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Leah
Gelöschter Benutzer
Re: Vergebung, ein zentrales Thema in der Schrift. Was findet ihr dabei wichtig, richtig, schwierig oder einfach, wenn ihr jemandem vergeben wollt.
von Leah am 04.02.2022 23:17Hallo Geli,
als ich vom Deckmäntelchen schrieb, meinte ich die Fälle, die ihre Sünde bereuen. Nur wer bereut, der ringt darum, sie zu lassen, auch wenn er immer wieder fällt. Dann muss ich nicht jedesmal reagieren. Da gilt für mich Langmut, ermutigen, und ein Deckmäntelchen, damit er nicht verzweifelt.
Aber ich denke, das siehst Du ähnlich.
Ich danke Dir für den aufschlussreichen Beitrag.
Das hat mir ein Stück weit geholfen, mein Thema loszulassen und den Abstand zu akzeptieren. Ich kann ja nicht ewig trauern.
Leah
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Vergebung, ein zentrales Thema in der Schrift. Was findet ihr dabei wichtig, richtig, schwierig oder einfach, wenn ihr jemandem vergeben wollt.
von Burgen am 04.02.2022 23:15
Leah, rechts neben dem gelben smily wird die Zitierfunktion angezeigt.
Drückst du darauf, geht ein Zeilenkästchen auf. Dort kannst du dann den von dir markierten Text einfügen und OK drücken. Anschließend folgt der zitierte Text dort, wo du vorher deinen Cursor hingeklickt hattest.
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Vergebung, ein zentrales Thema in der Schrift. Was findet ihr dabei wichtig, richtig, schwierig oder einfach, wenn ihr jemandem vergeben wollt.
von geli am 04.02.2022 22:14Ich denke hier an Luk. 17,3+4: "Wenn dein Bruder sündigt, dann weise ihn zurecht; und wenn er es bereut, dann vergibt ihm. Und wenn er siebenmal am Tag an dir sündigen würde und siebenmal wieder zu dir käme und spräche: "Es reut mich!", so sollst du ihm vergeben."
Dieses "Deckmäntelchen", wie Du es nennst - das wird leider oft gepredigt.
Ich glaube aber nicht, dass es Gott so gemeint hat. Es heißt bei der "7x70"-Vergebung ganz klar: "Wenn er zu dir käme" und es ihn reut. Dann ist die Sache klar: Wir sollen immer wieder vergeben. Wenn jemand so zu mir kommt, fällt es mir auch in der Regel nicht schwer, wirklich zu vergeben.
Ja, was ist, wenn er nicht kommt, wenn er seine Sünde nicht einsieht?
Man hätte dann die Möglichkeit, zu demjenigen hinzugehen und einen Zeugen mitzunehmen, um die Sache zu klären.
Wenn das auch nicht hilft, dann könnte man es vor die Gemeinde bringen. - Leider finde ich gerade nicht, wo das steht.
Es kommt sicherlich auch darauf an, um welche Sache es sich handelt. Man geht ja nicht wegen jeder Kleinigkeit zur Gemeinde, um Dinge zu klären, oder rollt mit ein oder zwei Zeugen an.
Ich persönlich mache es dann so: Ich vergebe demjenigen die Sache, indem ich "ver-gebe", also die Sache "weg-gebe". Und zwar zu Jesus ans Kreuz. Ich gebe es Jesus, und damit ist es nicht mehr eine Sache zwischen mir und der Person, es ist dann eine Sache zwischen Jesus und der Person.
Ja, wie ist es mit Versöhnung? Dazu gehören meiner Meinung nach zwei. Wenn einer das nicht will, bzw. seine Sünde sowieso nicht einsieht, dann kann die Beziehung nicht wieder hergestellt werden. Dann bleibt ein "Riß", das Vertrtauen ist beschädigt, und es ist in so einem Fall meistens besser, man bleibt weiterhin freundlich, hält aber Abstand zu der Person.
Es bleibt dann nur noch, für die Sache und für die Person zu beten.
Ich habe schon einige Male erlebt, dass Gott selbst dann eine Änderung und manchmal sogar Versöhnung hergestellt hat.
geli
Gelöschter Benutzer
Re: Damals hat der Würgeengel in der Nacht alle Erstgeborenen der Ägypter erschlagen, die Erstgeborenen Israels aber am Leben gelassen.
von geli am 04.02.2022 21:44Dass alle Erstgeborenen in Ägypten sterben mußten, was ein Strafgericht Gottes über alle Götter Ägyptens - das kann man in 2. Mose 12,12 lesen:
"Denn ich will in derselben nacht durch Ägyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Ägyptenland unter Mensch und Vieh und will Strafgericht halten über alle Götter der Ägypter, ich, der Herr."
Pharao war verstockt, wollte die Israeliten nicht ziehen lassen - auch nicht nach den vielen Warnungen, die Gott ihm und seinem Volk vorher gegeben hatte. Er widersetzte sich fortlaufend Gottes Forderungen und kämpfte gegen ihn, in der Annahme, dass die Götter, denen er und sein Land diente, stärker als Gott seien.
Das Lamm und das BLut war eine Vorschattung für das, was Jesus später tun würde: So, wie die Ägypter sterben mußten, so müßten eigentlich alle Menschen sterben, weil alle Sünder sind.
Jesus starb stellvertretend für uns - sein Blut, in dem das Leben ist, rettet uns vor Gottes Zorn und vor seinem Strafgericht.
Das Lamm war ein "Schatten", ein Vorbild dafür. Es wurde geschlachtet, und sein Blut sollte an die Türen gestrichen werden.
Da, wo Der Herr das Blut sehen würde, würde er vorübergehen.
Ich lese in meiner Bibel - Luther - nichts von einem "Würgeengel". Es war der Herr selbst, der umherging und überall strafte, wo er kein Blut an der Türe sah.
Gott sagte in Vers 12, Vers 13, 23, 27 und 29, dass er selbst es sein würde, der das Strafgericht ausführen würde.
Nur in Vers 23 heißt es dann: "Der Herr wird umhergehen... wenn er aber das BLut sehen wird,... wird er an der Tür vorübergehen und den Verderber nicht in eure Häuser lassen."
Re: Tägliches Danken vertreibt das Wanken
von Andreas am 04.02.2022 21:0133 Er nahm ihn beiseite, von der Menge weg, legte ihm die Finger in die Ohren und berührte dann die Zunge des Mannes mit Speichel;
Oft kann Heilung nur Abseits der Menge stattfinden. Man muss von allen Störungen frei sein, damit man Heilung in Gang setzen kann.
Danke Herr, dass Du uns Zurückgezogenheit, Ruhe und Heilung schenkst.
Für Gott gibt es keine hoffnungslosen Fälle. Wo wir am Ende sind, weiß Seine Liebe immer noch einen Weg.
Re: Projekt Bibel 2022
von Merciful am 04.02.2022 20:43Leah
Gelöschter Benutzer
Re: Damals hat der Würgeengel in der Nacht alle Erstgeborenen der Ägypter erschlagen, die Erstgeborenen Israels aber am Leben gelassen.
von Leah am 04.02.2022 19:26Hallo Burgen,
Ich weiß nicht, ob wir das selbe unter Wohlstandsevangelium verstehen?
Vieleicht gehört das aber besser in einen neuen Thread.
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Damals hat der Würgeengel in der Nacht alle Erstgeborenen der Ägypter erschlagen, die Erstgeborenen Israels aber am Leben gelassen.
von Burgen am 04.02.2022 19:21Vielfach wird Wohlstand durch ein Leben mit Jesus sogar verkündet. Mein Lieber, ich hoffe, dass es dir, deinem Leib und Seele in allen Dingen wohl geht - Johannesbrief
Hallo Leah,
oft ist die Rede davon, dass die und die ein Wohlstandsevangelium predigen würden. Und man könne dort nicht hingehen.
Vielleicht weil öfter der 10. geben damit verbunden wird aus Maleachi 3.
Israel hat schon immer den 10. gegeben.
Abraham war ein gesegneter Mann. Er war reich.
Die Schrift hat nichts gegen Wohlstand und finanziellen Reichtum.
Je mehr Finanzen jemand zB zur Hand hat,
hat auch leichter einer einem anderen zu helfen.
Es wird auch gesagt, Gott ließe sich nichts schenken. Er gibt reichlich.
Was er bestellt, bezahlt er auch.
Leah
Gelöschter Benutzer
Re: Vergebung, ein zentrales Thema in der Schrift. Was findet ihr dabei wichtig, richtig, schwierig oder einfach, wenn ihr jemandem vergeben wollt.
von Leah am 04.02.2022 18:27Hallo Pray,
Ich habe leider noch nicht herausgefunden, wie man zitiert....nun muss es ohne gehen.
Ja, die Folterknechte kenne ich auch.
So lerne ich, was alles zu einer echten Vergebung dazugehört im eigenen Herzen. Und damit lerne ich auch, was ein Hindernis ist für eine geistgewirkte, echte Vergebung. Da ist sicher bei jedem was anderes dran. Ich würde es so zusammenfassen: Stolz, Selbstmitleid, die eigene Schuld nicht zugeben wollen, keine echte Versöhnung suchen, hadern mir den Umständen und Folgen.
So ringe ich nun darum, es so schmerzhaft wie es ist, aus Gottes Hand erst einmal anzunehmen.
Zu Deiner Frage:
Wir sollen so vergeben, wie Gott vergibt. Schauen wir mal darauf.
Ich denke, im Herzen muss erst einmal Vergebung sein, so, wie auch im Herzen Gottes erst einmal Vergebung ist. Wir sind willkommen zu kommen, aber, und das ist der springende Punkt, reumütig. Wer bereut und seine Sünde bekennt. Wir dürfen sicher sein, in offene und liebende Arme zu laufen. Gott will vergeben und lieben. Das ist seine Natur. Zorn, Gericht und Erziehung tut er dagegen widerwillig. Das merkt man im alten Testament.
Wir begegnen also vergebend, willig zu lieben, aber erst dann, wenn der andere bereut, sprechen wir die Vergebung zu. Oder wenn wir wissen, dass er in dieser oder jener Sache ringt, auch wenn er immer wieder den selben Fehler macht. Da dürfen wir auch mal das Deckmäntelchen einsetzen. VERGEBUNG HÄNGT NICHT VOM ANDEREN AB.
Wichtig ist aber, da nicht stehen zu bleiben und Versöhnung anzustreben, also in Gesprächen auch das verlorengegangene Vertrauen wieder herzustellen. VERSÖHNUNG HÄNGT ALSO VOM ANDEREN AB. Manchmal geht das nicht. Versöhnt ist man, wenn man die eigene Schuld eingestanden hat. Wenn der andere Versöhnung nicht will, ist das unser nötiger Schritt, der uns wieder in ungetrübte Gemeinschaft mit dem Herrn bringt. Mit dem unwilligen Geschwister bleibt es halt dann beim oberflächlichen Hallöle.
Leah
Re: Vergebung, ein zentrales Thema in der Schrift. Was findet ihr dabei wichtig, richtig, schwierig oder einfach, wenn ihr jemandem vergeben wollt.
von pray am 04.02.2022 17:36Liebe Leah,
danke für den Hinweis, dass es sich bei Paulus und Barnabas nicht um einen "üblichen" Streit handelte, sondern um die Frage einer Diensttauglichkeit.
Das hat mir jetzt eingeleuchtet.
Nach dem Gleichnis in Mt. 18 denke ich, dass der unversöhnliche Christenmensch zwar nicht mehr verloren geht, sondern "den Folterknechten (Peinigern)" übergeben wird. So steht es Mt. 18,34.
Unter der Folter oder Pein verstehe ich dann das ständige Gedankenkreisen um die "verhasste" Person - das Leben in der Vergangenheit und das "Baden" in den erlittenen Verletzungen. Ich kenne so eine Person, der es unmöglich ist zu vergeben. Ich glaube, viel hängt damit zusammen, dass sie sich immer ungeliebt fühlte und dann gibt es dem zufolge in der Familie die "Meine Mutter - Deine Mutter" Kräche.
Du fragst, was keine biblische Vergebung ist. Ich werde zum Glück erst gar nicht so schnell sauer auf jemand, wenn, dann ist es am nächsten Tag wieder gut. Aber ich habe mich schon immer Folgendes gefragt:
Aus der Bibel wissen wir, dass Gott vergibt, wenn Er darum gebeten wurde. Ist das bei Menschen denn auch die Voraussetzung, dass der "Übeltäter" den Anderen um Entschuldigung bitten sollte? Oder muss man über jedes Vergehen schnellstens das weiche Deckmäntelchen legen - auch wenn es dem Anderen gar nicht leid tut?

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