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Bergpredigt
Gelöschter Benutzer
Re: Richtige Gemeinde finden....
von Bergpredigt am 09.08.2018 00:44Im Rückblick lag das Problem an einer gestörten Beziehung zum Herrn und das hatte mehrere Ursachen. Ich hatte nicht vergeben, bzw. auch gar nicht gewusst, wie das richtig geht, denn wir sollen ja nicht irgendwie vergeben.
=》 Am Vergeben liegts nicht. Diese Vermutung kommt immer wieder in christlichen Kreisen. Nein, es liegt am Vertrauen! Vergeben kann ich einseitig und ALLES. Da auch mir vergeben wurde. Vertrauen kann ich erst wieder wenn eine Änderung stattfindet. Sprich: Reue auftritt mit dem Wunsch sich in Zukunft anders zu verhalten. Das liegt aber nicht in meiner Verantwortung!
Sicherlich sollte/muss ich immer wieder neuen Geschwistern ein Grund-Vertrauen schenken. Das fällt mir nach jeder Enttäuschung nur leider immer schwerer.
Ursache war, dass ich dachte, die Sünde trennt mich von Gott und trübt die Beziehung. Es ist aber umgekehrt, die getrübte Beziehung führt zu Sünde. Daher war ich unsicher, ob ich wirklich so wie ich bin zu IHM kommen darf und die Sünde wurde größer (Bitterkeit/Depression). Ich wurde immer unsicherer, ob er mich annehmen würde und bin auch fast vom Glauben abgefallen.
Die Lösung war: Zuerst das Himmelreich und die Nähe vom Herrn suchen.
=》 Da stimme ich zu.
Für mich gab es Zeiten, da wollte ich unter keinen Umständen mehr in die Gemeinde, aber ich merkte, der Herr wollte gerade das. Und im Rückblick waren nicht sie das Problem, sondern ich in meiner harten Sicht. Der Herr kann solche "schmerzhaften zwischenmenschlichen Störungen" heilen, aber dazu müssen wir ihm vertrauen, in seiner Liebe zur Ruhe kommen und trotz alle Nöte in die Gemeinde gehen.
=》 Ja, das mag sein. Die Frage ist nur: Wer ist seine Gemeinde. Die Gemeinden selbst sprechen doch den anderen Gemeinden ab die wirklichen Gemeinden zu sein. Ich kann nur die "Früchte" betrachten und muss urteilen obwohl ich nicht verurteilen darf. Ich habe an viele Türen geklopft und um Hilfe gebeten. Da stößt man auf taube Ohren. Klar, die junge dymanische Jesus-Kämpferin die auch gerne ihren Zehnten gibt ist überall gerne gesehen. Aber die Welt ist da nicht anders.
Darum ist die Frage ja: Wie finde ich die richtige Gemeinde. Eine Gemeinde wo gelebt wird was gesagt wird. Eine Gemeinde wo die Liebe untereinander herrscht. Ich will nicht in irgendeine Gemeinde gehen nach dem Motto Augen zu und durch.
Meine Frau meint z.B.: So sind die Menschen eben. Christen wie Nicht-Christen. Meine Frau ist dsnn aber auch Verschlosen in der Gemeinde. Mich befriedigt aber solch eine Ansichtsweise nicht. Denn dann kann ich auch in einen Buchklub gehen. Wenn Gemeinde dann Richtig. Denn in der Gemeinde will ich keine Maske tragen müssen. Ich will aber auch nicht auf die Schlachtbank. Und so ging es meiner Seele.
Bergpredigt
Gelöschter Benutzer
Re: Richtige Gemeinde finden....
von Bergpredigt am 09.08.2018 00:22Mir geht es auch so, dass ich mich mittlerweile in dieser Welt immer unwohler fühle, es passiert so viel Schlimmes und Böses und es ist echt so, dass das Unrecht überhand nimmt, wie es die Bibel ja schon gesagt hat und die Straftaten und die menschlichen Abgründe werden immer ekliger und schrecklicher und unmenschlicher. Ich bin froh, dass vieles an mit vorbei geht, weil ich kein TV gucke und von den Nachrichten nur im Radio morgens das Nötigste mitkriege.
=》 Ja, kann ich gut verstehen.Ich schau mir die Welt (trotz meiner Abscheu) aber immer gründlich an und informiere mich auch ausserhalb des Christentums. Denn Gott hat mich nunmal in diese Welt gestellt.
Umso wichtiger ist mir aber dann ein christlicher Kreis (und sei er noch so klein), wo ich dann auftanken und "andoggen" kann, wo Gottes Prinzipien gelten und die Freude und Singen und gute Sachen vorhanden sind - "meine kleine Gotteswelt sozusagen" - für eine Zeitlang aussteigen vom Tand der Welt.
Christen brauchen ihresgleichen - unbedingt.
=》 So sollte es sein und ging auch jahrelang gut. Wenn man aber echte Hilfe benötigt und in irgendeiner Form bedürftig ist zeigt sich die Wahrheit. Hier wie Dort.
Bergpredigt
Gelöschter Benutzer
Re: Richtige Gemeinde finden....
von Bergpredigt am 09.08.2018 00:12Hallo,
ja, ich kenne dein Problem und würde es gemeinsam mit den anderen gern aufarbeiten und vor allem lösen, woran sowas liegt.
=》 Geimsam aufarbeiten klingt gut.
Auch für mich selber etwas, denn ich habe meinen kleinen Bibelkreis und der ist mir mehr "Gemeinde" als meine Gemeinde, wo ich sonntags in den Gottesdienst gehe.
=》 Kann ich verstehen.
Zunächst mal gibt es kaum Briefe in der Bibel, worin die Gläubigen nicht erstmal an die Liebe untereinander "erinnert" werden und wo Paulus sogar auf Missstände zu sprechen kommt. Die Sendschreiben in der Offenbarung kennst du sicher auch. Außerdem werden wir ermahnt, einander zu e r t r a g e n.Das alles klingt für mich so, als gäbe es den Schalter nicht, der sich umlegt und jedes Christen Herzleuchte blinkt für jeden anderen Christen.
=》 Das ist vermutlich der Dreh- und Angelpunkt des Ganzen Problems. Es war nämlich schon immer so in den Gemeinden....Die ganzen Briefe sind ja durchsetzt von solchen Mahnungen und Zurechtweisungen. Mein Fehler ist daher sicherlich gewesen von falschen Voraussetzungen auszugehen. Ich hätte gründlicher lesen sollen.
Wohlgemerkt, es geht nicht um Äußerlichkeiten, Küsschen links, Küsschen rechts, Lächeln an, freundliche (unverbindliche) Nachfragen usw, - wenn es darum ginge, würden andere Religionsgemeinschaften besser abschneiden, sondern es geht echt um die Liebe und tiefes Vertrauen innendrin, die sich dann auch im Handeln bemerkbar machen sollte.
=》 Gerade diese Oberflächligkeiten mit Bussi links und rechts nerven mich ja. Gut, die werden dann noch mit christlichen Floskeln untermauert und wir beten für Dich oder der Einladung zum Mittag/Abendessen. Aber: Nach einer gewissen Zeit bekommt man raus ob es ehrlich oder eben nur oberflächlich ist.
Was genau hast du in den Gemeinden vermisst??
=》 Die Liebe untereinander.
Wenn jemand, wie du von dir ja selber schreibst - ein eher zurückhaltender und schüchterner Mensch ist, der auch nicht auf andere Christen zugeht....
=》 Ich hab mich gegenüber meinen Geschwistern sehr offen gezeigt (entgegen meiner Veranlagung als bewußte Entscheidung. Das kam auch gut an und ich konnte so Sympathie ernten. Ich hab auch oft gehört: Deine Offenheit ist so schön, wertvoll, erfrischend usw...). Diese Offenheit konnte ich an den Tag legen da ich sie wie als meine leiblichen Geschwister sah. Offenheit ist aber immer Verletzlichkeit. Leider wurde mein Vertrauen missbraucht. Nicht nur einmal.
sie mal zu sich einlädt oder sich für eine AufGABE anbietet, kann es sein, dass man Schlusslicht wird und nirgends "reinkommt" und dann einsam wird.
=》Ja, durch meine zahllosen Probleme dreh ich mich gerne um mich. Wobei ich aber auch ein sehr mitfühlender, hilfsbereiter Mensch bin. Leider bin ich nur, genau win in der Welt auch, nicht mehr sonderlich gefragt. Klar, die Stühle darf man aufräumen....
Oder man sich ein Gegenüber wünscht, das ist, wie man selber oder das den eigenen Erwartungen entspricht und dann bekümmert ist, dass der Andere anders reagiert oder andere Empfindlichkeiten oder sogar ein etwas anderes Bibelverständnis hier und da hat. Das habe ich sogar in den Jahren im christlichen Forum gelernt, mich anzupassen, nicht gleich beleidigt zu sein, eben lernen mit verschiedenartigen Christen "gemeinsam" zu bleiben, auch wenn ich mich mal ärgere z.B.
=》 Ja, genau da habe ich den Fehler auch bei mir gesucht. Und da steckt schon such Wahrheit drin.
Aber: Ich habe ein paar Voraussetzungen an Gemeinde-Glieder die, so denke ich, Basic-Anforderungen sind und auch nicht übettrieben sind:
1.) Ich möchte nicht belogen werden (von kleinen Notlügen abgesehen)
2.) Ich möchte nicht betrogen oder grob ausgenutzt werden.
3.) Ich möchte keine menschlichen Drohungen erhalten die nicht biblisch begründet sind.
Ja, was soll ich sagen. Und da wünsch ich mir Echte Nächstenliebe und Angenommen sein wenn noch nicht einmal die 3 Punkte funktionieren. Wo ist da die Basis?
Manchmal ist man auch selber vielleicht gar nicht wirklich bereit große und viele und herzliche Freundschafte zu p f l e g e n und das weiß Gott und lässt erstmal laufen.
=》 Ja, da kömnte was dran sein.
Daher erstmal die Frage oben an dich, was genau du dir gewünscht hättest und ob du selber auch bereit gewesen wärst, dich trotz deiner Beeinträchtigungen irgendwie e i n z u b r i n g e n.
=》 Es gibt von SCM Hännssler einen Film der heißt "Der Junge der nicht Lügen konnte". Es handelt von einem geistig behinderten Jungen mit all seinen Problemen der aber nie log und aufrichtig war.
Solch einen Freund/Geschwister hätte ich gern. Jemand der mich nicht willentlich belügt (Lüge ist ja viel mehr als nur Worte....) Jemand der es Ehrlich mit mir meint. Der Rest wäre schon....ist aber keine Voraussetzung. Beim Einbringen tue ich mich schwer. Vor allem wenn man schon mehrmals abgelehnt wurde - auch in der Gemeinde und nur zum Tellerwäscher gebraucht wird.
Fortsetzung folgt.
Re: Gemeinsamkeit im Alltag
von pray am 08.08.2018 21:35Leah
Gelöschter Benutzer
Re: Richtige Gemeinde finden....
von Leah am 08.08.2018 21:30Hallo Bergpredigt,
ich habe eine solche Erfahrung schon gemacht und bin noch immer in der Gemeinde.
Im Rückblick lag das Problem an einer gestörten Beziehung zum Herrn und das hatte mehrere Ursachen. Ich hatte nicht vergeben, bzw. auch gar nicht gewusst, wie das richtig geht, denn wir sollen ja nicht irgendwie vergeben. Und ich hatte falsche Vorstellungen davon, was es heißt: ich will keine Opfer sondern Barmherzigkeit. Ich hatte auch die Idee, dass es als Christ in erster Linie um gut oder böse geht. In erster Linie geht es aber darum, in IHM zu bleiben und dort zur Ruhe zu kommen. Denn wenn wir zuerst das Himmelreich suchen, also Nähe zu unserem Herrn, dann wird alles andere dazugegeben, eben auch die Fähigkeit zu vergeben und zu lieben und dem Herrn zu vertrauen.
Ursache war, dass ich dachte, die Sünde trennt mich von Gott und trübt die Beziehung. Es ist aber umgekehrt, die getrübte Beziehung führt zu Sünde. Daher war ich unsicher, ob ich wirklich so wie ich bin zu IHM kommen darf und die Sünde wurde größer (Bitterkeit/Depression). Ich wurde immer unsicherer, ob er mich annehmen würde und bin auch fast vom Glauben abgefallen.
Die Lösung war: Zuerst das Himmelreich und die Nähe vom Herrn suchen.
Vieleicht hilft Dir diese Betrachtung: https://www.soundwords.de/der-juenger-den-jesus-liebte-a10015.html
Für mich gab es Zeiten, da wollte ich unter keinen Umständen mehr in die Gemeinde, aber ich merkte, der Herr wollte gerade das. Und im Rückblick waren nicht sie das Problem, sondern ich in meiner harten Sicht. Der Herr kann solche "schmerzhaften zwischenmenschlichen Störungen" heilen, aber dazu müssen wir ihm vertrauen, in seiner Liebe zur Ruhe kommen und trotz alle Nöte in die Gemeinde gehen. Und damit wir das lernen können, brauchen wir unbedingt Geschwister, die wir einfach deshalb lieben sollen, weil der Herr das so will. Ich muss heute sagen: "Hut ab vor meinen Geschwistern, die es mit mir so gut und in Liebe ausgehalten haben, als ich so mit ihnen "haderte". Und ja, sie haben auch Fehler gemacht, aber sie machten das wichtigste richtig, denn sie vergaben mir und sie blieben nahe beim Herrn.
Leah
Re: Richtige Gemeinde finden....
von pray am 08.08.2018 21:20Umso wichtiger ist mir aber dann ein christlicher Kreis (und sei er noch so klein), wo ich dann auftanken und "andoggen" kann, wo Gottes Prinzipien gelten und die Freude und Singen und gute Sachen vorhanden sind - "meine kleine Gotteswelt sozusagen" - für eine Zeitlang aussteigen vom Tand der Welt.
Leah
Gelöschter Benutzer
Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...
von Leah am 08.08.2018 21:17Hallo Pray,
nein, so habe ich es nicht gemeint.
Ich denke, Hiob hatte einfach ein Hindernis im Herzen, sich ganz auf Gott zu verlassen. Diese Hindernis bestand aus drei Elementen: Erstens, dass er für Gott Opferte, DAMIT er gesegnet und angenommen ist, statt zu opfern WEIL er angenommen ist. Zweitens, dass er in seinem Vertrauen zu Gott erschüttert wurde, weil er nicht verstand, warum ihm das passierte statt zu vertrauen und drittens, weil er in seinem "Wissen, wie Gott ist und wie der Hiob ist" irrte.
So konnte er nicht vertrauen. Der Herr korrigierte das..Und so konnte er nicht lieben, weil er sich in der Liebe Gottes nicht geborgen fühlen konnte. Und so konnte er nicht zur Ruhe kommen, weil er meinte, sich Gottes Zuneigung erarbeiten zu müssen.
Wenn wir unsicher sind, ob uns Gott angenommen hat, also der Gnade nicht 100% trauen, führt das zu Bitterkeiten im Herzen, gegen Gott und gegen Menschen. Das musste ebenso korrigiert werden und hängt zusammen mit dem oben genannten.
Hiob lernte etwas darüber, dass Gott väterlich und barmherzig ist und das auch in so einer entsetzlichen Anfechtung. Es iost für das Herz wichtiger zu einem tiefen Vertrauen zu Gott zu finden (glauben und vertrauen), als alles richtig machen zu wollen (glaube und gesetzlicher Eifer für Gott).
Auch die gläubigen im AT wurden immer mehr ins Vertrauen gezogen. Auch für sie war das Gesetz nicht die basis für die Gottesbeziehung, sondern ein Zuchtmeister zu Gott hin. Natürlich mussten sie versuchen es zu halten, aber auch für sie galt, dass Gande die Basis für eine rechte Gottesbeziehung ist.
Gott ändert sich nicht.
Leah
Re: Männer und Jesus
von Cosima am 08.08.2018 21:14
Hallo Bergpredigt, vielen Dank für diesen Beitrag.
Mir hat besonders gut gefallen, was du fast am Ende geschrieben hast:
Meine Frau sehe ich als einen Teil von mir an. Wie soll ich mich von mir selbst scheiden lassen? Der Kitt ist natürlich Liebe.
Und es stimmt: Schlussendlich ist das aber auch ein Geschenk von Gott hier bewahrt zu werden.
Ja, es ist Gnade, wenn man den richtigen Ehepartner findet. Ich war über fünfzig Jahre mit meinem "Geschenk von Gott",
meinem Mann zusammen. Ja, wir waren völlig unterschiedlich - im Denken, Reden und Handeln, aber wir wurden trotzdem
eins, durch die Ehe. Wir waren immer gern zusammen, auch wenn es mal Probleme gab. Und auch bei uns war "Der Kitt
ist natürlich die Liebe!"
Um mit deinem Bild zu denken: Unser Körper ist eins, alles gehört dazu: der Kopf, der Arm, der Fuß. Manchmal
ärgert uns eins dieser Teile - tut weh, macht Probleme. Trennen wir uns davon? Nein!
Dieser Gedanke ist echt hilfreich und ich werde ihn, wenn du erlaubst, meiner Tochter und ihrem Mann weiter geben,
die in ihrer Gemeinde Ehevorbereitungs-Kurse halten. Das ist so ein praktisches Bild, das kann man gut umsetzen.
Und ich bin froh, dass Gott Männer und Frauen geschaffen hat - die zu einem Ganzen werden.
Herzliche Grüße von Cosima.
Die Liebe gibt nie jemand auf, in jeder Lage vertraut und hofft sie für andere; alles erträgt sie mit großer Geduld. 1.Kor.13:7 GNB
Re: Richtige Gemeinde finden....
von pray am 08.08.2018 21:11Manchmal ist man auch selber vielleicht gar nicht wirklich bereit große und viele und herzliche Freundschafte zu p f l e g e n und das weiß Gott und lässt erstmal laufen.
Re: Hiob: ... ich bin mir keiner Schuld bewusst ...
von pray am 08.08.2018 20:48Als Hiob letztendlich Gott erkannte, wie Gott w i r k l i c h ist - also, er da auf dem ängstlichen Holzweg war, durch Werke seine Gerechtigkeit fest zu machen, übertrug sich das von ihm auch auf seine Freunde, wo er nun erkannte, dass sie ihn fälschlich der Sünde "verklagt" hatten.

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