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Re: Erlösung
von solana am 12.06.2014 13:30Lieber Merciful
In diesem Zusammenhang hat mir ein Vers geholfen, den ich dir gern weitergeben möchte:
Röm 6,14 Denn die Sünde wird nicht herrschen können über euch, weil ihr ja nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade.
Wir (oder zumindest ich) schaffen es nicht, uns ganz rein zu halten von jeglicher Sünde, sondern nur, uns davon distanzieren, sobald sie uns bewusst wird. Auch das wiederum nicht aus eigener Kraft, aber wir dürfen darum bitten, wenn wir es nicht schaffen.
Und das, was uns an Fehlern schon "passiert" ist und nun nicht mehr rückgängig zu machen, dürfen wir loslassen und die Vergebung in Anspruch nehmen - aus der Gnade leben, nicht unsere "Identität" auf das aufbauen, was wir geleistet oder vebockt haben. Wir sind vor Gott nicht das, was unter dem Strich herauskommt, wenn man Gutes und Versagen gegeneinander aufwiegt - auch wenn Menschen uns so beurteilen und auch unser Herz/Gewissen in dieselbe Richtung weist.
1. Joh 3, 19 Daran erkennen wir, dass wir aus der Wahrheit sind, und können unser Herz vor ihm damit zum Schweigen bringen, 20 dass, wenn uns unser Herz verdammt, Gott größer ist als unser Herz und erkennt alle Dinge.
Gruss
Solana
angeführte Bibelstellen (soweit nicht anders gekennzeichnet) sind aus Luther 1984/2017 zitiert nach dem Bibelserver
Burgen
Gelöschter Benutzer
Re: Aus dem Matrosen wurde ein Pharisäer
von Burgen am 12.06.2014 13:18ja, ich dachte mir schon, dass meine Gedanken nicht so passend sind.
Titus2,11-13
zeigt vielleicht ganz gut auf, welche Ambivalenz zwischen normalen Menschen und Pharisäer sein koennte.
Dein Zeugnis will ich natuerlich nicht zerreden...
Denn es ist erschienen die Gnade Gottes, heilsam allen Menschen;
sie nimmt uns in Zucht, damit wir unter Verleugnung des ungoettlichen Wesens
und der weltlichen Lueste vernuenftig und gerecht und gottselig leben
in der jetzigen Weltzeit,
in Erwartung der seligen Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit
des großen Gottes und unsres Retters Jesus Christus.
der sich selbst fuer uns dahingegeben hat,
um uns von aller Ungerechtigkeit zu erlösen
und fuer ihn selbst ein Volk zu reinigen zum Eigentum,
das fleißig sei zu guten Werken.
Solches rede und schaerfe ein mit allem Ernst.
Niemand verachte dich! (Schl51)
Dieser Text sprach mich heute sehr an. Man koennte vielleicht sagen,
sei kein Pharisäer , erkenne dich im Lichte Gottes und veraendere dich ,
lass dich von dir selbst erlösen .
Gott liebt dich.
Gruß
Burgen
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Erlösung
von Henoch am 12.06.2014 12:17
Hallo Merciful,
das kommt genau davon, dass Du vergisst, dass Du vollkommen bist. Du bist in Christus, d.h., der Vater sieht Dich in seinem vollkommenen Sohn so, als wärest Du schon vollkommen.
Du hast seine Vollkommenheit schon geerbt, Du bist schon versetzt in das Reich seines Sohnes, für Dich gilt, dass Dich niemand mehr anklagen kann.
Wenn Du Dich selbst anklagst, an wessen Geist hältst Du Dich denn dann? Doch an den Geist des "Verklägers der Brüder".
Warum sagt Paulus, ich versuche mir kein Gewissen zu machen. Warum heißt es:
1Joh 1,9 Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.
Was sollen wir machen? Uns selbst beschuldigen und vor Gott den Kopf einziehen??? In eine knechtische Gesinnung fallen?
Nein, wir sollen rufen Abba und bekennen und vertrauen, dass er uns renigt von unseren Sünden...
1Joh 4,18 Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht rechnet mit Strafe. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe.
Warum hat das mit dem Thema zu tun. Nun weil es eine rechtliche Tatsache ist, dass wir heilig sind, völlig reingewaschen und das dürfen wir bezeugen durch Vertrauen zum Vater.
Röm 8,33 Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht macht.
1Petr 2,9 Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk....
Henoch
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Erlösung
von Henoch am 12.06.2014 11:18So ist es Marjo,
wenn wir einseitig denken, wir müssen erst noch vollkommen werden, dann stehen wir in einer knechtischen Gesinnung vor Gott und in uns verstummt die Stimme, die vertrauensvoll ruft: "Abba, lieber Vater". Wenn wir uns einseitig daran festmachen, schon vollendet zu sein, dann besteht die Gefahr, an der Erlösung zu zweifeln, wenn wir doch sündigen.
Frieden mit Gott, dem geliebten und liebenden Vater bekommen wir, weil wir staunen über seine Gnade, Liebe und Größe, über seine Macht und Stärke, uns schon vollendet zu haben, so dass wir freimütig zu ihm kommen können, wenn wir sündigen, wissend, dass wir da, wo wir noch fehlen, seine Gnade schon haben, weil der Ausgang schon feststeht und deshalb gilt schon jetzt, dass wir Heilige und Priester sind, ja noch viel mehr, seine Kinder und Erben sind.
Das ist geistliche Hoffnung, Freude, Glaube und Vertrauen und das bringt uns zum Vater und in die Anbetung.
Henoch
marjo
Gelöschter Benutzer
Re: Erlösung
von marjo am 12.06.2014 10:57Wir sind bereits erlöst. Vollständig. Die Gewalten und Mächte sind bereits besiegt und wurden entkleidet vorgeführt. Am Kreuz hat Jesus alles vollbracht. Das ist die eine Seite. Vor Gott sind wir in Christus vollkommen und gerecht.
Die andere Seite ist, dass wir ja nun noch hier leben und diese Welt durch die Sünde zersört wurde. Das Erlösungswerk ist auch noch nicht allen berufenen Menschen zuteil geworden. Täglich kommen noch Menschen zum Reich Gottes hinzu. Wir sind also noch hier, obwohl wir bereits erlöst sind. Der Kampf gegen die Sünde ist noch im Gange, obwohl der Ausgang bereits feststeht.
In dieser Zerissenheit leben wir. Nur die eine oder die andere Seite zu betonen bringt immer eine Schieflage mit sich.
grüße, marjo
Henoch
Gelöschter Benutzer
Re: Erlösung
von Henoch am 12.06.2014 10:51Hallo Merciful,
wir sind vollendet, aber wir können diesen Stand noch nich zum Ausdruck bringen, weil wir noch im Fleisch sind.
Hebr 10,14 Denn mit "einem" Opfer hat er für immer die vollendet, die geheiligt werden.
Es ist wahr, dass wir sozusagen noch gehemmt sind im Ausdruck, aber es ist da, denn der heilige Geist, der in uns wohnt, ist vollkommen, wir haben also Vollkommenheit schon geerbt.
Warum ist das wichtig und warum ist das ein Unterschied zu der Idee, wir müssten erst noch vollkommen und vollendet werden.
Es ist ein Unterschied, ob etwas erst entstehen muss, oder ob etwas schon Tatsache ist, wenngleich noch "im Fleisch verborgen. Denn letztere Sichtweise bringt zum Ausdruck, dass wir schon jetzt vollendet sind und das nur noch sichtbar werden muss, durch die Wegnahme des Fleisches. Das macht uns sicher, die Herrlichkeit in Ewigkeit schon zu haben. Das ist echte Hoffnung und Freude und eine tragende Kraft, wenn man den Kampf gegen das sündigen mal wieder verloren hat..
Henoch
Merciful
Gelöschter Benutzer
Re: Erlösung
von Merciful am 12.06.2014 09:46Wie gesagt, Paulus unterscheidet zwischen Vollkommenheit und Vollendung.
Wir können vollkommen sein in Christus, deswegen sind wir aber noch nicht vollendet.
Merciful
cipher
Gelöschter Benutzer
Re: Erlösung
von cipher am 12.06.2014 09:45Wird hier möglicherweise die Errettung mit der Heiligung / geistlichem Wachstum verwechselt? Errettet - und damit vor Gott gerecht sind wir ab Zeitpunk "X". Das wusste sicher auch Paulus. Aber die Heiligung zu erreichen - Christus im Wesen immer ähnlicher zu werden - das kann dauern, dem sollen wir aber "nachjagen". Das beschrieb Paulus mit seinen Worten.
Merciful
Gelöschter Benutzer
Re: Erlösung
von Merciful am 12.06.2014 09:41Wann immer die Sünde in meinem Fleisch sich meiner bemächtigt, leide ich unter der Sünde. In solchen Momenten, Phasen, kann ich die Gemeinschaft mit Gott nicht so erleben, wie ich sie dann erlebe, wenn die Sünde in meinem Fleisch sich nicht meiner zu bemächtigen vermag.
Merciful
marjo
Gelöschter Benutzer
Re: Erlösung
von marjo am 12.06.2014 09:38Hallo Henoch,
So sieht es aus. Christus ist unsere Gerechetigkeit. In ihm sind wir gerecht. In ihm ist an uns kein Makel. Daher ist unsere Hoffnung allein auf Christus. Paulus schreibt von der Hoffnung auf das Heil ganz oft in seinen Briefen (Rö 8,24; 1Thess 1,3; 5,8; Titus 1,2; 2,13).
Ist eigentlich alles recht eindeutig. Jesus hat unsere Sünde getragen, weil wir das nicht konnten. Jesus ist unsere Gerechtigkeit, weil wir keine haben. Der Heilige Geist ist unser Ewiges Leben, weil wir keines haben. In Allem und wirklich allem sind wir durch und in Christus erlöst. Er ist es, der uns heiligt.
gruß, marjo


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