Mein Weg zurück ins Christentum
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Mein Weg zurück ins Christentum
von Niederrheiner am 08.09.2026 20:38Guten Abend zusammen,
ich möchte gerne meinen Weg zurück zum Christentum mit euch teilen. Der Glaube ist in den letzten Jahren ein fester Bestandteil meines Alltags geworden und ich versuche ihn auch so auszuleben.
Im Jahr 1999 habe ich das Licht der Welt erblickt und bin in dem Jahr auch noch getauft worden seit dem habe ich die römisch-katholische Konfession inne. Meine Mutter und Großmutter mütterlicherseits sind sehr gläubig und haben mir ihren Glauben näher gebracht.
Als Kind wurde sehr viel gebetet. Ob am Tisch beim Mittagessen mit "lieber Gott sei unser Gast und segne was du uns bescheret hast" oder vor dem zu Bett gehen mit dem Vater unser oder gegrüßet seiest du Maria. Es wurde generell sehr viel zu Gott und Mutter Maria in unserer Familie gebetet.
In der Schule habe ich mich sehr für den katholischen Religionsunterricht interssiert und war auch eine Zeit lang in unserem Dorf als Messdiener tätig.
Leider hat mich dann in meiner Pubertät der Glaube so ziemlich verlassen. Ich wurde nachlässig und mir war in der Zeit alles egal. Ich fiel in eine tiefe Krise und hatte ziemliche psychische Probleme und Depressionen.
Ich habe wieder angefangen zu beten, so wie es meine Mutter getan hat. Meine Großmutter ist 2016 leider verstorben, aber so schwer der Abscheid auch war, weil sie mir sehr viel bedeutet hat, weiß ich, dass sie jetzt bei Gott ist und auf uns herabschaut.
2022 ist mein Onkel an einer Lungenembolie plötzlich verstorben, als ich das erfuhr bin ich sofort in unsere Kirche St. Nikolai gegangen und habe für ihn gebetet, dass seine Seele nun Ruhe findet und er nicht leiden musste.
Genauso wie beim Tod meiner Großeltern väterlicherseits im Jahr 2024 und 2025. Es gibt mir Kraft zu wissen, dass sie jetzt nicht mehr leiden müssen. Ich habe auch in den Stunden vor dem Tod meiner Großmutter drauf bestanden, dass der Pastor nochmal kommt und sie beim Sterben begleitet, das hat ihr glaube ich sehr geholfen und mir auch, da mein Vater leider nicht gläubig ist.
Durch die Verluste meiner Familienmitglieder weiß ich nun, dass sie im Himmel weiterleben. Der Gedanke stützt mich immer und macht die Trauer ein wenig verkraftbarer. Seitdem habe ich auch immer ein Kruzifix in meinem Auto am Rückspiegel hängen sowie ein Kruzifix in meinem Zimmer. Ich steh zu meinem Glauben und dem Christentum. Nun mehr als jemals zuvor und ich bin froh ein Teil in der christlichen Gemeinde zu sein.
Einen schönen und gesegneten Abend wünsche ich euch allen.
Liebe Grüße
Niklas
Re: Mein Weg zurück ins Christentum
von Cleopatra am 09.09.2026 09:22Hallo Niklas,
willkommen bei uns, danke, dass du uns von deinem Glauben und deinem Erleben erzählst.
Ich finde es so erstaunlich, wie unterschiedlich Gott seine Schäfchen zu sich zieht, bei dir scheint es ja so zu sein, als würde Gott seine Aufmerksamkeit quasi durch so tragische Ereignisse bekommen zu haben.
Ich finde es sehr gut, dass du dich wieder Gott zuwendest.
Darf ich fragen, ob du auch in deinem privaten Leben mit Gott sprichst, mit ihm lebst?
Das geniale an Gott ist ja, dass wir heute schon mit ihm leben dürfen, dass er uns die Möglichkeit gegeben hat, heute mit ihm zu sprechen und er wirkt auch ganz aktiv in unserem Leben ein.
Hast du eine Bibel?
Ich lese im Moment wieder mehr im neuen Testament, die Evangelien, angefangen bei Matthäus, denn dort lernt man nochmal ganz klar Gottes Prinzipien und das Herz Gottes durch Jesus eben kennen.
Es ist so spannend, zu lesen, wie Jesus sich schon für Minderheiten eingesetzt hat und ganz klar gesagt hat, was Richtig und was Falsch ist zum Beispiel.
Wenn du möchtest, dann kannst du auch mit uns über Bibeltexte oder Bibelthemen diskutieren und wir lernen so immer mehr von Gott kennen.
Liebe Grüße, Cleo
Die Bibelverse sollen meine Meinung bilden, nicht begründen
Zitate im Forum, wenn nicht anders vermerkt, aus der rev.Elberfelder


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