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Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Aus dem Matrosen wurde ein Pharisäer
von Henoch am 08.06.2014 23:16Hallo Pal,
ich finde Dein Zeugnis wunderbar, da kommt Jesus klar ins Blickfeld und der gute Pal wird immer kleiner....
Gepriesen sei der Herr und die Macht seiner Stärke, die in uns wirksam wird.
Amen
Henoch
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Religiöse Heuchler
von Henoch am 08.06.2014 23:08Hallo tefila,
ich bin immer wieder erfreut, dass Du Bibelstellen herausfindest, die eine Sache von anderer Seite beleuchten.
Wir können heucheln als wiedergeborene Christen, ja und wie gut...
Im Fleisch wohnt nichts Gutes.
Aber wir sind rein biblisch betrachtet keine Heuchler, weil wir es nicht gewohnheitsmäßig tun. Jeder von uns wird vom heiligen Geist überführt und ermahnt und wird folglich früher oder später um Vergebung und Erneuerung bitten.
Der biblische Heuchler ist der, der meint, ohne Christus zum Vater zu kommen, der das Kreuz verweigert, der anderswie in den Schafstalll will, als durch die Tür, die Christus ist. Jemand, der sich einen Gott selbst bastelt, der die Wege Gottes verweigert und dennoch fromm sein will, das ist ein Heuchler.
Jemand, der Gott anbetet, ohne dies im Geist und in der Wahrheit zu tun. Jemand der meint, er könne ein Leben leben, für das Gott ihn lieben oder loben sollte. Jemand der meint, er könne sich das Himmelreich verdienen und Gott sei ihm etwas schuldig. Jemand der nicht Gott die Ehre gibt, sondern sie für sich selbst haben will. Jemand der denkt, Gott liebe ihn, weil er liebenswürdig wäre.
Man kann sie äußerlich nicht erkennen. Es gibt fromme Menschen, die nie erlöst wurden, und die frommer leben, als erlöste Christen.
Deshalb überlasse ich dies dem Herrn, er prüft die Herzen und die Nieren.
Und ich versuche nicht zu vergessen, dass Gott auch sie erreichen und zu sich ziehen will, weil er sie liebt.
Henoch
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Freude als Frucht des Geistes
von Henoch am 08.06.2014 22:55Hallo tefila,
das umkehren von Bibelstellen ist leider oft irreführend. Wenn die Freude weg ist ist sie weg, mehr nicht.
Natürlich ist die Freude im Herrn oft auch ermutigend, aber man beachte zum Beispiel diesen Vers:
1Petr 4,13 sondern freut euch, dass ihr mit Christus leidet, damit ihr auch zur Zeit der Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben mögt.
Freude kann also nicht das sein, was wir so schlechthin meinen, es muss tiefer gehen, wie Du ja auch schon näher erklärst.
Für mich ist das eine Tatsache, die aus der Hoffnung geboren ist. Eine Hoffnung in Christus, die mir niemand nehmen kann. Das ist meine Freude, auch und gerade im Leid.
Und es ist mir Freude sehen zu dürfen, wer Jesus Christus ist, und damit darf ich auch den Vater sehen. Ich freu mich, dass meine Augen und Ohren geöffnet sind für Gottes Reden und ich freu mich, dass Gott alles gab, damit ich versöhnt bin mit ihm und ich mir seiner Liebe und Nähe gewiss sein kann.
Henoch
tefila
Gelöschter Benutzer
Re: Religiöse Heuchler
von tefila am 08.06.2014 22:36Habe noch eine "Heuchel-Stelle" gefunden (Gal 2,11-14). Hier geht es um Petrus, der seinen Glauben in der neuen Freiheit Christi richtig lebte, indem er mit den Heiden gemeinschaftlich aß. Aber dies tat er nur solange, wie ihm keine Gefahr drohte - hier durch die Juden. Sobald die auftauchten, mied er wieder die Gemeinschaft mit denen aus den Heiden.
Ich staune gerade, dass Paulus das nicht "durchgehen ließ" und ihn auch noch vor allen öffentlch ansprach. Aber es zeichnet Paulus aus, dass er hierbei schlichtweg sachlich blieb:
Als aber Kephas nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, denn es war Grund zur Klage gegen ihn. Denn bevor einige von Jakobus kamen, aß er mit den Heiden; als sie aber kamen, zog er sich zurück und sonderte sich ab, weil er die aus dem Judentum fürchtete.
Und mit ihm heuchelten auch die andern Juden, sodass selbst Barnabas verführt wurde, mit ihnen zu heucheln.
Als ich aber sah, dass sie nicht richtig handelten nach der Wahrheit des Evangeliums, sprach ich zu Kephas öffentlich vor allen: Wenn du, der du ein Jude bist, heidnisch lebst und nicht jüdisch, warum zwingst du dann die Heiden, jüdisch zu leben?
Diese Verse passen zwar nicht zur Absicht dieses Themas, aber ich fand sie trotzdem erwähnenswert.
Hallo Klaus,
was ich schrieb und damit sagen wollte, geht aber noch weit, weit über das hinaus, was du daraus gelesen hast.
tefila
Gelöschter Benutzer
Re: Freude als Frucht des Geistes
von tefila am 08.06.2014 22:18Aus Neh. 8,10:
Und seid nicht bekümmert; denn die Freude am HERRN ist eure Stärke.
Das heißt umgekehrt, dass wenn die Freude weg ist, auch die Stärke weg ist.
Ich finde, wir haben sooo viel Grund zur Freude, einfach weil wir durch Gottes Geist den Heilsweg Gottes erfahren durften, weil wir hier "eine feste Burg" haben, weil wir den Sinn des Lebens gefunden haben in Gott, weil wir einen Vater im Himmel haben, weil wir in Frieden sterben können, da wir Heilsgewissheit haben, weil wir unsere Familie Gott anvertrauen dürfen, weil es im Himmel ein Wiedersehen gibt... weil Gott uns versprochen hat, dass wir uns mit unaussprechlicher Freude freuen werden.
Manchmal "haut es mich noch immer um", wenn ich mir ganz klar mache, dass ich Gott kennen darf. Und dann finde ich welche, die kennen ihn auch und wir haben auf dem selben Fundament gebaut. Wir dürfen gemeinsam vor Gott kommen und ein Gebet sagen. Menschen in Jesus sind einem gar nicht fremd, sondern gleich ist man sich vertraut und vertraut sich.
Manchchmal, wenns im Leben nicht so läuft, wie wir es wollen, ziehen ein paar dunkle Wölkchen auf, aber diese Freude in Jesus kann und sollte das nicht betreffen.
Merciful
Gelöschter Benutzer
Re: Freude als Frucht des Geistes
von Merciful am 08.06.2014 21:29Liebe, Friede, Freude zählt Paulus zu den Früchten des Geistes Jesu.
Bei mir persönlich ist der Friede meist stärker ausgeprägt als die Freude.
Aber es ist mein Wunsch und mein Gebet, dass auch die Freude sich mehr und mehr Bahn bricht in meinem Leben.
Und ich meine auch sagen zu können, dass ich dies erlebe. Langsam zwar, aber es wird.
Merciful
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Freude als Frucht des Geistes
von Burgen am 08.06.2014 21:15Ich hoerte /las mal die Meinung,
dass Frieden Freude Liebe
in gewisser Weise austauschbar sind.
Dann ware es so, wenn Frieden im Herzen ist,
daraus Freude sich nach aussen als Liebe bahnbricht.
Gruß
Burgen
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Aus dem Matrosen wurde ein Pharisäer
von Burgen am 08.06.2014 20:59Ich meine, die Bekehrung, die erste Liebe ist die eine Seite der Medaille.
Da ist die Busse und Vergebung eingeschlossen.
Aber dann,
dann geht es in die Tiefe und in den Zerbruch.
Wozu, weil
Gott der Toepfer und wir - das Herz - das Gefäss sind.
Und das, was im Herzen ist, herausgewaschen werden muss.
Ich denke, dass Freiheit von z.B. Drogen das eine ist,
aber der Dreck im Herzen das andere ist.
Gottes Ziel mit uns ist ja, dass wir IHM immer aehnlicher werden.
Gruß
Burgen
Merciful
Gelöschter Benutzer
Freude als Frucht des Geistes
von Merciful am 08.06.2014 20:47Zum Pfingstfest hörten wir heute im Gottesdienst eine Predigt über die Früchte des Geistes, die Gott in uns wachsen und reifen lässt.
Zu diesen Früchten des Geistes zählt auch die Freude, die in uns Raum gewinnt, verbunden mit der Dankbarkeit über die empfangene Vergebung der Sünden.
Täglich verharrten sie einmütig im Tempel und brachen zu Hause das Brot, nahmen Speise mit Jubel und Schlichtheit des Herzens, lobten Gott und hatten Gunst beim ganzen Volk. Der Herr aber tat täglich hinzu, die gerettet werden sollten.
(Apostelgeschichte 2, 46-47; Elberfelder Bibel)
Pfingsten - Geburtstag der Gemeinde Jesu. Gemeinschaft von Brüdern und Schwestern in Christus.
Von dieser Gemeinschaft sprach der Apostel Johannes:
Was wir gesehen und gehört haben, verkündigen wir auch euch, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt; und zwar ist unsere Gemeinschaft mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. Und dies schreiben wir, damit unsere Freude vollkommen sei.
(1. Brief des Johannes 1, 3-4; Elberfelder Bibel)
Von der Bedeutung der Freude schrieb auch Paulus:
Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit. Gegen diese ist das Gesetz nicht gerichtet.
(Brief des Paulus an die Galater 5, 22-23; Elberfelder Bibel)
Wenn es nun irgendeine Ermunterung in Christus gibt, wenn irgendeinen Trost der Liebe, wenn irgendeine Gemeinschaft des Geistes, wenn irgendein herzliches Mitleid und Erbarmen, so erfüllt meine Freude, dass ihr dieselbe Gesinnung und dieselbe Liebe habt, einmütig, eines Sinnes seid, nichts aus Eigennutz oder eitler Ruhmsucht tut, sondern dass in der Demut einer den anderen höher achtet als sich selbst; ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern ein jeder auch auf das der anderen!
(Brief des Paulus an die Philipper 2, 1-4; Elberfelder Bibel)
Freut euch im Herrn allezeit! Wiederum will ich sagen: Freut euch!
(Brief des Paulus an die Philipper 4, 4; Elberfelder Bibel)
Merciful
Klaus
Gelöschter Benutzer
Re: Religiöse Heuchler
von Klaus am 08.06.2014 20:42Hallo zusammen.
Wenn ich mich recht entsinne, dann war ein "Heuchler" zur Zeit Jesu ein Schauspieler, einer also, der eine Aufführung gab.
Derzeit beschäftige ich mich mit dem Reich der Himmel, wie Johannes das Reich der Himmel einführte:
Zu der Zeit kam Johannes der Täufer und predigte in der Wüste von Judäa und sprach: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen! (Matth.3:1-2/Luther)
Obwohl Johannes als Priester im Tempel hätte dienen können, Kleidung aus Leinen hätte tragen können und sich von den Schaubroten und dem für ihn bestimmten Anteil an den dargebrachten Opfern hätte ernähren können, gab er dies alles auf. So fand man ihn in einem Gewand aus Kamelhaar und einem ledernen Gürtel um seine Lenden. Meines Wissens zählte das Kamel im Judentum zu den unreinen Tieren. (Ich bitte um Korrektur, wenn ich mich irre). Jedenfalls mußte Johannes auf seine Landsleute einen recht unzivilisierten Eindruck gemacht haben und so ein Kamelhaarmantel hat sicher seine eigene Duftnote. Auch ernährte sich Johannes von Heuschrecken und wilden Honig, was für Leviten wohl auch eher ungewöhnlich war. So führte Gott das Reich der Himmel auf recht unzivilisierte Weise ein. Ich denke, Gott tat dies absichtlich.
Als er nun viele Pharisäer und Sadduzäer sah zu seiner Taufe kommen, sprach er zu ihnen: Ihr Schlangenbrut, wer hat denn euch gewiss gemacht, dass ihr dem künftigen Zorn entrinnen werdet? Seht zu, bringt rechtschaffene Frucht der Buße! (Matth.3:7-8/Luther)
Was für ein Empfang erwartete da die Pharisäer und Sadduzäer. Hat Johannes sie verurteil? Nein. Er hat aber in göttlichem Auftrag ihre wahre Situation aufgezeigt. "Schlangenbrut" ist aus meiner Sicht schon ein kräftiger Ausdruck, aber offensichtlich geht Gott mit den Religiösen strenger ins Gericht als mit gewöhnlichen Sündern.
@tefila: Deinen Beitrag habe ich natürlich gelesen; danke für deine Mühe. Diejenigen, die im göttlichen Leben eine gewisse Reife erlangt haben, sollen sich sicher um die Jüngeren kümmern, damit diese lernen, den Namen des Herrn Jesus anzurufen, sich selbst zu verleugnen, um im Leben Christi wachsen zu können. Dies sehe ich auch so.
Klaus

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