist, alsdann in den Guten Werken wandelt, die Gott einem jeden davon vorbereitet hat. (je nach Begabung und Zeitmöglichkeit)
Es gibt wohl keine bessere Grundlage als: 

1.Korinther 3.9 Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerwerk und Gottes Bau. 10 Ich nach Gottes Gnade, die mir gegeben ist, habe den Grund gelegt als weiser Baumeister; ein anderer baut darauf. Ein jeglicher aber sehe zu, wie er darauf baue.

Gelebte Nächstenliebe gewichtet auch Paulus sehr stark, wie man hier sieht: Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. Galater 6.2

Das Evangelium Jesus Christus vom Nahen  Reiches Gottes  (durch Umkehr der Sünder zu gottgefälligem Verhalten) bedingt,  dass der Willen des Vaters Jesu wie im Himmel so auch auf Erden immer mehr getan wird, was ja bei jenen Evangelisationen ausserhalb des Internet und auch darin aus meiner Sicht nachweislich vernachlässigt wird, dies Gottsuchenden, respektive Frischbekehrten ans Herz zu legen beizubringen. Tägliches Bibellesen ja, aber vor allen andern Texten, prioritär Jesus Lehren und dann das was die Jünger und Apostel in Jesus Sinn weiterlehrten.

Gruss Hans


 

 

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pray

63, Weiblich

  tragende Säule

Beiträge: 1015

Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...

von pray am 18.03.2018 19:50

ui, danke geli. Jetzt haben wir aber wieder viel gelernt. Mein Kommentar Mc. Donald sieht noch aus wie neu. *gg* , gut, dass du nachgesehen hast.
Aber ja, das könnte wirklich dann einer der ersten Hinweise auf stellvertretende Fürbitte sein und Opfer und leidender Jesus.

Und....dann will ich lieber auch nicht so vorschnell mehr sein mit dem Mutmaßen über Gottes Führungen. ....den Ratschluss Gottes verdunkeln

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geli
Gelöschter Benutzer

Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...

von geli am 18.03.2018 19:41

Liebe pray,
das Buch Hiob wird sehr früh datiert - noch vor der Zeit Abrahams. Laut William Mc. Donald - Kommentar - ist die wahrscheinlichste Zeit, in der das Buch Hiob einzuordnen wäre, die Zeit der Patriarchen oder die Zeit Salomos. In die Zeit der Patriarchen würde gehören, dass es "Familien-Priesterschaften" gab, wie ja auch Hiob für seine Familie geopfert und gebetet hat.
Zumindest gab es wohl  noch kein Gesetz und noch keine Opfervorschriften, so wie sie durch Mose dann angeordnet wurden.

pray: . Also waren die FREUNDE die Übeltäter nicht Hiob mit einem versteckten Groll. Was meinst du geli??

Ja, natürlich waren die Freunde die "Übeltäter" - sie sind an Hiob schuldig geworden. Das hat Gott ja auch gesagt, und deshalb sollten sie ja auch ein Opfer bringen.
Aber wir Menschen - und auch Hiob war ja ein Mensch - reagieren ja meistens mit Ärger oder Groll auf Unrecht, das man uns antut.
Ich kann mir vorstellen, dass Hiob schon "sauer" war auf die Freunde, die ihn noch "gestoßen haben, als sein Fuß schon wankte..."

William Mc. Donald sieht Hiob ein Stück weit als Vorbild, als "Vorschattung" auf Jesus hin - als der "Mittler", der "Fürsprecher".
Auch meint er, das Buch Hiob würde die Juden auf einen "leidenden" Messias hinzuweisen.

SMart: Hiob lehrt mich, vorsichtig zu sein! Gott ist Gott! Ich bin nur ein Hauch.

Ja, mich auch... wie oft redet man Dinge - wie Hiob - die "den Ratschluss Gottes verdunkeln".

LG, geli



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pray

63, Weiblich

  tragende Säule

Beiträge: 1015

Frage zu Lk. 1,17: Johannes der Täufer in Geist und Kraft Elias

von pray am 18.03.2018 19:35

Wir wissen ja, dass vor dem Tag des Herrn der Prophet Elia gesandt werden soll. (Mal. 3,17)

Jesus sagte ja, dass diese Prophezeiung über das Kommen des Elia mit Johannes dem Täufer erfüllt ist.

Hier steht es in Mt. 17,10-13:

Doch ich sage euch: Elia ist schon gekommen, und sie haben ihn nicht erkannt, sondern haben mit ihm getan, was sie wollten. So wird auch der Menschensohn durch sie leiden müssen.  Da verstanden die Jünger, dass er von Johannes dem Täufer zu ihnen geredet hatte.

Und in Lk 1,17 wird es weiter erklärt: Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft des Elia...

Wir wissen weiter, dass Johannes ja der Wegbereiter für Jesus war. So waren die Leute schon auf Jesus vorbereitet, wenn er Seinen Dienst antrat.


Meine Fragen:
Ich verstehe aber nicht, warum der Geist und die Kraft von Johannes dem Täufer mit Elia verglichen wird. Elia hat zwar gegen den Baal und dessen Anhänger gestritten und eine große Auseinadersetzung mit der götzendienerischen Isebel gehabt, die ihn völlig auslaugte.
Aber die anderen Propheten waren ja auch ganz schön kraftvoll!!! Sie stritten auch mit dem Volk wegen Götzendienst und mussten teils viel erleiden.

Ich möchte gern wissen (weil es in der Bibelstunde einer suchenden Frau nicht beantwortet werden konnte), warum ausgerechnet ELIAs Geist und Kraft erwähnt ist.

Und wie erklärt man einem Nicht-Bibel-Kenner den großen und schrecklichen Tag des Herrn? ( Mal 3,17)

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pray

63, Weiblich

  tragende Säule

Beiträge: 1015

Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...

von pray am 18.03.2018 19:13

Liebe Geli, lieber SMart,

das sind nun 2 verschiedene Ansätze. Geli schreibt siinngemäß , das Hiobs Fürbitte seinen eigenen etwaigen Groll gegen die Freunde besiegte und SMart schreibt sinngemäß, dass Gott nur die Fürbitte des gerechten Hiobs und nicht die der Freunde, die sich so verschuldet haben mit ihren verkehrten Mutmaßungen, hören wollte.

o.k. ...mal weiter nachdenken: Es waren die FREUNDE, denen Gott das Opfer befahl - nicht Hiob sollte das Opfer bringen. Also waren die FREUNDE die Übeltäter nicht Hiob mit einem versteckten Groll. Was meinst du geli??

Nun wundert mich aber total, dass das Opfer nicht durch die Priester gebracht werden sollte. Oder gab es da mal wieder keinen Priesterdienst, weil Israel sich von Gott abgewandt hatte?  Der Priester brachte doch das Opfer dar und war ein Mittler zwischen Gott und dem Menschen.  Also hat Hiob vielleicht sogar in dieser Weise den Priesterdienst übernommen. In Kap. 1,5 lesen wir das auch, dass Hiob quasi den Priesterdienst mit den Opfern für seine Kinder tat.


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nennmichdu
Gelöschter Benutzer

Re: Dem Evangelium Jesu dienstbar sein verbindet mit IHM

von nennmichdu am 18.03.2018 18:55

Hallo Nobse,


Genauso ist es. Wer unreine Gedanken in sich bewegt, ist Christus noch nicht sehr nahe. Obwohl Christus auch für ihn gestorben ist.


Die Bibel kennt keine mehr oder weniger große Nähe zu Christus. Entweder wir sind "In Christus" - und damit Christ, oder wir sind noch kein Christ, sind noch nicht in Christus. Können noch nicht sagen, nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir.
So wie es auch nicht darum geht einen mehr oder weniger großen Abstand zu Gott zu haben. Ein wenig Sünde trennt hier genauso stark von Gott wie sehr große und viele Sünden. Nach dem Motto, knapp vorbei ist auch daneben.


Aber wenn man geistige Verbundenheit mit Jesus Christus anstrebt, dann muss man seine Gedanken auf IHN ausrichten.


Das klingt nach einer rein geistigen intellektuellen Anstrengung, die dann zu einer "geistigen Verbundenheit" führt.
In der Bibel wird aber nun von einem Erkennen, von einem Eins Werden berichtet. Und dies geschieht dort, wo ein Mensch sein selbstbestimmtes altes Leben loslässt und ganz von Gott ergriffen wird. Von seinem Geist erfüllt wird. Ein neues Herz und einen neuen beständigen Geist erhält - in der Wiedergeburt.


Wenn wir auch Knechte der Sünde sind, so haben wir doch einen Rest von Freiheit, unsere Gedanken selbst zu wählen.


Aber genau hier sagt uns doch Gottes Wort, das wir als Kinder Gottes dann keine Knechte der Sünde mehr sind.
Die Sünde uns nicht mehr (zwanghaft) bestimmen tut, auf das wir durch den heiligen Geist, im Wandeln durch den Geist Gottes, die Möglichkeit haben, die Werke des Fleisches (die Sünde) im Tode zu halten - nicht mehr zu vollbringen.

Die Freiheit unsere Gedanken - unsere Ziele und Wünsche - selbst zu bestimmen, hat natürlich jeder Mensch. Auch der Mensch, der noch von seinen Sünden geknechtet ist, der vom alten Adam regiert wird. Und über den Paulus sagt:

Römer 7
15 denn was ich vollbringe, erkenne ich nicht; denn nicht, was ich will, das tue ich, sondern was ich hasse, das übe ich aus.
16 Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so stimme ich dem Gesetz bei, dass es gut ist.
17 Nun aber vollbringe nicht mehr ich es, sondern die in mir wohnende Sünde.
18 Denn ich weiß, dass in mir, das ist in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; denn das Wollen ist bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten nicht.
19 Denn das Gute, das ich will, übe ich nicht aus, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.
20 Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so vollbringe nicht mehr ich es, sondern die in mir wohnende Sünde.
21 Ich finde also das Gesetz, dass bei mir, der ich das Gute tun will, nur das Böse vorhanden ist.




einen lieben Gruss
Thomas

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SMart
Gelöschter Benutzer

Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...

von SMart am 18.03.2018 18:38

Gott war sauer, würd ich meinen, drum wollte er nicht von Hiobs Freunden, sondern von seinem Knecht gebeten sein, den Freunden zu vergeben. "Hiob, mein Knecht, soll für euch Fürbitte tun. Nur ihn will ich annehmen, damit ich euch nicht Schimpfliches antue." (Hiob42,8)

Menschlich sogar nachvollziehbar, dass er jetzt lieber tun will, was sein treuer Knecht ihn bittet, als dass er jetzt grade denen dienen möchte, die ihn 1. verletzten und 2. dann noch für sich selbst bitten.

Ich für meinen Teil sah in den Reden der Freunde, wo sie nicht direkt auf Schuldsuche gehen, durchaus Lehrreiches. Aber vielleicht war das eben auch an Gott vorbei geredet, weil sie ihn halt auch nicht besser kannten.

Das bringt mich doch dahin, zurückhaltender darin zu sein, über Gott zu reden. Insofern haben die großen Redner allesamt eine große Verantwortung zu tragen, wenn sie über Gott reden, predigen und lehren. Dass wir Gottes Handeln so wenig erfahren, zeigt schon auch, dass ihn die wenigsten Menschen wirklich kennen. Vielleicht ahnen wir nur und sollten das dann auch so sagen. 

Hiob lehrt mich, vorsichtig zu sein! Gott ist Gott! Ich bin nur ein Hauch.


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geli
Gelöschter Benutzer

Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...

von geli am 18.03.2018 18:38

Pray: Und der Herr wandte das Geschick Hiobs, als er für seine Freunde Fürbitte tat.

Ja, das ist wirklich eine bemerkenswerte Sache, mir ist das auch schön öfters beim Lesen aufgefallen.

Klar, die Freunde sollten opfern, weil sie an Hiob schuldig geworden waren - soweit wäre das eigentlich "normal".

Meine Gedanken sind die: Ich könnte mir gut vorstellen, dass Hiob tief im Herzen einen Groll gegen seine Freunde hegte - wenn man die Diskussion verfolgt, sieht man, dass sie an manchen Stellen schon sehr hitzig verlaufen ist.

Und das Gerede und die Anschuldigungen der "Freunde" waren ja auch nicht gerade taktvoll und hilfreich - einmal sagt Hiob: "Ja, ihr seid Leute, mit euch wird die Weisheit sterben! ...und dann: "Dem Unglück geführt Verachtung, so meint der Sichere; ein Stoß denen, dessen Fuß schon wankt!"

Ich kann mir schon vorstellen, dass diese ganzen Unterhaltungen an Hiobs Herzen "genagt" haben - es ist ja auch heute bei uns so, dass Verletzungen, die uns andere zugefügt haben, Dinge, durch die andere an uns schuldig geworden sind, erst dann heilen können, wenn wir bereit sind, zu vergeben.

Die Schuld der anderen, die wir auf unseren Schultern mit uns herumschleppen, anstatt sie am Kreuz abzuladen, zu "ver"geben, sie wegzugeben, die belastet uns, nicht den anderen. Und wenn wir aufgrund dieser Schuld Groll mit uns herumtragen, kann Gottes Segen, den er für uns hat, verhindert werden, oder zumindest behindert, so dass er uns nicht so segnen kann, wie er das vielleicht gerne tun würde.

"Segnet, die euch fluchen, bittet für die, die euch verfolgen" - das ist ein Prinzip im Reich Gottes, das wir eigentlich so richtig erst aus dem NT kennen - aber Gottes Prinzipien ändern sich nie, deshalb leuchten sie in dieser Sache schon aus dem AT heraus.

Erst als Hiob dieses Prinzip anwendete - im Gehorsam auf Gottes Anweisung - erst, als er vergeben hatte und für seine Freunde, die sich ja eher als Feinde erwiesen hatten, Fürbitte tun konnte, erst dann konnte sich Gottes Segen für Hiob so richtig auswirken.

So verstehe ich es...

LG, geli

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