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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Pfingsten, eine Not oder eine Tugend?

von Burgen am 11.09.2018 10:46

Liebe Cleo,

Wir wissen, Gottes Geist - weht wo und wie er will. Da denke ich gerade an Elia, als Gott am Ausgang der Höhle vorüber schritt.

Zudem, wie du gerade schriebst, denke ich nicht, dass die vom Heiligen Geist erfüllten Menschen, die als betrunken sich darstellten,
selbst die Worte, die sie Aussprachen, verstehen konnten.
Es ist „nur“ die Rede davon, dass die Menschen, die aus dem ganzen Land in Jerusalem versammelt waren, ihre eigenen Sprachen hörten. Das bedeutet, dass kein anderer diese Gottesworte erst noch übersetzen oder auslegen musste. Sie hörten Gott sprechen, ähnlich dem Esel, als Gott ihn in menschlicher Sprache hat sprechen lassen.

Und ja, das was du zum Video 2 sagst bezüglich schunkeln und so, das hört sich für mich nach bayrischem Oktoberfest an ...

Gruß
Burgen

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Tageslosung (1) wir sind geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken Eph 2,10

von Burgen am 11.09.2018 10:35

Gottes Wahrheit ist Schirm und Schild. Psalm 91,4

Der Herr ist treu, der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen. 2.Thessalonicher 3,3

1.Timotheus 6,(3-5) 6-11a
Habakuk 3,1-19

Unter deinem Schirmen bin ich vor den Stürmen aller Feinde frei.
Lass den Satan wettern, lass die Welt erzittern, mir steht Jesus bei.
Ob es jetzt gleich kracht und blitzt, ob gleich Sünd und Hölle schrecken, Jesus will mich decken.
(Johann Franck)

::: *** :::
aus 1.Timotheus 6, 3-5, 6-11a

6 Es ist allerdings die Gottesfurcht eine große Bereicherung, wenn sie mit Genügsamkeit verbunden wird.
7 Denn wir haben nichts in die Welt hineingebracht, und es ist klar, dass wir auch nichts hinausbringen können.
8 Wenn wir aber Nahrung und Kleidung haben, soll uns das genügen!
9 Denn die, welche reich werden wollen, fallen in Versuchung und Fallstricke und viele tödliche Begierden,
welche die Menschen in Untergang und Verderben stürzen.
10 Denn die Geldgier ist eine Wurzel alles Bösen, etliche, die sich ihr hingegeben haben, sind vom Glauben abgeirrt
und haben sich selbst viel Schmerzen verursacht.
11 Du aber, o Mensch Gottes, fliehe diese Dinge,
jage aber nach Gerechtigkeit, Gottesfurcht, Glauben, Liebe, Geduld, Sanftmut!
12 Kämpfe , den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, zu dem du auch berufen bist
und worüber du das gute Bekennrnis vor vielen Zeugen abgelegt hast.

.:: *** :::
Herr Jesus hilf.

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solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Moderne Verführung - Evangelium light?

von solana am 11.09.2018 10:35

Wenn ich mir mal die "Rolle" der Angst ansehe, die sie im Glauben spielen könnte, dann finde ich keine Grundlage dafür.



Denn, was bedeutet es denn, Angst zu haben, wovor, was steht dahinter?

Dass ich vielleicht nicht gut genug bin?

Das bedeutet doch dann, dass ich mein "Werk"/meine "Leistung" als die Grundlage meiner Erlösung ansehe und nun befürchten muss, evtl hinter den gestellten Anforderungen zurück zu bleiben - nicht gut genug zu handeln oder auch nicht gut genug zu glauben, evtl vielleicht in einem Punkt etwas falsch verstanden zu haben und da nicht zu 100% genau das ganz richtige zu glauben, und dann war alles umsonst ....



Oder - wenn ich davon ausgehe, dass es doch nicht meine eigene Leistung irgendwelcher Art ist, mit der ich mir die Erlösung verdienen muss, sondern Gottes Gnade - was würde in diesem Zusammenhang Angst bedeuten?

Fehlendes Vertrauen? Zweifel an Gottes Liebe? Zweifel an seinen Zusagen?



Sehr deutlich wird mir der Zusammenhang zwischen Angst und Gesetz (knechtischer Gehorsam aus Angst vor Strafe unter der Zuchtrute des Gesetzes) und die liebende Antwort des kindliches Vertrauens durch den Geist, der ruft: "Abba, lieber Vater!" in Gal 4, wo das direkt nebeneinander gestellt ist.



Wenn man nun statt vor der Zuchtrute des Gesetzes die Angst hat, den Anforderungen nicht zu genügen, die an einen "echten und richtigen Glauben" (insbesondere mit allen zu 100% richtigen und richtig verstandenen Glaubensinhalten), dann hat man eigentlich nur die Taten des Gesetzes durch eine intellektuelle Leistung ersetzt. Die wieder unter eine Zuchtrute führt, nicht in Freiheit, Vertrauen und Liebe.



Ich denke nicht, dass du das so krass verstehst, Leah.

Aber ich weiss, dass es viele Christen gibt, die - unbewusst - viel von dieser "Idee" im Hinterkopf haben und unter diesem Druck stehen.

Deshalb wende ich mich so gegen diese Formulierung, die - meiner Einschätzung nach - eine solche falsche Glaubensgrundlage verstärkt.



Gruss

Solana

Ich habe deinen Beitrag erst nach dem Absenden gesehen.
Ja, wie ich auch schrieb, ich gehe nicht davon aus, dass du selbst so denkst.
Aber, so wie du es formuliert hast, klingt es für mich sehr missverständlich und kann Menschen weiter in eine Unfreiheit treiben.
Die ich so schade finde, weil uns eben ein Zugang zu so reichem, erfüllten Leben eröffnet ist in Liebe, Freude und Friede.

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.09.2018 10:40.

Leah
Gelöschter Benutzer

Re: Moderne Verführung - Evangelium light?

von Leah am 11.09.2018 10:29

Hallo Solana,

ich bin da ganz Deiner Meinung und nehme daher an, dass Du mich missverstanden hast.

Wie ich schrieb ist der Herr Anfänger und Vollender des Glaubens. Er muss den Menschen erleuchten (Joh 1,9), überführen (Joh 16,7-11) und in alle Wahrheit führen (Joh 16,13). Ein erleuchteter Mensch erkennt, dass es Gott gibt und die Schrift Gottes Wort ist und wahr. Dadurch lässt er sich überführen. Wie kann man denn glauben, wenn man nicht sicher ist, ob es wahr ist? Um die Schrift richtig zu verstehen, braucht man den heiligen Geist.

Wie bei einer natürlichen Geburt ist es auch bei der geistlichen. Der Mensch bekommt Leben schon vor der Geburt (Öl beim Gleichnis der Jungfrauen), damit er sich bekehren kann. Tut er es, wird er wiedergeboren und bekommt genug Öl/den heiligen Geist in seiner Fülle, um auszuharren und den alten Menschen zu überwinden. Bekehrt er sich nicht, kommt es übertragen zu einer Totgeburt. Derjenige ist unerrettet. Im Gleichnis mit den Jungfrauen sehen wir, dass das bedeutet, dass er verloren geht. Dasselbe sagt uns der Hebräerbrief: Hebr.6, 5-8).

Ein wiedergeborener Gläubiger glaubt Gott, weil er weiß, dass es wahr ist, was er sagt. Und daher hört und tut er das Wort und baut sein Haus auf einen Felsen. Er wird vollendet und geheiligt.

Leah

 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.09.2018 10:30.

Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Bekehrung ~ Glaube vorleben (mein Freund)

von Burgen am 11.09.2018 10:15

Hallo Stillness,
zufällig war auf meinem Smarti folgender Vortrag:

Die Kunst, eine Frau zu lieben - 45 Min.

Da rein zu hören ist fast so wie der Briefaustausch zwischen Goethe und Schiller. Stelle ich mir so vor .-))

LG
Burgen

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Cleopatra
Administrator

40, Weiblich

  Urgestein

Forenleitung

Beiträge: 5503

Re: Pfingsten, eine Not oder eine Tugend?

von Cleopatra am 11.09.2018 10:13

Liebe Cleo, ich denke mir, du wirst bei diesem Thema immer auf der Stelle treten. Du hast nun so viele negative Beispiele in dir. Du bist überzeugt von der unbiblischen Machart vieler Dinge. Das alles beeinflußt dich, - und das ist ganz logisch. Aber es macht dich voreingenommen und abweisend. - auch logisch.

Lieber Pal,
ich versteh, was du meinst.
Aber es betont ja auch wieder das Thema Erfahrungen.
Natürlich habe ich diese extremen Videos gesehen und noch nichts "harmlosereres".
Dass dies auch etwas beeinflusst, kann ich auch nachvollziehen.
Allerdings hören sich deine Worte so an, als sei ich quasi ein hoffnungsloser Fall wegen schlechter Erfahrungen.
Ich hoffe, dass alle trotzdem lesen können, dass ich mich eben nicht von diesen Erfahrnugen beeinflussen lasse, sondern eben biblisch hinterfrage.
Ich bringe doch biblische Argumente.
Und wenn du zB im Video 2 sagst, das Schunkeln und so sei richtig, weil die Jünger damals bestimmt geschunkelt haben, sonst hätte man nicht gesagt, dass die Jünger betrunken waren, dann habe ich dir eben gezeigt, dass du es falsch wiedergegeben hast bzw etwas hineininterpretiert und daher falsch geschlussfolgert hast (Leah hat es auch nochmal zitiert).
Dann kann doch nicht als Reaktion kommen "ach Cleo, du hast es halt noch nicht erlebt, sonst würdest du anders denken."
Cleo: Sie haben sogar das Evangelium weitererzählt- dafür muss man ja eben klar beim Verstand sein.

Pal: Ich weiß nicht wie klar man beim Verstand sein muß, wenn man in einer Sprache spricht, die man selbst gar nicht kennt? -

Wie Leah zitiert hat:
"Wir hören sie in unsern Sprachen die großen Taten Gottes verkünden......."
Das hört sich für mich schon so an, als würden sie verstehen, was sie sagen.
Und es sind eben keine Laute, sondern klare Begebenheiten. Sie geben Zeugnis.
Wo steht, dass derjenige, der es ausspricht, in dem Moment nicht versteht, was er sagt?
(Und bitte hier um Verse im richtigen Zusammenhang.)
Die andere ist das "Gebrabbel" - nicht negativ gemeint - wovon Paulus im Korintherbrief deutliche Beschreibungen gibt, das der Verstand dabei fruchtlos bleibt etc...

Wo spricht Paulus davon?
chestnut: Ich habe aber auch schon eine total beeindruckende Herzlichkeit in einer Pfingstgemeinde erlebt, die wirklich von Herzen kam und keineswegs künstlich oder aufgesetzt war. Ich wusste gar nichts von der Ausrichtung der Gemeinde, als mich eine Bekannte zu ihrem Gemeindefest einlud. Sie war immer strahlend und freundlich. Und das Gemeinefest war einfach nur schön. Es gab nichts, was irgendwie aus dem Rahmen fiel.

Das finde ich wichtig, zu betonen.
Wir schreiben hier ja nicht von bestimmten Ausrichtungen, sondern eben über bestimmte Themen.
Ich weiß, ich hatte Pal gefragt, ob er in eine Pfingstgemeinde geht (oh, ich hatte glaube ich bei dem vielen Schreiben noch keine ANtwort darüber erhalten), aber da ging es mir mehr um das Verständnis im SOnne von "dann verstehe ich eher, wieso Pal das so sieht".
Burgen: So wie Solana es erlebt hat im Ausland, so erlebe und erlebte ich es auch. Und darin liegt überhaupt nichts was als verwerflich zu betrachten ist.

Und genau deshalb eben finde ich es wichtig, Erlebtes (ob nun gefühlt positiv oder negativ erfahren) biblisch zu hinterfragen.
Lg Cleo

Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Von Gott kommt die Not im Leben der Menschen?

von Burgen am 11.09.2018 10:10

Hallo Jonas,

deine Beiträge oben tun mir Gottes Allmacht noch weiter aufschließen als es seit seinem Schöpfungsgeschehen der ersten Worte in der Schrift schon tun.

Es ist dieses ungreifbare, was wir eben nicht begreifen können, jedoch später die Worte gegenüber Abraham ausdrücken und zurechtrücken:
Abraham ist die Gerechtigkeit in Gott durch Jesus, der damals noch nicht Mensch geworden war.

Gruß
Burgen

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Burgen
Gelöschter Benutzer

Re: Pfingsten, eine Not oder eine Tugend?

von Burgen am 11.09.2018 09:59

So wie Solana es erlebt hat im Ausland, so erlebe und erlebte ich es auch. Und darin liegt überhaupt nichts was als verwerflich zu betrachten ist.

Vergleichbar ist dieses Gebet, diese Art der Anbetung mit zB wie als Kind erlebt:

Meine Oma sprach mit mir Hochdeutsch und im gleichen Atemzug mit der Nachbarin Plattdeutsch.

:::
Diese „Art“ Anbetung, in der die von Gott gegebenen Worte für die Zunge entzieht sich unserer menschlichen Kontrolle.
Und das ist das, was die Menschen ablehnen. Diese „fruchtlose“ Art nicht kontrollieren zu können.
Jedoch Gott freut sich und er beschenkt mit Freude, nimmt dieses gerne an.

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Pal

67, Männlich

  Urgestein

Beiträge: 2513

Re: Pfingsten, eine Not oder eine Tugend?

von Pal am 11.09.2018 09:49

Leah: ...dass man dieses "mit sich selbst sein" in der Versammlung nicht tun soll.

Da stimme ich mit dir überein, dies sollte im "stillen Gebetskämmerlein" allein geübt werden.

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solana

-, Weiblich

  Urgestein

Forenmoderator

Beiträge: 4164

Re: Moderne Verführung - Evangelium light?

von solana am 11.09.2018 09:39

Nein, Leah, so kann ich es nicht sehen.
So formuliert wird der Glaube auf die Stufe eines "Werkes" erhoben, mit dem der Mensch sich selbst erlöst.

Gott erlöst durch seine Liebe aus Gnade.
Und zieht uns damit zu sich, wenn wir uns von dieser Liebe überzeugen lassen und uns darauf einlassen.
Das ist eine Antwort im Glauben, ja.
Eine Antwort auf Gottes Liebe. Und dieser Glaube ist ein vertrauendes Sich-Einlassen auf Gott, kindlich und liebend, getrieben vom Heiligen Geist, der in uns ruft: "Abba, lieber Vater!"
Keine intellektuelle Leistung.

Gruss
Solana

angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver

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